Blinkist: Fast-Reading gegen den Alltagsstress?

Mithilfe der App Blinkist können wir in nur 15 Minuten ein seitenlanges Sachbuch lesen. Bild: Annika Vahle

„Mal sehen, ob wir das auch noch etwas komprimieren können.“ – Alles wird heutzutage bis zum Umfallen reduziert, um nicht nur Platz, sondern auch Zeit zu sparen. Möglichst viel Inhalt soll in möglichst kurzer Form wiedergegeben werden, damit noch mehr Raum für Neues geschaffen wird. Selbst das Heiligtum der Christen, die Bibel, ist bereits auf die wichtigsten Grundsätze zusammengefasst worden, um der Menschheit den Umgang damit zu erleichtern. Denn der Mensch im 21. Jahrhundert will viel und kriegt nicht genug. Ihm entgegen wirkt die Zeit, die ihn in seinem Drang nach Taten und Wissen einschränkt. Die App Blinkist schafft Abhilfe.

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Kein Sommer ohne Bücher!

Ein idealer Einfang des Sommers zur Abendzeit. Was für viele in dieser Jahresphase nicht fehlen darf: (Urlaubs-) Lektüre. Foto: Annika Vahle

Egal ob auf dem Balkon, auf einer Wiese, am Strand oder ganz cool am Pool. Auch in der heißen Jahreszeit gehört Lektüre zu unserem Alltag dazu. Wie das Ufer zum See, die Waffel zum Eis – die Sommermonate sind ohne Bücher nicht vorstellbar. Wir nehmen sie mit in die unterschiedlichsten Länder und Städte, um auch dort der Realität zu entfliehen und in fantasievolle Welten einzutauchen. Sie werden zu einem Begleiter von uns, stellen manchmal sogar die Erinnerung an den Urlaub dar und oft ist es nicht nur ein Buch, das in dieser Zeit von uns verschlungen wird. Eine Seite nach der anderen wird umgeblättert, schenkt uns die Möglichkeit, umso mehr unsere freie Zeit zu genießen. Obwohl es unzählige Bücher gibt, die in den Rubriken „Sommerlektüre“ oder „Bücher für den Urlaub“ aufgelistet werden können – es sind nicht unbedingt die klischeehaften Sommerliebesromane (es ist Sommer, ein Mann und eine Frau verlieben sich), die während der warmen Monate gelesen werden. Stattdessen ist die Auswahl viel breiter, komplett genreunabhängig und völlig individuell bestimmt.  Weiterlesen „Kein Sommer ohne Bücher!“

Fundstück: Literatur in den Häusern der Stadt

 

Auf dem Festival „Literatur in den Häusern der Stadt“ finden Lesungen u.a. auch in Gärten statt. Bild: CCO pixabay

Eine Veranstaltung, welche die Charakteristika der Salonkultur des 17. und 18. Jahrhunderts aufgreift, wäre wünschenswert?  Genau dies geschieht beim Festival Literatur in den Häusern der Stadt des KunstSalons vom 06. bis 10. Juni. Bereits zum 18. Mal laden Kulturförderer und Literaturunterstützer zu einem einzigartigen Erlebnis ein. In Gärten, Lofts, Privaträumen oder auf Dachterrassen finden in persönlicher Atmosphäre Lesungen mit Autor*innen, Schauspieler*innen und Sprechern statt. Die Besucher*innen haben anschließend die Möglichkeit, sich mit den Beteiligten über das Buch der Lesung auszutauschen und über für sie bemerkenswerte Aspekte zu diskutieren.

Das überregionale Festival, welches dieses Jahr Themen wie Entdeckungen und Wiederentdeckungen behandelt, findet 2018 in Köln, Bonn und Hamburg statt. Allein für Köln sind 28 Locations ausgewählt worden, an denen Literaturbegeisterte zusammenkommen können. Mit dabei sind nicht nur bekannte Schauspieler wie Peter Lohmeyer oder Simon Böer, sondern auch Hans Fallada oder Lukas Hartmann mit ihren Klassikern. Außerdem stellen Debütant*innen ihre Werke vor und die Besucher*innen  können sich auf die Präsentation von Neuerscheinungen freuen. Bilinguale Lesungen für alle, die sich für Literatur in anderen Sprachen interessieren, werden ebenfalls angeboten. Besonders schön: In einigen Fällen werden die Lesungen mit Musik untermalt oder durch szenisches Spiel unterstützt. In Hamburg findet in diesem Rahmen sogar ein Poetry Slam statt. Die Karten kosten 15 bis 22€ (inklusive VVKG) und sind im Internet sowie telefonisch erwerbbar.

Fundstück: Lesekreise für den Deutschen Buchpreis 2018

Für den Deutschen Buchpreis können nun auch ausgewählte Lesekreise die Longlist besprechen. Bild: https://www.deutscher-buchpreis.de

Der Deutsche Buchpreis wird in diesem Jahr am 8. Oktober verliehen. Bereits seit Februar stehen die sieben Jurymitglieder fest. Nun können auch Lesekreise die Longlist des Buchpreises besprechen, denn zum ersten Mal haben fünf Lesekreise die Möglichkeit offizieller Lesekreis des Deutschen Buchpreises zu werden. Gesucht werden Lese- und Literaturkreise für Erwachsene, die sich seit mindestens einem Jahr regelmäßig treffen und über Literatur austauschen. Interessierte Gruppen können sich bis zum 27. Mai bewerben.

