Fundstück: Die Verfilmung der Känguru-Chroniken

Bild: Kino.de

Viele Fans haben schon lange gewartet und darauf hingefiebert: Das erste Buch der beliebten Känguru-Reihe (die Känguru-Chroniken) von Marc-Uwe Kling ist verfilmt worden!

Nun kann das chaotische WG-Leben des Kleinkünstlers Marc-Uwe Kling und des kommunistischen Kängurus nicht nur gelesen oder gehört, sondern auch auf der Leinwand verfolgt werden. Auch wenn sich der Autor und Hauptdarsteller Marc-Uwe Kling nicht selbst spielt (er wird von Dimitrij Schaad gespielt), werden sich die Fans bestimmt freuen, dass er – wie beim Hörbuch auch – dem Känguru seine Stimme in der besonderen Tonlage verleiht, für die das Schnapspralinen liebende Beuteltier allseits bekannt ist. Die vielen kurzen Kapitel der Känguru-Chroniken wurden im Film zu einer zusammenhängenden Story umgeschrieben. Es können sich also auch alle, die das Känguru schon rauf und runter gehört und gelesen haben, auf neue spannende Inhalte freuen.

Offizieller Kinostart ist der 05.03.2020. Eine Premiere im Ruhrgebiet findet beispielsweise aber auch schon am 03.03.2020 um 20:00 Uhr in der Lichtburg in Essen statt. Am 07.03.2020 gibt es dort auch ein Special, bei dem der Film zusammen mit einer Lesung von Marc-Uwe Kling vorgeführt wird.

Produziert wurde der Film von X Filme Creative Pool in Co-Produktion mit dem ZDF, TRIXTER und ARRI Media Productions.

Kein Weihnachten ohne Bücher! Teil 4

Bild: Pixabay

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Nun ist es tatsächlich wieder mal soweit! Weihnachten steht vor der Tür und man freut sich darauf die Feiertage mit Freunden oder der Familie zu verbringen. Natürlich freut man sich auch auf die vielen Geschenke, welche unter dem Tannenbaum liegen. Doch was passiert eigentlich, wenn man sich im letzten Jahr nicht immer anständig benommen hat? In diesem Fall kommt Knecht Ruprecht mit seiner Rute. Der Job dieser sagenumwogende Gestalt ist es gemeine und ungehorsame Kinder zu bestrafen. Dabei reichen die Strafen, je nach regionaler Erzählung, von Kohlen, anstatt von Geschenken, bis zum Verspeisen der Übeltäter. Ursprünglich stammt St. Nikolaus‘ Helfer aus der Alpenregion in Bayern, Österreich und Tschechien.

Falls Knecht Ruprecht euch dieses Jahr auch nur Kohlen gebracht hat, haben wir hier wieder eine Handvoll toller Lektüreempfehlungen der Digitur Redaktion: Weiterlesen

Internationaler Tag des Kreuzworträtsels

Gekreuzte Worte als Rätsel – für jede Alterklasse geeignet. Bild: CCO Pixabay

Sich türmende Fernsehzeitschriften bei den (Groß-)Eltern, auf der letzten Seite jedes Mal ein Buchstaben-Gekrakel, eingesperrt in dafür vorgesehenen Quadraten und zu guter Letzt die vorwurfsvollen weißen Leerstellen – meist stellvertretend für unsere fehlenden Geographiekenntnisse…

Doch Kreuzworträtsel müssen nicht fade, öd oder gar aus der Mode gekommen sein. Der diesjährige 21. Dezember erinnert nicht nur an die noch fehlenden Weihnachtsgeschenke oder an apokalyptische Szenerien in Supermärkten – nein. Heute, vor genau 106 Jahren erschien das erste Kreuzworträtsel der Welt. Veröffentlicht wurde es in der Weihnachtsbeilage der Zeitung New York World. Seither dürfen wir uns neben einzelnen Denkspielen in Magazinen an dicken Kreuzworträtsel-Blöcken mit unzähligen Bänden und diversen Apps erfreuen.

