Fundstück: Für ein gutes digitales Leben ab und zu auch mal abschalten.

Zehn Minuten, zwei Stunden oder sogar einen kompletten Tag – wie lange haltet ihr es aus, nicht auf euer Smartphone zu schauen, Mails zu checken, Postings zu liken oder nur eben kurz auf eine Nachricht zu antworten? Keine Frage, ein Leben ohne das Internet ist vollkommen ausgeschlossen! Es wäre auch viel zu schade, die tollen digitalen Innovationen der letzten Jahrzehnte nicht zu nutzen. Für den literarischen Kosmos hieße das z.B. keine E-Books mehr, auf die gewonnene Möglichkeit des Self-Publishings verzichten und kaum vorstellbar – ein Leben ohne Digitur. So etwas wollen wir natürlich keinesfalls. Dennoch lohnt es sich, in der schnelllebigen digitalen Welt einmal innezuhalten und zu reflektieren: Wie viel Zeit verbringe ich womit und warum im Internet? Mache ich das, weil ich es gut und sinnvoll finde oder nur weil ich das Gefühl habe, sonst etwas zu verpassen?

Solchen Fragen geht der Animationsfilm Das gute digitale Leben aus der Videoreihe Little Green Bags nach. In diesem Teil erklärt Prof. Dr. Miriam Meckel von der Universität St. Gallen (HSG) in Kooperation mit dem Animationsstudio Zense fantasievoll und praxisnah Phänomene des digitalen Alltags und gibt Tipps, wie wir ohne Techno-Stress digitale und anologe Welt miteinander verbinden können. Dazu gehört auch, nach diesem Video das World Wide Web zu verlassen und einfach mal abzuschalten!

© Universität St.Gallen (HSG), Text von Prof. Dr. Miriam Meckel, Kreation: http://www.zense.ch, Wissenschaftlicher Leiter: Prof. Dr. Thomas Beschorner

Gesamtausgabe des Talmud bald auch frei im Internet zugänglich

Eine Gesamtausgabe des Talmud füllt normalerweise auch gerne mal ein ganzes Bücherregal.
Eine Gesamtausgabe des Talmud füllt normalerweise auch gerne mal ein ganzes Bücherregal. Foto: Pixabay.

Der Talmud ist essenziell für jüdische Studien, die Texte bisher aber nur schwer oder hochpreisig zu beschaffen – ein Online-Projekt will dem Abhilfe schaffen. Der Talmud (hebr., „Lehre“/„Studium“) ist eine der bedeutendsten Schriftstücke des Judentums und eine Jahrhunderte alte und ständig erweiterte Sammlung. Sie besteht aus Auslegungen der jüdischen Regeln in Form von Überlieferungsgeschichten und der Einteilung in die praxisnahe Auslegung der gesetzlichen Vorschriften und erzählerischen wie auch erbaulichen Betrachtungen. Diese beziehen sich aufeinander und stehen nicht selten im Gegensatz.  Weiterlesen „Gesamtausgabe des Talmud bald auch frei im Internet zugänglich“

Nie mehr mit dem Aktenordner ins Seminar!

Das Wachstum von Online-Semesterapparaten an der Universität Duisburg-Essen (Auszug aus einer Präsentation von Frank Lützenkirchen, siehe auch: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42222/Workshop52a2016-10-12LuetzenkirchenSemesterapparate.pdf).
Das Wachstum von Online-Semesterapparaten an der Universität Duisburg-Essen (Auszug aus einer Präsentation von Frank Lützenkirchen, siehe: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42222/Workshop52a 2016-10-12LuetzenkirchenSemesterapparate.pdf).

