Fundstück: Buchempfehlungen per Chatbot

Nach dem Klicken auf verschiedene Auswahlmöglichkeiten hilft der Bot bei der Wahl der richtigen Lektüre. Screenshot: Lena Kosakowski

Immer häufiger gibt es in der Medienbranche Bots, die Texte schreiben oder zur Unterstützung angewendet werden. Die Buchbranche dagegen ist bei der Verwendung neuer digitaler Möglichkeiten hingegen eher zurückhaltend. Umso überraschender ist es daher, dass aktuell auf der Facebook-Seite der Klassikerinnen-Reihe des Reclam Verlags ein Chatbot im Einsatz ist, der den Nutzer*innen Buchempfehlungen über den Messenger sendet. Mit einfachen Fragen leitet der Bot die Kunden durch das „Gespräch“ und  hilft ihnen bei der Kaufentscheidung. Die User können im Verlauf meistens zwischen zwei Antwortmöglichkeiten wählen – abschließend spricht der Chatbot seine Buchempfehlung aus.

In Reclams Buchreihe Klassikerinnen neu entdeckt von Schriftstellerinnen der Gegenwart erscheinen Klassiker der Weltliteratur mit starken Frauenfiguren, darunter u.a. Jane Austens Stolz und Vorurteil oder Theodor Fontanes Effi Briest. Zusätzlich beinhalten die Ausgaben Essays bekannter Autorinnen wie Nora Gomringer und Ulrike Draesner. Noch befindet sich der Chatbot in der Testphase. Bei Erfolg wird er demnächst aber wohl öfter zu sehen sein.

Spannung interaktiv: Krimis als crossmediales Storytelling

Sind Internetkrimis die Zukunft der Spannungsliteratur? Bild: CC0 Pixabay

Wohl kaum ein anderes Genre lässt sich besser interaktiv gestalten als das der Spannungsliteratur. Krimis und Thriller laden dazu ein, Indizien zu entschlüsseln, die Motive der Verdächtigen zu analysieren und sich selbst auf die Suche nach dem*der Täter*in zu machen. Wer keine Zeit für den neuen 400 Seiten-Bestseller hat oder wem nur mit Text bedruckte Bücher zu langweilig sind, hat heutzutage Glück. Denn crossmedial erstellte Krimis liefern mehr als ’nur‘ aneinandergereihte Sätze.

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Fundstück: Die Klassiker der Literatur ab jetzt auch in Jugendsprache erhältlich

Friedrich von Schiller. Bild: pixabay

Ehrenmann/ Ehrenfrau ist das Jugendwort 2018. Festgelegt wurde es auch dieses Jahr vom Langenscheidt-Verlag, der das ausgewählte Wort aus der Jugendsprache mit im Duden aufnimmt. Der Stark Verlag knüpft daran an und hat sich zum Ziel gesetzt seine junge Leserschaft für klassische Literatur zu begeistern. Seit 1976 begleitet der Verlag Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene durch ihre nervenaufreibende Schulzeit. Dabei stehen die Bedürfnisse der Lernenden im Fokus, so entstand die Social-Media-Kampagne die Schiller, Goethe und Co. für Jugendliche im Netz präsent machen soll. Die Übersetzung in Jugendsprache verwandelt den Satz „Kein Bündnis ist mit dem Gezüchte der Schlangen“ aus Schillers „Maria Stuart“ in den durchaus eingängigen Slogan „Hör auf zu snitchen, du 31er“. Auf den ersten Blick erscheint jedoch weder das eine noch das andere wirklich leicht verständlich. Unterschiedliche Motive werden als Google-Anzeige über Facebook, Instagram, Youtube und Snapchat Schüler und Schülerinnen angezeigt, um ihr Interesse für die klassischen Werke zu wecken. Die angeworbenen Dichter und Autoren sowie ihre Figuren und Geschichten werden auf der Stark-Fanseiten rezipientengerecht vorgestellt.