Wer außerdem regelmäßig Kreuzworträtsel löst, hat laut einer englischen Studie ein bis zu zehn Jahre jüngeres Gehirn als Altersgenossen. Bereits ein Kreuzworträtsel täglich hilft, die verbale Intelligenz zu erhalten. Also: Schnell App geladen oder über die Feiertage doch einmal mit Oma und Opa euer Wissen messen!

Wenn Ohren lesen – Eine Ode an die Musik

Die Musikbibliothek des KiWi-Verlags. Bild: @kiwi_verlag (Instagram)

Musik und Literatur sind viel mehr als nur ein schöner Zeitvertreib. Sie können Balsam für die Seele sein und neue Perspektiven auf das eigene Leben ermöglichen. Der Verlag Kiepenheuer & Witsch (KiWi) vereint nun diese beiden Leidenschaften und eröffnet eine kleine Musikbibliothek.

Mit vier Titeln zum Auftakt etabliert der Verlag eine neue Reihe zum Thema Musik. Bekannte Autorinnen und Autoren, Künstlerinnen und Künstler sowie Musikerinnen und Musiker schreiben über ihre Lieblingsband oder ihre liebsten Sängerinnen und Sänger. Die Autorinnen und Autoren erklären dabei, welchen Stellenwert Musik für sie hat, wann sie das erste Mal mit ihr in Berührung kamen und was Musik zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihnen auslöste. Auf knapp hundert Seiten verfassen sie eine Liebeserklärung zu dem Soundtrack ihres Lebens. Vier Herzensbekenntnisse von Thees Uhlmann, Anja Rützel, Tino Hanekamp und Sophie Passmann bilden den Auftakt der Reihe. Weiterlesen

Kein Weihnachten ohne Bücher! Teil 3

Konsumveranstaltung oder Brauch? Der Weihnachtsmarkt. Bild: Annika Vahle

In der Innenstadt ist die Hölle los. Gerade in der Vorweihnachtszeit tummeln sich die Menschenmassen in den Einkaufszonen, um die Weihnachtsgeschenke für die Liebsten zu kaufen. Aber das ist es nicht allein. Die Menschen zieht es – häufig in Gruppen – zu den großen Plätzen, wo aufgebaute Buden für das leibliche Wohl sorgen oder mit handgemachter Ware aufwarten. Die Rede ist vom Weihnachtsmarkt. Er ist wohl ein Muss im Advent und in der Regel statten wir ihm nicht nur einen, sondern gleich mehrere Besuche ab. Oft geht solch ein Besuch dann aber ganz schön ins Geld, denn für etwas zu essen und zu trinken (plus den üblichen Tassenpfand) bezahlt man schnell mal über 10 Euro. Studien haben bewiesen, dass die Deutschen im Durchschnitt 30 Euro auf dem Weihnachtsmarkt ausgeben. Auch wenn sich die Mehrheit an den Glühwein- und Essensbuden versammelt, nutzen einige das Angebot der anderen Stände, um Geschenke für das Fest zu kaufen. Die folgenden Bücher findet man wohl nicht auf dem Weihnachtsmarkt, aber das mindert ihren Wert als Präsent für die kalte Jahreszeit in keinem Fall:

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Fundstück: Weihnachten mit Astrid Lindgren

