Fundstück: Digitur wünscht frohe Ostern!

Frohe Ostertage und viel freie Lesezeit wünscht echt Digitur. CCO: Pixabay

Eine Nutzerumfrage auf der Internetplattform LovelyBooks hat aufgezeigt, dass lesen scheinbar noch voll im Trend ist. Über die Hälfte der User und Userinnen gaben an, dass sie heute mehr lesen als vor fünf Jahren. Das Lesematerial wird häufig nicht online, sondern im örtlichen Buchhandel gekauft.
Auch zu Ostern erweisen sich Bücher wieder als das Mitbringsel für den verlängerten Heimatbesuch über die Feiertage. Bei den gängigen Festlichkeiten ist der Griff zum Buch vorprogrammiert. Wieso nicht häufiger im Alltag eine kleine Prise Literatur einfügen? So lassen sich eine Vielzahl an Geschenk-Rubriken identifizieren, die über die Feiertage hinaus Anklang finden: Beispielsweise zum Umzug, für frisch Verliebte, alles rund um das neue Haustier oder auch zu einer bestandenen Prüfung.

Was hinter der Verzauberung der Welt steckt. Fragerunde mit Andreas Eschbach

Christian Krumm (links) und Andreas Eschbach (rechts) verdient zufrieden nach der erfolgreichen letzten Seminarssitzung. Bild: Christian Krumm

Sollten Autor*innen etwas über sich verraten, dann meistens in einem Interview (seltener Poetikvorlesungen). Daran ist nichts falsch, nur stehen solche Treffen unter einem gewissen Stern. Es gibt einen Kontext (oft ein neues Buch oder ein Ereignis) und eine dritte Partei (die Zielgruppe), die angesprochen werden soll, was beiden Seiten konstant bewusst ist; wie ein Riese, der seinen Schatten wirft. Es fehlt eine Gelassenheit, einfach über etwas zu reden, vor allem, wenn fünf Minuten angesetzt sind und sich der volle Terminkalender bemerkbar macht. Daher ist es immer interessant und faszinierend, sobald man die Möglichkeit hat, ohne einen solchen (engen) Rahmen Fragen stellen zu können; die Antworten sind erfrischend. Weiterlesen „Was hinter der Verzauberung der Welt steckt. Fragerunde mit Andreas Eschbach“

KNV – ein Riese vor dem Aus

Die Insolvenz der KNV-Gruppe kam für die Branche unerwartet. Bild: CCO pixabay

Wer sich für Literatur und den Literaturmarkt interessiert und sich damit auseinandersetzt, ist in den letzten Tagen kaum an der Schlagzeile, dass der größte, deutsche Buchgroßhändler die Koch, Neff & Volckmar Gmbh (KNV) Insolvenz anmelden musste, vorbei gekommen. Die Verhandlungen der KNV-Gruppe mit einem möglichen Investor sind gescheitert. Nun steht eine der bedeutendsten Größen des deutschen Buchmarktes vor dem Aus. Für viele Literaturliebhaber*innen ist die KNV-Gruppe eine unbekannte Größe, denn meist operiert der Riese im Hintergrund des täglichen Buchgeschäfts. Seit 185 Jahren sorgt das Stuttgarter Unternehmen dafür, dass Buchhandlungen wie Thalia oder die Mayersche, aber auch die kleinen Buchhandlungen ums Eck, die Bücher zur Verfügung haben, die gerade gefragt sind.  Weiterlesen „KNV – ein Riese vor dem Aus“

Fundstück: Hier wird nichts dem Zufall überlassen

 

Netflix-Algorithmus überlässt nichts dem Zufall. Bild: CCO pixabay

Durch Zufall Gefallen an einer Serie oder einem Film zu finden, ist dank Algorithmen eigentlich nicht mehr möglich. Thema in den Medien ist das nicht erst seit gestern aber in den letzten Wochen tauchten immer öfter Artikel über den Netflix-Algorithmus in den Online- und Printmedien auf.  Weiterlesen „Fundstück: Hier wird nichts dem Zufall überlassen“

#verlagegegenrechts: Für die Politisierung der Buchbranche

Unter dem Hashtag #verlagegegenrechts setzt die Kampagne auch im Netz Zeichen.
Bild: http://verlagegegenrechts.de/

Die aktuellen politischen Diskussionen bezüglich des Rechtsextremismus in unserer heutigen Gesellschaft gehen auch an der Verlagswelt nicht vorüber. Bereits 2016 hat das Aktionsbündnis #verlagegegenrechts erste Aktionen auf der Leipziger Buchmesse gestartet, um gegen rassistische Gedanken zu protestieren.  Das Netzwerk #verlagegegenrechts bringt Menschen zusammen, die sich in der Verlagsbranche politisch einsetzen und die Präsenz nationalistischer und rassistischer Verlage, Verleger*innen und ihren Autor*innen kritisieren.