Dass die Digitalisierung bessere Arbeits- und Erkenntnisprozesse in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre ermöglicht, dürfte Konsens unter den „Digitur“-LeserInnen sein – und dazu gehören auch dynamische Online-Semester- apparate. Zugleich prognostiziert der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Horst Hippler, dass bald „die für ein modernes Studium unverzichtbare digitale Bereitstellung von Texten schmerzhaft eingeschränkt wird.“ Wie kann das sein? Und was kann man gegen diese Entwicklung unternehmen? Weiterlesen „Nie mehr mit dem Aktenordner ins Seminar!“

Fundstück: Neues Bildungsmedienportal Lernando

Lernando - das neue Bildungsmedienportal. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/117296 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Westermann Gruppe"
Lernando – das neue Bildungsmedienportal. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/117296, Quelle: „obs/Westermann Gruppe“

Immer mehr Schüler sparen sich den Weg zur Buchhandlung – per Mausklick zu bestellen ist schließlich bequemer. Das neue Portal für Bildungsmedien, Lernando, erleichtert diesen Schritt durch zielgruppengerechte Such- und Filtermöglichkeiten nun zusätzlich und bietet Schülern sowie Eltern und Lehrern die Möglichkeit – unter einer großen Auswahl von rund 50.000 Produkten aller wichtigen Bildungsmedienverlage – schnell und unkompliziert das gewünschte Buch zu finden und bequem von zuhause aus zu bestellen. Der Shop der Westermann Gruppe ist seit diesem Dienstag, den 09.08.2016, online. Zusätzlich beinhaltet Lernando ein Magazin rund um das Thema Erziehung und Bildung. Doch bei diesem Angebot soll es nicht bleiben: Der Shop soll zu einem Full-Service-Portal werden und die gesamte Produktpalette des Schulzubehörs abdecken. Dies sind jedoch keine guten Nachrichten für den stationären Buchhandel, der zu großen Teilen auch von dem Verkauf von Schullektüre und -zubehör lebt. Bei aller Bequemlichkeit sollte man also auch ab und zu über einen Besuch im kleinen Buchladen um die Ecke nachdenken.

Fundstück: Faust I und II – Digital in all seinen Facetten

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Auf Goethes Druckwerk ist nun die digitale Version erschienen. CCo

Das hätte sich Goethe zu seiner Zeit wohl nicht erträumt: eine digitale Ausgabe, basierend auf dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt ‚Historisch-kritische Edition von Goethes Faust‘. Die digitale Faust-Edition besteht aus einem Archiv der Handschriften und der zu Lebzeiten erschienenen textkritisch relevanten Drucke zum Faust, einem Lesetext des Faust I und Faust II sowie Visualisierungen zur Genese des Werks. Interessierte finden hier kostenlos Angaben zu den Aufbewahrungsorten und erhalten Einsicht in Notizen und Druckvorlagen. Die im Februar 2016 veröffentlichte Beta-Version ist Teil einer Hybridausgabe, der die Buchpublikation noch folgt. „Die Idee zum konkreten Projekt einer Hybridedition nahm im Gespräch mit Prof. Jannidis und dem Goethe-Schiller-Archiv Weimar etwa seit 2003 Gestalt an“, erklärt Anne Bohnenkamp, eine der ProjektleiterInnen. Die Gesamtkonzeption der digitalen Ausgabe erfolgte in einem Team aus Informatikern und Philologen, die sich der Transkription und Aufzeichnung sowie den langwierigen Korrekturprozessen an den Originalen und der Entwicklung und Realisierung der erforderlichen Software widmeten.

Zurzeit wird noch an der Optimierung gearbeitet, die Freischaltung der ersten vollgültigen 1.0 Version ist in ca. einem Jahr geplant – wir sind gespannt!

Gesetzliche E-Book-Preisbindung – Hintergründe und Meinungen

Ebook zwischen Büchern
Foto: Maximilian Schönherr – eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Dem Status des Buches als hohes, schützenswertes kulturelles Gut trägt in Deutschland und in anderen Ländern auch der Gesetzgeber durch die Buchpreisbindung Rechnung. Bislang galt das Gesetz in Deutschland nicht für E-Books – jedenfalls nicht explizit. Brancheninsider und -interessierte verwiesen im Zuge der Berichterstattung zur kürzlich beschlossenen gesetzlichen Verankerung der E-Book-Preisbindung immer wieder darauf, dass diese auch bisher außer Frage stand und zweifelten mitunter am Mehrwert der Gesetzesänderung. Digitur hat ein paar Fakten aufbereitet und (Netz-)Reaktionen gesammelt.
Weiterlesen „Gesetzliche E-Book-Preisbindung – Hintergründe und Meinungen“

