Kein Sommer ohne Bücher! Teil 3

Zu einem guten Sommer gehört immer ein gutes Buch. Wir präsentieren Euch unsere liebsten Stücke. Bild: Pixabay

„Kein Sommer ohne Bücher“ geht in die letzte Runde. In den vergangenen Wochen hat die Digitur-Redaktion Euch ihre liebsten Sommerbücher präsentiert. Denn was wäre schon ein Sommer ohne ein  gutes Buch? Auch wenn in diesem Jahr die meisten Urlaubspläne ausfallen und man eher mit dem heimischen See als mit dem atlantischen Ozean vorlieb nehmen muss, möchten wir euren Sommer mit ein paar Lektüre-Tipps bereichern. Heute folgt der letzte Teil, in dem die Digitur-Redaktion ihre persönlichen Lesevorschläge für diesen Sommer vorstellt. Wir hoffen, dass darunter der ein oder andere Geheimtipp für Euch dabei ist.

 

 

 

Lektüreempfehlung von Annika Vahle: „Mein Date mit der Welt“. Bild: Annika Vahle

Wieso hat man in Rio de Janeiro ausgerechnet von den Armenvierteln (Favelas) die beste Aussicht auf die Stadt? Warum ist das indische Varanasi ein Ort zum Sterben? Und ist San Francisco wirklich eine Reise wert? Waltraud Hable lässt ihr altes Leben hinter sich und geht mit Ende 30 alleine auf Weltreise und beweist dadurch, dass Alter und Geschlecht keine Rolle spielen, es nicht zu tun. Wenn der innere Kontrollfreak zunächst auch erst einmal ausflippt und einige Herausforderungen auf sie warten, so sind ihre Erlebnisse doch einzigartig und inspirierend. „Mein Date mit der Welt“ ist ein Buch zum Träumen, bietet aber gleichzeitig auch zahlreiche hilfreiche Tipps für einen Welttrip – und besonders witzig wird es, wenn sie über ihre Tinder-Dates schreibt. (DuMont 2018, 248 Seiten, 14,99 Euro)

 

 

 

 

Lektüreempfehlung von Tabea Meuser: „Call Me by Your Name“. Bild: Tabea Meuser

Sommer an der italienischen Riviera. Der siebzehnjährige Elio verbringt den Sommer mit seinen Eltern und dem Harvard-Absolventen Oliver. Während dieser an seinem Buch arbeitet, verlieben die beiden sich ineinander. Langsam und zurückhaltend zunächst, aber dann unaufhaltsam. Von Verlangen, Lust und Zuneigung bis zu Verwirrung, Verzweiflung und Angst machen die beiden Verliebten alle Emotionen durch, die ein Mensch in der Lage ist zu spüren. Durch den atmosphärischen Schreibstil von André Aciman fühlt man sich in einen italienischen Sommer versetzt. Die Kombination aus authentischen Figuren, intensiven Beziehungen und Setting des Romans machen „Call Me by Your Name“ zu dem idealen Sommerroman –egal ob am Strand oder auf dem Balkon. (dtv 2007, 285 Seiten, 10,90 Euro)

 

 

 

Lektüreempfehlung von Daniel Kost: „Die Farben der Magie“. Bild: Daniel Kost

Meine Empfehlung diesen Sommer ist Terry Pratchett. Warum in Zeiten von Covid-19 den Kopf verlieren, wenn man das von anderen übernehmen lassen kann? Einfach eintauchen in eine Welt, die zu dämlich ist, als dass sie funktionieren können sollte und sich deshalb für die spitzesten Kommentare zu Politik und Gesellschaft nicht zu schade sein kann. Prinzipiell lässt sich mit fast jedem Buch in die irrwitzig gerissene Scheibenwelt-Saga von Pratchett einsteigen, aber dennoch sei „Die Farben der Magie“ ans Herz gelegt; der Klassiker, mit dem man nichts falsch machen kann. Die Abenteuer von Rincewind dem Zauberer, der einem für sein eigenes und das Wohl aller anderen viel zu naiven Touristen helfen muss, haben einen nicht zu widerlegenden Charme, der mitunter dafür verantwortlich ist, dass sie heutzutage Kultstatus besitzen. Inzwischen gibt es eine Auflage, in der der Roman Eric mitabgedruckt ist, ebenfalls erschienen beim Piper-Verlag. (Piper 2015, 256 Seiten, 10,00 Euro)

 

Lektüreempfehlung von Marie Thauern: „Drei“. Bild: Marie Thauern

Die drei Frauen Orna, Emilia und Ella sind in Lebenskrisen und Alltagstrott gefangen und daher auf der Suche nach einem Ausweg. Die Charaktere der Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein und dennoch verbindet sie einiges. Sie alle treffen aus verschiedenen Gründen auf denselben Mann: Gil. Doch Gil gibt nicht alles von sich preis und auch er weiß vieles über die drei Frauen nicht. Dror Mishani widmet jeder Frau in seinem Buch „Drei“ einen eigenen Teil, in dem ausführlich über sie und Gil berichtet wird. Zum Ende der Geschichte hin verweben sich die einzelnen Handlungsstränge und das Geschehen nimmt eine überraschende Wendung, so dass der Roman zu einem Krimi wird. Für alle, die diese Genrekombi mögen ein sehr lesenswertes Buch! (Diogenes 2019, 335 Seiten, 24 Euro)

 

Und schon sind wir am Ende unserer Empfehlungen angelangt! Wir wünschen allen unseren Leser*innen, die trotz Corona-Pandemie verreisen, einen tollen und sicheren Urlaub mit einzigartigen Eindrücken und allen, die den Sommer zuhause verbringen, warme und entspannte Sommertage!

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Vanessa Angenendt

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