Fundstück: Buchempfehlungen per Chatbot

Nach dem Klicken auf verschiedene Auswahlmöglichkeiten hilft der Bot bei der Wahl der richtigen Lektüre. Screenshot: Lena Kosakowski

Immer häufiger gibt es in der Medienbranche Bots, die Texte schreiben oder zur Unterstützung angewendet werden. Die Buchbranche dagegen ist bei der Verwendung neuer digitaler Möglichkeiten hingegen eher zurückhaltend. Umso überraschender ist es daher, dass aktuell auf der Facebook-Seite der Klassikerinnen-Reihe des Reclam Verlags ein Chatbot im Einsatz ist, der den Nutzer*innen Buchempfehlungen über den Messenger sendet. Mit einfachen Fragen leitet der Bot die Kunden durch das „Gespräch“ und  hilft ihnen bei der Kaufentscheidung. Die User können im Verlauf meistens zwischen zwei Antwortmöglichkeiten wählen – abschließend spricht der Chatbot seine Buchempfehlung aus.

In Reclams Buchreihe Klassikerinnen neu entdeckt von Schriftstellerinnen der Gegenwart erscheinen Klassiker der Weltliteratur mit starken Frauenfiguren, darunter u.a. Jane Austens Stolz und Vorurteil oder Theodor Fontanes Effi Briest. Zusätzlich beinhalten die Ausgaben Essays bekannter Autorinnen wie Nora Gomringer und Ulrike Draesner. Noch befindet sich der Chatbot in der Testphase. Bei Erfolg wird er demnächst aber wohl öfter zu sehen sein.

Fundstück: Sophie Passmann

Sophie Passmann auf der Bühne, Bild: anygator.com

Spätestens seitdem ihr Buch „Alte Weisse Männer “ am 7.März beim KiWi –Verlag erschienen ist (KiWi), kommt man an dem Namen Sophie Passmann nicht mehr vorbei. Für ihr feministisches Werk führte sie Interviews mit prominenten Männern, die sie nach Themen wie Sexismus und Feminismus befragte. Die 25-Jährige ist nicht nur Buchautorin, sondern gleichzeitig Radiomoderatorin bei 1Live, schreibt die Kolumne Alles oder Nichts für das Zeitmagazin (Zeit Magazin) und betreibt seit Anfang 2019 zusammen mit Matthias Kalle den Podcast Die Schaulustigen. In dem Podcast diskutieren die beiden über das deutsche Fernsehprogramm, aber auch internationale Serien/Filme. Zurzeit trifft man sie häufig auf Buchmessen, bei Lesungen oder auch im Fernsehen, wie zum Beispiel am Weltfrauentag beim Kölner Treff  (WDR Mediathek ) .                                 
Dies sind nur einige der vielen Projekte, die Sophie Passmann bereits gemacht hat. Besonders inspirierend ist die Tatsache, dass sie fast jedes zur Verfügung stehende Medium benutzt, um ihre Meinung zu äußern und über wichtige Themen aufzuklären. Auch Instagram ist eine Plattform, um über interessante Bücher, politische Themen und Projekte zu sprechen (Instagram Profil). Wenn man auf der Suche nach einer neuen, interessanten Stimme in den deutschen Medien ist, lohnt es sich, einen Blick auf ihre bisherigen Projekte zu werfen.

Black Mirror: Bandersnatch – ein doppelbödiges Spiel mit der Psyche

In Bandersnatch kontrolliert der Zuschauer die Filmhandlung. Bild: CCO pixabay

Wer sie kennt, weiß es: Die britische Science-Fiction-Serie Black Mirror (Erstausstrahlung: Dezember 2011) ist schwere Kost. Mit dem Black Mirror-Film Bandersnatch kreiert David Slade nun ein äußerst beunruhigendes Spektakel, das seit dem 28.12.2018 auf der Streaming-Online-Plattform Netflix zu sehen ist. Der Film spielt im Jahr 1984 und deutet damit unmittelbar auf George Orwells Zukunftsroman 1984 hin. Ähnlich wie Orwell einen allmächtigen Überwachungsstaat entworfen hat, zeichnet die Netflix-Serie Black Mirror sowie auch der Film Bandersnatch Dystopien; allerdings hinsichtlich der Entwicklungen digitaler Medien. Dabei läuft es dem Zuschauer eiskalt den Rücken herunter.

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Fundstück: Hier wird nichts dem Zufall überlassen

 

Netflix-Algorithmus überlässt nichts dem Zufall. Bild: CCO pixabay

Durch Zufall Gefallen an einer Serie oder einem Film zu finden, ist dank Algorithmen eigentlich nicht mehr möglich. Thema in den Medien ist das nicht erst seit gestern aber in den letzten Wochen tauchten immer öfter Artikel über den Netflix-Algorithmus in den Online- und Printmedien auf.  Weiterlesen „Fundstück: Hier wird nichts dem Zufall überlassen“