Autoren auf der Leinwand

Immer mehr Filme thematisieren das Leben von Autor*innen und erscheinen in den Kinos. Bild: CCO pixabay

Winterzeit ist Kinozeit. Nicht ohne Grund kommen im November und Dezember immer viele Filme in die Kinos. Dabei ist es oft der Fall, dass Bücher verfilmt werden oder Material für Spielfilme bilden. Man betrachte nur den zweiten Teil der Reihe Phantastische Tierwesen, der auf der wunderbaren Harry Potter-Welt von J. K. Rowling beruht.

Doch auch die Schriftteller*innen selbst werden gerne in Filmen thematisiert. So kommt ab dem 6. Dezember der Film Astrid in die deutschen Kinos. Nachdem Lindgrens Kinderklassiker wie Michel, Pippi Langstrumpf und Ronja Räubertochter bereits verfilmt wurden, illustriert dieser Film nun das Leben der berühmten schwedischen Kinderbuchautorin und betrachtet dabei vor allem auch ihre Schwierigkeiten als alleinerziehende Mutter.

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Fundstück: 26. open mike

Preisträgerin Lara Rüter liest aus Gedichte, Bild: Mirko Lux

Am 17. und 18.11.2018 fand der 26. open mike im Haus der Poesie, vorher Literaturwerkstatt Berlin, in der Hauptstadt statt. Der open mike ist der bekannteste Literaturwettbewerb, der die schriftstellerische Nachwuchsförderung in den Fokus stellt. Auf der Website des Kulturhauses wird er als „Wettbewerb für junge deutschsprachige Prosa und Lyrik“ betitelt. Seit 1993 bietet er jungen Schreiber*innen eine Bühne, auf der sie sich literarisch entfalten können. 20 aus 500 Einsendungen ausgewählte Autor*innen trugen in diesem Jahr ihre Texte vor, von denen vier ausgezeichnet wurden. Den Prosa-Preis erhielt Yade Yasemin Önder für bulimieminiaturen, Lyrik-Preise gingen an Kyrill Constantinides Tank für alles ὕλη nix είδος sowie Lara Rüter für Gedichte. Der Preis der taz-Publikumsjury wurde an Caren Jeß für Die Ballade von Schloss Blutenburg überreicht. Alle Preise sind mit jeweils 2500 Euro dotiert. Auch in diesem Jahr waren Studierende der Universität Duisburg-Essen vor Ort, um sich die Veranstaltung anzuschauen und im Nachhinein darüber zu berichten. Wer mehr über das jährliche Kultur-Event erfahren möchte, kann sich dem begleitenden open mike Blog widmen.

„Ich lese nicht mehr zur Unterhaltung“ – Poet in Residence Peter Stamm im Interview

Peter Stamm war letzte Woche Poet in Residence der Universität Duisburg-Essen. In drei Poetik-Vorlesungen sprach der Schweizer Autor über sein Schreiben und seine Arbeit als Schriftsteller. Einen besonderen Einblick konnte eine Gruppe von Studierenden in der Schreibwerkstatt bekommen. In diesem kleinen Rahmen sprach Peter Stamm mit den Digitur-Redakteuren Tim Rotthaus und Niklas Ruddigkeit.

Digitur: Herr Stamm, Sie sagen über sich selber zu einer Generation von Autor*innen zu gehören, die mehr Filme gesehen als Bücher gelesen hat. Wie kommen Sie zu so einer Einschätzung? Weiterlesen

Fundstück: Die Klassiker der Literatur ab jetzt auch in Jugendsprache erhältlich

Friedrich von Schiller. Bild: pixabay

Ehrenmann/ Ehrenfrau ist das Jugendwort 2018. Festgelegt wurde es auch dieses Jahr vom Langenscheidt-Verlag, der das ausgewählte Wort aus der Jugendsprache mit im Duden aufnimmt. Der Stark Verlag knüpft daran an und hat sich zum Ziel gesetzt seine junge Leserschaft für klassische Literatur zu begeistern. Seit 1976 begleitet der Verlag Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene durch ihre nervenaufreibende Schulzeit. Dabei stehen die Bedürfnisse der Lernenden im Fokus, so entstand die Social-Media-Kampagne die Schiller, Goethe und Co. für Jugendliche im Netz präsent machen soll. Die Übersetzung in Jugendsprache verwandelt den Satz „Kein Bündnis ist mit dem Gezüchte der Schlangen“ aus Schillers „Maria Stuart“ in den durchaus eingängigen Slogan „Hör auf zu snitchen, du 31er“. Auf den ersten Blick erscheint jedoch weder das eine noch das andere wirklich leicht verständlich. Unterschiedliche Motive werden als Google-Anzeige über Facebook, Instagram, Youtube und Snapchat Schüler und Schülerinnen angezeigt, um ihr Interesse für die klassischen Werke zu wecken. Die angeworbenen Dichter und Autoren sowie ihre Figuren und Geschichten werden auf der Stark-Fanseiten rezipientengerecht vorgestellt.

