Gesamtausgabe des Talmud bald auch frei im Internet zugänglich

Eine Gesamtausgabe des Talmud füllt normalerweise auch gerne mal ein ganzes Bücherregal.

Eine Gesamt­aus­ga­be des Tal­mud füllt nor­ma­ler­wei­se auch ger­ne mal ein gan­zes Bücher­re­gal. Foto: Pixabay.

Der Tal­mud ist essen­zi­ell für jüdi­sche Stu­di­en, die Tex­te bis­her aber nur schwer oder hoch­prei­sig zu beschaf­fen – ein Online-Projekt will dem Abhil­fe schaf­fen. Der Tal­mud (hebr., „Lehre“/„Studium“) ist eine der bedeu­tends­ten Schrift­stü­cke des Juden­tums und eine Jahr­hun­der­te alte und stän­dig erwei­ter­te Samm­lung. Sie besteht aus Aus­le­gun­gen der jüdi­schen Regeln in Form von Über­lie­fe­rungs­ge­schich­ten und der Ein­tei­lung in die pra­xis­na­he Aus­le­gung der gesetz­li­chen Vor­schrif­ten und erzäh­le­ri­schen wie auch erbau­li­chen Betrach­tun­gen. Die­se bezie­hen sich auf­ein­an­der und ste­hen nicht sel­ten im Gegen­satz.  Wei­ter­le­sen

Nie mehr mit dem Aktenordner ins Seminar!

Das Wachstum von Online-Semesterapparaten an der Universität Duisburg-Essen (Auszug aus einer Präsentation von Frank Lützenkirchen, siehe auch: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42222/Workshop52a2016-10-12LuetzenkirchenSemesterapparate.pdf).

Das Wachs­tum von Online-Semesterapparaten an der Uni­ver­si­tät Duisburg-Essen (Aus­zug aus einer Prä­sen­ta­ti­on von Frank Lüt­zen­kir­chen, sie­he: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42222/Workshop52a 2016–10-12LuetzenkirchenSemesterapparate.pdf).

Dass die Digi­ta­li­sie­rung bes­se­re Arbeits- und Erkennt­nis­pro­zes­se in der wis­sen­schaft­li­chen For­schung und Leh­re ermög­licht, dürf­te Kon­sens unter den „Digitur“-LeserInnen sein – und dazu gehö­ren auch dyna­mi­sche Online-Semester- appa­ra­te. Zugleich pro­gnos­ti­ziert der Prä­si­dent der Hoch­schul­rek­to­ren­kon­fe­renz, Prof. Dr. Hor­st Hipp­ler, dass bald „die für ein moder­nes Stu­di­um unver­zicht­ba­re digi­ta­le Bereit­stel­lung von Tex­ten schmerz­haft ein­ge­schränkt wird.“ Wie kann das sein? Und was kann man gegen die­se Ent­wick­lung unter­neh­men? Wei­ter­le­sen

Fundstück: Neues Bildungsmedienportal Lernando

Lernando - das neue Bildungsmedienportal. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/117296 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Westermann Gruppe"

Ler­nan­do — das neue Bil­dungs­me­di­en­por­tal. Wei­te­rer Text über ots und www.presseportal.de/nr/117296, Quel­le: „obs/Westermann Grup­pe”

Immer mehr Schü­ler spa­ren sich den Weg zur Buch­hand­lung – per Maus­kli­ck zu bestel­len ist schließ­li­ch beque­mer. Das neue Por­tal für Bil­dungs­me­di­en, Ler­nan­do, erleich­tert die­sen Schritt durch ziel­grup­pen­ge­rech­te Such- und Fil­ter­mög­lich­kei­ten nun zusätz­li­ch und bie­tet Schü­lern sowie Eltern und Leh­rern die Mög­lich­keit – unter einer gro­ßen Aus­wahl von rund 50.000 Pro­duk­ten aller wich­ti­gen Bil­dungs­me­di­en­ver­la­ge – schnell und unkom­pli­ziert das gewünsch­te Buch zu fin­den und bequem von zuhau­se aus zu bestel­len. Der Shop der Wes­ter­mann Grup­pe ist seit die­sem Diens­tag, den 09.08.2016, online. Zusätz­li­ch beinhal­tet Ler­nan­do ein Maga­zin rund um das The­ma Erzie­hung und Bil­dung. Doch bei die­sem Ange­bot soll es nicht blei­ben: Der Shop soll zu einem Full-Service-Portal wer­den und die gesam­te Pro­dukt­pa­let­te des Schul­zu­be­hörs abde­cken. Dies sind jedoch kei­ne guten Nach­rich­ten für den sta­tio­nä­ren Buch­han­del, der zu gro­ßen Tei­len auch von dem Ver­kauf von Schul­lek­tü­re und –zube­hör lebt. Bei aller Bequem­lich­keit soll­te man also auch ab und zu über einen Besu­ch im klei­nen Buch­la­den um die Ecke nach­den­ken.

