70-jähriges Jubiläum der Internationalen Jugendbibliothek

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Bücher dienen „als Friedensboten“. Gerade in Zeiten eines aufflammenden Rechtsrucks in ganz Europa hat Jella Lepmans Botschaft gegen Rassismus und Ressentiments nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Vor 70 Jahren, im September 1949, gründete die jüdische Journalistin (1891-1970) die Internationale Jugendbibliothek als Zeichen für Frieden und Völkerverständigung. Vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs betonte sie die Relevanz von Literatur für die Nachkriegszeit immer wieder. So wurde ihr Anliegen zum Leitsatz der Bibliothek. Besonders Jugendliteratur soll Kinder bereits früh aus verschiedenen Kulturen zusammenbringen und eine freie Weltanschauung stärken.

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Black Mirror: Bandersnatch – ein doppelbödiges Spiel mit der Psyche

In Bandersnatch kontrolliert der Zuschauer die Filmhandlung. Bild: CCO pixabay

Wer sie kennt, weiß es: Die britische Science-Fiction-Serie Black Mirror (Erstausstrahlung: Dezember 2011) ist schwere Kost. Mit dem Black Mirror-Film Bandersnatch kreiert David Slade nun ein äußerst beunruhigendes Spektakel, das seit dem 28.12.2018 auf der Streaming-Online-Plattform Netflix zu sehen ist. Der Film spielt im Jahr 1984 und deutet damit unmittelbar auf George Orwells Zukunftsroman 1984 hin. Ähnlich wie Orwell einen allmächtigen Überwachungsstaat entworfen hat, zeichnet die Netflix-Serie Black Mirror sowie auch der Film Bandersnatch Dystopien; allerdings hinsichtlich der Entwicklungen digitaler Medien. Dabei läuft es dem Zuschauer eiskalt den Rücken herunter.

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Kein Weihnachten ohne Bücher! Teil 3

Der dritte Advent ist der vorletzte Sonntag der christlichen Adventszeit. Bild: CCO pixabay

So langsam wird es eng: Bis Weihnachten ist es nicht mehr weit. Die dritte Kerze am Adventskranz wird angezündet, mehr als die Hälfte der Türchen vom Adventskalender sind geöffnet und es werden letzte Runden über den Weihnachtsmarkt gedreht. In vielen Großstädten steht an diesem Wochenende außerdem die Vergrößerung des ökonomischen Gewinns auf dem Plan. Denn der dritte Advent bedeutet besonders in Nordrhein-Westfalen auch verkaufsoffener Sonntag. Für beide Seiten sicherlich von Vorteil: Die Unternehmen erzielen Profit, während all diejenigen, die bisher noch keine Zeit hatten, den freien Tag nutzen können, um Geschenke für das Fest zu kaufen oder anderweitige Weihnachtsbesorgungen zu erledigen. Verkaufsoffene Sonntage stellen sich daher besonders in der Adventszeit zu einem Phänomen des Konsumrauschs heraus. Es wird gekauft ohne Ende – aber was davon wird wirklich benötigt? Sicher, lang gehegte Wünsche wollen erfüllt werden. Wer in literarischer Hinsicht noch nicht weiß, was verschenkt werden könnte, findet hier die nächsten vier Buchempfehlungen aus unserer Redaktion – wie immer bunt gemischt!
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Dystopie aus der Petrischale – Eckhart Nickels Roman Hysteria

Die Himbeere als zentrales Motiv in Nickels Hysteria. Bild: CCO pixabay

Es beginnt harmlos: Sonderbar aussehende Himbeeren ziehen die Aufmerksamkeit des Protagonisten Bergheim auf sich. Ausgerechnet in der unscheinbaren heimischen Frucht sieht er mit Hilfe seiner bemerkenswerten Imagination unheilvolle Geschehnisse voraus.

Er sah grässliche Spinnenköpfe aus den Himbeeren herausspähen, das Wachstum des Fruchtfleisches, zuvor Beweis für die wunderbare Vermehrung der Natur, erschien ihm nun als gefährliches Wuchern, bösartige Fruchtzellen, die sich unentwegt teilten und der Welt feindlich entgegenwuchsen, um sie zu beherrschen und am Ende zu vernichten.

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