Fundstück: Kauf-ein-Buch-Tag

Lieber eBook als alter Schinken. Foto: Pixabay

Am 7. September wird seit 2010 der amerikanische Buy a Book Day, zu Deutsch Kauf-ein-Buch-Tag, gefeiert. Laut der Website kuriose-feiertage.de, die gerade solche außergewöhnlichen Feiertage sammelt, soll der Tag den Buchhandel unterstützen und die Wichtigkeit von Büchern als Kulturgut mal wieder hervorheben. Weiterlesen

Rowlings Rückgabe des Robert F. Kennedy Human Rights Ripple of Hope Award

Mit diesem Buch fing alles an. Umschlagsgestaltung der Ausgabe: Becky Terhune

Joanne K. Rowling, die Autorin des Harry Potter-Romanzyklus, darf inzwischen als einer der, wenn nicht die Angesehenste und Bestverdienende unter Schriftstellerinnen gelten. Dafür, dass sie die Früchte ihres Erfolgs nutzt, eine gemeinnützige Organisation zu gründen, mit dem Ziel, Kindern global ein Zuhause finden zu können (Lumos), erhält sie Ende 2019 den Robert F. Kennedy Human Rights Ripple of Hope Award. Den Menschenrechtspreis, den sie keinen Monat nach ihrem 55. Geburtstag wieder zurückgibt. Weiterlesen

Fundstück: Sag ihr, ich war bei den Sternen – Dani Atkins

Stell dir vor, an deiner Seite steht der Mann, den du liebst. Du spürst seine Hand in deiner, und sie passt perfekt in deine. Es ist sein Lächeln, das dich morgens weckt. Die Zukunft gehört euch beiden, ihr werdet heiraten. Und in deinem Bauch wächst euer Kind heran. Allein der Gedanke daran lässt dein Herz überlaufen vor Glück. Doch dann: ein unachtsamer Schritt. Ein abgelenkter Autofahrer. Ein schrecklicher Unfall. Du fällst in einen tiefen Schlaf. Und während du schläfst, geht das Leben einfach weiter. Wenn du erwachst, wird nichts mehr so sein wie zuvor. Denn dein Happy End gehört nun einer anderen…

 

Bild: bixabay.com

Dani Atkins ist bekannt für ihren emotionalen Schreibstil und hat ihre Fans mit dem Roman „Sag ihr, ich war bei den Sternen“ nicht enttäuscht. Die ein oder andere Träne (oder auch mehr) lässt sich beim Lesen mit Sicherheit nicht zurückhalten. Mit dem Hauptcharakter Maddie, der aus dem Koma erwacht und feststellen muss, dass es ihr Leben so wie sie es kannte nicht mehr geben wird, fühlt man sofort mit. Gleichzeitig kann man ihre Stärke bewundern, die sie in dieser außergewöhnlichen Situation beweist. Ihren Platz hat nun Chloe eingenommen, die man auch einfach nicht nicht mögen kann. Das Ende hält auf jeden Fall viele Überraschungen bereit…

Sag ihr, ich war bei den Sternen (Dani Atkins, erschienen am 01.10.2019 beim Knaur Taschenbuch Verlag, 432 Seiten, 9,99€)

Goodreads – Ein Selbstexperiment

Die Goodreads-App. Bild: Evelyn Messel

Als am Ende des Jahres 2019 in den sozialen Medien manche die Erfüllung der „Goodreads Reading Challenge“ feierten oder andere das Nichterfüllen bedauerten, fragte ich mich, was es eigentlich damit auf sich hatte. Sogleich suchte ich also Goodreads auf, auf das ich bisher nur auf der Suche nach Literaturzitaten gestoßen war.

„Meet your next favorite book“ – das verspricht die Leserplattform Goodreads. Im ersten Moment klingt das ein wenig wie ein liebloser Werbespruch einer Dating-Website. Statt eines Partners soll man nun eben ein Buch fürs Leben (oder für eine Nacht) finden. Das Katalogisierungssystem ermöglicht es, jedes Buch samt Klappentext, Rezensionen und Buchvorschlägen zu finden und diese dann in virtuellen Regalen (beispielsweise nach Themen oder Genres sortiert) oder in Lesewunschlisten einzuordnen. Weiterlesen

