Nach 30 Jahren als Remake wieder im Kino: der Stephen King-Klassiker „Friedhof der Kuscheltiere“

Die deutsche Übersetzung von „Pet Sematary“ klingt zwar süß, die Handlung ist es aber überhaupt nicht. Bild: CCO pixabay

I don’t want to be buried in a pet sematary – seit Anfang des Monats verschafft der Song Kinobesuchern wieder Dauerohrwürmer. Und ähnlich wie das sehr viel moderner klingende Cover des Ramones-Klassikers verspricht auch das neuverfilmte Pendant auf der Leinwand eine gegenwärtigere Adaption des King-Romans „Friedhof der Kuscheltiere“. Genau 30 Jahre ist es her, dass die erste Verfilmung ihren Weg ins Kino fand und seitdem hat sich vor allem in den Möglichkeiten der Special- und Sound-Effects viel getan.  In der Theorie würde zumindest das ein Remake des Horrorklassikers rechtfertigen. Aber braucht die Welt wirklich ein neues „Pet Sematary“?

Vertraut man diversen Kritikerbewertungen von Websites wie filmstarts.de oder Youtube-Reviews selbsterklärter Filmexperten ist die Antwort klar: nein. Nicht ganz. Weiterlesen „Nach 30 Jahren als Remake wieder im Kino: der Stephen King-Klassiker „Friedhof der Kuscheltiere““

Out of Style – Wie Bücher zu Dekorationsartikeln degradiert werden

Instagram-Post von @Novalanalove

Heller Holzboden, ein Sofa mit farblich abgestimmten Fellkissen, ein moderner Glastisch, darauf mehrere Bücher mit bunten Covern. Bildbände in warme Filterfarben gehüllt.

Diese Szene lässt sich als Foto auf dem Instagram Account von Farina Opoku finden. Unter dem Namen Novalanalove zeigt sie ihren rund 953 Tausend Followern hier ihre neue Wohnzimmereinrichtung. Damit liegt sie genau im Trend. Denn mittlerweile präsentiert jeder Social-Media-Influencer, der etwas auf sich hält, sein Zuhause samt Einrichtungsvorschlägen. Ob über Youtube-Vlogs oder Instagrampostings, mit der Präsentation der neuesten Deko- und Möbelerrungenschaften zeigt jeder, welches Einrichtungskonzept er verfolgt. Weiterlesen „Out of Style – Wie Bücher zu Dekorationsartikeln degradiert werden“

Dystopie aus der Petrischale – Eckhart Nickels Roman Hysteria

Die Himbeere als zentrales Motiv in Nickels Hysteria. Bild: CCO pixabay

Es beginnt harmlos: Sonderbar aussehende Himbeeren ziehen die Aufmerksamkeit des Protagonisten Bergheim auf sich. Ausgerechnet in der unscheinbaren heimischen Frucht sieht er mit Hilfe seiner bemerkenswerten Imagination unheilvolle Geschehnisse voraus.

Er sah grässliche Spinnenköpfe aus den Himbeeren herausspähen, das Wachstum des Fruchtfleisches, zuvor Beweis für die wunderbare Vermehrung der Natur, erschien ihm nun als gefährliches Wuchern, bösartige Fruchtzellen, die sich unentwegt teilten und der Welt feindlich entgegenwuchsen, um sie zu beherrschen und am Ende zu vernichten.

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