„Wir fahren stundenlang Zug, um 5 Minuten auf der Bühne zu stehen“

Digitur_Rainer Holl_Poetry Slam_Digitalisierung (c) Spoken Word Poetry Club
Rainer Holl – Automatopoet, Poetry Slammer und Autor. Bild: © Spoken Word Poetry

Das ist es, was das Format Poetry Slam ausmacht: Die direkte Interaktion mit dem Publikum, von Angesicht zu Angesicht, unmittelbar festzustellen, wie die eigenen Texte ankommen. Dazu gehört eine Menge Mut; Mut, der uns in der heutigen Zeit oft fehlt, weil die immer anonymer werdende Kommunikation eine direkte Konfrontation vermeidet. Das Format Poetry Slam fungiert als eine Art Gegenentwurf dazu und vielleicht ist gerade das der Grund für seinen Erfolg.

Trotz allem können sich auch Poetry Slammer der Digitalisierung nicht gänzlich entziehen – und wollen das auch gar nicht. Ein Interview mit dem Poetry Slammer Rainer Holl über digitale und soziale Medien, die damit verbundenen Veränderungen und wie Poetry Slam und die Digitalisierung zusammenpassen und einander sogar nutzen können.

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Fundstück: Ingeborg Bachmann digital

Bachmann Porträt am Musil-Literaturhaus in Klagenfurt. Künstler: Jef Aerosol. CC BY-NCSA 4.0 Katharina Graef
Bachmann Porträt am Musil-Literaturhaus in Klagenfurt. Künstler: Jef Aerosol. CC BY-NC SA 4.0 Katharina Graef

Heute geht das Klagenfurter Wettlesen um den Bachmannpreis in seinem 40. Jubiläumsjahr in die nächste Runde. Und auch die namensgebende Autorin und Gruppe 47-Ikone Ingeborg Bachmann hätte dieser Tage einen großen Geburtstag gefeiert – am 25. Juni wäre sie 90 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass veröffentlicht der Piper Verlag die Werkausgabe Bachmanns (immerhin 30 Bände!), zu der auch bisher unveröffentlichte Texte gehören, nach und nach in digitaler Form. Die Website des Verlags bietet außerdem mit einem Themenspecial einen umfangreichen Überblick über Leben, Werk und Wirken der Klagenfurter Autorin.

Schreiben und Lesen auf Wattpad: 7 Fragen an den Autor Xinon Sero

Die Wattpad-Benutzeroberfläche, Bild: CC BY-SA 4.0 Johanna Böhnke
Die Wattpad-Benutzeroberfläche, Bild: CC BY-SA 4.0 Johanna Böhnke

Das digitale Zeitalter gibt Lesebegeisterten kostenlos Zugang zu einer Vielzahl an Geschichten. Gleichzeitig haben auch Autoren immer mehr Möglichkeiten, ihre Werke an ein Publikum zu bringen. Die Plattform Wattpad verbindet genau diese Aspekte. Autoren können hier Kurzgeschichten, Fan Fictions und sogar ganze Bücher in Kapitelabschnitten online stellen und sie damit Millionen von Lesern weltweit kostenlos anbieten. Mit mehr als 40 Millionen Nutzern ist Wattpad das größte Netzwerk dieser Art. Längst sind auch Verlage auf die Plattform aufmerksam geworden und suchen hier nach Talenten. Denn was auf Wattpad gut ankommt, kann auch in Buchform zum Erfolg werden. Das beste Beispiel dafür ist die amerikanische Autorin Anna Todd, die mit ihrer Fan-Fiction-Reihe „After“ zur Band One Direction seit Monaten nicht mehr von den Bestseller-Tischen der Buchhandlungen wegzudenken ist.

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future!publish 2016 – Im Interview mit Falko Löffler

Digitalisierung – ein Thema, das von der Buchbranche lange mit Schrecken beobachtet und weitestgehend ignoriert wurde. Andere Wirtschaftszweige fanden einen besseren Weg, moderne Techniken von Beginn an für ihre Zwecke fruchtbar zu machen – allen voran die Computerspielbranche. Auf der future!publish Ende Januar sprachen wir mit Falko Löffler, welcher als Autor und Computerspiel-Übersetzer in beiden Branchen zuhause ist. Der studierte Germanist und Medienwissenschaftler erklärte uns, wie der Buchhandel den digitalen Wandel meistern und was er dabei von der Computerspielbranche lernen kann.

Tilman Rammstedt im Interview auf der future!publish 2016

Mit seinem Projekt Morgen mehr bringt Tilman Rammstedt den klassischen Fortsetzungsroman ins Online-Zeitalter. Jeden Tag schreibt und veröffentlicht er ein Kapitel seines aktuellen Werkes, Abonnenten können so den Entstehungsprozess des Romans vor dem offiziellen Erscheinungstermin am 9. Mai live mitverfolgen. Über seine Erfahrungen mit dieser Form des Schreibens und die Resonanz seiner Leserschaft hat er mit uns auf dem future!publish-Kongress in Berlin Ende Januar gesprochen.

