Fundstück: Digitur auf der Frankfurter Buchmesse

Ab morgen ist es wieder soweit: Die Frankfurter Buchmesse geht vom 16. bis zum 20.10.2019 in eine neue Runde. Gastland dieses Jahr ist Norwegen. Die Digitur-Redaktion wird auf jeden Fall Mittwoch und Freitag zugegen sein und sich ansehen, was die Veranstalter auf Lager haben.

Dem kompletten Programm könnt ihr auf der Eventübersicht einen Besuch abstatten. Alles ist vorhanden: Von vielerlei Preisen (zum Beispiel der Deutsche Buchpreis, den Saša Stanišić mit Herkunft gewann) über Konferenzen bis hin zu Vorträgen über jede Sparte, die der Markt zu bieten hat. Ich persönlich interessiere mich z.B. für die Lesung von Caroline Hofstätter aus ihrem Debütroman Das Ewigkeitsprojekt. Stay tuned!

„Er will nur spielen“ – Spielevorschläge für die Wartezeit zur Messe Spiel 2019 in Essen

Es ist mal wieder Oktober, was bedeutet, dass Halloween wieder vor der Tür steht. Es bedeutet aber auch, dass mal wieder die Spielemesse in Essen stattfindet. Vom 24. bis 27.10.20019 versammeln sich Brett- und Gesellschaftsspielbegeisterte in den Messehallen am Essener Grugapark. Es werden, wie letztes Jahr, wieder mehrere tausend Besucher erwartet. Es kann daher, passend zu Halloween, zum richtigen Horror werden, herauszufinden, was man spielen soll. Neben den unzähligen Erneuerungen auf dem Gesellschaftsspielmarkt, findet man auf der Messe auch ältere Schätze, die sich immer noch gut spielen lassen. Um die Suche in den vollen Messehallen etwas angenehmer zu gestalten, habe ich einige meiner persönlichen Lieblingsspiele aufgezählt.

Star Wars – Imperial Assault: Wenn das Imperium wirklich zurückschlägt!

Star Wars – Imperial Assault ist vor allem für Star Wars Fans ein muss. Bild: Tim Rotthaus

Das erste Spiel der Liste heißt Star Wars – Imperial Assault vom amerikanischen Spielehersteller FantasyFlightGames und verspricht einigen Spielspaß im Star Wars Universum. Bei dem 2014 erschienenen Spiel handelt es sich um einen Dungeon Crawler für zwei bis fünf Spielern, welche mit ihren Spielfiguren verschiedene Szenarien in der gesamten Galaxie durchspielen können. Wer sich nun ein Spiel erhofft, welches er zwischendurch für eine kurze Runde spielen möchte, wird leider enttäuscht werden. Imperial Assault beansprucht einiges an Zeit. Eine Runde kann, je nach Szenario zwei bis drei Stunden dauern. Das Spiel an sich ist so konzipiert, dass es als zusammenhängende Kampagne gespielt werden soll. Man kann sich also auch mehrere Dutzend Stunden Spielspaß einstellen, bevor man alles gesehen hat, was das Spiel zu bieten hat. Um die Spieler durch die Kampagne des Spiels zu führen, beschreibt das handliche Kampagnenbuch die unterschiedlichen Missionen genau und erzählt nebenher eine interessante Geschichte im Star Wars Universum. Zeitlich gesehen spielt die Kampagne direkt nach dem ersten Film: Der erste Todesstern wurde zerstört, doch das Imperium ist noch lange nicht geschlagen. Eine Gruppe Agenten der Rebellion wird ausgeschickt um mysteriöse Signale zu untersuchen, die von einem imperialen Außenposten gesendet werden. Bald schon stellt sich heraus, dass der ambitionierte General Weiss dahintersteckt, der neue Superwaffen für das Imperium herstellt. Es ist nun die Aufgabe der Agenten dem General das Handwerk zu legen und seine Pläne schnell zu vereiteln, denn das Imperium greift an! Star Wars-Imperial Assault ist momentan auf der Webseite von FantasyWelt für knapp 80 EUR zu haben. Weiterlesen „„Er will nur spielen“ – Spielevorschläge für die Wartezeit zur Messe Spiel 2019 in Essen“

