Nach 30 Jahren als Remake wieder im Kino: der Stephen King-Klassiker „Friedhof der Kuscheltiere“

Die deutsche Übersetzung von „Pet Sematary“ klingt zwar süß, die Handlung ist es aber überhaupt nicht. Bild: CCO pixabay

I don’t want to be buried in a pet sematary – seit Anfang des Monats verschafft der Song Kinobesuchern wieder Dauerohrwürmer. Und ähnlich wie das sehr viel moderner klingende Cover des Ramones-Klassikers verspricht auch das neuverfilmte Pendant auf der Leinwand eine gegenwärtigere Adaption des King-Romans „Friedhof der Kuscheltiere“. Genau 30 Jahre ist es her, dass die erste Verfilmung ihren Weg ins Kino fand und seitdem hat sich vor allem in den Möglichkeiten der Special- und Sound-Effects viel getan.  In der Theorie würde zumindest das ein Remake des Horrorklassikers rechtfertigen. Aber braucht die Welt wirklich ein neues „Pet Sematary“?

Vertraut man diversen Kritikerbewertungen von Websites wie filmstarts.de oder Youtube-Reviews selbsterklärter Filmexperten ist die Antwort klar: nein. Nicht ganz. Weiterlesen „Nach 30 Jahren als Remake wieder im Kino: der Stephen King-Klassiker „Friedhof der Kuscheltiere““

Fundstück: „Colette“ – ausdrucksvolles Biopic

Colette in der Aufführung Rêve d’Égypte im Moulin Rouge, 1907. Bild: CCO Léopold-Émile Reutlinger

Literarische Frauenpower im Kino – besser kann man das Biopic der bedeutendsten französischen Autorin des 20. Jahrhunderts nicht beschreiben. Mit Colette kommt nach Astrid Lindgren und Mary Shelley erneut das Leben einer mutigen, unkonventionellen Literatur-Ikone auf die Leinwand.

Colette, eigentlich Sidonie-Gabrielle Claudine Colette, 1873 in dem französischen Örtchen Saint-Sauveur-en-Puisaye geboren, muss sich als Schriftstellerin in einer unbarmherzigen Männerwelt durchsetzen. Ideal besetzt mit Keira Knightley, die jetzt schon als Oscar-würdig bezeichnet wird, beleuchtet Regisseur Wash Westmoreland (Still Alice) die jungen Jahre der Schriftstellerin. Von dem unsicheren Mädchen aus der Provinz, das erst noch unter dem Pseudonym ihres fremdgehenden Ehemannes (Dominic West) Willy schreibt, bis zu ihrer Selbstfindung und dem Bruch aller gesellschaftlichen und sexuellen Konventionen, die sie zum Superstar des Literaturbetriebs und des Varietés werden lassen.

Ein unterhaltsames und informatives Kostümdrama einer feministischen Vorreiterin, das inspiriert und einen glauben lässt, alle Widerstände überwinden zu können. Uns hat der Film Lust auf Romane wie Claudine à l’École und La Vagabonde bereitet.

Autoren auf der Leinwand

Immer mehr Filme thematisieren das Leben von Autor*innen und erscheinen in den Kinos. Bild: CCO pixabay

Winterzeit ist Kinozeit. Nicht ohne Grund kommen im November und Dezember immer viele Filme in die Kinos. Dabei ist es oft der Fall, dass Bücher verfilmt werden oder Material für Spielfilme bilden. Man betrachte nur den zweiten Teil der Reihe Phantastische Tierwesen, der auf der wunderbaren Harry Potter-Welt von J. K. Rowling beruht.

Doch auch die Schriftteller*innen selbst werden gerne in Filmen thematisiert. So kommt ab dem 6. Dezember der Film Astrid in die deutschen Kinos. Nachdem Lindgrens Kinderklassiker wie Michel, Pippi Langstrumpf und Ronja Räubertochter bereits verfilmt wurden, illustriert dieser Film nun das Leben der berühmten schwedischen Kinderbuchautorin und betrachtet dabei vor allem auch ihre Schwierigkeiten als alleinerziehende Mutter.

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Festival des deutschen Films: Genüsse für die Augen, die Ohren und das Herz

Besonders abends eine tolle Location: Die Parkinsel in Ludwigshafen am Rhein während des Festivals des deutschen Films. Bild: Annika Vahle

Eine kleine Insel inmitten des Rheins, abends sieht man den Vollmond und die Sterne. Den ganzen Tag tummeln sich am Ufer Menschen jeden Alters. Erwachsene, Kinder und Rentner*innen genießen die Zeit auf diesem Fleckchen Erde, das durch zwei kurze Brücken vom Festland getrennt ist. Auf der Insel stehen nicht viele Gebäude, es gibt ein Restaurant und die meisten anderen sind Einfamilienhäuser. Wer denkt, es würde sich hier um die Beschreibung einer Urlaubsinsel handeln, liegt falsch. Die Rede ist von der Parkinsel in Ludwigshafen. Ludwigshafen? Nein, nicht das Ludwigshafen am Bodensee. Nur durch eine Brücke von Mannheim getrennt, liegt Ludwigshafen am Rhein. 163.832 Einwohner misst die Stadt in Rheinland-Pfalz. Vom 22. August bis 9. September 2018 steigen die Besucherzahlen dort jedoch merklich in die Höhe, denn in diesem Zeitraum findet das Festival des deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein statt. Weiterlesen „Festival des deutschen Films: Genüsse für die Augen, die Ohren und das Herz“

„Die Verlegerin“: Wenn Spielberg aus dem Zeitungswesen ein Drama macht

In Spielbergs neuem Film spielen Teamwork und Zusammenhalt bei einer Zeitung eine wichtige Rolle. Bild: CCO pixabay

Sie ist ambitioniert, literaturbegeistert und gerecht – 1972 übernimmt Katharine „Kay“ Graham das gemeinsame Unternehmen der Familie, die renommierte “Washington Post“. Damit wird sie nicht nur die erste Zeitungsverlegerin der USA, sondern auch eine der mächtigsten Frauen Amerikas. Von ihren Vorstandskollegen wird sie aber nur belächelt. Als Chefredakteur Ben Bradlee über einen Vertuschungsskandal im Weißen Haus berichten will, entscheidet sich Kay für ihren Mitarbeiter und die Pressefreiheit. Sie setzt ihre Karriere aufs Spiel und tritt mit ihrem Team gegen den wohl stärksten Gegner des Landes an: die US-Regierung.

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