Bild: Verlagsgruppe Oetinger

Bild: Verlagsgruppe Oetinger

Die Weihnachtszeit ist für Kinder etwas ganz Besonderes. Jeden Tag wird gebastelt, es gibt Plätzchen und allerlei Naschereien, Lieder werden gesungen, Geschichten vorgelesen und Gemütlichkeit hängt in der Luft. Diese Unbeschwertheit schwindet bei vielen mit fortschreitendem Alter und die weihnachtliche Leichtigkeit wird zu Stress. Um dem entgegenzuwirken und die kindlichen Erinnerungen an die Festtage für einen Moment zu wecken, werden die früheren Lieblingsbücher gern hervorgeholt. Denn beim Öffnen eines Buches ist es ein Leichtes, die vergangenen Augenblicke mit ebendiesem nachzuempfinden. Eine Autorin ermöglicht uns diese nostalgische Rückbesinnung auf einzigartige Weise: Astrid Lindgren. Ihre Geschichten werden nicht nur oft in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt, sondern haben meist selbst einen Bezug zu ihr.  So backt Pippi Langstrumpf beispielsweise Pfefferkuchen, Madita und ihre Schwester Lisabet treffen den Weihnachtsmann, die Kinder aus der Krachmacherstraße gehen allein auf Geschenksuche und Michel aus Lönneberga treibt seine Scherze auch in der kalten Jahreszeit. Der Band Weihnachten mit Astrid Lindgren vereint all diese und weitere herzerwärmenden Erzählungen. Wer lieber in Filmwelten entflieht und die digitale Berieselung schätzt, kann schon jetzt die Sendetermine von Pippi und Michel einsehen. Spätestens nach den ersten Minuten des Lesens oder Guckens wird klar, dass wir uns bezogen auf die Festtage vielleicht etwas von der kindlichen Unvoreingenommenheit und Zwanglosigkeit beibehalten sollten.

(Über-)Lebensgeschichten des Holocausts erzählen. Ein Abend mit dem Autor Maxim Leo und Ruth-Anne Damm vom Heimatsucher e. V.

Die Themen des Holocausts und des Antisemitismus in Deutschland sind in diesem Jahr wieder allgegenwärtig in den Köpfen der Gesellschaft präsent. Nach dem antisemitischen und rassistischen Anschlag in Halle am 09. Oktober 2019 (dem jüdischen Feiertag Jom Kippur) wurde in den Medien immer wieder über den aktuellen Status des Antisemitismus in Deutschland diskutiert und die Frage gestellt, wie eigentlich mit der Vergangenheit des Holocausts umgegangen wird.

(Über-)Lebensgeschichten des Holocausts erzählen. Ein Abend mit dem Autor Maxim Leo und Ruth-Anne Damm vom Heimatsucher e. V. Auch in der Literatur gibt es zahlreiche Versuche, die Vergangenheit der Juden in Deutschland darzustellen und auf die heutige Zeit zu beziehen. Am 05. Dezember 2019 war der preisgekrönte Schriftsteller und Journalist Maxim Leo in Essen zu Gast, um über sein Buch Wo wir zuhause sind zu sprechen. Die Bildungsinitiative RuhrFutur lud zu einem Abend in der VHS Essen ein. Das Thema der Veranstaltung: (Über-)Lebensgeschichten des Holocaust erzählen. Leo erzählte im Gespräch mit Ruth-Anne Damm (Vorstandsmitglied bei Heimatsucher e. V.) von seinem Werk, seiner eigenen Familiengeschichte und dem Umgang mit dem Holocaust im Jahr 2019.

 

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Kein Weihnachten ohne Bücher! – Teil 2

Bild: pixabay

„Advent, Advent, ein Kerzlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier und schon steht das Christkind vor der Tür!“ Diesen Kinderreim hat wahrscheinlich jeder von uns schon mehrmals gehört, während wir voller Vorfreude auf Heiligabend gewartet haben. Je mehr Kerzen brennen, desto näher rückt Weihnachten. Doch kaum jemand weiß, woher die Tradition, Christis Geburt und das damit einhergehende Verteilen von Geschenken mit brennenden Kerzen anzukündigen, kommt.

Tatsächlich feiert der Adventskranz dieses Jahr seinen 180-jährigen Geburtstag. 1839 erfand der Theologe Johann Hinrich Wichern den Adventskranz. Damals noch ein Wagenrad, welches Wichern in dem Betsaal seines Waisenhauses aufhing, sollte die Konstruktion den Kindern das Warten auf Weihnachten verkürzen. Anstatt der heutzutage üblichen vier Kerzen befanden sich jedoch auch kleinere Kerzen für die Werktage auf dem Wagenkranz. Die etwas wohnzimmerfreundliche Variante aus Tannengrün mit nur vier Kerzen wurde erst knapp 100 Jahre später in Köln hergestellt.

