Fundstück: Literatur in den Häusern der Stadt

 

Auf dem Festival „Literatur in den Häusern der Stadt“ finden Lesungen u.a. auch in Gärten statt. Bild: CCO pixabay

Eine Veranstaltung, welche die Charakteristika der Salonkultur des 17. und 18. Jahrhunderts aufgreift, wäre wünschenswert?  Genau dies geschieht beim Festival Literatur in den Häusern der Stadt des KunstSalons vom 06. bis 10. Juni. Bereits zum 18. Mal laden Kulturförderer und Literaturunterstützer zu einem einzigartigen Erlebnis ein. In Gärten, Lofts, Privaträumen oder auf Dachterrassen finden in persönlicher Atmosphäre Lesungen mit Autor*innen, Schauspieler*innen und Sprechern statt. Die Besucher*innen haben anschließend die Möglichkeit, sich mit den Beteiligten über das Buch der Lesung auszutauschen und über für sie bemerkenswerte Aspekte zu diskutieren.

Das überregionale Festival, welches dieses Jahr Themen wie Entdeckungen und Wiederentdeckungen behandelt, findet 2018 in Köln, Bonn und Hamburg statt. Allein für Köln sind 28 Locations ausgewählt worden, an denen Literaturbegeisterte zusammenkommen können. Mit dabei sind nicht nur bekannte Schauspieler wie Peter Lohmeyer oder Simon Böer, sondern auch Hans Fallada oder Lukas Hartmann mit ihren Klassikern. Außerdem stellen Debütant*innen ihre Werke vor und die Besucher*innen  können sich auf die Präsentation von Neuerscheinungen freuen. Bilinguale Lesungen für alle, die sich für Literatur in anderen Sprachen interessieren, werden ebenfalls angeboten. Besonders schön: In einigen Fällen werden die Lesungen mit Musik untermalt oder durch szenisches Spiel unterstützt. In Hamburg findet in diesem Rahmen sogar ein Poetry Slam statt. Die Karten kosten 15 bis 22€ (inklusive VVKG) und sind im Internet sowie telefonisch erwerbbar.

Fundstück: Lesekreise für den Deutschen Buchpreis 2018

Für den Deutschen Buchpreis können nun auch ausgewählte Lesekreise die Longlist besprechen. Bild: https://www.deutscher-buchpreis.de

Der Deutsche Buchpreis wird in diesem Jahr am 8. Oktober verliehen. Bereits seit Februar stehen die sieben Jurymitglieder fest. Nun können auch Lesekreise die Longlist des Buchpreises besprechen, denn zum ersten Mal haben fünf Lesekreise die Möglichkeit offizieller Lesekreis des Deutschen Buchpreises zu werden. Gesucht werden Lese- und Literaturkreise für Erwachsene, die sich seit mindestens einem Jahr regelmäßig treffen und über Literatur austauschen. Interessierte Gruppen können sich bis zum 27. Mai bewerben.

Nachdem am 14. August die Nominierten bekannt gegeben werden, erhalten die fünf ausgewählten Kreise das Longlist-Lesebuch, welches Auszüge aus allen 20 Titeln enthält. Zudem besteht die Möglichkeit kostenlos nominierte Titel zu bestellen. Voraussetzung für die Teilnahme ist außerdem, dass die Lesekreise bis Weihnachten 2018 einen Beitrag zu ihren Aktivitäten rund um die nominierten Titel veröffentlichen. Die Form der Veröffentlichung können die Kreise selbst frei wählen. Das können beispielsweise eine Buchkritik für den Deutschen Buchpreis Blog, eine Rezension auf der eigenen Website oder Posts für die Social-Media-Kanäle des Deutschen Buchpreises sein.

Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen sowie die Bewerbungsanschrift sind der Website des Deutschen Buchpreises zu entnehmen.

Fundstück: Welttag des Buches

Bild: https://www.welttag-des-buches.de

Heute wird erneut in über 100 Ländern der Welttag des Buches gefeiert. 1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum Welttag des Buches und des Urheberrechts. Anlässlich dieses Tages laden viele Buchhandlungen, Bibliotheken und Schulen zu zahlreichen Veranstaltungen ein. Auch einige Verlage öffnen die Türen und gewähren Einblicke in die Verlagsarbeit. Unter www.verlagebesuchen.de kann man sich über Lesungen, Führungen und Werkstattgespräche informieren. Der cbj Verlag veranstaltet zudem ein großes Lesefest, das über Livestream verfolgt werden kann.

