Kein Sommer ohne Bücher! Teil 2

Ein Urlaub im eigenen Land ist für viele dieses Jahr die Alternative. Bild: CCO pixabay

Auch in den Sommermonaten hat das Coronavirus die Welt immer noch im Griff. Urlaub im eigenen Land steht momentan hoch im Kurs. Die Nord- oder Ostsee, Süddeutschland oder Waldgebiete wie Harz und Schwarzwald sind so beliebt wie nie zuvor. Die ersten Strandabschnitte mussten für Tagestouristen sogar schließen, da der Mindestabstand aufgrund eines zu hohen Besucherandrangs nicht mehr eingehalten werden konnte. Auf Mallorca, in Italien oder Griechenland herrscht an den sonst überfüllten Orten hingegen gähnende Leere. Richtige Urlaubsstimmung möchte dieses Jahr bei vielen einfach nicht aufkommen. Deshalb hoffen wir, dass wir euch mit unseren nächsten vier Buchempfehlungen ein bisschen Leseinspiration schenken können – egal ob für Zuhause, die Auslandsreise oder den Deutschlandtrip.

 

Lektüreempfehlung von Nina Feldkamp: „ZERO“. Bild: Nina Feldkamp

„‚Dies ist die Geschichte einer schönen neuen Welt…Einer perfiden Manipulation…Einer Bedrohung, die wir nicht sehen (wollen)…‘ Die gefeierte Internetplattform Freemee verspricht seinen Nutzern die bestmögliche Beratung in allen Lebenslagen. Für einen kleinen Preis, nämlich all ihre Daten. Millionen Nutzer hoffen auf ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor den Gefahren und der Macht, die einige wenige dadurch erlangen können: Online-Aktivist ZERO. Während die nicht besonders technikaffine Journalistin Cynthia Bonsant die Aufgabe bekommt, dessen Identität offenzulegen, wird ein Junge bei einer Verfolgungsjagd erschossen. Als Cynthia anfängt, die Sache genauer zu hinterfragen, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Datenbrillen, Kameras und Smartphones gibt es kein Entkommen. Beunruhigend realitätsnah schildert Elsberg in ZERO eine Welt voller Überwachung. Eine Welt, die unserer mehr gleicht, als uns lieb ist.  Von der ersten bis zur letzten Seite gönnt er seinen Lesern keine Atempause.  Auch nachdem man das Buch aus der Hand gelegt hat, bleibt es noch eine Weile im Kopf.“ (Blanvalet 2014, 495 Seiten, 9,95 Euro)

 

Lektüreempfehlung von Vanessa Angewendet: „Hippie“. Bild: Vanessa Angenendt

„Wer wünscht es sich nicht, einfach in den VW-Bus zu steigen und durch fremde Länder und Kulturen zu reisen. Bedingt durch die Corona-Pandemie fällt dieser Traum in diesem Jahr für die meisten jedoch ins Wasser. Für diejenigen, die auch das absolute Fernweh packt, habe ich jedoch die passende Sommer-Lektüre: Denn Paulo Coelhos Roman Hippie lässt die Reise-Herzen höherschlagen. In „Hippie“ erzählt er von einer Reise, die der Autor im Sommer 1970 so ähnlich unternommen hat. In Amsterdam trifft der junge Paulo die Holländerin Karla. Die beiden verlieben sich ineinander und beschließen, gemeinsam aufzubrechen und als Reisende auf dem Hippie-Trail Erfahrungen zu sammeln und nach eigenen Werten zu suchen. So reisen die beiden von Amsterdam aus im VW-Bus Richtung Nepal. Eine Geschichte über Liebe, Freundschaft und die Suche nach sich selbst.“ (Diogenes 2018, 304 Seiten, 22 Euro)

 

Lektüreempfehlung von Malin Zinke: „Erebus“. Bild: Malin Zinke

„Eine Biografie über berühmte Personen schreiben kann ja jeder. Das dachte sich Sir Michael Palin wohl, dessen Leben selbst genug Stoff für ein solches Buch hergeben würde. Der Monty Python Star und ehemalige Präsident der Royal Geographic Society entschied sich dazu, die Geschichte eines Schiffes niederzuschreiben. Das einst verschollene Forschungsschiffs HMS Erebus hat beide Polarregionen befahren und wurde zuletzt in der Arktis 1848 von der tragischen Franklin-Expedition aufgegeben. Anschließend versank es aufrecht im Meer und wurde 2014, durch das eiskalte Salzwasser gut konserviert, wiedergefunden. Humorvoll und durch viele Zeitzeugenberichte (anhand von Tage- und Logbucheinträgen der Seemänner, die auf ihr die Weltmeere durchgequerten) skizziert der Brite das Leben der Erebus – Ein Schiff, zwei Fahrten und das weltweit größte Rätsel auf See. Ein Lesegenuss für jeden Reise-, Schiffs- und Geschichtsinteressierten.“ (mare 2019, 400 Seiten, 28 Euro)

 

Lektüreempfehlung von Saskia Ziemacki: „The Perks of Being a Wallflower.“ Bild: Saskia Ziemacki

„‚Dear friend, so, this is my life. And I want you to know that I am both happy and sad and I’m still trying to figure out how that could be. Love always, Charlie.‘ In Stephen Chboskys Coming-Of-Age-Roman The Perks of Being a Wallflower (dt. Das also ist mein Leben) versucht der Protagonist Charlie in Briefen an einen Unbekannten seinen Gefühlen auf den Grund zu gehen. Liebe, Freundschaft, Familie und andere Dramen begleiten seine High School Zeit und lassen das Erwachsenwerden wie bei Peter Pan unergründlich und weit entfernt erscheinen. Obwohl der Briefroman aus Sicht eines Teenagers geschrieben ist, mangelt er in keiner Weise an Intellektualität, Referenzen über Weltliteratur, Musik und Musical. Laut New York Times hat der 1999 erschienene Roman Kultstatus erworben. 2012 kam die hochgelobte Verfilmung „Vielleicht lieber morgen“ (Original: “The Perks of Being a Wallflower“) mit Emma Watson, Logan Lerman und Ezra Miller in die Kinos, die ihr jetzt bei Amazon Prime schauen könnt.“ (Dt. Version: Randomhouse 2011, 288 Seiten, 12,99 Euro/Taschenbuch; Original: Simon & Schuster 2012, 224 Seiten, $14,71/Paperback)

 

Nächsten Sonntag erscheint leider auch schon der letzte Teil unserer diesjährigen Sommerausgabe. Seid gespannt und teilt uns gerne auf Facebook, Twitter oder Instagram (oder hier) mit, wie euch die Buchtipps bislang gefallen haben!

 

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Annika Vahle

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