»Robo-tur«: Kann künstliche Intelligenz Kreativität erreichen?

Schreibroboter bewegen sich zwischen Maschine und Kunst. Bild: pixabay

Kann eine künstliche Intelligenz kreative Texte schreiben? Lässt sich Kreativität überhaupt künstlich erzeugen? Was sich zunächst nach reinen Zukunftsvisionen anhört, sind Fragen mit denen sich die Medienwelt tatsächlich beschäftigt. Einige Kritiker bezweifeln, dass Maschinen kreative Literatur erschaffen können, da sie nur durch Algorithmen dazu programmiert werden, Datenmengen zu verarbeiten und diese nachzuahmen. Doch lassen sich nicht auch menschliche Künstler durch fremde Arbeiten inspirieren? Sogar bestimmte stilistische Techniken wie die Montage, insbesondere der Cut-up, funktionieren nach einem ganz ähnlichen Prinzip, nämlich dem Zusammensetzen von Textbausteinen. Die Grenzen zur künstlerischen Kreativität verschwimmen immer weiter. Bereits jetzt ist es möglich, künstliche Intelligenzen Texte schreiben und Bilder malen zu lassen. Weiterlesen

Fundstück: „VRwandlung“ – Kafka in Virtual Reality

VRwandlung

Virtual Reality bietet innovative Möglichkeiten Literatur neu zu erleben. Bild: CCO pixabay

Für viele ist Virtual Reality noch fremd, doch die Neugierde ist da. Auch für die Literatur kann diese Kunst und digitale Technik ein großer Gewinn sein. Literarische Klassiker, die oft nur noch mühsam gelesen werden, können so neu rezipiert werden. Ein Beispiel dafür ist die Arbeit VRwandlung, welche seit April 2018 auf Welttournee ist. Der Regisseur Mika Johnson hat zusammen mit dem Goethe-Institut in Prag und einem etwa 30-köpfigen Team Kafkas Welt aus Die Verwandlung (1915) in Virtual Reality transformiert. Nun können Interessierte an den verschiedenen Tournee-Stationen in diese digitale Welt eintreten.

ModellbauerInnen fertigten das klaustrophobisch kleine Zimmer Gregor Samsas, der Hauptfigur in Kafkas Die Verwandlung, von Hand an. Am Ende entstand eine dreidimensionale, begehbare Kulisse, in der viel Liebe zum Detail zu erkennen ist. BesucherInnen können sich dank Virtual Reality-Technik in Gregor Samsa verwandeln und so Literatur neu erleben. Plötzlich erblickt man sich selbst als großes, schweres Insekt mit sechs Armen, knirschende Geräuschen von sich gebend und in einem viel zu kleinen Raum gefangen.

Lena Dunham gründet Twitter-Buchclub #keepit100LD

Bild: Auszug aus Dunhams Twitter-Post; Inhalt: https://twitter.com/hashtag/KeepIt100LD?src=hash

Die Liste der Berufe, die Lena Dunham ausmachen, ist lang. Sie ist sowohl als Drehbuchautorin, Filmproduzentin und Regisseurin der HBO-Serien Girls (2012-2017) und Camping (2018) bekannt als auch als Schriftstellerin ihrer autobiografischen Essay-Sammlung Not That Kind of Girl (2014). Außerdem hat sie bei mehreren Filmprojekten als Schauspielerin mitgewirkt und ist politisch engagiert. Sie hat etwa das Vorwort zu der von Nick Haramis herausgegebenen Essay-Sammlung Courage Is Contagious. And Other Reasons to be grateful for Michelle Obama verfasst und ist Mitgründerin des feministischen Newsletters Lenny Letter (Dazu findet ihr hier einen Digitur-Beitrag). Sie setzt sich für die Rechte von Frauen ein, kämpft für mehr Körperfreiheit und Selbstliebe und stellt auf ihrem Instagram-Profil ihre unverblümte Lebensrealität dar. Jetzt hat sie ein neues Projekt ins Leben gerufen – den Twitter-Buchclub #keepit100LD. Weiterlesen