Fundstück: #bubla19. Der Buchblog-Award geht in die dritte Runde

Bild: https://www.buchblog-award.de/

Buchblogs sind aus dem Literaturbetrieb nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile sind es nicht nur reine Blogs, die das öffentliche Gespräch über Bücher fördern; Buchpodcasts, Bookstagram- und BookTube-Kanäle reihen sich mit ein und sind für den Award nominiert, während sie 2017 bildeten noch eine Sonderkategorie bildeten (s. Fundstück #bubla17). Das besondere Engagement der Blogger*innen wird mit dem Buchblog-Award von NetGalley und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels honoriert. Der Preis wird zum dritten Malauf der Frankfurter Buchmesse am 18. Oktober verliehen. Weiterlesen „Fundstück: #bubla19. Der Buchblog-Award geht in die dritte Runde“

Fundstück: Sophie Passmann ist eine von den guten Leuten

Die Lesung von Passmann im Gloria Theater war restlos ausverkauft.

Letzten Mittwoch, am 11.09.2019 besuchte ich die Lesung der Autorin Sophie Passmann zu ihrem literarischen Debüt Alte Weiße Männer. Dass die 25-Jährige neben ihren Talenten als Autorin, Kolumnistin und Podcasterin (s. Fundstück: Sophie Passmann) auch eine unterhaltsame Vorleserin ist, hätte mich eigentlich nicht überraschen müssen. Obwohl das Gloria-Theater in Köln komplett ausverkauft war, herrschte eine intime Atmosphäre, in der ich mich fühlte, als hätte Passmann mich spontan in ihr Wohnzimmer auf ein Glas Wein und eine Zigarette eingeladen. Am Ende vertraute sie ihrem Publikum tatsächlich ein kleines Geheimnis an: Zum ersten Mal durfte ein Publikum einen Auszug aus Frank Ocean hören, einem kleinen Buch, welches am 10.10.2019 erscheint. Als Teil der Musikbibliothek des KiWi- Verlags erklärt sie, warum das Album Blonde so bedeutend für ihr Leben war und ist.

Um noch einen oben drauf zu setzen, moderiert sie seit dem 4.September die 1-Live Show Gute Leute.  Jeden Mittwoch um 23 Uhr kann man ihr dabei zuhören, wie sie bei 1-Live „gute Leute“ interviewt. In der ersten Folge befragt sie beispielsweise  Bloggerin Laura Gelhaar zu ihrem Leben im Rollstuhl und schafft es dabei gleichzeitig, das Gespräch ungezwungen zu halten, indem sie auch den Schauspieler Benedict Cumberbatch ins Spiel bringt, für den sie laut eigener Aussage eine Schwäche zu haben scheint. Für alle, die es zeitlich nicht schaffen, bei der Radiosendung einzuschalten, gibt es die Folgen von “Gute Leute“ auch als Podcast.

            Was mir die Lesung und auch die neue Radiosendung von Sophie Passmann erneut gezeigt haben, ist dass man von der Autorin immer wieder interessanten Content zu erwarten hat, in  welcher medialen Form auch immer.

Fundstück: Sechs Tage Literatur pur

Festivalmittelpunkt der lit.RUHR ist Essen. Auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein finden viele Veranstaltungen statt.
Bild: CCO pixabay

Das Strandtuch ist samt Bikini und Shorts im Schrank verstaut, in den Supermarktregalen schmelzen die ersten Weihnachtssüßigkeiten dahin und die Pina Colada wird gegen eine heiße Tasse Tee eingetauscht. Der Herbst kommt und wir melden uns zurück aus unserer Sommerpause.