Fundstück: Die Buchpreisblogger 2015

Wer sind die diesjährigen Buchpreisblogger? (Bild: pixabay CC0)
Wer sind die diesjährigen Buchpreisblogger? (Bild: pixabay CC0)

Am 19. August ist es endlich soweit, die Longlist des Deutschen Buchpreises 2015 wird bekannt gegeben. Doch die Leser werden damit nicht allein gelassen. Sieben Literaturblogger lesen alle 20 Bücher der Longlist, stellen sie zur Diskussion und liefern wichtige Hintergrundinformationen. Auf der Facebook-Seite des Deutschen Buchpreises werden ihre Artikel zusammen veröffentlicht. Vorab stellen sich hier die diesjährigen Buchpreisblogger Birgit BöllingerSimone FinkenwirthMara GieseUwe KalkowskiJochen KienbaumJacqueline Masuck und Tobias Nazemi in den kommenden Wochen aber auch selbst vor.

„A Year of Books“: Wie steht es um Mark Zuckerbergs virtuellen Buchclub?

facebook buchliste
Facebook: „A Year of Books“ / Screenshot

Hand aufs Herz – jeder hat sich Anfang des Jahres mindestens einen Vorsatz für 2015 überlegt. Aber gut, wen interessiert das? Immerhin diverse (Online-)Medien und unzählige Menschen weltweit – zumindest wenn es der Vorsatz von Mark Zuckerberg ist. Der Facebook-CEO möchte in diesem Jahr alle zwei Wochen ein Buch lesen und darüber mit den Usern diskutieren. Weiterlesen „„A Year of Books“: Wie steht es um Mark Zuckerbergs virtuellen Buchclub?“

22.03.2014: indiebookday!

indiebookday-banner-652x157Am Samstag geht der indiebookday in die zweite Runde. Jeder kann mitmachen und so seine Liebe zur Buchkunst demonstrieren und zelebrieren und dabei gleichzeitig unabhängige Verlage unterstützen. Der indiebookday, das literarische Pendant zum Record Store Day, dem Tag der Indieplattenläden, findet auf Initiative des mairisch Verlags seit 2013 am Samstag nach der Leipziger Buchmesse statt.

Mitmachen? So geht’s: Buch eines Indieverlags in der Buchhandlung kaufen. Foto machen. Mit #indiebookday in den sozialen Netzwerken posten. (Das zugehörige Facebook Event findet man hier.)

Twitteratur

Autorin Anousch Mueller CC-BY-SA 4.0 Kristina Petzold
Autorin Anousch Mueller
CC-BY-SA 4.0 Kristina Petzold

Ob Blogs, Twitter oder Facebook – aus der täglichen Kommunikation sind diese Mittel nicht mehr wegzudenken. Doch werden solche digitalen Plattformen nur für den Austausch genutzt oder findet hier sogar literarisches Schreiben statt? Kann bei einem Tweet überhaupt die Rede von Literatur sein? Kristina Petzold und Sabrina Jaehn haben bei der Autorin und Bloggerin Anousch Mueller und dem Literaturwissenschaftler Dr. Thomas Ernst nachgefragt.

 

 

 

 

Fundstück: „Zwirbler“ – Der erste Facebook-Roman der Welt

„Zwirbler ist überzeugt, dass man aus seinen Misserfolgen wesentlich mehr lernt, als aus Erfolgen.“ – Mit diesem Post begann am 01. Juli 2010 das Projekt Facebook-Roman von Gergely Teglasy alias TG. Seitdem entwickelt sich die Geschichte um die Hauptfigur Zwirbler mit jeder neuen Statusmeldung, die TG verfasst, live auf Facebook weiter. Den Verlauf der Handlung bestimmen die Follower aber über die Kommentarfunktion mit. Bis heute sind es über 14300 Personen, die den „Gefällt mir“ – Button angeklickt haben und so über die Entwicklung des Romans auf dem Laufenden gehalten werden. Auf Youtube kann man sich die einzelnen Episoden außerdem als Podcasts, gelesen von Axel Grunt, anhören.