Kein Sommer ohne Bücher! Teil 2

Sonne, Kaffee und ein gutes Buch: Für viele ist das Entspannung pur. Bild: CCO pixabay

Endlich haben sich die Temperaturen wieder etwas abgekühlt und man muss sogar überlegen, für welche Jacke und welches T-Shirt man sich entscheidet. „Oder doch lieber der dünne Pulli? Nachher ist es zu kalt draußen und ich friere.“ Zwischen 18 und 21 Grad, klar, das sind nach den letzten Wochen für viele momentan eisige Temperaturen. Da hilft wohl nur der Zwiebellook. Aber keine Sorge: Die nächste Hitzewelle steht schon in den Startlöchern. Dieses Mal sind zumindest die Jüngeren in freudiger Erwartung. Kein Wunder, beginnen in den meisten Bundesländern Deutschlands derzeit die Sommerferien. Und welche Bedeutung das Wort ‚Sommerferien‘ trägt, wissen schon die Kleinen: frei, Unternehmungen und am besten noch Urlaub. Ein gutes Buch darf da nicht fehlen. Deshalb geht’s hier direkt weiter mit unseren Literaturempfehlungen für die heißen Tage:

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Liebeserklärung an Kroatien #Einbuchude

Alida Bremer versammelt 20 Liebeserklärungen an ihr Heimatland Kroatien in einer Anthologie. Bild: CCO Pixabay

Eine Entdeckungsreise aus dem Lesesessel heraus: Nicht nur als Autorin, auch als Herausgeberin hängt Alida Bremers Herz an ihrem Geburtsland Kroatien. Bremer ist dieses Semester Autorin des Projektes Eine Uni – Ein Buch. Zusammen mit den Herausgeberinnen Silvija Hinzmann und Dagmar Schruf erstellt sie in dem Werk Südliche Luft – 20 Liebeserklärungen an Kroatien eine Collage aus persönlichen Eindrücken des kleinen Landes östlich der Adria.

So beschreibt die gebürtige Kroatin Marica Bodrožić nostalgisch ihre Kindheit in Dalmatien – die Sehnsucht nach Italien und der Fremde, die sie in dem Hinterland empfindet, aber auch die Liebe und Zuneigung, die sie zu diesem Land entwickelt. Auch deutsche Autor*innen schreiben über ihre Vorstellungen und Eindrücke des Landes: Juli Zehs Geschichte handelt von Musik, die Grenzen überwindet und der Liebe zwischen zwei Kulturen – Deutschland und Kroatien. In der Anthologie geht es um Gegensätze: „Die zauberhafte Natur und die Schönheit der Städte auf der einen, die verhängnisvolle Geschichte und schwer zu verstehende Politik auf der anderen Seite.“ Doch vor allem geht es darum, ein Land kennenzulernen, das vielen noch als fremd und unbekannt erscheint.

Wie (un-)persönlich ein Poet in Residence sein kann

Esther Kinsky bei ihrer ersten Poetikvorlesung in Essen. Bild: Andreas Erb

Der Poet in Residence diesen Sommer (2019) in Essen zeichnet sich in einem bemerkenswerten Kontrast aus. Das, was von Esther Kinsky erbracht wurde, unterscheidet sich grundsätzlich von dem, was sie mit ihren Worten zu vertreten erschien. Parallel unterscheiden sich meine Eindrücke von dem, was andere (zu recht) empfinden.

Für alle Anwesenden sind die Schwächen dieser Woche mit der Poetin ersichtlich: Die Kürze der Vorträge, ständige Wiederholungen, die in Redundanz ausarteten, das Vorlesen aus den Werken in zu großen Anteilen (wofür die Lesung am Ende gedacht ist); dass die Poetik nur zwischen den Zeilen zu finden war, wo sie doch im Vordergrund stehen sollte, als Hauptthema, als maßgebender Inhalt. Geschweige vom Desinteresse seitens Esther Kinsky, mit dem örtlichen Publikum zu sprechen. Allgemeine und gerechtfertigte Unzufriedenheit ist das Ergebnis. Weiterlesen „Wie (un-)persönlich ein Poet in Residence sein kann“

Alida Bremer liest „Olivas Garten“ #EinBuchUDE

Alida Bremer bei der Lesung ihres Romans „Olivias Garten“. Foto: Digitur

Heute Abend fand mit einer Lesung der Autorin Alida Bremer an der Universität Duisburg-Essen die Auftaktveranstaltung zu dem Projekt „Eine Uni – Ein Buch“ statt.