Auf jeden Fall darf in den meisten Haushalten der Adventskranz als Teil der vorweihnachtlichen Vorfreude nicht fehlen. An diesem zweiten Advent hat die Digitur-Redaktion wieder einmal eine Menge Büchervorschläge zusammengesammelt, welche sich besonders gut bei Kerzenschein lesen lassen:

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Games als Kulturgut – Das Next Level Festival for Games 2019

Das Plakat des diesjährigen Next Level Festival for Games. Bild: Saskia Ziemacki

Games sind schon lange nicht mehr nur ein wirtschaftliches Produkt, sondern ein wichtiges Kulturgut. Und als dieses werden sie noch viel zu wenig geschätzt. Das Next Level Festival for Games nimmt sich nun zum zehnten Mal dieser Herausforderung an und präsentiert Gaming in einer Schnittstelle von Spiel, Kunst und Wissenschaft. Nach neun Jahren in Köln, Dortmund und Düsseldorf findet das Festival erstmalig im UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen statt. Angesprochen werden Gamer*innen aller Altersklassen, Player*innen aus der Games-Branche, Kunst- und Kulturverantwortliche, Medienkünstler*innen, Akteur*innen aus den Game Studies, Journalist*innen, Medienpädagog*innen sowie Lehrende, Eltern und Kinder. Weiterlesen

Fundstück: Krimitag 2019 – Mörderische Geschichte(n) in der Stadtbibliothek Essen

Der Krimitag 2019 steht unter dem Motto „Mörderische Geschichte(n) – Mord in der Bibliothek“. Bild: CCO Pixabay

Am 8. Dezember treffen sich Krimifanatiker bundesweit zum Krimitag 2019, der wie jedes Jahr von der Autorengruppe Syndikat organisiert wird. Auch die Stadtbibliothek Essen ist Schauplatz des Geschehens und hat einige ausgezeichnete Krimiautor*innen zu sich eingeladen.

Unter dem Titel „Mörderische Geschichte(n) – Mord in der Bibliothek“ lesen unter anderem Mike Steinhausen, Almuth Heuner und Andreas Edelhoff aus ihren aktuellen Romanen und Geschichten. Deren Handlungen reichen bis in die 40er-Jahre zurück und spielen zumeist in Essen. So handelt Steinhausens Ruhrpiraten etwa von einer Essener Jugendclique aus dem Jahr 1942.

Die Autor*innen lesen in Erinnerung an den Todestag von Friedrich Glauser, der am 8. Dezember 1938 verstarb. Er ging als einer der bedeutendsten Krimiautoren im deutschsprachigen Raum in die Literaturgeschichte ein. Nach ihm wurde der wohl zweitwichtigste deutsche Krimipreis benannt, mit dem eine der diesjährigen Gäste, Almuth Heuner, im Frühjahr ausgezeichnet wurde. Ihre Geschichte Schwarzes Erbe wurde zum besten Kurzkrimi 2019 erklärt. Natürlich bringt sie diese auch zum Krimitag in Essen mit. Schließlich sorgt noch das Krimi-Überfallkommando, bestehend aus Arnd Federspiel, Mischa Bach und H.P. Karr, für Unterhaltung. Sie präsentieren einen „kriminell-heiteren Adventskalender“.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos, es wird jedoch um eine Spende gebeten, da der Erlös des Krimitages einem wohltätigen Zweck gespendet wird. Dieses Jahr geht das Geld an die Essener Elterninitiative zur Unterstützung krebskranker Kinder.

Alle Krimibegeisterten sollten sich im Voraus schon Plätze reservieren unter oeffentlichkeitsarbeit@stadtbibliothek.essen.de oder 0201-8842004.