Nachdem am 14. August die Nominierten bekannt gegeben werden, erhalten die fünf ausgewählten Kreise das Longlist-Lesebuch, welches Auszüge aus allen 20 Titeln enthält. Zudem besteht die Möglichkeit kostenlos nominierte Titel zu bestellen. Voraussetzung für die Teilnahme ist außerdem, dass die Lesekreise bis Weihnachten 2018 einen Beitrag zu ihren Aktivitäten rund um die nominierten Titel veröffentlichen. Die Form der Veröffentlichung können die Kreise selbst frei wählen. Das können beispielsweise eine Buchkritik für den Deutschen Buchpreis Blog, eine Rezension auf der eigenen Website oder Posts für die Social-Media-Kanäle des Deutschen Buchpreises sein.

Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen sowie die Bewerbungsanschrift sind der Website des Deutschen Buchpreises zu entnehmen.

Fundstück: Welttag des Buches

Bild: https://www.welttag-des-buches.de

Heute wird erneut in über 100 Ländern der Welttag des Buches gefeiert. 1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum Welttag des Buches und des Urheberrechts. Anlässlich dieses Tages laden viele Buchhandlungen, Bibliotheken und Schulen zu zahlreichen Veranstaltungen ein. Auch einige Verlage öffnen die Türen und gewähren Einblicke in die Verlagsarbeit. Unter www.verlagebesuchen.de kann man sich über Lesungen, Führungen und Werkstattgespräche informieren. Der cbj Verlag veranstaltet zudem ein großes Lesefest, das über Livestream verfolgt werden kann.

Ganz nach Tradition werden auch wieder jede Menge Bücher überall in Deutschland verschenkt. Vor allem sollen aber das Lesen und die Rechte der Autoren gefeiert werden. Der Welttag des Buches wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und von der Stiftung Lesen unterstützt.

Fundstück: Ein Buchladen, der zum Verweilen einlädt

Der neue Buchladen von Correctiv in Essen. Bild: Niklas Ruddigkeit

Schmökern, stöbern, diskutieren – und das alles bei einem guten Kaffee. Dafür gibt es seit Ende Januar einen neuen Treffpunkt mitten in der Essener Innenstadt. Keine fünf Minuten vom Essener Hauptbahnhof entfernt, hat das gemeinnützige Recherchezentrum Correctiv einen Buchladen eröffnet. Dieser soll – anders als gewöhnliche Buchläden – zur Ideenschmiede, zum Ort des Austauschs und der Begegnung werden.

Daher finden im Buchladen regelmäßig verschiedene Veranstaltungen statt. Von Lesungen über Diskussionen bis hin zu Schreib-Workshops. So wurde der Laden mit einer Lesung des neuen Correctiv-Chefredakteurs Oliver Schröm und seines Co-Autors Niklas Schenck über die deutsche „Krebs-Mafia“ eröffnet. In den kommenden Wochen wird Can Dündar anlässlich einer Veranstaltung von Özgürüz , der türkischsprachigen Redaktion von Correctiv, in Essen erwartet.

Der Buchladen befindet sich in der Akazienallee 8-10 und hat montags bis freitags von 10-18.30 Uhr geöffnet. Samstags, „falls einer da ist“. So steht es an der Tür.

Fundstück: „Lesen ist ein großes Wunder“

Am 17. November 2017 findet der 14. Bundesweite Vorlesetag statt.
Bild: CC0 pixabay.com

So hat es bereits Ende des 19. Jahrhunderts die österreichische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach festgestellt und bis heute hat ihre Aussage nichts an Aktualität und Wahrheit eingebüßt. Um dieses Wunder und vor allem den Spaß am Lesen weiterzugeben, rufen die Stiftung Lesen, DIE ZEIT und die Deutsche Bahn Stiftung zur Teilnahme am Bundesweiten Vorlesetag auf, der dieses Jahr am 17. November bereits zum 14. Mal stattfindet. An diesem Tag gibt es in zahlreichen Städten in Deutschland Aktionen, die von Buchhandlungen, etc. veranstaltet werden, aber auch Privatpersonen können mitmachen. Kurzum: Einfach jeder, der Freude am (Vor-) Lesen hat und seine/ihre Begeisterung für Literatur teilen möchte. Möglich ist die Teilnahme bzw. Registrierung bis einschließlich 17. November. Im vergangenen Jahr waren bereits über 130.000 VorleserInnen dabei, dieses Jahr ist die Beteiligung noch höher. Seit 2004 gibt es die Initiative, die Kinder früh mit Erzählungen und Geschichten, dem Lesen und dem Vorlesen vertraut machen möchte und dem Trend, dass das abendliche Vorlesen immer weiter zurückgeht (Studien haben herausgefunden, dass Kindern in etwa jeder dritten Familie in Deutschland selten bis gar nicht mehr vorgelesen wird), entgegenwirken will.

Ich verliere die Lust am Lesen

Nehmt Euch wieder mehr Zeit zum Lesen! Bild: Pixabay CC0

Neulich wurde ich wieder einmal zu einem Speed-Reading-Workshop an der Uni eingeladen, um zu lernen, noch mehr Text in noch kürzerer Zeit zu lesen. Als Studentin der Geisteswissenschaften muss ich jede Menge Texte lesen, auf der Arbeit funktioniert auch nichts ohne Lesen und auf Facebook, Twitter und Co wäre es langweilig sich nur die Bilder anzuschauen. Wenn ich Artikel im Internet lese, die mich eigentlich interessieren, erwische ich mich immer häufiger dabei, wie ich nach ein paar Absätzen nach unten scrolle, um zu schauen, wie lang der Artikel noch ist. So viele Informationen über so viele unterschiedliche Themengebiete und ich merke: Ich verliere die Lust am Lesen.  Weiterlesen „Ich verliere die Lust am Lesen“