Fundstück: Faust I und II – Digital in all seinen Facetten

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Auf Goe­thes Druck­werk ist nun die digi­ta­le Ver­si­on erschie­nen. CCo

Das hät­te sich Goe­the zu sei­ner Zeit wohl nicht erträumt: eine digi­ta­le Aus­ga­be, basie­rend auf dem von der Deut­schen For­schungs­ge­mein­schaft geför­der­ten Pro­jekt ‚Historisch-kritische Edi­ti­on von Goe­thes Faust‘. Die digi­ta­le Faust–Edi­ti­on besteht aus einem Archiv der Hand­schrif­ten und der zu Leb­zei­t­en erschie­ne­nen text­kri­ti­sch rele­van­ten Dru­cke zum Faust, einem Lese­text des Faust I und Faust II sowie Visua­li­sie­run­gen zur Gene­se des Werks. Inter­es­sier­te fin­den hier kos­ten­los Anga­ben zu den Auf­be­wah­rungs­or­ten und erhal­ten Ein­sicht in Noti­zen und Druck­vor­la­gen. Die im Febru­ar 2016 ver­öf­fent­lich­te Beta-Version ist Teil einer Hybrid­aus­ga­be, der die Buch­pu­bli­ka­ti­on noch folgt. „Die Idee zum kon­kre­ten Pro­jekt einer Hybri­de­di­ti­on nahm im Gespräch mit Prof. Jan­n­i­dis und dem Goethe-Schiller-Archiv Wei­mar etwa seit 2003 Gestalt an“, erklärt Anne Boh­nen­kamp, eine der Pro­jekt­lei­te­rIn­nen. Die Gesamt­kon­zep­ti­on der digi­ta­len Aus­ga­be erfolg­te in einem Team aus Infor­ma­ti­kern und Phi­lo­lo­gen, die sich der Tran­skrip­ti­on und Auf­zeich­nung sowie den lang­wie­ri­gen Kor­rek­tur­pro­zes­sen an den Ori­gi­na­len und der Ent­wick­lung und Rea­li­sie­rung der erfor­der­li­chen Soft­ware wid­me­ten.

Zur­zeit wird noch an der Opti­mie­rung gear­bei­tet, die Frei­schal­tung der ers­ten voll­gül­ti­gen 1.0 Ver­si­on ist in ca. einem Jahr geplant – wir sind gespannt!

Gesetzliche E-Book-Preisbindung – Hintergründe und Meinungen

Ebook zwischen Büchern

Foto: Maxi­mi­li­an Schön­herr - eige­nes Werk, CC BY-SA 3.0

Dem Sta­tus des Buches als hohes, schüt­zens­wer­tes kul­tu­rel­les Gut trägt in Deutsch­land und in ande­ren Län­dern auch der Gesetz­ge­ber durch die Buch­preis­bin­dung Rech­nung. Bis­lang galt das Gesetz in Deutsch­land nicht für E-Books – jeden­falls nicht expli­zit. Bran­chen­in­si­der und –inter­es­sier­te ver­wie­sen im Zuge der Bericht­erstat­tung zur kürz­li­ch beschlos­se­nen gesetz­li­chen Ver­an­ke­rung der E-Book-Preisbindung immer wie­der dar­auf, dass die­se auch bis­her außer Fra­ge stand und zwei­fel­ten mit­un­ter am Mehr­wert der Geset­zes­än­de­rung. Digi­tur hat ein paar Fak­ten auf­be­rei­tet und (Netz-)Reaktionen gesam­melt.
Wei­ter­le­sen

Erinnerung in der Netzliteratur

Im Inter­net geht es oft schnel­ler, inter­ak­ti­ver und dyna­mi­scher zu als in den „tra­di­tio­nel­len“ Medi­en. Kon­zep­te wie Dau­er­haf­tig­keit, Lang­le­big­keit und auch Erin­ne­rung schei­nen mit die­sen media­len Vor­aus­set­zun­gen eher im Wider­spruch zu ste­hen. Aber wohin führt die­ser Wider­spruch auf der künst­le­ri­schen Refle­xi­ons­ebe­ne der Netz­li­te­ra­tur? Gibt es dort neue Mög­lich­kei­ten, Erin­ne­run­gen dar­zu­stel­len und sie zu pro­du­zie­ren? Und was ist eigent­li­ch die­se Netz­li­te­ra­tur? Digitur-Redakteurin Kris­ti­na Pet­zold hat ihre Mas­ter­ar­beit zu die­sem The­ma in eine inter­ak­ti­ve Prä­sen­ta­ti­on ver­wan­delt. Sie kann sowohl als durch­gän­gi­ges Video als auch durch Wei­ter­kli­cken ange­schaut wer­den.

Fundstück: Programmieren lernen für die ganz Kleinen

Programmieren ist in der heutigen digitalen Zeit kein Fremdwort mehr.

