Was hinter der Verzauberung der Welt steckt. Fragerunde mit Andreas Eschbach

Christian Krumm (links) und Andreas Eschbach (rechts) verdient zufrieden nach der erfolgreichen letzten Seminarssitzung. Bild: Christian Krumm

Sollten Autor*innen etwas über sich verraten, dann meistens in einem Interview (seltener Poetikvorlesungen). Daran ist nichts falsch, nur stehen solche Treffen unter einem gewissen Stern. Es gibt einen Kontext (oft ein neues Buch oder ein Ereignis) und eine dritte Partei (die Zielgruppe), die angesprochen werden soll, was beiden Seiten konstant bewusst ist; wie ein Riese, der seinen Schatten wirft. Es fehlt eine Gelassenheit, einfach über etwas zu reden, vor allem, wenn fünf Minuten angesetzt sind und sich der volle Terminkalender bemerkbar macht. Daher ist es immer interessant und faszinierend, sobald man die Möglichkeit hat, ohne einen solchen (engen) Rahmen Fragen stellen zu können; die Antworten sind erfrischend. Weiterlesen „Was hinter der Verzauberung der Welt steckt. Fragerunde mit Andreas Eschbach“

Fundstück: Andreas Eschbachs kleiner Boxenstopp in Essen

Einen Autor ausfragen zu können, ist etwas für alle Lesefreunde. Bild: CCO pixabay

Am 21.3.2019 geht sie wieder los, die Leipziger Buchmesse: Eine geschichtsträchtige, internationale Plattform für Leser*innen, Autor*innen, Verlage und saisonal ausgebuchte Hotelzimmer. Dieses Jahr sind abermals allerhand Preisverleihungen, Lesungen und Auftritte vorgesehen; mit dabei der womöglich erfolgreichste deutsche Science-Fiction Autor Andreas Eschbach. Ein idealer Auftakt zu seiner Lesetour Anfang April kreuz und quer durch Deutschland, nicht wahr? Nun ja, fast. Denn bevor Besuchermassen wieder die Messehallen belagern, kommt es noch zu einen kleinen Boxenstopp am Essener Campus. Dort kann man dann Andreas Eschbach erwischen, wie er eine Frage- und Antwort-Runde gibt.

Der ganze Spaß findet in der Meyer-Schwickerath-Straße 1, 45141 Essen (Gebäude R14, Raum R14 R02 B02), am 19.3.19 um 19 Uhr statt. Beim Veranstalter Dr. Christian Krumm kann man sich (noch) anmelden und weitere Informationen bekommen. Und wie es der Zufall so will: Auch er wird ein paar Lesungen auf der Leipziger Buchmesse halten. Kommt vorbei und löchert zwei Autoren, bevor es jede*r andere tun kann!

„Ich lese nicht mehr zur Unterhaltung“ – Poet in Residence Peter Stamm im Interview

Peter Stamm war letzte Woche Poet in Residence der Universität Duisburg-Essen. In drei Poetik-Vorlesungen sprach der Schweizer Autor über sein Schreiben und seine Arbeit als Schriftsteller. Einen besonderen Einblick konnte eine Gruppe von Studierenden in der Schreibwerkstatt bekommen. In diesem kleinen Rahmen sprach Peter Stamm mit den Digitur-Redakteuren Tim Rotthaus und Niklas Ruddigkeit.

Digitur: Herr Stamm, Sie sagen über sich selber zu einer Generation von Autor*innen zu gehören, die mehr Filme gesehen als Bücher gelesen hat. Wie kommen Sie zu so einer Einschätzung? Weiterlesen „„Ich lese nicht mehr zur Unterhaltung“ – Poet in Residence Peter Stamm im Interview“

Fundstück: Peter Wawerzinek ist Poet in Residence in Essen

Peter Wawerzinek ist in diesem Monat Poet in Residence in Essen. Bild: Andreas Erb

