Das eigene Buch als Hörbuch einsprechen? – Felix Lobrecht hat’s getan.

Sonne und Beton von Felix Lobrecht. Den Besteller gibt es jetzt auch als Hörbuch. Bild: Felix Lobrecht Merchandise (https://www.felixlobrecht-tickets.de/merch)

Sehr bekannt, viel diskutiert: der Berliner Stand-Up Comedian und, wie er des Öfteren (ironisch) betont, Beststellerautor Felix Lobrecht. Seine Aussagen haben schon das ein oder andere Mal Einzug in Seminargespräche gefunden und wurden von meinen Kommiliton*innen begeistert diskutiert – insbesondere die Themen, die er mit seinem Kollegen Tommi Schmitt in dem erfolgreichen Podcast Gemischtes Hack jeden Mittwoch auf Spotify diskutiert. Auch ich oute mich hiermit als Fan des Podcasts und des trockenen sowie reduzierten Humors, den Felix Lobrecht auf die Bühne bringt. Die fehlende Political Correctness in seinem Programm ist in einer Welt, in der man immer aufpassen muss zu gendern und niemandem auf die Füße zu treten mit dem was man sagt doch sehr erfrischend. Jetzt hat er seinen Roman Sonne und Beton (Ullstein fünf) als Hörbuch veröffentlicht – erneut sehr erfolgreich. Eingesprochen hat er das Hörbuch selbst und mich damit immer wieder verwirrt.  Weiterlesen „Das eigene Buch als Hörbuch einsprechen? – Felix Lobrecht hat’s getan.“

Wenn Podcasterinnen zu Autorinnen werden

Es ist keine neue Erkenntnis, dass Literatur und Medien im Jahr 2019 fest miteinander verknüpft sind. Wie stark diese Verbindung ist, wird unter anderem durch die vielen Bücher, die Influencer*innen mittlerweile schon fast wöchentlich auf den Markt bringen deutlich. Ob Kochbücher von Fitnessvorbildern, verschriftlichte Beauty-Tipps von YouTuber*innen oder auch ganze Biografien von Instagramer*innen; der Buchmarkt wurde erweitert um die Welt der medialen Persönlichkeiten. Da kommt nun die Frage auf: Braucht die Bücherwelt all dies wirklich? In vielen Fällen ist die Frage wohl mit einem klaren NEIN zu beantworten. Doch die Ausnahme bestätigt die Regel!

Das Podcasterinnen Duo Herrengedeck hat im August diesen Jahres ihr Buch „Herrengedeck: Geschichten, die wir nüchtern niemals erzählen würden“ veröffentlicht. Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern von sogenannten Influencern ist dieses jedoch ein absolutes Muss für jeden Menschen, der einfach mal eine Gute-Laune-Zeit mit einem Buch sucht.

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Über familiäre Verwurzelung und die Sehnsucht nach Heimat – Rezension zu Bremers Generationenroman Olivas Garten

Macht es euch in der eigens eingerichteten Lese-Ecke der LK-Bibliothek gemütlich und taucht ein in die literarischen Welten des Mittelmeerraums. Bild: Universität Duisburg-Essen

Im Rahmen des Projektes Eine Uni – ein Buch finden an der Universität Duisburg-Essen Veranstaltungen und Vorlesungen rund um den Roman Olivas Garten statt. Zudem konnte die Universität die Autorin Alida Bremer als Poet in Residence für das Wintersemester 2019/2020 gewinnen. Grund genug also, sich ausführlich mit Olivas Garten auseinanderzusetzen.

Heimat ist in aller Munde, doch was verbindet uns mit dem Ort, an dem wir uns heimisch fühlen? Sind es die Bewohner*innen, das Essen, die Natur oder Abstrakteres wie die Geschichte des Orts oder ein Gefühl der Zugehörigkeit und Geborgenheit? Bremers autobiografisch inspirierter Roman aus dem Jahr 2013 behandelt diese Thematik auf eindrückliche Weise. Die Leser*innen begleiten die seit geraumer Zeit in Münster lebende Ich-Erzählerin Alida bei ihrer Rückkehr in ihre (alte) Heimat Kroatien, genauer gesagt: nach Dalmatien. Weiterlesen „Über familiäre Verwurzelung und die Sehnsucht nach Heimat – Rezension zu Bremers Generationenroman Olivas Garten“

Alida Bremer liest „Olivas Garten“ #EinBuchUDE

Alida Bremer bei der Lesung ihres Romans „Olivas Garten“. Foto: Digitur

Heute Abend fand mit einer Lesung der Autorin Alida Bremer an der Universität Duisburg-Essen die Auftaktveranstaltung zu dem Projekt „Eine Uni – Ein Buch“ statt.