Pro­gram­mie­ren ist in der heu­ti­gen digi­ta­len Zeit kein Fremd­wort mehr. Bild: CC0

Die Kin­der der heu­ti­gen Zeit sind zwei­fels­oh­ne Digi­tal Nati­ves. Smart­pho­nes, Tablets und auch Lap­tops sind stän­di­ge Beglei­ter, für wohl kaum ein Kind etwas Unbe­kann­tes.
Damit all die neu­en Tech­ni­ken und Anwen­dun­gen funk­tio­nie­ren, die zu den täg­li­chen Beglei­tern gewor­den sind, gehört eines unab­ding­bar dazu: das Pro­gram­mie­ren. Dass das nun auch schon die Kleins­ten ler­nen kön­nen, beweist Lego Edu­ca­ti­on WeDo 2. Spie­le­ri­sch sol­len Grund­schü­ler an das Pro­gram­mie­ren her­an­ge­führt wer­den. Das Kon­zept sei an das des Lehr­pla­nes ange­passt. So besteht die Auf­ga­be zum Bei­spiel dar­in, Robotik-Modelle mit Lego-Steinen zu bau­en und Pro­gram­mier­stei­ne, Moto­ren und Sen­so­ren zu inte­grie­ren.
Pro­gram­mie­ren kön­nen schon mit 7 Jah­ren — Für den spä­te­ren Lebens­lauf sicher nicht schlecht 😉

Fundstück: Netzliteratur im Archiv

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Die Anfor­de­run­gen bei der Archi­vie­rung von Netz­li­te­ra­tur sind ande­re als beim Buch.

Wie lässt sich Netz­li­te­ra­tur authen­ti­sch archi­vie­ren und ver­füg­bar machen? Die­ser Fra­ge geht ein For­schungs­team im Rah­men des DFG-Projekts Auf­bau eines Quel­len­cor­pus für die seit den 1990er Jah­ren ent­ste­hen­de Lite­ra­tur­gat­tung „Netz­li­te­ra­tur” seit Janu­ar 2013 nach. „Ziel ist der Aus­bau der bestehen­den Samm­lung Lite­ra­tur im Netz durch Auf­bau eines in tech­ni­scher und ästhe­ti­scher Hin­sicht typo­lo­gi­sch bei­spiel­haf­ten Grund­stocks an Quel­len.” Im Deut­schen Lite­ra­tur­ar­chiv Mar­bach fin­det am 01./02. Dezem­ber nun der Work­shop Netz­li­te­ra­tur im Archiv: Erfah­run­gen und Ergeb­nis­se statt. Die­se Ver­an­stal­tung mar­kiert den Abschluss des auf drei Jah­re kon­zi­pier­ten Pro­jekts: „Im Ver­ein von Exper­ten und Akteu­ren der Netz­li­te­ra­tur sowie dem Pro­jekt­team wer­den Erfah­run­gen und Metho­di­sches, Geschich­te und Zukunft des digi­ta­len Gen­res und sei­ne Rele­vanz für die For­schung beleuch­tet.”

Fundstück: Juristische Hilfe für das Forschen in der digitalen Welt

Mit den Digi­tal Huma­nities gewinnt die quan­ti­ta­ti­ve Aus­wer­tung von Daten zuneh­mend an Bedeu­tung für die Geistes- und Kul­tur­wis­sen­schaf­ten. Die Ver­wal­tung von Zugriffs- und Nut­zungs­rech­ten muss neu und anders gedacht wer­den. Eine aktu­ell ver­öf­fent­lich­te juris­ti­sche Hand­rei­chung für das For­schen in der digi­ta­len Welt, ver­fasst von John Weitz­mann und Paul Klim­pel (iRights.Law), gibt Geistes- und Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rIn­nen einen Über­bli­ck über die recht­li­chen Bestim­mun­gen und Risi­ken im Zusam­men­hang mit der Ver­öf­fent­li­chung und Nach­nut­zung von Erkennt­nis­sen und For­schungs­da­ten.

Fundstück: Shakespeare verstehen mit einem Wisch

Would I could ans­wer
This com­fort with the like! But I have words
That would be howl’d out on in the desert air,
Whe­re hea­ring should not latch them.
(Mac­be­th, Act 4, Sce­ne 3)

Wel­cher deut­sche Schü­ler hat sich nicht schon mal im Englisch-Unterricht gewünscht, die Tex­te von Shake­speare wür­den gen­au so im Wind ver­hal­len, wie es sich der schot­ti­sche Edel­mann Ross bei sei­ner schlech­ten Nach­richt an Macduff wünscht. Zu scha­de wäre das aber um jedes Shakespeare’sche Wort. Die kos­ten­lo­se App Swi­pe­Speare soll da Abhil­fe schaf­fen und über­setzt das eli­sa­be­tha­ni­sche Eng­li­sch „in plain and sim­ple Eng­lish.“