Wie (un-)persönlich ein Poet in Residence sein kann

Esther Kinsky bei ihrer ersten Poetikvorlesung in Essen. Bild: Andreas Erb

Der Poet in Residence diesen Sommer (2019) in Essen zeichnet sich in einem bemerkenswerten Kontrast aus. Das, was von Esther Kinsky erbracht wurde, unterscheidet sich grundsätzlich von dem, was sie mit ihren Worten zu vertreten erschien. Parallel unterscheiden sich meine Eindrücke von dem, was andere (zu recht) empfinden.

Für alle Anwesenden sind die Schwächen dieser Woche mit der Poetin ersichtlich: Die Kürze der Vorträge, ständige Wiederholungen, die in Redundanz ausarteten, das Vorlesen aus den Werken in zu großen Anteilen (wofür die Lesung am Ende gedacht ist); dass die Poetik nur zwischen den Zeilen zu finden war, wo sie doch im Vordergrund stehen sollte, als Hauptthema, als maßgebender Inhalt. Geschweige vom Desinteresse seitens Esther Kinsky, mit dem örtlichen Publikum zu sprechen. Allgemeine und gerechtfertigte Unzufriedenheit ist das Ergebnis. Weiterlesen „Wie (un-)persönlich ein Poet in Residence sein kann“

Was hinter der Verzauberung der Welt steckt. Fragerunde mit Andreas Eschbach

Christian Krumm (links) und Andreas Eschbach (rechts) verdient zufrieden nach der erfolgreichen letzten Seminarssitzung. Bild: Christian Krumm

Sollten Autor*innen etwas über sich verraten, dann meistens in einem Interview (seltener Poetikvorlesungen). Daran ist nichts falsch, nur stehen solche Treffen unter einem gewissen Stern. Es gibt einen Kontext (oft ein neues Buch oder ein Ereignis) und eine dritte Partei (die Zielgruppe), die angesprochen werden soll, was beiden Seiten konstant bewusst ist; wie ein Riese, der seinen Schatten wirft. Es fehlt eine Gelassenheit, einfach über etwas zu reden, vor allem, wenn fünf Minuten angesetzt sind und sich der volle Terminkalender bemerkbar macht. Daher ist es immer interessant und faszinierend, sobald man die Möglichkeit hat, ohne einen solchen (engen) Rahmen Fragen stellen zu können; die Antworten sind erfrischend. Weiterlesen „Was hinter der Verzauberung der Welt steckt. Fragerunde mit Andreas Eschbach“

Fundstück: Andreas Eschbachs kleiner Boxenstopp in Essen

Einen Autor ausfragen zu können, ist etwas für alle Lesefreunde. Bild: CCO pixabay

Am 21.3.2019 geht sie wieder los, die Leipziger Buchmesse: Eine geschichtsträchtige, internationale Plattform für Leser*innen, Autor*innen, Verlage und saisonal ausgebuchte Hotelzimmer. Dieses Jahr sind abermals allerhand Preisverleihungen, Lesungen und Auftritte vorgesehen; mit dabei der womöglich erfolgreichste deutsche Science-Fiction Autor Andreas Eschbach. Ein idealer Auftakt zu seiner Lesetour Anfang April kreuz und quer durch Deutschland, nicht wahr? Nun ja, fast. Denn bevor Besuchermassen wieder die Messehallen belagern, kommt es noch zu einen kleinen Boxenstopp am Essener Campus. Dort kann man dann Andreas Eschbach erwischen, wie er eine Frage- und Antwort-Runde gibt.

Der ganze Spaß findet in der Meyer-Schwickerath-Straße 1, 45141 Essen (Gebäude R14, Raum R14 R02 B02), am 19.3.19 um 19 Uhr statt. Beim Veranstalter Dr. Christian Krumm kann man sich (noch) anmelden und weitere Informationen bekommen. Und wie es der Zufall so will: Auch er wird ein paar Lesungen auf der Leipziger Buchmesse halten. Kommt vorbei und löchert zwei Autoren, bevor es jede*r andere tun kann!

Kein Weihnachten ohne Bücher! Teil 4

Wer einen Adventskranz besitzt, darf ab heute alle vier Kerzen anzünden. Bild: CCO pixabay

Morgen ist es endlich so weit: Heiligabend steht vor der Tür. In vielen Haushalten steht am 24. Dezember vormittags aber noch einiges an. Denn das Essen für die Weihnachtsfeiertage will vorbereitet, letzte Geschenke eingepackt und die Wohnung aufgeräumt und geputzt werden. Wer bis dahin, an den Feiertagen, oder zwischen den Jahren einen Moment der Ruhe findet, kann sich hier unsere fünf letzten Buchempfehlungen für die kalte Jahreszeit anschauen:
Weiterlesen „Kein Weihnachten ohne Bücher! Teil 4“