(Über-)Lebensgeschichten des Holocausts erzählen. Ein Abend mit dem Autor Maxim Leo und Ruth-Anne Damm vom Heimatsucher e. V.

Die Themen des Holocausts und des Antisemitismus in Deutschland sind in diesem Jahr wieder allgegenwärtig in den Köpfen der Gesellschaft präsent. Nach dem antisemitischen und rassistischen Anschlag in Halle am 09. Oktober 2019 (dem jüdischen Feiertag Jom Kippur) wurde in den Medien immer wieder über den aktuellen Status des Antisemitismus in Deutschland diskutiert und die Frage gestellt, wie eigentlich mit der Vergangenheit des Holocausts umgegangen wird.

(Über-)Lebensgeschichten des Holocausts erzählen. Ein Abend mit dem Autor Maxim Leo und Ruth-Anne Damm vom Heimatsucher e. V. Auch in der Literatur gibt es zahlreiche Versuche, die Vergangenheit der Juden in Deutschland darzustellen und auf die heutige Zeit zu beziehen. Am 05. Dezember 2019 war der preisgekrönte Schriftsteller und Journalist Maxim Leo in Essen zu Gast, um über sein Buch Wo wir zuhause sind zu sprechen. Die Bildungsinitiative RuhrFutur lud zu einem Abend in der VHS Essen ein. Das Thema der Veranstaltung: (Über-)Lebensgeschichten des Holocaust erzählen. Leo erzählte im Gespräch mit Ruth-Anne Damm (Vorstandsmitglied bei Heimatsucher e. V.) von seinem Werk, seiner eigenen Familiengeschichte und dem Umgang mit dem Holocaust im Jahr 2019.

 

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Kein Weihnachten ohne Bücher! – Teil 2

Bild: pixabay

„Advent, Advent, ein Kerzlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier und schon steht das Christkind vor der Tür!“ Diesen Kinderreim hat wahrscheinlich jeder von uns schon mehrmals gehört, während wir voller Vorfreude auf Heiligabend gewartet haben. Je mehr Kerzen brennen, desto näher rückt Weihnachten. Doch kaum jemand weiß, woher die Tradition, Christis Geburt und das damit einhergehende Verteilen von Geschenken mit brennenden Kerzen anzukündigen, kommt.

Tatsächlich feiert der Adventskranz dieses Jahr seinen 180-jährigen Geburtstag. 1839 erfand der Theologe Johann Hinrich Wichern den Adventskranz. Damals noch ein Wagenrad, welches Wichern in dem Betsaal seines Waisenhauses aufhing, sollte die Konstruktion den Kindern das Warten auf Weihnachten verkürzen. Anstatt der heutzutage üblichen vier Kerzen befanden sich jedoch auch kleinere Kerzen für die Werktage auf dem Wagenkranz. Die etwas wohnzimmerfreundliche Variante aus Tannengrün mit nur vier Kerzen wurde erst knapp 100 Jahre später in Köln hergestellt.

Auf jeden Fall darf in den meisten Haushalten der Adventskranz als Teil der vorweihnachtlichen Vorfreude nicht fehlen. An diesem zweiten Advent hat die Digitur-Redaktion wieder einmal eine Menge Büchervorschläge zusammengesammelt, welche sich besonders gut bei Kerzenschein lesen lassen:

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Games als Kulturgut – Das Next Level Festival for Games 2019

Das Plakat des diesjährigen Next Level Festival for Games. Bild: Saskia Ziemacki

Games sind schon lange nicht mehr nur ein wirtschaftliches Produkt, sondern ein wichtiges Kulturgut. Und als dieses werden sie noch viel zu wenig geschätzt. Das Next Level Festival for Games nimmt sich nun zum zehnten Mal dieser Herausforderung an und präsentiert Gaming in einer Schnittstelle von Spiel, Kunst und Wissenschaft. Nach neun Jahren in Köln, Dortmund und Düsseldorf findet das Festival erstmalig im UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen statt. Angesprochen werden Gamer*innen aller Altersklassen, Player*innen aus der Games-Branche, Kunst- und Kulturverantwortliche, Medienkünstler*innen, Akteur*innen aus den Game Studies, Journalist*innen, Medienpädagog*innen sowie Lehrende, Eltern und Kinder. Weiterlesen

Fundstück: Krimitag 2019 – Mörderische Geschichte(n) in der Stadtbibliothek Essen

Der Krimitag 2019 steht unter dem Motto „Mörderische Geschichte(n) – Mord in der Bibliothek“. Bild: CCO Pixabay

Am 8. Dezember treffen sich Krimifanatiker bundesweit zum Krimitag 2019, der wie jedes Jahr von der Autorengruppe Syndikat organisiert wird. Auch die Stadtbibliothek Essen ist Schauplatz des Geschehens und hat einige ausgezeichnete Krimiautor*innen zu sich eingeladen.