Es ist wieder so weit: Der Poet in Residence der Universität Duisburg-Essen steht vor der Tür. Vom 11. bis zum 15. Juni ist der Schriftsteller Peter Wawerzinek auf dem Campus Essen zu Gast und gibt in seinen Poetikvorlesungen Einblick in die Arbeit als Schriftsteller. Die Woche steht unter dem Motto „Schreiberling sein ist nicht schwer“ und beginnt am Montag, den 11.6. mit einer Poetikvorlesung unter dem Titel „Am Beginn liegt der Stift in der Hand – wann werden daraus Bücher?“. Am Dienstag heißt seine Poetiklesung „Über das Schreiben, den Haushalt und die Pflege der Worte“ und am Mittwoch „Wie schwer und wie einfach ist es, mit oder ohne den Literaturbetrieb zu leben?“. Alle Vorlesungen beginnen um 16 Uhr und sind im Glaspavillon (R12 S00 H11) der Universität Duisburg-Essen (Campus Essen). Am Mittwoch, 13. Juni wird es außerdem um 19:30 Uhr eine Lesung des Autors aus seinen Büchern geben.

Peter Wawerzinek hat zahlreiche Werke verfasst. 2010 erhielt er für seinen Romanauszug „Rabenliebe“ den Ingeborg-Bachmann Preis. Im gleichen Jahr stand der Roman auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Für 2019/2020 wurde ihm neben anderen Autor*innen ein Literaturstipendium in der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom vergeben. Das Stipendium soll hochbegabten Künstler*innen ermöglichen, sich in Italien künstlerisch weiterzuentwickeln.

„Das Internet macht die Welt besser“ – Ein Interview mit Kathrin Passig

Bild: Norman Posselt, www.normanposselt.com

Die poet in residence-Woche an der Universität Duisburg-Essen hat sich dem Ende geneigt und wir hatten das Glück, der Schriftstellerin und Trägerin des Ingeborg-Bachmann-Preises (2006) Kathrin Passig einige Fragen stellen zu dürfen. Besonders interessiert hat uns ihr Verhältnis zum Thema Arbeit, da die Vorträge aller vier Gäste unter diesem Themenschwerpunkt standen. So wurden beispielsweise Arbeitsweisen, Prokrastinationsstrategien und Ängste vor dem Schreiben enthüllt. Kathrin Passig selbst hat dies Anfang der Woche unter dem Hashtag #wirnennenesüberarbeitreden auf Twitter zusammengefasst.  Weiterlesen „„Das Internet macht die Welt besser“ – Ein Interview mit Kathrin Passig“

Studieren in Polen – (fast) analog. Ein Selbstversuch

Mit Block und Kugelschreiber ist man an der Danziger Uni schon gut ausgestattet. Foto: Vanessa Hellwig CC0

Paulina schreibt und schreibt. Seite für Seite füllt sie ihren Collegeblock mit der heutigen Präsentation, wie immer mit dem blauen Kugelschreiber. Sie ist schnell geworden mit dem Schreiben, denn sie befindet sich mittlerweile im letzten Bachelor-Semester ihres Germanistikstudiums. Ihre Handschrift ist schön, so ordentlich und ein bisschen verschnörkelt, und manchmal frage ich mich, ob ich auch so schön schreiben könnte, wenn ich so viel Übung darin hätte. Denn was die angehenden Germanistikabsolventen an der Danziger Uni jeden Tag unfreiwillig üben ist, unter anderem, die Handschrift. Möglich macht es die wenig vorhandene Digitalisierung, die aus einem Studium in der polnischen Ostseestadt wieder richtige Handarbeit macht. An das (fast) analoge Studieren musste ich mich während meines Auslandssemesters in der Ostseestadt erst wieder gewöhnen. Weiterlesen „Studieren in Polen – (fast) analog. Ein Selbstversuch“

Nie mehr mit dem Aktenordner ins Seminar!

Das Wachstum von Online-Semesterapparaten an der Universität Duisburg-Essen (Auszug aus einer Präsentation von Frank Lützenkirchen, siehe auch: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42222/Workshop52a2016-10-12LuetzenkirchenSemesterapparate.pdf).
Das Wachstum von Online-Semesterapparaten an der Universität Duisburg-Essen (Auszug aus einer Präsentation von Frank Lützenkirchen, siehe: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42222/Workshop52a 2016-10-12LuetzenkirchenSemesterapparate.pdf).