Über 80 Verlage, 200 Einzelpersonen und Initiativen haben sich mittlerweile dem Bündnis angeschlossen. Dazu gehören unter anderem die Büchergilde Gutenberg, der Büchner-Verlag sowie die Heinrich-Böll-Stiftung e.V. Das ganze Jahr über diskutiert das Bündnis auf Podien und plant weitere Aktionen. Vor allem aber organisiert es Veranstaltungen auf der Frankfurter und Leipziger Buchmesse. Dass es wichtig ist, sich gegen rassistische Gedanken einzusetzen und zu protestieren, zeigt die Kampagne auch auf der eigenen Website und Facebook-Seite. Dort werden Veranstaltungen angekündigt und aktuelle Statements und Positionen geteilt. Auf der Website finden sich regelmäßig Blogbeiträge, die zeigen: Es ist wichtig sich gegen Rechts zu positionieren und sich für eine Politisierung der Buchbranche einzusetzen. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Treffen der aktiven Teilnehmer, bei denen anstehende Veranstaltungen geplant werden.

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Kein Sommer ohne Bücher!

Ein idealer Einfang des Sommers zur Abendzeit. Was für viele in dieser Jahresphase nicht fehlen darf: (Urlaubs-) Lektüre. Foto: Annika Vahle

Egal ob auf dem Balkon, auf einer Wiese, am Strand oder ganz cool am Pool. Auch in der heißen Jahreszeit gehört Lektüre zu unserem Alltag dazu. Wie das Ufer zum See, die Waffel zum Eis – die Sommermonate sind ohne Bücher nicht vorstellbar. Wir nehmen sie mit in die unterschiedlichsten Länder und Städte, um auch dort der Realität zu entfliehen und in fantasievolle Welten einzutauchen. Sie werden zu einem Begleiter von uns, stellen manchmal sogar die Erinnerung an den Urlaub dar und oft ist es nicht nur ein Buch, das in dieser Zeit von uns verschlungen wird. Eine Seite nach der anderen wird umgeblättert, schenkt uns die Möglichkeit, umso mehr unsere freie Zeit zu genießen. Obwohl es unzählige Bücher gibt, die in den Rubriken „Sommerlektüre“ oder „Bücher für den Urlaub“ aufgelistet werden können – es sind nicht unbedingt die klischeehaften Sommerliebesromane (es ist Sommer, ein Mann und eine Frau verlieben sich), die während der warmen Monate gelesen werden. Stattdessen ist die Auswahl viel breiter, komplett genreunabhängig und völlig individuell bestimmt.  Weiterlesen „Kein Sommer ohne Bücher!“

Fundstück: Willkommen in der ältesten Buchhandlung der Welt

Die »Livraria Bertrand« hat schon viele Krisen überstanden. Bild: Lena Kosakowski

Ein ganz besonderes Erlebnis beim Bücherkauf bietet die Livraria Bertrand in Portugal. Sie öffnete 1732 erstmals ihre Türen – damit ist sie die älteste durchgängig betriebene Buchhandlung der Welt. Die Livraria Bertrand liegt mitten in Lissabons Shoppingviertel Chiado in der Nähe einiger berühmter Sehenswürdigkeiten, wie dem Café A Brasileira, dem Opernhaus und dem Elevador de Santa Justa. Seit der Eröffnung hat der Buchladen einiges miterlebt: Das Erdbeben von Lissabon 1755, mehrere Revolutionen, die französische Besetzung und die Schuldenkrise. 2010 ernannte das Guinness-Buch der Rekorde die Livraria Bertrand zur ältesten durchgängig betriebenen Buchhandlung der Welt, worauf ein Zertifikat am Eingang aufmerksam macht. Heute gehört die Livraria Bertrand zur gleichnamigen Buchhandelskette, die in ganz Portugal und teilweise in Spanien vertreten ist.

Bild: Lena Kosakowski

Trotz einiger Renovierungen und Umbauten hat sich der älteste Buchladen der Welt seinen Charme bewahrt. Die weißen Räume mit Kreuzgewölbe und die alten handgefertigten Holzregale laden förmlich zum Stöbern durch die etwa 70.000 Werke ein. Eine große Auswahl an englischsprachigen Titeln gibt es nicht, dennoch nimmt sich der ein oder andere Tourist bestimmt ein Buch als Andenken mit. Im angrenzenden Café Bertrand kann man sich nach dem Einkaufsbummel direkt entspannen. Auch online ist die Buchhandlung vertreten sowie bei Facebook und Instagram zu finden.

