Wie (un-)persönlich ein Poet in Residence sein kann

Esther Kinsky bei ihrer ersten Poetikvorlesung in Essen. Bild: Andreas Erb

Der Poet in Residence diesen Sommer (2019) in Essen zeichnet sich in einem bemerkenswerten Kontrast aus. Das, was von Esther Kinsky erbracht wurde, unterscheidet sich grundsätzlich von dem, was sie mit ihren Worten zu vertreten erschien. Parallel unterscheiden sich meine Eindrücke von dem, was andere (zu recht) empfinden.

Für alle Anwesenden sind die Schwächen dieser Woche mit der Poetin ersichtlich: Die Kürze der Vorträge, ständige Wiederholungen, die in Redundanz ausarteten, das Vorlesen aus den Werken in zu großen Anteilen (wofür die Lesung am Ende gedacht ist); dass die Poetik nur zwischen den Zeilen zu finden war, wo sie doch im Vordergrund stehen sollte, als Hauptthema, als maßgebender Inhalt. Geschweige vom Desinteresse seitens Esther Kinsky, mit dem örtlichen Publikum zu sprechen. Allgemeine und gerechtfertigte Unzufriedenheit ist das Ergebnis. Weiterlesen „Wie (un-)persönlich ein Poet in Residence sein kann“

Alida Bremer liest „Olivas Garten“ #EinBuchUDE

Alida Bremer bei der Lesung ihres Romans „Olivias Garten“. Foto: Digitur

Heute Abend fand mit einer Lesung der Autorin Alida Bremer an der Universität Duisburg-Essen die Auftaktveranstaltung zu dem Projekt „Eine Uni – Ein Buch“ statt.

Jeder hat seine eigene Geschichte des Verlassens und des Ankommens.

– Alida Bremer

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„Ich lese nicht mehr zur Unterhaltung“ – Poet in Residence Peter Stamm im Interview

Peter Stamm war letzte Woche Poet in Residence der Universität Duisburg-Essen. In drei Poetik-Vorlesungen sprach der Schweizer Autor über sein Schreiben und seine Arbeit als Schriftsteller. Einen besonderen Einblick konnte eine Gruppe von Studierenden in der Schreibwerkstatt bekommen. In diesem kleinen Rahmen sprach Peter Stamm mit den Digitur-Redakteuren Tim Rotthaus und Niklas Ruddigkeit.

Digitur: Herr Stamm, Sie sagen über sich selber zu einer Generation von Autor*innen zu gehören, die mehr Filme gesehen als Bücher gelesen hat. Wie kommen Sie zu so einer Einschätzung? Weiterlesen „„Ich lese nicht mehr zur Unterhaltung“ – Poet in Residence Peter Stamm im Interview“

Fundstück: Geistis Go Professional

Auf Senta Gekelers Blog „Geistis Go Professional“ erfährt man, wie man als Geisteswissenschaftlerin erfolgreich sein kann. Bild: CCO pixabay

Geiwis aufgepasst! In ihrem Blog „Geistis Go Professional“ berichtet die Berlinerin Senta Gekeler von ihren Erfahrungen als Geisteswissenschaftlerin. Es geht nicht nur darum, anderen Geiwis die Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt aufzuzeigen; man findet dort auch hilfreiche Tipps für das Studium. Wie finde ich ein gutes Thema für meine Haus- oder Abschlussarbeit? Auf welche Weise hilft mir das Pareto-Prinzip im Studium weiter? Diese und noch viele weitere Fragen beantwortet Senta Gekeler in ihren Beiträgen.

Neben den Texten über das Studium schreibt die Bloggerin auch über alles, was mit dem Thema Bewerbung zu tun hat. Denn die Literaturwissenschaftlerin hat nach ihrem Masterabschluss an der Universität Augsburg als Freelancerin gearbeitet und kennt somit die Berufsperspektiven, die uns Geiwis bevorstehen. Auf ihrem Blog „Geistis Go Professional“ hat sie auch ein Interview mit unserer Redakteurin Theresa veröffentlicht. Im Fokus des Beitrags steht unser theorie- und praxisbezogener Masterstudiengang Literatur- und Medienpraxis.

„Notieren, Blättern, Abschreiben“ – Ein Interview mit Christof Hamann

Bild: Andreas Erb

Wir treffen den Schriftsteller Christof Hamann, in diesem Semester Poet in Residence an der Universität Duisburg-Essen, zwischen Schreibwerkstatt und Poetikvorlesung. Zwischen Sonne und Regen und zwischen Schreiben und Zuhören. Er spricht mit uns über seine Arbeit, über die Wichtigkeit von Notizen und die Werke, die ihn inspirieren.  Weiterlesen „„Notieren, Blättern, Abschreiben“ – Ein Interview mit Christof Hamann“