Bevor ihr es euch auf der Couch aber allzu bequem macht, haben wir noch einen Veranstaltungstipp für euch. Die diesjährige lit.RUHR lockt mit hochkarätigen Gästen wie Cornelia Funke, Frank Schätzing, Thomas Gottschalk, Katja Riemann oder John Strelecky, um nur einige zu nennen. Sie alle kommen vom 8. bis 13. Oktober zum Lesen und Diskutieren ins Ruhrgebiet. Cordula Stratmanns und Bjarne Mädels Einführung in die hohe Kunst der Beleidigung ist schon ausverkauft. Für die allermeisten der 76 Veranstaltungen gibt es aber noch Tickets. Wer sich also von Martin Sonneborn Europa erklären lassen, mit Annette Frier und Alexandra Helmig Astrid Lindgren entdecken oder Deniz Yücels Analyse zu autoritären Regimen und demokratischer Öffentlichkeit hören möchte, sollte sich schnell Tickets sichern.

Fundstück: Gespräch über Bücher

Die Unübersichlichkeit des Buchmarktes kann einen sehr schnell ausschließen. So manches Gespräch jedoch öffnet Türe und Tore. Bild: CCO Pixabay

Die „Eine Uni – ein Buch“-Aktion muss erst noch erbringen, was sie sich vorgenommen hat (dass jeder sich mit Olivas Garten auseinandersetzt). Aber es gibt bereits eine Veranstaltung, die etwas ähnliches liefert, wenn auch in keinem so ambitionierten Rahmen: Das Gespräch über Bücher; eine Art Lesekreis, zu dem 3 Mal jedes Semester Akademiker*innen in die Essener Zentralbibliothek einladen, um ausgewählte Romane zu besprechen, die alle eine thematische oder inhaltliche Gemeinsamkeit aufweisen.

So auch in den letzten Monaten unter dem Schlagwort „Inseln“. Die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Meinungen von den unterschiedlichsten Leuten mitbekommen zu können, ist ein Genuss ohne Gleichen, die an Erfahrungen in diversen Schreibwerkstätten erinnern. Aber letztlich ist es das Ziel, im Gespräch (mit Erläuterungen und wissenschaftliche Einblicke seitens der Gastgeber*innen) zu ergründen, warum ein Buch überzeugt, oder auch nicht.

Das letzte Treffen dieses Sommersemester ist am 3.7. bereits gelaufen; nicht ohne Archipel, den Gewinner des Deutschen Buchpreises 2018 zu loben und noch mehr zu bemängeln. Jedoch findet der nächste Termin am 23.10.2019 statt, unter dem Motto von Rausch und Exzessen. Definitiv ein Besuch wert.

Wie (un-)persönlich ein Poet in Residence sein kann

Esther Kinsky bei ihrer ersten Poetikvorlesung in Essen. Bild: Andreas Erb

Der Poet in Residence diesen Sommer (2019) in Essen zeichnet sich in einem bemerkenswerten Kontrast aus. Das, was von Esther Kinsky erbracht wurde, unterscheidet sich grundsätzlich von dem, was sie mit ihren Worten zu vertreten erschien. Parallel unterscheiden sich meine Eindrücke von dem, was andere (zu recht) empfinden.

Für alle Anwesenden sind die Schwächen dieser Woche mit der Poetin ersichtlich: Die Kürze der Vorträge, ständige Wiederholungen, die in Redundanz ausarteten, das Vorlesen aus den Werken in zu großen Anteilen (wofür die Lesung am Ende gedacht ist); dass die Poetik nur zwischen den Zeilen zu finden war, wo sie doch im Vordergrund stehen sollte, als Hauptthema, als maßgebender Inhalt. Geschweige vom Desinteresse seitens Esther Kinsky, mit dem örtlichen Publikum zu sprechen. Allgemeine und gerechtfertigte Unzufriedenheit ist das Ergebnis. Weiterlesen „Wie (un-)persönlich ein Poet in Residence sein kann“