 

 

Fundstück: Überraschung aus dem Automaten

Geld rein, Buch raus – Der Buchautomat in Aachen bietet einen „24h Buch-Notdienst“.

Der Buchautomat der Mayerschen Buchhandlung in Aachen hält eine neue Überraschung bereit: Eine Wundertüte für Bücher. So ist es möglich, unkenntlich verpackte Bücher zu kaufen, ohne zu wissen um welches Werk es sich genau handelt. Nur eine kurze Beschreibung  gibt einen Hinweis auf den Inhalt des Buches. Dadurch sollen Käufer überrascht und an Titel herangeführt werden, die sie normalerweise nicht kaufen würden. Allein die kurze Beschreibung gibt den Kaufimpuls – der Kunde kann also nicht durch das Cover oder den Namen des Autors beeinflusst werden. Der Automat wird von den Buchhändlern im wöchentlichen Rhythmus aufgefüllt und beinhaltet Titel aus der Spiegel-Bestsellerliste.

Der Buchautomat wurde letztes Jahr vor dem Stammhaus der Mayerschen in Aachen aufgestellt,  um den Kunden die Möglichkeit zu bieten, auch nach Ladenschluss Bücher zu kaufen und ihre Leselust spontan befriedigen zu können. Damit soll der Automat auch eine schnell verfügbare Alternative zum Online-Versandhandel bieten. Zusätzlich zu den »Buchwundertüten« können auch normale Bücher, Kartenspiele aus dem Sortiment von Teddy & Co sowie Geschenk-Gutscheine gezogen werden.

Fundstück: Der Indiebookday 2018

Bild: https://www.indiebookday.de/

Wer unabhängige Verlage unterstützen und gleichzeitig gute Bücher lesen möchte, kann den Indiebookday am 24.03.2018 zum Anlass nehmen, mal wieder ausgiebig in der nächsten Buchhandlung zu stöbern, blättern und verweilen. Um kleinen Verlagen mehr Aufmerksamkeit zu schenken und ihre Arbeit angemessen zu würdigen, ist es an diesem Tag Ziel, ein Buch eines Indie-Verlags zu kaufen, ein Foto des Buchs in einem sozialen Netzwerk oder Blog zu posten und mit dem Hashtag #indiebookday zu versehen. Seit 2013 findet der Indiebookday jährlich großen Anklang und hat sich über die Jahre hinweg auch in UK, Italien, den Niederlanden, Portugal und Brasilien etabliert. Dieses Jahr neu im Programm ist die Indiebook Reading Challenge. Hierbei handelt es sich um eine Lese-Challenge, bei der 52 Bücher aus unabhängigen Verlagen in 52 Wochen gelesen werden sollen. Wer mitmacht, kann versuchen, jede Woche ein Buch zu einem bestimmten Thema zu lesen und die Teilnahme an der Challenge in sozialen Netzwerken mit #indiebookchallenge  oder #ibc kenntlich zu machen – das Indiebookday-Team hat hierfür eine Themenliste erstellt, die auf https://www.indiebookday.de/indiebookchallenge/ eingesehen und heruntergeladen werden kann. Die Liste ist keine strikte Vorgabe, sondern dient vielmehr der Inspiration und Anregung für die wöchentliche Buchauswahl. Auch die Verlage selbst haben in dieser Zeit vor, ihre sozialen Netzwerke für die Verbreitung von Vorschlägen und Lese-Tipps zu nutzen. Auf der englischsprachigen Seite der Veranstaltung heißt es: „You love beautiful and well made books? On Indiebookday you can share this love with everyone!“ Ganz in diesem Sinne – geht am 24.03.2018 raus, unterstützt unabhängige Verlage und verbreitet die gemeinsame Bücher-Liebe im Netz.

Ein Vierteljahrhundert open mike

Bühne frei für den Nachwuchs: Am 11. und 12. November 2017 fand in Berlin zum 25. Mal der open mike statt. Bild: CC0 pixabay.com

open mike – das steht für neue, frische und vor allem junge Literatur. Seit mittlerweile 25 Jahren werden bei diesem Wettbewerb junge deutschsprachige Nachwuchsliteraten in den Kategorien „Lyrik“ und „Prosa“ ausgezeichnet.  Die diesjährigen PreisträgerInnen: Mariusz Hoffmann, Ralph Tharayil (beide Prosa) und Ronya Othmann (Lyrik) sowie Baba Lussi (taz-Publikumspreis).

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