Podiumsdiskussion: „Die Buchbeschleuniger — Literatur zwischen Feuilleton und Blogosphäre“

Buchbeschleuniger
Podiumsdiskussion „Die Buchbeschleuniger“ auf der Leipziger Buchmesse, Foto: CC BY-SA 4.0 Vanessa Hellwig und Aileen Singhof

Befindet sich das klassische Feuilleton mit zunehmender Digitalisierung in der Krise? Über die Veränderungen und Tendenzen der Literaturkritik und das aktuelle Verhältnis zwischen dem Feuilleton in Printmedien und der Blogosphäre diskutierten zum Start der Leipziger Buchmesse am 17. März 2016 fünf Vertreter der Branche unter der Leitung von Andreas Platthaus, Feuilleton-Chef bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Unter den Gästen waren Thierry Chervel, Mitbegründer des Perlentauchers; Sieglinde Geisel, Gründerin von „tell — Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft“; Literaturchef der Zeit Ijoma Mangold, Doris Plöschberger, Programmleiterin für deutschsprachige Literatur beim Suhrkamp Verlag sowie Vendela Vida, amerikanische Schriftstellerin und Herausgeberin der Kulturzeitschrift  „The Believer“. Weiterlesen „Podiumsdiskussion: „Die Buchbeschleuniger — Literatur zwischen Feuilleton und Blogosphäre““

Fundstück: Unser Leben. digital

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CC BY-SA 4.0 Ludda Lorentz

Im Jahr 2016 spielt sich unser Leben immer häufiger nicht nur in der „realen“ Welt, sondern vielfach auch digital ab. Dabei entstehen spannende Geschichten und genau davon berichten Thomas und Annette vom Blog „Unser Leben. digital„. Dabei erzählen sie allerdings nicht nur aus ihrem eigenen Leben, sondern sind immer wieder auch auf der Suche nach interessanten Interviewpartnern, die von ihren Erfahrungen mit der Digitalisierung berichten. Ziel des Projektes ist es, die positiven Seiten der Digitalisierung hervorzuheben, da die hier in Deutschland oft unter den Teppich gekehrt und stattdessen vielmehr die negativen Aspekte betont werden.

Fundstück: mairisch in Amsterdam

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Amsterdam. Bild: CC0 Nick Scheerbart.

Die Niederlande und Flandern sind in diesem Jahr Gastland auf der Frankfurter Buchmessse und damit Blickfang für den hiesigen Literaturbetrieb. Um sich ein umfassendes Bild der niederländischen Literaturwelt  machen zu können, hieß es für den Hamburger Verlag mairisch Koffer packen. Mairisch hat seinen Verlagssitz für einen Monat nach Amsterdam verlegt, um vor Ort mit Protagonisten der niederländischen Literaturszene zu sprechen, Einblicke in das kulturelle Geschehen zu geben und der Frage nachzugehen, „was es mit Belgien, Flandern und dem Sprachengewirr auf sich hat“. Dokumentiert wird diese spannende „Klassenfahrt“ auf dem Blog des Verlags, auf dem sich bereits ein interessantes Interview mit Michiel Scharpé findet.

Der Digitur-Jahresrückblick 2015

Pixabay/Kaffee, Public Domain
Pixabay/Kaffee, Public Domain

2015 geht in die letzte Runde und wir fragen uns, was dieses Jahr eigentlich gebracht hat. Wofür steht 2015? Wird es als Star-Wars-Jahr in die Geschichte eingehen? Oder doch als das Jahr des „Wir-schaffen-das“? Antworten aus aller Welt gibt’s auf Twitter unter dem Hastag #2015In5Words. Die Antwort der Digitur-Redaktion haben wir  in unserem Jahresrückblick zusammengefasst. Viel Spaß mit unseren Highlights der digitalen Literaturwelt 2015. Weiterlesen „Der Digitur-Jahresrückblick 2015“

Buchblogger-Treffen #fbm15

Am dritten Tag der Frankfurter Buchmesse wurde es zwischenzeitlich sehr voll im Orbanism Space. Simone Dalbert hatte zum inoffiziellen Buchblogger-Treffen eingeladen, das sich offensichtlich die wenigsten Buch-Blogger entgehen lassen wollten. Ein solches Treffen fand bereits auf der diesjährigen Messe in Leipzig statt. Die Fortsetzung in Frankfurt stieß Simone Dalbert zufolge noch einmal auf eine verstärkte Resonanz. Auch wir haben uns ins Getümmel gestürzt und mit einigen der Buch-Blogger über ihre Motivation, ihr Selbstverständnis und ihre Rolle im Literaturbetrieb gesprochen.

