Fundstück: Das literaturgebiet.ruhr

Das neue Logo, Bild: literaturgebiet.ruhr

„Die Literaturszene an der Ruhr ist so vielfältig, kreativ und lebendig wie kaum eine andere“, heißt es auf der Website des literaturgebiet.ruhr. Aus diesem Grund ist es Ziel des 2018 gegründeten und nun an die Öffentlichkeit tretenden Netzwerks, der umfangreichen und facettenreichen Literaturszene des Ruhrgebiets einen Raum sowie eine gemeinschaftliche Dachmarke zu verschaffen. Die vorhandene Qualität und Vielfalt solle herausgestellt, die literarischen Aktivitäten sichtbar gemacht und die städteübergreifende Zusammenarbeit gefördert werden, so Johannes Brackmann, Gründungsmitglied und einer der fünf Sprecher*innen des literaturgebiet.ruhr. Unter der Leitung von Antje Deistler übernimmt das Literaturbüro Ruhr die Zuständigkeit für das Netzwerk, das Ruhrgebietsliteratur in den Blick der Öffentlichkeit rückt, über Veranstaltungen informiert, als Werbefläche für Organisationen dient sowie das Ruhrgebiet als die Literaturregion, die es ohnehin schon ist, publik macht. Bei Instagram und Facebook ist das Projekt längst vertreten und schon im Herbst dieses Jahres ist eine größere Veranstaltung geplant. Für alle, die mehr erfahren möchten, lohnt es sich, in den WDR-Beitrag zum Thema hineinzuhören.

Literatur erfahren – das Kollektiv »kaboom« lässt neue Rezeptionsformen entstehen

Margaret Schlenkrich und Carolin Schmidt sind das Kollektiv »kaboom«, Bild: Claudia Katzmarski

Die Literaturwissenschaftlerin Carolin Schmidt und die Szenografin Margaret Schlenkrich bilden zusammen das 2018 ins Leben gerufene Berliner Kollektiv »kaboom«. In Gestalt verschiedener Projekte wollen sie neue Zugänge zur Literatur schaffen, mit Wort- und Raumebenen experimentieren, den gegenseitigen literarischen Austausch anregen sowie Texte lebendig werden lassen. Weiterlesen „Literatur erfahren – das Kollektiv »kaboom« lässt neue Rezeptionsformen entstehen“

Fundstück: 26. open mike

Preisträgerin Lara Rüter liest aus Gedichte, Bild: Mirko Lux

Am 17. und 18.11.2018 fand der 26. open mike im Haus der Poesie, vorher Literaturwerkstatt Berlin, in der Hauptstadt statt. Der open mike ist der bekannteste Literaturwettbewerb, der die schriftstellerische Nachwuchsförderung in den Fokus stellt. Auf der Website des Kulturhauses wird er als „Wettbewerb für junge deutschsprachige Prosa und Lyrik“ betitelt. Seit 1993 bietet er jungen Schreiber*innen eine Bühne, auf der sie sich literarisch entfalten können. 20 aus 500 Einsendungen ausgewählte Autor*innen trugen in diesem Jahr ihre Texte vor, von denen vier ausgezeichnet wurden. Den Prosa-Preis erhielt Yade Yasemin Önder für bulimieminiaturen, Lyrik-Preise gingen an Kyrill Constantinides Tank für alles ὕλη nix είδος sowie Lara Rüter für Gedichte. Der Preis der taz-Publikumsjury wurde an Caren Jeß für Die Ballade von Schloss Blutenburg überreicht. Alle Preise sind mit jeweils 2500 Euro dotiert. Auch in diesem Jahr waren Studierende der Universität Duisburg-Essen vor Ort, um sich die Veranstaltung anzuschauen und im Nachhinein darüber zu berichten. Wer mehr über das jährliche Kultur-Event erfahren möchte, kann sich dem begleitenden open mike Blog widmen.

Gedanken über die literarische Kolumne

Bild: CCO Pixabay

Beobachten, notieren, schreiben. Das ist das Grundprinzip der meisten Textformen. So auch bei der Kolumne, mit der ein „Ich“ Fragen stellt, die man nicht zu beantworten weiß. Die Kolumne ist im World-Wide-Web sehr beliebt und fester Bestandteil jeder größeren Zeitung. In einem Interview verriet der ZEIT-Kolumnist Harald Martenstein, was eine gute Kolumne ausmacht: „Seid ehrlich. Schaltet die Zensurinstanzen aus. Schreibt das, was ihr denkt. […]Das Thema ist nicht so wichtig. Du brauchst eine Tonlage“. Weiterlesen „Gedanken über die literarische Kolumne“