Jeder hat seine eigene Geschichte des Verlassens und des Ankommens.

– Alida Bremer

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Werbung à la Hollywood nun auch für Bücher

Bücher werden heute mit Filmen beworben. Bild: CCO pixabay

Der neue Hollywoodstreifen wird durch kurze Filmausschnitte und passende Musik beworben – warum also nicht auch der neue Roman? Trailer als appetitanregendes Werbemittel werden inzwischen nicht nur in Film und Fernsehen benutzt, sondern auch im Literaturbetrieb. Buchtrailer spielen eine immer größere Rolle im MarketingSie sollen insbesondere die junge Leserschaft ansprechen und zum Lesen und Kaufen des neuen – hoffentlich – Bestsellerromans bewegen.

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FUNDSTÜCK: WELTTAG DES BUCHES

Heute ist der 23. internationale „Welttag des Buches“. Oft hört man von solchen besonderen Tagen, wie Mutter- und Vatertag, dem Weltfrauen Tag, dem National Siblings Day oder auch dem Tag der Jogginghose. Aber was genau steck hinter dem Welttag des Buches? Woher kommt er und, worauf soll er aufmerksam machen? Klar ist: das Buch wird gefeiert.

Am 23. April 1995 hat die UNESCO den „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ eingeführt. Gefeiert werden soll das Buch und das Lesen, die Kultur des geschriebenen Wortes und das Recht und den Schutz am geistigen Eigentum. In Deutschland beteiligen sich Verlage, Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und Lese-Fans an verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen rund um das Buch. Lesefeste, Büchergutscheine, die in Schulen verteilt werden, und die Aktion Ich schenk Dir eine Geschichte, die seit 1996 den Weltbuchtag zelebriert, begleiten auch dieses Jahr die Liebe zum Buch.

Wenn ihr mitfeiern wollt,  aber kein passendes Buch zur Hand habt, schaut doch mal bei unseren Buchempfehlungen vorbei.

Fundstück: „Colette“ – ausdrucksvolles Biopic

Colette in der Aufführung Rêve d’Égypte im Moulin Rouge, 1907. Bild: CCO Léopold-Émile Reutlinger

Literarische Frauenpower im Kino – besser kann man das Biopic der bedeutendsten französischen Autorin des 20. Jahrhunderts nicht beschreiben. Mit Colette kommt nach Astrid Lindgren und Mary Shelley erneut das Leben einer mutigen, unkonventionellen Literatur-Ikone auf die Leinwand.

Colette, eigentlich Sidonie-Gabrielle Claudine Colette, 1873 in dem französischen Örtchen Saint-Sauveur-en-Puisaye geboren, muss sich als Schriftstellerin in einer unbarmherzigen Männerwelt durchsetzen. Ideal besetzt mit Keira Knightley, die jetzt schon als Oscar-würdig bezeichnet wird, beleuchtet Regisseur Wash Westmoreland (Still Alice) die jungen Jahre der Schriftstellerin. Von dem unsicheren Mädchen aus der Provinz, das erst noch unter dem Pseudonym ihres fremdgehenden Ehemannes (Dominic West) Willy schreibt, bis zu ihrer Selbstfindung und dem Bruch aller gesellschaftlichen und sexuellen Konventionen, die sie zum Superstar des Literaturbetriebs und des Varietés werden lassen.

Ein unterhaltsames und informatives Kostümdrama einer feministischen Vorreiterin, das inspiriert und einen glauben lässt, alle Widerstände überwinden zu können. Uns hat der Film Lust auf Romane wie Claudine à l’École und La Vagabonde bereitet.