Fundstück: Denn Mord war ihr Hobby – Crime Cologne 2019

Im September wird die Domstadt zum Tatort. Bild: CCO pixabay

Zum neunten Mal findet vom 23. bis 29. September 2019 das Krimifestival Crime Cologne in Köln statt. Wie jedes Jahr erwarten Besucher nicht nur Lesungen verschiedenster Autoren des Genres, sondern auch ein buntes Rahmenprogramm wie Führungen, Bahnfahrten sowie mehrere Krimidinner. Manche davon versprechen Gänsehaut, andere einen eher humoristischen Twist. Für Familien mit Kindern werden Detektivkurse angeboten, in denen Jung und Alt ihren inneren Sherlock Holmes ausleben können. Zudem wird auch dieses Jahr der Crime Cologne Award an den besten deutschen Kriminalroman verliehen.

Das Besondere an dem Festival: Es wird nicht an einem Spot, sondern an vielen verschiedenen Standorten in der Domstadt ausgetragen, von der Mayerschen Buchhandlung am Neumarkt, Universitätshörsälen, Cafés – oder wer’s ganz morbide mag – auch in einem Atombunker. Für jede Veranstaltung müssen jedoch separate Tickets gekauft werden, welche zwischen 12 bis 42 Euro changieren. Einige der Events sind allerdings auch kostenlos. Wer Interesse hat, sollte sich beeilen: mehrere Lesungen sind bereits ausverkauft. Erwerben kann man die Tickets unter kölnticket.de.

Fundstück: „Sie haben Flammen und Waffen“ – Die Düsseldorfer Literaturtage 2019

Heinrich Heine – Der Patron der Düsseldorfer Literaturtage Bild: CCO pixabay

„Sie haben Flammen und Waffen“, mit diesen Worten warnte Heinrich Heine die Leute einst davor, einem Dichter krumm zu kommen. Knapp 160 Jahre später, ab Montag, dem 03.06.19, leiht sich Heines Geburtsort diese Warnung als Motto für die Düsseldorfer Literaturtage. Seit 2010 organisiert das Literaturbüro NRW, zusammen mit dem Heinrich-Heine-Institut und der Zentralbibliothek das literarische Spektakel. Vom 03.06. bis zum 16.06. wird auf verschiedenen Veranstaltungen gedichtet, vorgelesen und vorgetragen. Ob Belletristik, Sachbuch oder Prosa, es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

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Fundstück: 20. poesiefestival berlin

Dagmara Kraus, eine der mitwirkenden Autor*innen, Bild: Marcin Wezowski

Unter dem Motto Endlich Zeit für Sprache findet vom 14.06.-20.06.2019 das diesjährige poesiefestival berlin statt. Organisiert vom Haus für Poesie ist es europaweit die größte Veranstaltung ihrer Art, die seit 2000 jährlich rund 150 internationale Dichter*innen und Künstler*innen nach Berlin bringt. Ort des Geschehens ist die Akademie der Künste, in der im Rahmen eines vielfältigen Programms Raum für internationale Poesie in Verbindung mit Kunst, Theater, Performance, Musik, Film sowie digitalen Medien geschaffen wird. Das Programm ist für jegliche Altersgruppe konzipiert – darunter fallen beispielsweise die in sieben Sprachen gestaltete Eröffnungsperformance Weltklang – Nacht der Poesie, die Ausstellung Aubergine mit Scheibenwischer – Die Zeichnungen von Oskar Pastior, die Lesung und Gesprächsrunde Queer Poets. Queer Voices – 50 Jahre Stonewall, der ZEBRA-Poesiefilmclub Sprachgewalt sowie ein mit digitaler Poesie gefüllter Abend, der unter dem Titel datenschemen & zeichensprachen Machtstrukturen infrage stellt und Sprache neu erlebbar macht. Über das Instagram-Profil des Hauses für Poesie sowie in der Facebook-Veranstaltung @poesiefestivalberlin können aktuelle Informationen zu dem Festival abgerufen werden. Content verschiedenster Art kann in den sozialen Netzwerken zudem mit dem Hashtag #poesiefestivalberlin2019 versehen und mitverfolgt werden.