Wahnsinn, Horror und kosmische Monster – HP Lovecrafts 130er Geburtstag

H.P. Lovecrafts berühmteste Schöpfung – Das Monster Cthulhu Bild: Pixabay

Fans von Horrorfilmen und Büchern haben bestimmt schon einmal den Namen H.P. Lovecraft, den Meister des kosmischen Horrors, gehört. Und selbst jenen, die dieses Genre nur flüchtig interessiert, werden Lovecrafts Werke bekannt vorkommen. Kosmische Götter, wie Dagon und Cthulhu, oder die Maulwurfmenschen, welche unter den Straßen Bostons ihre Heimat haben, sind wahrscheinlich die bekanntesten Kreaturen des amerikanischen Autors. Lovecraft ist für die Schöpfung einer ganz besonderen Art des Horrors berühmt geworden, welche noch bis in die heutige Zeit Einfluss auf unsere Literatur und Pop-Culture hat. Weiterlesen

Die Corona-Pandemie: ein schlechter Film für deutsche Kinos?

leere Säle in deutschen Kinos (Bild: pixaby)

Obwohl die Kinos in Deutschland bundesweit seit dem 2. Juli wieder geöffnet sind, bleiben die Säle in großen Teilen leer. Das liegt zum einen an der Angst der Menschen vor Ansteckung an dem Corona-Virus, zum anderen auch an den Hygienemaßnahmen. Mundschutzpflicht und die eingeschränkte Sitzreihenbelegung sind Teil dieser. Die Maßnahmen lassen eine Auslastung von kaum mehr als 20% der eigentlichen Kapazitäten zu, so Kim Ludolf Koch, Geschäftsführer der Cineplex-Gruppe, im Gespräch mit dem Deutschlandfunk Kultur. Es bleibt fraglich, ob die Verluste durch eine Schließung der Filmpaläste nicht sogar geringer ausfallen würden, als mit der Wiedereröffnung.

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Fundstück: Lina Mallon – Schnell.liebig

Buchcover Lina Mallon "Schnell.liebig" (Foto: Olga Wagner)

Buchcover des Spiegel-Bestsellers „Schnell.liebig“ von Lina Mallon (Foto: Olga Wagner)

Nach einem turbulenten Online-Semester war es nun endlich so weit: Zeit für all die Bücher, die voller Vorfreude erbeutet wurden, aber zunächst warten mussten. Meine erste Wahl: Spiegel-Bestseller Schnell.liebig – Das Herz will wieder riskiert werden von Autorin, Fotografin und Podcasterin Lina Mallon.

Seit 2011 unterhält Mallon ihre Leser*innen bereits auf ihrem Blog mit Geschichten aus ihrem Leben. Und die „besten“ Erzählungen hat sie nun in Schnell.liebig vereint. Es geht um die Erfahrungen, die man als Teil der Generation #TWENTYSOMETHING (Name ihres Podcasts) zwangsläufig macht. Eine Generation, die erwachsen erscheinen soll, aber noch nicht angekommen ist. Die auf dem Wege und der Suche zu sich selbst und dem eigenen Glück ist, aufgrund von Tinder & Co. jedoch allzu gerne als „Generation Beziehungsunfähig“ abgestempelt wird, weil sie Schnell.liebig ist. Aber so ist es halt, wenn man sich als Single in die Dating-Welt stürzt: Selten ist der erste Griff ein Volltreffer und manchmal benötigt man Zeit, um zu realisieren, dass nicht jede Kombination zwangsläufig harmoniert. Und genau dies beschriebt Mallon: Es geht um Dates, die nicht hätten schneller enden können und andere, die Ewigkeiten hätten andauern sollen. Wertvolle Freunde, die in dieser Lebensphase unerwartet in unser Leben treten und Freundschaften, die auf dem Weg des Heranwachsens ein Ende finden.

Es gibt Menschen, die triffst du, und dann schubsen sie dich und deine Pläne, ohne dass du danach gefragt hast, in eine völlig neue Richtung, die du noch gar nicht kanntest, aber vielleicht brauchtest (S. 250)

Nicht alles verläuft rosig, an manchem hält man unnötig lang fest, weil man voller Hoffnung ist. Schön ist es jedoch, aus allem etwas Positives ziehen zu können, seinen Erwartungen treu zu bleiben und voranzuschreiten.