#verlagegegenrechts: Für die Politisierung der Buchbranche

Unter dem Hashtag #verlagegegenrechts setzt die Kampagne auch im Netz Zeichen.
Bild: http://verlagegegenrechts.de/

Die aktuellen politischen Diskussionen bezüglich des Rechtsextremismus in unserer heutigen Gesellschaft gehen auch an der Verlagswelt nicht vorüber. Bereits 2016 hat das Aktionsbündnis #verlagegegenrechts erste Aktionen auf der Leipziger Buchmesse gestartet, um gegen rassistische Gedanken zu protestieren.  Das Netzwerk #verlagegegenrechts bringt Menschen zusammen, die sich in der Verlagsbranche politisch einsetzen und die Präsenz nationalistischer und rassistischer Verlage, Verleger*innen und ihren Autor*innen kritisieren.

Über 80 Verlage, 200 Einzelpersonen und Initiativen haben sich mittlerweile dem Bündnis angeschlossen. Dazu gehören unter anderem die Büchergilde Gutenberg, der Büchner-Verlag sowie die Heinrich-Böll-Stiftung e.V. Das ganze Jahr über diskutiert das Bündnis auf Podien und plant weitere Aktionen. Vor allem aber organisiert es Veranstaltungen auf der Frankfurter und Leipziger Buchmesse. Dass es wichtig ist, sich gegen rassistische Gedanken einzusetzen und zu protestieren, zeigt die Kampagne auch auf der eigenen Website und Facebook-Seite. Dort werden Veranstaltungen angekündigt und aktuelle Statements und Positionen geteilt. Auf der Website finden sich regelmäßig Blogbeiträge, die zeigen: Es ist wichtig sich gegen Rechts zu positionieren und sich für eine Politisierung der Buchbranche einzusetzen. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Treffen der aktiven Teilnehmer, bei denen anstehende Veranstaltungen geplant werden.

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Fundstück: Neue Möglichkeiten für Selfpublisher mit Story.one

Veröffentliche deine eigene Storys und Teile sie mir anderen. Story.one: Screenshot-Website.

Story.one ist die „Neue Freiheit des Schreibens und Duplizierens“ – doch was steckt dahinter? Das Konzept des Anbieters ermöglicht Selfpublisher ohne großen Aufwand ihre Geschichten zu veröffentlichen. Dabei liegt der Fokus auf sogenannten „Storys“, denn kein Text sollte länger sein als 2.500 Zeichen – für angehende Romanautoren etwas zu knapp bemessen. Aus zehn verfassten Storys kann ein Buch entstehen. Dies kann die Autoren für Freunde, Familie, Buchhandel oder nur sich selbst produzieren lassen. Nicht nur der Zugang zu einer möglichen Leserschaft soll geschaffen werden, sondern auch ein Austausch mit anderen Autoren, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen. Die Website ist übersichtlich gestaltet und ermöglicht jedem Zugang zu einer Autorenschaft. Hannes Steiner und Martin Blank gründeten diese Plattform, um all die Storys zu veröffentlichen, die im Verlag keinen Platz finden. Finanzielle Vergütung für die publizierten Storys, die auf einer wahren Begebenheit beruhen müssen, gibt es zunächst nicht. Erst wenn die UserInnen ein Buch fertig gestellt haben (welches aus zehn Storys besteht), können sie sich dafür entscheiden, das Buch auch im Handel anzubieten. Eine Veröffentlichung erfolgt als Hardcover. Die auf dieser Plattform entstandenen Bücher sind nie länger als 80 Seiten und werden on demand gedruckt.

Autoren auf der Leinwand

Immer mehr Filme thematisieren das Leben von Autor*innen und erscheinen in den Kinos. Bild: CCO pixabay

Winterzeit ist Kinozeit. Nicht ohne Grund kommen im November und Dezember immer viele Filme in die Kinos. Dabei ist es oft der Fall, dass Bücher verfilmt werden oder Material für Spielfilme bilden. Man betrachte nur den zweiten Teil der Reihe Phantastische Tierwesen, der auf der wunderbaren Harry Potter-Welt von J. K. Rowling beruht.

Doch auch die Schriftteller*innen selbst werden gerne in Filmen thematisiert. So kommt ab dem 6. Dezember der Film Astrid in die deutschen Kinos. Nachdem Lindgrens Kinderklassiker wie Michel, Pippi Langstrumpf und Ronja Räubertochter bereits verfilmt wurden, illustriert dieser Film nun das Leben der berühmten schwedischen Kinderbuchautorin und betrachtet dabei vor allem auch ihre Schwierigkeiten als alleinerziehende Mutter.

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