Jeder hat seine eigene Geschichte des Verlassens und des Ankommens.

– Alida Bremer

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Eine Uni – Ein Buch: „Olivas Garten“ an der Universität Duisburg-Essen #einbuchude

Über welches Buch habe ich in letzter Zeit länger nachgedacht? Und wann hatte ich zuletzt das Bedürfnis über einen Text zu diskutieren? Spontan weiß ich darauf keine Antwort. Eine Gelegenheit darüber nachzudenken bietet sich mir aber schon sehr bald.

Die Universität Duisburg-Essen wurde mit ihrer Bewerbung als eine von 10 deutschen Hochschulen bei der Ausschreibung „Eine Uni – Ein Buch“ des Stifterverband Deutschlands, der Klaus Tschira Stiftung in Kooperation mit dem ZEIT Verlag ausgewählt. Ein Semester lang soll über ein bestimmtes Buch breit diskutiert werden. Die Idee ist den Austausch und die Identifikation aller Hochschulmitglieder und Mitarbeiter mit ihrer Hochschule zu stärken. Ob Erstsemester oder Fakultätsleiter, Professoren oder Verwaltungsmitarbeiter, die Mitglieder einer Hochschule sollen über das ausgewählte Buch ins Gespräch kommen und sich für ein gemeinsames Thema begeistern.

„Olivas Garten“ von Alida Bremer ist das Buch über das in den kommenden Wochen und Monaten an der Universität Duisburg-Essen geredet werden soll. Das Buch handelt von der Protagonistin Alida, die in Deutschland lebend, den Olivenhain ihrer Großmutter in Vodice an der kroatischen Adriaküste erbt. Das bringt Alida dazu sich mit ihrer Vergangenheit und ihrer Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Der Roman offenbart eine weitverzweigte Familiegeschichte, die sich über sechs Generationen erstreckt und eng verwoben ist mit der politischen Entwicklung Kroatiens und Europas.

Digitur wird das Projekt in den kommenden Wochen und Monaten unter dem Hashtag #einbuchude hier auf dem Blog sowie bei Facebook, Twitter und Instagram begleiten.

Infos zu kommenden Veranstaltungen und zum Projekt finden sich hier.

 

Werbung à la Hollywood nun auch für Bücher

Bücher werden heute mit Filmen beworben. Bild: CCO pixabay

Der neue Hollywoodstreifen wird durch kurze Filmausschnitte und passende Musik beworben – warum also nicht auch der neue Roman? Trailer als appetitanregendes Werbemittel werden inzwischen nicht nur in Film und Fernsehen benutzt, sondern auch im Literaturbetrieb. Buchtrailer spielen eine immer größere Rolle im MarketingSie sollen insbesondere die junge Leserschaft ansprechen und zum Lesen und Kaufen des neuen – hoffentlich – Bestsellerromans bewegen.

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Fundstück: Sophie Passmann

Sophie Passmann auf der Bühne, Bild: anygator.com

Spätestens seitdem ihr Buch „Alte Weisse Männer “ am 7.März beim KiWi –Verlag erschienen ist (KiWi), kommt man an dem Namen Sophie Passmann nicht mehr vorbei. Für ihr feministisches Werk führte sie Interviews mit prominenten Männern, die sie nach Themen wie Sexismus und Feminismus befragte. Die 25-Jährige ist nicht nur Buchautorin, sondern gleichzeitig Radiomoderatorin bei 1Live, schreibt die Kolumne Alles oder Nichts für das Zeitmagazin (Zeit Magazin) und betreibt seit Anfang 2019 zusammen mit Matthias Kalle den Podcast Die Schaulustigen. In dem Podcast diskutieren die beiden über das deutsche Fernsehprogramm, aber auch internationale Serien/Filme. Zurzeit trifft man sie häufig auf Buchmessen, bei Lesungen oder auch im Fernsehen, wie zum Beispiel am Weltfrauentag beim Kölner Treff  (WDR Mediathek ) .                                 
Dies sind nur einige der vielen Projekte, die Sophie Passmann bereits gemacht hat. Besonders inspirierend ist die Tatsache, dass sie fast jedes zur Verfügung stehende Medium benutzt, um ihre Meinung zu äußern und über wichtige Themen aufzuklären. Auch Instagram ist eine Plattform, um über interessante Bücher, politische Themen und Projekte zu sprechen (Instagram Profil). Wenn man auf der Suche nach einer neuen, interessanten Stimme in den deutschen Medien ist, lohnt es sich, einen Blick auf ihre bisherigen Projekte zu werfen.