Wir brauchen unsere Erwartungen, sie sind der Motor, sie sind das, was uns antreibt, das, was uns irgendeine Richtung gibt, […] damit wir loslaufen. Und dann, wenn wir längst unterwegs sind – können uns all die Funken und Chancen begegnen –, die wir noch gar nicht erwarten konnten, die unseren Weg länger oder kürzer, stürmischer, manchmal anstrengender, aber auch so viel bunter machen. Und wenn wir wissen, was wir wollen, dann fliegen sie nicht mehr einfach so, völlig wahllos, auf uns zu – sondern wir greifen nach ihnen. (S. 253)

Mallon beschreibt ein Lebensgefühl: Wir sind gewissermaßen auf Lebensreise und hierbei (un-)bewusst auf der Suche nach unserem persönlichen Glück – sei es ein Ort, eine Person oder der Traumjob. Jeder irrt umher und step by step wird einem alles ein wenig klarer: Man lernt sich kennen.
So handelt es sich um Mallons Geschichten, doch stellenweise erkennt man sich wieder oder kann sich zumindest in diese hineinversetzen. Wir teilen somit jene Worte und Erfahrungen.

Schnell.liebig – Das Herz will wieder riskiert werden (Lina Mallon, erschienen am 03. April 2020 bei Eden Books, 240 Seiten, 14.95 €)

30 Jahre nach der Wende: Wolf Biermann erhält Ehrendoktorwürde

Wolf Biermann, einer der größten Kritiker des SED-Regimes in der DDR, wird nun, knapp dreißig Jahre nach der Wende, die Ehrendoktorwürde von der Universität Koblenz-Landau verliehen. Der Fachbereich für Philologie und Kulturwissenschaften möchte damit Biermanns Engagement um Literatur und Wissenschaft hervorheben.

Poet und Liedermacher Wolf Biermann (Foto: wolf-biermann.de)

Biermann wurde 1936 als Sohn kommunistischer Eltern in Hamburg geboren. Der Vater, nicht nur Kommunist, sondern auch Jude, wurde 1943 in Auschwitz ermordet. Daraufhin siedelte Biermann 1953 in die DDR über. Dort genoss er Schul- und Hochschulbildung. An der Humboldt-Universität Berlin studierte er die Fächer Wirtschaftswissenschaft, Philosophie und Mathematik. Ab 1960 veröffentlichte der Poet und „Liedermacher“, wie er sich selbst nannte, erste Lieder und Gedichte.
  Der Inhalt: oft eine Kritik an der DDR-Regierung:

„ach, bedenkt: ich sitz hier fest

darf nach Ost nicht, nicht nach West 

darf nicht singen, darf nicht schrein

darf nicht, was ich bin, auch sein“

(aus: Die Stasi-Ballade, 1970) Weiterlesen

Fundstück: Privates und Politik – Der Michelle Obama Podcast

Michelle und Barack Obama ©Spotify

Nach der Biografie „Becoming“, der großen Tour zum Buch und der gleichnamigen Netflix-Dokumentation folgt nun der Michelle Obama Podcast. Es ist ein weiteres Projekt von Higher Ground, der Firma der Obamas, die unter anderem Dokumentationen für Netflix produziert – und die erste Kooperation mit Spotify. Die ehemalige First Lady reflektiert ihr Leben nach dem Auszug aus dem Weißen Haus und spricht über Beziehungen, die sie in dieser Zeit geprägt haben. Sie widmet sich aber (natürlich) auch gesellschaftlich relevanten Themen, wie der aktuellen politischen Lage Amerikas. Sie selbst sagt: Weiterlesen

Kein Sommer ohne Bücher! Teil 3

Zu einem guten Sommer gehört immer ein gutes Buch. Wir präsentieren Euch unsere liebsten Stücke. Bild: Pixabay

„Kein Sommer ohne Bücher“ geht in die letzte Runde. In den vergangenen Wochen hat die Digitur-Redaktion Euch ihre liebsten Sommerbücher präsentiert. Denn was wäre schon ein Sommer ohne ein  gutes Buch? Auch wenn in diesem Jahr die meisten Urlaubspläne ausfallen und man eher mit dem heimischen See als mit dem atlantischen Ozean vorlieb nehmen muss, möchten wir euren Sommer mit ein paar Lektüre-Tipps bereichern. Heute folgt der letzte Teil, in dem die Digitur-Redaktion ihre persönlichen Lesevorschläge für diesen Sommer vorstellt. Wir hoffen, dass darunter der ein oder andere Geheimtipp für Euch dabei ist.

 

 

 

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