Dass die Digitalisierung bessere Arbeits- und Erkenntnisprozesse in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre ermöglicht, dürfte Konsens unter den „Digitur“-LeserInnen sein – und dazu gehören auch dynamische Online-Semester- apparate. Zugleich prognostiziert der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Horst Hippler, dass bald „die für ein modernes Studium unverzichtbare digitale Bereitstellung von Texten schmerzhaft eingeschränkt wird.“ Wie kann das sein? Und was kann man gegen diese Entwicklung unternehmen? Weiterlesen „Nie mehr mit dem Aktenordner ins Seminar!“

Fundstück: Lukas Bärfuss als Poet in Residence

Der Schweizer Autor Lukas Bärfuss ist diese Woche als Poet in Residence an der Universität Duisburg-Essen zu Gast, Bild: CC BY-SA 4.0 Caro­lin Ter­horst
Der Schweizer Autor Lukas Bärfuss ist diese Woche als Poet in Residence an der Universität Duisburg-Essen zu Gast. Bild: CC BY-SA 4.0 Caro­lin Ter­horst

Die vor mehr als vierzig Jahren ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe „Poet in Residence“ gilt längst als Institution an der Universität Duisburg-Essen. In dieser Woche ist der Schweizer Autor Lukas Bärfuss zu Gast in Essen, der sich damit in die Liste namhafter Autoren einreiht, zu der u.a. Literatur-Größen wie Martin Walser, Bernd Jaumann, Friedrich Ani, Kathrin Röggla, oder im vergangenen Wintersemester Klaus Modick, zählen.

In seiner Vortragsreihe Credo, die an Das Credo eines Dichters von Jorge Luis Borges angelehnt ist, spricht Bärfuss noch bis Mittwoch u.a. „über den literarischen Anspruch, über die Faulheit, die jedem Anspruch im Wege steht und (…) ferner über die Frage, wie der Klang zum Inhalt steht.“ Abschließend wird der Autor am Donnerstag aus seinem Roman Koala lesen, für den er u.a. mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet wurde. Die Lesung findet um 18 Uhr im Casino an der Universität statt (Reckhammerweg 3).

Fundstück: Der digitale Kongress #dvpw15

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Auf Twitter und unter dem Hashtag #dvpw 15 wird live vom Konferenzgeschehen berichtet.
Bild: CC BY-SA Lisa-Marie Reingruber

Heute beginnt an der Universität Duisburg-Essen der 26. wissenschaftliche Kongress der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW). Online hat die Veranstaltung bereits vor einigen Wochen begonnen: „Vorsicht, Neuland – erstmalig wird ein DVPW-Kongress mit einem eigenen Weblog begleitet. Wir verstehen die Berichterstattung als Experiment und wollen damit einen Beitrag zur ‚wissenschaftsadäquaten‘ Nutzung sozialer Medien leisten.“ So heißt es auf dem Kongress-Blog, der von einem vierköpfigen Medienteam bespielt wird (in dem sich u.a zwei Digitur-Redakteurinnen wiederfinden). Die digitale Begleitung von Konferenzen hat sich in Deutschland längst noch nicht etabliert und es wird interessant sein zu sehen, ob und inwieweit die über 800 erwarteten TeilnehmerInnen und ReferentInnen die Möglichkeiten der Online-Wissenschaftskommunikation nutzen werden.

Literaturwissenschaftliche Studiengänge und die Digitalisierung: Starre Strukturen aufbrechen

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CC-BY-NC-SA 4.0 Robin Bals

Im Studiengang Literatur und Medienpraxis der Universität Duisburg-Essen gab es in diesem Wintersemester eine Premiere: Eine der Einführungsveranstaltungen beschäftigte sich ausschließlich mit dem weiten Feld der digitalen Medien und machte deutlich, dass es einen Prozess des Umdenkens in literatur- und medienwissenschaftlichen Studiengängen geben muss.   Weiterlesen „Literaturwissenschaftliche Studiengänge und die Digitalisierung: Starre Strukturen aufbrechen“