FUNDSTÜCK: WELTTAG DES BUCHES

Heute ist der 23. internationale „Welttag des Buches“. Oft hört man von solchen besonderen Tagen, wie Mutter- und Vatertag, dem Weltfrauen Tag, dem National Siblings Day oder auch dem Tag der Jogginghose. Aber was genau steck hinter dem Welttag des Buches? Woher kommt er und, worauf soll er aufmerksam machen? Klar ist: das Buch wird gefeiert.

Am 23. April 1995 hat die UNESCO den „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ eingeführt. Gefeiert werden soll das Buch und das Lesen, die Kultur des geschriebenen Wortes und das Recht und den Schutz am geistigen Eigentum. In Deutschland beteiligen sich Verlage, Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und Lese-Fans an verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen rund um das Buch. Lesefeste, Büchergutscheine, die in Schulen verteilt werden, und die Aktion Ich schenk Dir eine Geschichte, die seit 1996 den Weltbuchtag zelebriert, begleiten auch dieses Jahr die Liebe zum Buch.

Wenn ihr mitfeiern wollt,  aber kein passendes Buch zur Hand habt, schaut doch mal bei unseren Buchempfehlungen vorbei.

Fundstück: Digitur wünscht frohe Ostern!

Frohe Ostertage und viel freie Lesezeit wünscht euch Digitur. CCO: Pixabay

Eine Nutzerumfrage auf der Internetplattform LovelyBooks hat aufgezeigt, dass lesen scheinbar noch voll im Trend ist. Über die Hälfte der User und Userinnen gaben an, dass sie heute mehr lesen als vor fünf Jahren. Das Lesematerial wird häufig nicht online, sondern im örtlichen Buchhandel gekauft.
Auch zu Ostern erweisen sich Bücher wieder als das Mitbringsel für den verlängerten Heimatbesuch über die Feiertage. Bei den gängigen Festlichkeiten ist der Griff zum Buch vorprogrammiert. Wieso nicht häufiger im Alltag eine kleine Prise Literatur einfügen? So lassen sich eine Vielzahl an Geschenk-Rubriken identifizieren, die über die Feiertage hinaus Anklang finden: Beispielsweise zum Umzug, für frisch Verliebte, alles rund um das neue Haustier oder auch zu einer bestandenen Prüfung.

Bedeuten Serien den Untergang des Buches?

Der nasse Fisch.“ Die literarische Vorlage zur preisgekrönten Serie „Babylon Berlin“. Bild: Ellen Grieser

Serienjunkie, Binge-Watching, Prequel. Jemandem, der mit Serien nur wenig am Hut hat, wird voraussichtlich noch der erste Begriff etwas sagen. Bei den anderen beiden wird es deutlich schwieriger. Die Streaming-Plattformen boomen und immer mehr Geschichten werden audiovisuell veranschaulicht. Serien gewinnen täglich an Anhängern. Sei es aus dem Thriller-, Komödien- oder Actiongenre – online findet jeder in kurzer Zeit das, wonach einem gerade der Sinn steht. Die Folge: Literarischen Werken wird weniger Interesse gezollt, der Buchhandel muss sich besonders gegen die Riesen Netflix und Amazon Prime, die jeden Monat mit Neuerscheinungen begeistern, behaupten. Studien besagen, dass Kinder im Vergleich zu vorherigen Jahrzehnten lieber fernsehen oder Musik hören, anstatt ein Buch zu lesen. Auch bei den Erwachsenen sieht es nicht anders aus. Viele ziehen es vor, sich nach Feierabend einen Film oder eine Serie anzuschauen. Aber bedeutet dieses Präferenzgefälle automatisch, dass Bücher nunmehr keine Chance haben? Gibt es nur eine Antwort, entweder Buch oder Film/Serie?
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