Messe Essen: Spiel 18 – Ein Rückblick

Viele begeisterte Spielefans besuchten die diesjährige Spielemesse in Essen Bild: CCO pixabay

„Tut mir leid, die Bahn ist voll! Sie müssen auf die Nächste warten!“, ruft ein Mann, auf dessen Brust das Wort „Security“ prangt. Der Bahnsteig für Fahrten in Richtung Essener Grugapark ist vollkommen überfüllt. Ich habe mich schon damit abgefunden, dass ich die nächste Bahn wahrscheinlich auch nicht nehmen kann. Es ist Samstag, der dritte Tag, an dem die diesjährige Spielemesse in Essen stattfindet. Schon seit Donnerstag (25.10.) ist die Messe geöffnet und ermöglicht es Jung und Alt, Amateur und Profi, oder einfach nur Interessierten, die neuesten Spiele auf dem Markt bis Sonntag (28.10.) unter die Lupe zu nehmen. Weiterlesen

Fundstück: BLOG(g)ST du schon?

Bloggen ist weitaus mehr als einfach nur Texte schreiben. Bild: CCO pixabay

BLOGST. Das ist das Netzwerk für alle Blogger*innen. Egal ob SEO, rechtliche Grundlagen, Bild- und Bildbearbeitung – bloggen hört sich wesentlich einfacher an, als es ist. In den von dem Netzwerk organisierten professionellen Workshops können Blogger*innen sich aber kreativ austoben und nebenbei auch andere Blogger*innen kennenlernen. Das Tolle: Bei der Themenwahl wird auf aktuelle Trends und Entwicklungen geachtet und nicht nur Grundlagen-, sondern auch Wissen für Fortgeschrittene vermittelt. Die Rolle von Social Media wie Instagram oder Facebook gehört natürlich auch dazu.

Neben den Workshops gibt es aber auch eine jährliche Konferenz. Diese bietet die Gelegenheit sich auszutauschen, Wissen mit anderen Teilnehmer*innen zu teilen und zu diskutieren. Was sind die Vor- und Nachteile von bestimmten Strategien? In Vorträgen und Workshops kann das herausgefunden werden. Eine Netzwerkstunde gehört ebenfalls dazu. Die diesjährige BLOGST Konferenz findet am 3. und 4. November in den Design Offices Dominium in Köln statt. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein seit mindestens sechs Monaten bestehender Blog.

Fundstück: Crowdsourcing-Kampagne

Wer möchte, kann die Österreichischen Nationalbibliothek tatkräftig unterstützen. Bild: CCO pixabay

Mit ihrer ersten Crowdsourcing-Kampagne „Österreich aus der Luft“ sucht die Österreichische Nationalbibliothek Hilfe bei der digitalen Verschlagwortung von historischen Luftbildern. Es handelt sich dabei um knapp 5.000 digitalisierte historische Luftbilder aus den 1930er Jahren, welche Österreich in der Zwischenkriegszeit zeigen. Nutzer können der Nationalbibliothek online in fünf Aufgaben-Kategorien helfen. Die Schwerpunkte sind hierbei „Wissen sammeln“ und „Wissen überprüfen“. Die Aufgaben sind die Kategorisierung der Luftaufnahmen, das Tagging, bei dem der*die User*in die Bilder mit freien Stichworten beschreibt und die Verortung der Bilder. Die Kategorien vier und fünf widmen sich der Überprüfung der Verortung und Tags.

Auf dem Crowdsurfing-Portal kann sich jede*r beteiligen, der*die an der Erschließung des historischen Bildbestands mitarbeiten möchte. Ziel ist es, die Bilder für alle nutzbar zu machen, damit sie auch besser gefunden werden können. Die Nationalbibliothek freut sich über jede Hilfe. Durch das Crowdsourcing und Dank der Digitalisierung haben Bibliotheken heutzutage viel mehr Möglichkeiten ihren Bestand zu erschließen.