Ganz nach Tradition werden auch wieder jede Menge Bücher überall in Deutschland verschenkt. Vor allem sollen aber das Lesen und die Rechte der Autoren gefeiert werden. Der Welttag des Buches wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und von der Stiftung Lesen unterstützt.

Fundstück: Der Indiebookday 2018

Bild: https://www.indiebookday.de/

Wer unabhängige Verlage unterstützen und gleichzeitig gute Bücher lesen möchte, kann den Indiebookday am 24.03.2018 zum Anlass nehmen, mal wieder ausgiebig in der nächsten Buchhandlung zu stöbern, blättern und verweilen. Um kleinen Verlagen mehr Aufmerksamkeit zu schenken und ihre Arbeit angemessen zu würdigen, ist es an diesem Tag Ziel, ein Buch eines Indie-Verlags zu kaufen, ein Foto des Buchs in einem sozialen Netzwerk oder Blog zu posten und mit dem Hashtag #indiebookday zu versehen. Seit 2013 findet der Indiebookday jährlich großen Anklang und hat sich über die Jahre hinweg auch in UK, Italien, den Niederlanden, Portugal und Brasilien etabliert. Dieses Jahr neu im Programm ist die Indiebook Reading Challenge. Hierbei handelt es sich um eine Lese-Challenge, bei der 52 Bücher aus unabhängigen Verlagen in 52 Wochen gelesen werden sollen. Wer mitmacht, kann versuchen, jede Woche ein Buch zu einem bestimmten Thema zu lesen und die Teilnahme an der Challenge in sozialen Netzwerken mit #indiebookchallenge  oder #ibc kenntlich zu machen – das Indiebookday-Team hat hierfür eine Themenliste erstellt, die auf https://www.indiebookday.de/indiebookchallenge/ eingesehen und heruntergeladen werden kann. Die Liste ist keine strikte Vorgabe, sondern dient vielmehr der Inspiration und Anregung für die wöchentliche Buchauswahl. Auch die Verlage selbst haben in dieser Zeit vor, ihre sozialen Netzwerke für die Verbreitung von Vorschlägen und Lese-Tipps zu nutzen. Auf der englischsprachigen Seite der Veranstaltung heißt es: „You love beautiful and well made books? On Indiebookday you can share this love with everyone!“ Ganz in diesem Sinne – geht am 24.03.2018 raus, unterstützt unabhängige Verlage und verbreitet die gemeinsame Bücher-Liebe im Netz.

Fundstück: Kleist-Preis 2018 geht an Christoph Ransmayr

Der Kleist-Preis wird jedes Jahr verliehen. Bild: CCO pixabay.com

Der Kleist-Preis geht in diesem Jahr an den Wiener Schriftsteller Christoph Ransmayr. Seine drei großen Romane Die Schrecken des Eises und der Finsternis (1984), Die letzte Welt (1988) und Morbus Kitahara (1995) bekamen auch international Anerkennung und „entwerfen eine hintergründige Topographie, in der sich historische Orte mit mythischen Landschaften überlagern“, so die Kleist-Gesellschaft.

Am 18. November wird der Kleist-Preis an Christoph Ransmayr in Berlin während einer Matinée im Deutschen Theater übergeben, die von Ulrich Khuon und Ulrich Beck arrangiert wird. Die Laudatio für Ransmayr hält der ungarische Kunsttheoretiker, Literaturkritiker, Essayist und Übersetzer László Földényi. Dieser war in diesem Jahr die von der Jury der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft gewählte Vertrauensperson und bestimmte Ransmayr zum Preisträger für 2018. Der Kleist-Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird jährlich verliehen.

Verspieltes Erzählen: Wenn aus Büchern Pixel werden

Videogames machen es möglich, Bücher zu „spielen“. Bild: CCO Pixabay

Während sich Filme- und Serienmacher häufig aus der Literatur bedienen, gibt es in der Spieleindustrie vergleichsweise wenig Buchadaptionen. Dabei bietet ein Videospiel die Möglichkeit, eine schon vertraute literarische Welt auf eine völlig neue Weise zu erkunden und in die Rolle der Lieblingscharaktere zu schlüpfen. Ob mit Maus und Tastatur oder Controller, es ist doch ein ganz anderes Gefühl eine Figur selbst zu steuern, anstatt sie nur zu beobachten. Gerade das Potenzial in Verbindung mit VR-Brillen, die ein noch stärkeres Eintauchen in die virtuelle Welt ermöglichen, wäre praktisch grenzenlos. Dennoch ist die Auswahl der auf Büchern basierenden Videospiele noch gering – sofern sie nicht im Zuge einer gerade beliebten Buchreihe wie Game of Thrones oder Harry Potter erscheinen. Weiterlesen „Verspieltes Erzählen: Wenn aus Büchern Pixel werden“