Erinnerung in der Netzliteratur

Im Internet geht es oft schneller, interaktiver und dynamischer zu als in den „traditionellen“ Medien. Konzepte wie Dauerhaftigkeit, Langlebigkeit und auch Erinnerung scheinen mit diesen medialen Voraussetzungen eher im Widerspruch zu stehen. Aber wohin führt dieser Widerspruch auf der künstlerischen Reflexionsebene der Netzliteratur? Gibt es dort neue Möglichkeiten, Erinnerungen darzustellen und sie zu produzieren? Und was ist eigentlich diese Netzliteratur? Digitur-Redakteurin Kristina Petzold hat ihre Masterarbeit zu diesem Thema in eine interaktive Präsentation verwandelt. Sie kann sowohl als durchgängiges Video als auch durch Weiterklicken angeschaut werden.

Fundstück: Programmieren lernen für die ganz Kleinen

Programmieren ist in der heutigen digitalen Zeit kein Fremdwort mehr.
Programmieren ist in der heutigen digitalen Zeit kein Fremdwort mehr. Bild: CC0

Die Kinder der heutigen Zeit sind zweifelsohne Digital Natives. Smartphones, Tablets und auch Laptops sind ständige Begleiter, für wohl kaum ein Kind etwas Unbekanntes.
Damit all die neuen Techniken und Anwendungen funktionieren, die zu den täglichen Begleitern geworden sind, gehört eines unabdingbar dazu: das Programmieren. Dass das nun auch schon die Kleinsten lernen können, beweist Lego Education WeDo 2. Spielerisch sollen Grundschüler an das Programmieren herangeführt werden. Das Konzept sei an das des Lehrplanes angepasst. So besteht die Aufgabe zum Beispiel darin, Robotik-Modelle mit Lego-Steinen zu bauen und Programmiersteine, Motoren und Sensoren zu integrieren.
Programmieren können schon mit 7 Jahren – Für den späteren Lebenslauf sicher nicht schlecht 😉

Fundstück: Netzliteratur im Archiv

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Die Anforderungen bei der Archivierung von Netzliteratur sind andere als beim Buch.

Wie lässt sich Netzliteratur authentisch archivieren und verfügbar machen? Dieser Frage geht ein Forschungsteam im Rahmen des DFG-Projekts Aufbau eines Quellencorpus für die seit den 1990er Jahren entstehende Literaturgattung „Netzliteratur“ seit Januar 2013 nach. „Ziel ist der Ausbau der bestehenden Sammlung Literatur im Netz durch Aufbau eines in technischer und ästhetischer Hinsicht typologisch beispielhaften Grundstocks an Quellen.“ Im Deutschen Literaturarchiv Marbach findet am 01./02. Dezember nun der Workshop Netzliteratur im Archiv: Erfahrungen und Ergebnisse statt. Diese Veranstaltung markiert den Abschluss des auf drei Jahre konzipierten Projekts: „Im Verein von Experten und Akteuren der Netzliteratur sowie dem Projektteam werden Erfahrungen und Methodisches, Geschichte und Zukunft des digitalen Genres und seine Relevanz für die Forschung beleuchtet.“

Fundstück: Juristische Hilfe für das Forschen in der digitalen Welt

Laptop und Buch.
Bild: SCY/pixabay CC0

Mit den Digital Humanities gewinnt die quantitative Auswertung von Daten zunehmend an Bedeutung für die Geistes- und Kulturwissenschaften. Die Verwaltung von Zugriffs- und Nutzungsrechten muss neu und anders gedacht werden. Eine aktuell veröffentlichte juristische Handreichung für das Forschen in der digitalen Welt, verfasst von John Weitzmann und Paul Klimpel (iRights.Law), gibt Geistes- und KulturwissenschaftlerInnen einen Überblick über die rechtlichen Bestimmungen und Risiken im Zusammenhang mit der Veröffentlichung und Nachnutzung von Erkenntnissen und Forschungsdaten.