Fundstück: LovelyBooks Leserpreis 2019 – Stimmt ab für Euer Lieblingsbuch des Jahres!

Jährlich verliehene Buchpreise gibt es viele. Und nicht selten kommt es vor, dass die allgemeine Leserschaft bei der Auswahl der GewinnerInnen, die die Akademien treffen, den Kopf schütteln muss. Wie schön also, dass es auch Literaturauszeichnungen gibt, deren PreisträgerInnen von den LeserInnen selbst gekrönt werden – wie den LovelyBooks Lesepreis zum Beispiel. Für diesen läuft seit Anfang der Woche bis zum 14. November wieder die Nominierungsrunde, an der jede/r teilnehmen kann.

Nominiert werden kann jedes Buch, dass zwischen dem 1. November 2018 und dem 31. Oktober 2019 in Deutscher Erstausgabe erschienen ist. In insgesamt 16 Kategorien kann der Lesefreudige für seine Lieblinge abstimmen. Zwischen Erscheinungen jeglicher Genres, die von Bilderbuch, Thrillern bis zu erotischen Romanen reichen, kann gewählt werden. Auch Nominierungen für den Besten Buchtitel, das Beste Buchcover und erstmals in 2019 das Beste Deutschsprachige Debüt können vorgeschlagen werden.

Vom 18. November bis zum 26. November folgt im Anschluss die Abstimmungsrunde, in der zwischen den 35 beliebtesten Büchern jeder Kategorie erneut abgestimmt werden soll. Die Gewinnertitel werden schlussendlich am 28. November bekannt gegeben.

Abtimmen könnt ihr hier.

Fundstück: Denn Mord war ihr Hobby – Crime Cologne 2019

Im September wird die Domstadt zum Tatort. Bild: CCO pixabay

Zum neunten Mal findet vom 23. bis 29. September 2019 das Krimifestival Crime Cologne in Köln statt. Wie jedes Jahr erwarten Besucher nicht nur Lesungen verschiedenster Autoren des Genres, sondern auch ein buntes Rahmenprogramm wie Führungen, Bahnfahrten sowie mehrere Krimidinner. Manche davon versprechen Gänsehaut, andere einen eher humoristischen Twist. Für Familien mit Kindern werden Detektivkurse angeboten, in denen Jung und Alt ihren inneren Sherlock Holmes ausleben können. Zudem wird auch dieses Jahr der Crime Cologne Award an den besten deutschen Kriminalroman verliehen.

Das Besondere an dem Festival: Es wird nicht an einem Spot, sondern an vielen verschiedenen Standorten in der Domstadt ausgetragen, von der Mayerschen Buchhandlung am Neumarkt, Universitätshörsälen, Cafés – oder wer’s ganz morbide mag – auch in einem Atombunker. Für jede Veranstaltung müssen jedoch separate Tickets gekauft werden, welche zwischen 12 bis 42 Euro changieren. Einige der Events sind allerdings auch kostenlos. Wer Interesse hat, sollte sich beeilen: mehrere Lesungen sind bereits ausverkauft. Erwerben kann man die Tickets unter kölnticket.de.

Nach 30 Jahren als Remake wieder im Kino: der Stephen King-Klassiker „Friedhof der Kuscheltiere“

Die deutsche Übersetzung von „Pet Sematary“ klingt zwar süß, die Handlung ist es aber überhaupt nicht. Bild: CCO pixabay

I don’t want to be buried in a pet sematary – seit Anfang des Monats verschafft der Song Kinobesuchern wieder Dauerohrwürmer. Und ähnlich wie das sehr viel moderner klingende Cover des Ramones-Klassikers verspricht auch das neuverfilmte Pendant auf der Leinwand eine gegenwärtigere Adaption des King-Romans „Friedhof der Kuscheltiere“. Genau 30 Jahre ist es her, dass die erste Verfilmung ihren Weg ins Kino fand und seitdem hat sich vor allem in den Möglichkeiten der Special- und Sound-Effects viel getan.  In der Theorie würde zumindest das ein Remake des Horrorklassikers rechtfertigen. Aber braucht die Welt wirklich ein neues „Pet Sematary“?