Fundstück: Schweizer Grand Prix Literatur

Anna Felder erhält in diesem Jahr den Schweizer Grand Prix Literatur.
Bild: http://www.literaturpreise.ch/de/medien/medienfotos/

Der Schweizer Grand Prix Literatur 2018 geht an die Tessiner Autorin Anna Felder. Der Preis ist mit 40.000 Franken dotiert und wird am 15. Februar 2018 in der Nationalbibliothek in Bern verliehen. Felder erhält den Preis „für die Originalität ihres Gesamtwerks mit seinem subtilen Stil, geprägt von Menschlichkeit und Humor“, so die Preisstifter in einer Mitteilung. Zuletzt veröffentlichte sie 2017 in dem Band Liquida Kurzgeschichten.

Neben dem Schweizer Grand Prix Literatur werden außerdem die Schweizer Literaturpreise an insgesamt sieben Autorinnen und Autoren für ihre Werke aus dem vergangenen Jahr verliehen. Zusätzlich gibt es den Spezialpreis Übersetzung. Dieser wird nur alle zwei Jahre verliehen und geht in diesem Jahr an die Literaturübersetzerin und Autorin Yla Margrit von Dach. Glückwunsch an alle Preisträger!

Ein Vierteljahrhundert open mike

Bühne frei für den Nachwuchs: Am 11. und 12. November 2017 fand in Berlin zum 25. Mal der open mike statt. Bild: CC0 pixabay.com

open mike – das steht für neue, frische und vor allem junge Literatur. Seit mittlerweile 25 Jahren werden bei diesem Wettbewerb junge deutschsprachige Nachwuchsliteraten in den Kategorien „Lyrik“ und „Prosa“ ausgezeichnet.  Die diesjährigen PreisträgerInnen: Mariusz Hoffmann, Ralph Tharayil (beide Prosa) und Ronya Othmann (Lyrik) sowie Baba Lussi (taz-Publikumspreis).

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Fundstück: Eine Ehrung für das Sachbuch

Am 22. November 2017 wurde in Hannover der NDR-Kultur-Sachbuchpreis verliehen. Bild: CC0 pixabay.com

Die meisten Buchpreise gehen an den Bereich der Belletristik. Doch am Mittwoch, den 22. November, wurde im Schloss Herrenhausen in Hannover zum 9. Mal der NDR-Kultur-Sachbuchpreis verliehen. Das Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro geht in diesem Jahr an den Münchener Historiker Magnus Brechtken mit seinem Werk Albert Speer. Eine deutsche Karriere. Neben Magnus Brechtken gewann Andreas Cassee den „Opus-Primum“-Preis der Volkswagenstiftung für sein Werk Globale Bewegungsfreiheit. Die Volkswagenstiftung prämiert jedes Jahr die beste wissenschaftliche Nachwuchspublikation. Die Preise sorgen – zumindest für eine kurze Zeit – dafür, dass das Sachbuch ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt.

Fundstück: „Lesen ist ein großes Wunder“

Am 17. November 2017 findet der 14. Bundesweite Vorlesetag statt.
Bild: CC0 pixabay.com

So hat es bereits Ende des 19. Jahrhunderts die österreichische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach festgestellt und bis heute hat ihre Aussage nichts an Aktualität und Wahrheit eingebüßt. Um dieses Wunder und vor allem den Spaß am Lesen weiterzugeben, rufen die Stiftung Lesen, DIE ZEIT und die Deutsche Bahn Stiftung zur Teilnahme am Bundesweiten Vorlesetag auf, der dieses Jahr am 17. November bereits zum 14. Mal stattfindet. An diesem Tag gibt es in zahlreichen Städten in Deutschland Aktionen, die von Buchhandlungen, etc. veranstaltet werden, aber auch Privatpersonen können mitmachen. Kurzum: Einfach jeder, der Freude am (Vor-) Lesen hat und seine/ihre Begeisterung für Literatur teilen möchte. Möglich ist die Teilnahme bzw. Registrierung bis einschließlich 17. November. Im vergangenen Jahr waren bereits über 130.000 VorleserInnen dabei, dieses Jahr ist die Beteiligung noch höher. Seit 2004 gibt es die Initiative, die Kinder früh mit Erzählungen und Geschichten, dem Lesen und dem Vorlesen vertraut machen möchte und dem Trend, dass das abendliche Vorlesen immer weiter zurückgeht (Studien haben herausgefunden, dass Kindern in etwa jeder dritten Familie in Deutschland selten bis gar nicht mehr vorgelesen wird), entgegenwirken will.