Unter dem Titel „Mörderische Geschichte(n) – Mord in der Bibliothek“ lesen unter anderem Mike Steinhausen, Almuth Heuner und Andreas Edelhoff aus ihren aktuellen Romanen und Geschichten. Deren Handlungen reichen bis in die 40er-Jahre zurück und spielen zumeist in Essen. So handelt Steinhausens Ruhrpiraten etwa von einer Essener Jugendclique aus dem Jahr 1942.

Die Autor*innen lesen in Erinnerung an den Todestag von Friedrich Glauser, der am 8. Dezember 1938 verstarb. Er ging als einer der bedeutendsten Krimiautoren im deutschsprachigen Raum in die Literaturgeschichte ein. Nach ihm wurde der wohl zweitwichtigste deutsche Krimipreis benannt, mit dem eine der diesjährigen Gäste, Almuth Heuner, im Frühjahr ausgezeichnet wurde. Ihre Geschichte Schwarzes Erbe wurde zum besten Kurzkrimi 2019 erklärt. Natürlich bringt sie diese auch zum Krimitag in Essen mit. Schließlich sorgt noch das Krimi-Überfallkommando, bestehend aus Arnd Federspiel, Mischa Bach und H.P. Karr, für Unterhaltung. Sie präsentieren einen „kriminell-heiteren Adventskalender“.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos, es wird jedoch um eine Spende gebeten, da der Erlös des Krimitages einem wohltätigen Zweck gespendet wird. Dieses Jahr geht das Geld an die Essener Elterninitiative zur Unterstützung krebskranker Kinder.

Alle Krimibegeisterten sollten sich im Voraus schon Plätze reservieren unter oeffentlichkeitsarbeit@stadtbibliothek.essen.de oder 0201-8842004.

Die Schreibwerkstatt des Poet in Residence mit Alida Bremer

Die Bilder wurden mit freundlicher Genehmigung der Teilnehmer aufgenommen. Bild: Daniel Kost

Im Zuge jedes Poet in Residence der Universität Duisburg-Essen findet eine Schreibwerkstatt für Studierende statt, die das Highlight der ganzen Woche sein kann. Abhängig ist das vom Gast, der auch bestimmt, was in den insgesamt drei Terminen getan wird. Das grobe Ziel ist es, Schreiben, Ansätze, Perspektiven unter Anleitung zu erproben.

Diesen Herbst gibt es die Besonderheit, dass der Poet zugleich der Abschluss von Eine Uni – ein Buch ist, der Veranstaltungsreihe um Olivas Garten, die unsere Digitur-Redaktion seit Juni abdeckt. Daher haben wir das Vergnügen gehabt, Alida Bremer in Essen begrüßen zu dürfen.

Ihre Ansichten über das Schreiben, die gefärbt sind von ihrem späten Erwerb der deutschen Sprache und ihrer Tätigkeit als Übersetzerin und Kulturvermittlerin, haben zu einer Werkstatt geführt, in der viel mehr gearbeitet wird als über das Schreiben zu reden und nachzudenken. Studierenden, die meist theoretisch an die Materie herangehen, vor allem wissenschaftlich und/oder nicht in den USA Kreatives Schreiben belegen, kommt diese Haltung zugute. Im Folgenden werden die Aufgaben geteilt (alle zeitlich begrenzt), die wir bearbeitet haben, sodass jeder mit ihnen üben kann. Weiterlesen

Kein Weihnachten ohne Bücher! – Teil 1

Für viele Menschen ist er der Inbegriff von Weihnachten: der Tannenbaum. Bild: CCO Pixabay

Gerade noch war es Sommer, jetzt steht in etwas mehr als drei Wochen schon das größte Fest des Jahres an: Weihnachten. Vor allem eine Sache darf dabei nicht fehlen. Eine geschmückte Tanne, meist im Wohnzimmer des Hauses oder der Wohnung aufgestellt, verzaubert Groß und Klein gleichermaßen. Verziert mit Lichterketten, Anhängern aus Holz, Stroh oder Glas ist sie der Hingucker in jedem Zimmer. Viele können sich eine Weihnachtszeit ohne Tannenbaum fast gar nicht mehr vorstellen. Es verwundert daher nicht, dass jedes Jahr tatsächlich knapp 300 Millionen Weihnachtsbäume in ganz Deutschland verkauft werden. Würde man diese nur auf die Privathaushalte verteilen (denn in Unternehmen, der Stadt und öffentlichen Einrichtungen sind auch immer welche zu finden) hätte jeder Haushalt 7,5 Tannenbäume! An Heiligabend spielt der Baum in der Regel eine besondere Rolle, denn unter ihm werden die Geschenke deponiert, die bei der Bescherung ausgepackt werden dürfen. Vielleicht inspirieren euch ja diesbezüglich unsere Buchempfehlungen, die die Digitur-Redaktion für euch zusammengestellt hat und bis Weihnachten an den Adventssonntagen vorstellen wird:

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Fundstück: Ein kleiner Kampf in der Bücherwelt #Buchbattle

Das erste #Buchbattle der Mayerschen Buchhandlung. Bild: Instagram @mayersche.buchhandlung