Vertraut man diversen Kritikerbewertungen von Websites wie filmstarts.de oder Youtube-Reviews selbsterklärter Filmexperten ist die Antwort klar: nein. Nicht ganz. Weiterlesen „Nach 30 Jahren als Remake wieder im Kino: der Stephen King-Klassiker „Friedhof der Kuscheltiere““

Fundstück: Der Literaturnobelpreis – dieses Jahr in doppelter Ausführung

 

Seit 1901 wird der Nobelpreis für Literatur verliehen. Bild: CCO pixabay

In den letzten Jahren gab es viele Skandale aus den Reihen der schwedischen Nobelpreisjury – besonders laut waren die Vorwürfe gegen das Mitgliedsehepaar Katarina Frostenson und Jean-Claude Arnault, die jeweils für Korruption und sexuellen Missbrauch angeklagt wurden. Während die Negativschlagzeilen sowie die anschließenden zahlreichen Austritte anderer Jurymitglieder dazu führten, dass der Nobelpreis für Literatur im letzten Jahr nicht verliehen wurde, soll die Verleihung 2019 im Herbst wieder stattfinden. Aber nicht nur das: ebenfalls soll die 2018er Auszeichnung dieses Jahr nachgeholt werden. Dass mit dieser Entscheidung nicht nur Lob auf die Schwedische Akademie niederregnen würde, war abzusehen.

Die Nobelstiftung spricht von Reformen, Vertrauenswiederherstellungen. Frostenson sei aus dem Gremium ausgetreten, ihr Ehemann zu 2,5 Jahren Haft verurteilt. Weitere Ersetzungen in den engsten Kreisen der Akademie wurden vorgenommen. Aber reicht das, um das Tuch des Vergessens auf die Skandale um den Literaturnobelpreis zu legen? Die Reaktionen der Öffentlichkeit, der Preisverleihung von 2018 in diesem Jahr nachzukommen, sind gespalten. Einzig und allein die Meinung, dass die Akademie deutliche Risse in ihrer Vertrauenswürdigkeit davongetragen hat, scheint unumstritten zu sein. Es bleibt abzuwarten, wie und ob sich die Verhältnisse bis zur Verleihung im Herbst auflockern.

Kein Weihnachten ohne Bücher! Teil 4

Wer einen Adventskranz besitzt, darf ab heute alle vier Kerzen anzünden. Bild: CCO pixabay

Morgen ist es endlich so weit: Heiligabend steht vor der Tür. In vielen Haushalten steht am 24. Dezember vormittags aber noch einiges an. Denn das Essen für die Weihnachtsfeiertage will vorbereitet, letzte Geschenke eingepackt und die Wohnung aufgeräumt und geputzt werden. Wer bis dahin, an den Feiertagen, oder zwischen den Jahren einen Moment der Ruhe findet, kann sich hier unsere fünf letzten Buchempfehlungen für die kalte Jahreszeit anschauen:
Weiterlesen „Kein Weihnachten ohne Bücher! Teil 4“

Dystopie aus der Petrischale – Eckhart Nickels Roman Hysteria

Die Himbeere als zentrales Motiv in Nickels Hysteria. Bild: CCO pixabay

Es beginnt harmlos: Sonderbar aussehende Himbeeren ziehen die Aufmerksamkeit des Protagonisten Bergheim auf sich. Ausgerechnet in der unscheinbaren heimischen Frucht sieht er mit Hilfe seiner bemerkenswerten Imagination unheilvolle Geschehnisse voraus.

Er sah grässliche Spinnenköpfe aus den Himbeeren herausspähen, das Wachstum des Fruchtfleisches, zuvor Beweis für die wunderbare Vermehrung der Natur, erschien ihm nun als gefährliches Wuchern, bösartige Fruchtzellen, die sich unentwegt teilten und der Welt feindlich entgegenwuchsen, um sie zu beherrschen und am Ende zu vernichten.

Weiterlesen „Dystopie aus der Petrischale – Eckhart Nickels Roman Hysteria“