Fundstück: Das #Me Too-Phänomen in der Literatur

Der #MeToo als ein Zeichen des Zusammenhalts. Bild: CCO pixabay

Der MeToo-Hashtag ist immer noch einer der aktuellsten in sozialen Netzwerken auf der ganzen Welt, obwohl er bereits Ende 2017 aufkam. Der Hashtag soll Frauen und Männer nicht nur ermutigen sich gegen sexuelle Belästigung und Übergriffe zu wehren, sondern auch öffentliche Aufmerksamkeit erregen. Viele berühmte Persönlichkeiten halfen dabei, die Thematik weiter in die Öffentlichkeit zu rücken.  Obwohl es sich bei #Me Too um ein Internetphänomen handelt, ist das Motiv der starken Frau, die für sich selbst einsteht, auch in der Literatur beliebt. Die Bandbreite reicht dabei von fiktiven Geschichten bis zu ganz persönlichen Essays. Eines von vielen Beispielen ist In Praise of Difficult Women: Life Lessons From 29 Heroines Who Dared to Break the Rules von Karen Karbo. In diesem Buch stellt sie 29 Frauen aus der modernen Geschichte vor, die sich ihren Erfolg hart erkämpft haben, wie Frida Kahlo, Elizabeth Taylor oder Hilary Clinton. Roxane Gays Anthologie Not That Bad: Dispatches From Rape Culture thematisiert, was es bedeutet, in einer Welt zu leben, in der Frauen tagtäglich mit sexueller Belästigung umgehen müssen, ohne ernst genommen zu werden,  wenn sie darüber sprechen. Diese beiden Essaysammlungen sind Beispiele für ein immer größer werdendes Angebot an inspirierenden Texten über ein Thema, über das viel zu oft geschwiegen wird.

 

 

Feminismus im digitalen Zeitalter

Das Logo der HeForShe-Bewegung vereint die typografischen Gender-Symbole für Mars und Venus
Das Logo der HeForShe-Bewegung vereint die typografischen Gender-Symbole für Mars und Venus. (Quelle: www.heforshe.org)

Feminismus ist im Trend! Diesen Eindruck erwecken zumindest die zahlreichen Beispiele prominenter UnterstützerInnen feministischer Kampagnen und die Häufung der in der letzten Zeit ins Leben gerufenen Aktionen. Ein Beispiel ist die bereits im September 2014 von der UN-Organisation UN-Women gestartete „HeForShe“-Bewegung. Das Ziel: Zunächst vor allem Jungen und Männer für einen Einsatz zur Gleichberechtigung der Geschlechter als „Agents of Change“ stark zu machen. Schauspielerin, Brown University-Absolventin und Everybody’s Darling Emma Watson (Harry Potter, Colonia Dignidad) wurde zwecks des Launches von „HeForShe“ mit einem weiteren Titel versehen: UN-Sonderbotschafterin für Frauen- und Mädchenrechte. Weiterlesen „Feminismus im digitalen Zeitalter“