Fundstück: Lukas Bärfuss als Poet in Residence

Der Schweizer Autor Lukas Bärfuss ist diese Woche als Poet in Residence an der Universität Duisburg-Essen zu Gast, Bild: CC BY-SA 4.0 Caro­lin Ter­horst
Der Schweizer Autor Lukas Bärfuss ist diese Woche als Poet in Residence an der Universität Duisburg-Essen zu Gast. Bild: CC BY-SA 4.0 Caro­lin Ter­horst

Die vor mehr als vierzig Jahren ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe „Poet in Residence“ gilt längst als Institution an der Universität Duisburg-Essen. In dieser Woche ist der Schweizer Autor Lukas Bärfuss zu Gast in Essen, der sich damit in die Liste namhafter Autoren einreiht, zu der u.a. Literatur-Größen wie Martin Walser, Bernd Jaumann, Friedrich Ani, Kathrin Röggla, oder im vergangenen Wintersemester Klaus Modick, zählen.

In seiner Vortragsreihe Credo, die an Das Credo eines Dichters von Jorge Luis Borges angelehnt ist, spricht Bärfuss noch bis Mittwoch u.a. „über den literarischen Anspruch, über die Faulheit, die jedem Anspruch im Wege steht und (…) ferner über die Frage, wie der Klang zum Inhalt steht.“ Abschließend wird der Autor am Donnerstag aus seinem Roman Koala lesen, für den er u.a. mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet wurde. Die Lesung findet um 18 Uhr im Casino an der Universität statt (Reckhammerweg 3).

Erinnerung in der Netzliteratur

Im Internet geht es oft schneller, interaktiver und dynamischer zu als in den „traditionellen“ Medien. Konzepte wie Dauerhaftigkeit, Langlebigkeit und auch Erinnerung scheinen mit diesen medialen Voraussetzungen eher im Widerspruch zu stehen. Aber wohin führt dieser Widerspruch auf der künstlerischen Reflexionsebene der Netzliteratur? Gibt es dort neue Möglichkeiten, Erinnerungen darzustellen und sie zu produzieren? Und was ist eigentlich diese Netzliteratur? Digitur-Redakteurin Kristina Petzold hat ihre Masterarbeit zu diesem Thema in eine interaktive Präsentation verwandelt. Sie kann sowohl als durchgängiges Video als auch durch Weiterklicken angeschaut werden.

Literaturwissenschaftliche Studiengänge und die Digitalisierung: Starre Strukturen aufbrechen

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CC-BY-NC-SA 4.0 Robin Bals

Im Studiengang Literatur und Medienpraxis der Universität Duisburg-Essen gab es in diesem Wintersemester eine Premiere: Eine der Einführungsveranstaltungen beschäftigte sich ausschließlich mit dem weiten Feld der digitalen Medien und machte deutlich, dass es einen Prozess des Umdenkens in literatur- und medienwissenschaftlichen Studiengängen geben muss.   Weiterlesen „Literaturwissenschaftliche Studiengänge und die Digitalisierung: Starre Strukturen aufbrechen“

„Digital ist besser“

Dirk von Gehlen (Foto: Gerald von Foris)
Dirk von Gehlen (Foto: Gerald von Foris)

… war Dirk von Lowtzow (Tocotronic) schon 1995 bewusst. Anno 2015, zwanzig Jahre später, weiß auch Otto Normalverbraucher die Wichtigkeit des digitalen Kos-mos zu schätzen. Aber die Hintergründe der Digitalkultur, des digitalen Schreibens, bleiben den meisten Internetnutzern verborgen. Dem versucht Dirk von Gehlen, Journalist, Autor (Mash-Up; Eine neue Version ist verfügbar) sowie Leiter von ‚Social Media/Innovation‘ bei der Süddeutschen Zeitung, entgegenzuwirken.
In einer Videokonferenz, die am 4. Februar 2015 im LuM-Seminar „Literatur in digitalen Medien“ von Dr. Thomas Ernst stattfand, beschäftigt sich Dirk von Gehlen mit der Bedeutung des Online-Schreibens. Weiterlesen „„Digital ist besser““

Digitur feiert Jubiläum auf der Frankfurter Buchmesse 2014

Am 13. Oktober 2013 hießen wir unsere ersten Leser auf Digitur herzlich willkommen. Fast auf den Tag genau berichteten wir nun ein Jahr später auf der Frankfurter Buchmesse über die Gründung unserer studentischen Online-Redaktion und vor allem darüber, wie sich unser Blog seitdem entwickelt hat. Denn wir durften Digitur im Forum Zukunft neben dem DFG Graduiertenkolleg Literatur und Literaturvermittlung im Zeitalter der Digitalisierung, dem Blog Litlog und dem Fortbildungsprogramm Buch- und Medienpraxis vor Privatbesuchern sowie Vertretern der Buch- und Verlagsbranche und der Presse vorstellen. Der Initiator von Digitur Dr. Thomas Ernst nahm hierbei zunächst den Einfluss des digitalen Wandels auf die literaturwissenschaftliche Forschung und Lehre in den Blick. Anschließend erläuterte Digitur-Gründungsmitglied Esther Kalb das Konzept, die Themen und die Strukturen von Digitur.