Nebenjob: Verlagsleitung

Lesung von "Struktur, Tapete" am 21.11.2015 v.l. HerrTapete, Nicholas Wieling, Lars Hannig, Jennifer Günther, Caroline Königs, Stephanie Keunecke, Natascha Herkt
Lesung von „Struktur, Tapete“ am 21.11.2015
(v.l. HerrTapete, Nicholas Wieling, Lars Hannig, Jennifer Günther, Caroline Königs, Stephanie Keunecke, Natascha Herkt) Bild: Ruhrliteratur

Im Juni 2015 gründete Stephanie Keunecke den unabhängigen E-Book-Verlag Ruhrliteratur. Im Interview mit Digitur erzählt die junge Unternehmerin von der Gründung des Verlags, den Hürden auf dem Weg zur Selbstständigkeit und dem Spagat zwischen Studium und Arbeitsalltag.

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Vom Blog zum Buch

Das eigene gedruckte Buch oder das eigene digitale Ebook? CC0
Das eigene gedruckte Buch oder das eigene digitale E-Book? CC0

Das eigene Buch in den Händen halten – das ist der Traum vieler Nachwuchsautoren. Zu Zeiten, in denen jeder recht einfach sein eigenes Werk im Internet publizieren kann, scheinen jedoch viele aufgrund der geringeren Hürden die Veröffentlichung eines Ebooks vorzuziehen. Die beiden Blogger Patrick und Jasmin von Healthy Habits sind den Schritt gegangen und berichten im Interview von ihren Erfahrungen als Blogger und dem Weg zur Herausgabe eigener als Print erschienener Ratgeber, oder in anderen Worten: vom Blog zum Buch.

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Von Tilman Rammstedt gibt es #morgenmehr

Morgen mehr. Das ist nicht nur der Titel von Tilman Rammstedts neuem Roman. Es bringt auch auf den Punkt, was die gespannte Leserschaft erwarten kann. Denn Morgen mehr erscheint nicht einfach so in den Buchhandlungen. Im November wurde das Hanser-Projekt auf der Crowdfunding-Plattform Startnext angekündigt. Diesen Montag ging es los. Tillmann Rammstedt veröffentlicht von nun an jeden Tag zwei Seiten seines neuen Romans online. Abonnenten können den Schreibprozess des Autors dabei von Anfang an mitverfolgen.

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© Carl Hanser Verlag

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Die SZ-Langstrecke: Dirk von Gehlen im Interview

Auf der Frankfurter Buchmesse sprachen wir mit Dirk von Gehlen, Leiter Social Media /Innovation bei der Süddeutschen Zeitung, über sein Projekt SZ Langstrecke. Die Süddeutsche Zeitung Langstrecke wurde als ein Crowdfunding-Projekt ins Leben gerufen und befindet sich gerade in der „Kiosk-Testphase“, ist also schon bei einigen ausgewählten Kiosken erhältlich – und natürlich online bestellbar. Was ist die Idee hinter dem Format der SZ Langstrecke? Wie gehen Formen des digitalen und analogen Schreibens bzw. Lesens miteinander einher? Vor welchen Herausforderungen steht dabei die Medienlandschaft? Und was hat die SZ Langstrecke eigentlich mit Smoothies gemeinsam? Antworten auf all diese Fragen gibt’s im Interview mit Dirk von Gehlen.

Digitalliteratur als eine neue Kunstform – Tina Giesler über ihr Projekt „Dembelo“

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Das Logo ist wie das Projekt noch eine Skizze.

Tina Giesler ruft zum Umdenken auf und folgt ihrem eigenen Aufruf gleich selbst. Dembelo heißt ihr aktuelles Projekt, mit dem sie die digitale Literatur neu bzw. überhaupt erst erfinden will. Denn die meisten eBooks sind für Giesler nicht mehr als „digitale Sicherheitskopien von Büchern“ und kein geeignetetes Format, Literatur ins Digitale zu überführen. Das war bereits Thema beim 10. Publishing-Stammtisch Pub’n’Pub POTT, wo sie über Fanfiction als vernetztes und damit digitales Publizieren bzw. Lesen sprach. Wo die Probleme der gegenwärtigen „Digitalliteratur“ liegen, wie eine neue Art digitaler Literatur aussieht und was sich hinter ihrem Projekt verbirgt, darüber haben wir mit Tina Giesler gesprochen. Weiterlesen „Digitalliteratur als eine neue Kunstform – Tina Giesler über ihr Projekt „Dembelo““