Seit letztem Mittwoch (20.11.) findet auf dem Instagram-Kanal der Mayerschen Buchhandlung (@mayersche.buchhandlung) ein wöchentlicher Kampf in der Bücherwelt statt. Das #Buchbattle ist wortwörtlich genau das – Bücher treten gegeneinander an. Wie genau das funktioniert? Beim #Buchbattle geht es um die Cover der Werke. Vermutlich ist vielen Lesenden schon aufgefallen, dass ein und dieselbe Geschichte unterschiedliche Cover haben kann. Differenzieren tun sie sich nicht nur nach Ländern und Sprachen, sondern auch nach Ausgaben, Jahren und Verlagen.
Die Mayersche stellt zwei Fotos von Covern desselben Buches gegenüber, gibt bekannt aus welchen Ländern die Ausgaben stammen und fragt die Follower*innen nach deren Meinung. Jeder kann kundtun, welches Cover sie oder er vorzieht und natürlich auch warum. Eine tolle Idee von dem Buchhandlungs-Riesen, die diesmal nicht nur die Vielzahl von Geschichten, sondern auch ihrer schönen Verpackungen präsentiert. Den ersten Eindruck gewinnt man ja meist doch über den Einband.
Das erste #Buchbattle hat zwischen dem deutschen und dem  norwegischen Cover von Maja Lundes „Die Geschichte des Wassers“ (2019) stattgefunden. Heute könnt ihr bei @mayersche.buchhandlung (Instagram) das nächste #Buchbattle verfolgen – wir sind gespannt.

Lit.cologne – Salman Rushdie und die Verzerrung der Realität

Bild: Frauke Papencort

Salman Rushdie war vor knapp 52 Jahren das erste Mal in Köln, 2019 beglückt er die Stadt mit einer Lesung im Rahmen der lit.cologne. Im Gepäck hat er sein neues Buch Quichotte mit dem er es zum fünften Mal auf die Shortlist des Booker Prize geschafft hat. In Anlehnung an Cervantes‘ Klassiker schreibt Rushdie einen satirischen Roman über die amerikanische Gesellschaft. Der Protagonist Quichotte, ein Reisender, der besessen ist von der unwirklichen Wirklichkeit des Fernsehens, begibt sich auf einen Roadtrip quer durch Amerika. Er ist verliebt in die Talkshow-Moderatorin Selma und möchte ihr Herz erobern. Auf seiner Reise begleitet ihn sein Sohn Sancho. Die Geschichte erzählt von Vater-Sohn-Beziehungen, Geschwisterstreitigkeiten, alltäglichem Rassismus, der Opioidkrise, Science-Fiction, dem Leben des Mannes, der Quichotte geschaffen hat, und nicht zuletzt vom Ende der Welt. Weiterlesen

Rückblick: Das war #EINBUCHUDE

Das Projekt #EINBUCHUDE Bild: Universität Duisburg-Essen

Vergangene Woche ging das fünfmonatige Projekt Eine Uni – ein Buch zu Ende. In der Abschlusswoche gab Alida Bremer als poet in residence Einblicke in ihre Arbeitsweise als Autorin und Übersetzerin. Dabei stand sie dem Publikum in ihrer Wahlheimatsprache Rede und Antwort. Sie erzählte über die Kindheit in Split und ihre Ankunft in Bayern. Die gebürtige Kroatin kam der Liebe wegen nach Deutschland. Als 27-jährige bekam sie von ihrer Lehrerin, der Schwiegermutter, Sprachunterricht wie ein Kleinkind, erinnert sich Alida Bremer in einer ihrer Lesungen. Heute spricht sie nicht nur fließend ihre, wie sie es nennt, „Schwiegermuttersprache“, sondern schreibt in ihr ganze Romane und übersetzt kroatische Werke ins Deutsche. Digitur hat die Veranstaltungen rund um die Autorin und ihren Roman Olivas Garten seit Juni begleitet. Zeit also auf die spannenden Ereignisse zurückzublicken und euch unsere Artikel zur Nachlese zu verlinken. Weiterlesen

Interview: Poet in Residence Alida Bremer

» Ich bin gerne Vermittlerin zwischen den Welten, zwischen den Kulturen«

Alida Bremer, 60, in Split in Kroatien geboren, ist Autorin, Übersetzerin und Dolmetscherin. Sie gilt als wichtigste Übersetzerin und Vermittlerin für Literatur aus dem Balkan. 2013 erschien ihr erster Roman „Olivas Garten“ , 2020 erscheint ihr neuer Roman „Korallenprinzessin“. 2018 gewann sie den internationalen Literaturpreis für ihre Übersetzung des Romans „Liebesroman“ der kroatischen Autorin Ivana Sajko. Alida Bremer ist im November 2019 Poet in Residence der Universität Duisburg-Essen und reiht sich damit in eine über 40 Jahre alte Tradition an der Universität Duisburg-Essen ein. Seit 30 Jahren in Deutschland, lebt Alida Bremer in Münster in Westfalen.

Digitur: Frau Bremer, Sie haben drei Tage als Poet in Residence hier in Essen verbracht. Was nehmen Sie aus dieser Zeit für sich mit?

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