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„Kunst ist keine Demokratie“ – Social Reading und das Literaturexperiment #fraugitarre

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Gesprächsrunde über das Social Reading-Projekt #fraugitarre. Bild: CC BY-SA Simone Theilmann

Im Orbanism Space fand am ersten Tag der Frankfurter Buchmesse die Veranstaltung »Betreutes Lesen«. Social Reading von Clemens J. Setz‘ »Die Stunde zwischen Frau und Gitarre« – Das Literaturexperiment #fraugitarre statt. Wie wird gegenwärtig und künftig im Netz über Literatur gesprochen? Ausgehend von dieser Frage diskutierten Clemens J. Setz, Guido Graf, Jan Drees, Christoph Kappes und Daniel Acksteiner auf der Bühne des Orbanism Space über das Projekt Frau und Gitarre. Ein Blog für Betreutes Lesen und über den Einfluss von Social Media und Social Reading auf die Produktion und Distribution von Literatur. Weiterlesen „„Kunst ist keine Demokratie“ – Social Reading und das Literaturexperiment #fraugitarre“

Fundstück: Der digitale Kongress #dvpw15

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Auf Twitter und unter dem Hashtag #dvpw 15 wird live vom Konferenzgeschehen berichtet.
Bild: CC BY-SA Lisa-Marie Reingruber

Heute beginnt an der Universität Duisburg-Essen der 26. wissenschaftliche Kongress der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW). Online hat die Veranstaltung bereits vor einigen Wochen begonnen: „Vorsicht, Neuland – erstmalig wird ein DVPW-Kongress mit einem eigenen Weblog begleitet. Wir verstehen die Berichterstattung als Experiment und wollen damit einen Beitrag zur ‚wissenschaftsadäquaten‘ Nutzung sozialer Medien leisten.“ So heißt es auf dem Kongress-Blog, der von einem vierköpfigen Medienteam bespielt wird (in dem sich u.a zwei Digitur-Redakteurinnen wiederfinden). Die digitale Begleitung von Konferenzen hat sich in Deutschland längst noch nicht etabliert und es wird interessant sein zu sehen, ob und inwieweit die über 800 erwarteten TeilnehmerInnen und ReferentInnen die Möglichkeiten der Online-Wissenschaftskommunikation nutzen werden.

Fundstück: „Graphicatessen“ – Carlsen trifft auf die Netzgemeinde

Unter dem Label Graphicatessen findet sich der Carlsen Verlag neuerdings auf der Crowdfunding-Plattform startnext.com. Hier kann die Netzgemeinde seit dem 01. September die Realisierung der ersten zwei Buchprojekte unterstützen: die Luxusausgabe des Comics „Alisiks wunderbare Welt“ von Hubertus Rufledt und Helge Vogt sowie die „Comic-Koch-Box deluxe“ des Zeichners Guillaume Long. Dabei handelt es sich um „außergewöhnliche & exklusive Comic-Projekte“, die ohne die Schwarmfinanzierung nicht ins klassische Verlagsprogramm gelangen würden. Markus Streichardt lobt die Kooperation zwischen Startnext und dem Hamburger Verlag. „Denn damit macht Carlsen als erster großer Verlag den wichtigen Schritt und bindet die Leser bei der Entstehung neuer Bücher ein. Dank Crowdfunding bewegen sich somit Verlag, Autoren und Leser aufeinander zu und begegnen einander auf Augenhöhe.“ Hintergründe und Informationen zu den Buchprojekten, Interviews mit den Autoren sowie Einblicke hinter die Kulissen eines Crowdfunding-Projekts gibt es zudem auf dem Blog Crowd & Rüben.

Fundstück: Blogger für Flüchtlinge – Menschen für Menschen

#bloggerfuerfluechtlinge
Die Blogosphäre solidarisiert sich mit Flüchtlingen.

Die Kontroverse um Flüchtlingspolitik ist medial aktuell allgegenwärtig. Das Thema scheint zu polarisieren: Eine Welle an Hilfsbereitschaft, die sich vielerorts abzeichnet, stößt auf Gruppierungen sogenannter „besorgter Bürger“ und „Asylkritiker“ bzw. auf Fremdenfeindlichkeit und Gewalt. Auf die Welle der Hilfsbereitschaft ist nun auch die Blogosphäre aufgesprungen, die ihre Solidarität mit Flüchtlingen kundtut. Vor einigen Tagen riefen Paul Huizing, Karla Paul, Nico Lumma und Stevan Paul die Initiative Blogger für Flüchlinge – Menschen für Menschen ins Leben. Die Spendenaktion, die zunächst nur dem Verein Moabit hilft zugute kommen sollte, ist auf eine so große Resonanz gestoßen, dass nun auch weitere Projekte in ganz Deutschland mit den Spenden unterstützt werden. Buch-, Food-, Politik- oder Modeblogger, themenunabhängig wollen Blogger – und wollen auch wir – ein Zeichen für Solidarität und Hilfsbereitschaft setzen. Mehr davon! #bloggerfuerfluechtlinge.

Fundstück: Feuilleton vs. Blogosphäre

Litblogs: Nette Mädels, die Bücher toll finden? Bild: CC BY-SA 4.0 Lisa-Marie Reingruber
Literaturblogger: Nette Mädels, die Bücher toll finden? Bild: CC BY-SA 4.0 Lisa-Marie Reingruber

Während das Feuilleton in Zeitungen immer weniger Platz einnimmt, wächst die Anzahl der Blogs weltweit exponentiell. Neben Journalisten werden nun auch Blogger zu wichtigen Events in der Literaturbranche eingeladen und Verlage versuchen längst deren Reichweite und Einfluss für sich zu nutzen. Welche Rolle können und wollen Litblogs in Zukunft im Literaturbetrieb einnehmen? In ihrem Beitrag „Im Netz ist jeder Leser ein Kritiker” lässt Sieglinde Geisel alle zu Wort kommen: vom leidenschaftlichen Leser und Hobby-Blogger, über den kommerziellen Literaturblogbetreiber bis hin zum bloggenden Literaturkritiker. Ein interessanter Einblick ins Front-End des Literaturbetriebs – nachzuhören und nachzulesen auf Deutschlandradio Kultur.