Theater 2.0: Das onlinetheater.live

Bild: Aus der Produktion Werther, onlinetheater.live

Ticketkauf, ein Getränk im Foyer, Platzsuche, leise Gespräche im Publikum, Licht aus, Vorhang auf, Schauspieler*innen auf der Bühne, Verbeugung, Klatschen, Vorhang zu, Licht an, Stück Revue passieren lassen – heruntergebrochen ein Theaterbesuch, wie ihn jede*r kennt. Das onlinetheater.live setzt sich der Theatertradition entgegen, indem es ermöglicht, Schauspiel digital zu erleben. Ortsunabhängig, kostenlos, ungezwungen und dem Geist der Zeit entsprechend ist die Plattform das erste Theater, dessen Veranstaltungen ausschließlich online miterlebt werden können. Nötig sind hierfür lediglich eine gute Internetverbindung und der Spaß an Digitalem, Neuem und Innovativem.  Weiterlesen „Theater 2.0: Das onlinetheater.live“

Digitalisierung trifft Theater

Wenn der Vorhang sich öffnet und das Theaterstück beginnt, erleben wir auch auf der Bühne immer mehr Digitalisierung . Bild: CCO pixabay.com

Filmausschnitte, die mit einem Beamer an die Wand projiziert werden, Schauspieler mit Smartphones und Laptop in der Hand, Roboter auf der Bühne. Die Digitalisierung hat auch das Theater längst erreicht. Schon seit Jahren wird das klassische Schauspiel auf der Bühne mit den Techniken von heute verknüpft. So können beispielsweise Filmausschnitte zeigen, was in der Vergangenheit stattgefunden hat, wie verschiedene Zwischenhandlungen aussehen und was sich hinter der Bühne abspielt. Erst neulich wurden bei einer Ballettaufführung des Schwanensees im Aalto-Theater in Essen plötzlich künstlerisch gefilmte Szenen gezeigt, die die Verwandlung des Schwans dargestellt haben.

Doch es geht mittlerweile weit über Filmausschnitte hinaus. Das Berliner Theaterkollektiv Manufaktur hat beispielsweise in seiner Produktion Pinocchio 2.0 seine Pinocchio-Figur durch einen Androiden ersetzt. Die Geschichte von Carlo Collodi wird auf der Bühne also mithilfe eines Roboters erzählt und in das Jahr 2084 versetzt. Literatur trifft Theater und Theater trifft Digitalisierung Mithilfe von Robotern. So könnte man es nennen.

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Brecht am Apparat

Der Schriftsteller erzählt seine Geschichte und klingt dabei wie Axel Prahl, Bild: CCO pixabay.com

Besucht man das Berliner Ensemble, ist eines sicher – kein Weg führt an der Bertolt-Brecht-Statue vorbei, die den bekannten Theatervorplatz ziert. Brecht (1898–1956) steht hier eindeutig im Fokus und hat aufgrund seiner zentralen Position das von ihm und seiner Frau Helene Weigel (1900-1971) geprägte Theater im Blick. Neben ihm ist eines der Gedichte des Regisseurs, Dramatikers und Lyrikers zu lesen. Die ‚Fragen eines lesenden Arbeiters‘ laden zum Nachdenken ein – neben der Brecht-Figur ist hierfür stets ein Platz auf ihrer Bank frei.

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Der Countdown läuft

Wir wünschen all unseren LeserInnen einen guten Rutsch ins neue Jahr! Bild: CC0 Pixabay.

Seid ihr schon die Stunden und Minuten des alten Jahres am Zählen? Bevor wir ins neue Jahr starten, haben wir noch ein paar Tipps für den perfekten Countdown, Vorhersagen für 2018 und den pünktlichen Neujahrgruß zusammengestellt.

Die klassische Countdown-App, die sekundengenau auf Neujahr zählt, gibt es im Google Play Store unter Silvester Countdown oder für iOS New Years Countdown Clock. Wer sich jetzt schon die Zukunft deuten lassen möchte, kann sich Unterstützung beim Bleigießen mit den Apps Bleigießen (Android) oder New Year’s Oracle (iOS) holen. Und wer endlich den pünktlichen Neujahrsgruß loswerden möchte, dem empfehlen wir Timer-Apps, mit denen vorab geschriebene Texte exakt zu einem festgelegten Zeitpunkt verschickt werden können. Funktioniert allerdings nur als SMS mit Do It Later (Android)/ SMS Scheduler (iOS).

Wir wünschen euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Chantal Otterbein

Digitur blickt auf 2017 zurück

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Zeit einmal auf 2017 zurück zu schauen.
Bild: CCO pixabay.com

Die letzten Tage in diesem Jahr sind angebrochen und während sich alle auf Weihnachten und Silvester vorbereiten, haben wir uns gefragt, was dieses Jahr so alles passiert ist. Digitur hat euch unsere digitalen Highlights des Jahres 2017 zusammengestellt.

Von Buchmessen über Literaturpreise bis hin zu Lyrik im Internet ist alles dabei. Auch neuste Trend und Autoren wurden thematisiert. Aber schaut selbst. Wir wünschen viel Spaß dabei!

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INSTAPOETS: RUPI KAUR & CO

Bild: CCO Julia Bergemann

War es vor einigen Jahren kaum noch möglich, mit Gedichtbänden erfolgreich zu sein, so wächst das Interesse junger Leute an Lyrik heutzutage immens. Es sind nicht mehr nur die altbekannten Backlist-Titel, die über die Ladentheke gehen – vielmehr haben sich Online-Kanäle wie Twitter oder Instagram zu Plattformen für die Verbreitung von (Dicht-)Kunst etabliert, die im besten Fall auch irgendwann in gedruckter Form erscheint. Die Netzwerke sind bestückt mit Poesie für ein Publikum jeder Altersklasse. Aktuell, weltoffen und voll von Emotionen, die LeserInnen abholen, mitreißen und die Möglichkeit zur Identifikation bieten.

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Gefährden Zero-Rating-Angebote die Netzneutralität?

Zero-Rating-Angebote: Auf der Website zunächst ein verlockendes Angebot. Foto: CC0 Johanna Böhnke

Auf den ersten Blick klingen Zero-Rating-Angebote ziemlich verlockend. Sie erlauben, für einen monatlichen Festbetrag bekannte Apps zu nutzen, ohne dafür Datenvolumen zu verbrauchen. Oftmals sind sie sogar kostenfrei zum eigenen Tarif hinzubuchbar. Ein Vorreiter hierfür war bereits 2014 die WhatsApp Prepaid-Karte, die es ermöglicht, den beliebten Messenger kostenlos zu nutzen. 2017 brachten zunächst die Telekom und vor kurzem auch Vodafone eigene Zero-Rating-Modelle auf den Markt.

Nutzer des Telekom-Angebots StreamOn können zwischen drei Optionen wählen: Music, Music&Video und Music&Video Max. Vodafone Pass geht noch einen Schritt weiter. Das Angebot teilt das Netz in vier Kategorien auf: Social, Chat, Music und Video. Weiterlesen „Gefährden Zero-Rating-Angebote die Netzneutralität?“

Eine Adventszeit mit weniger Digitalisierung

In der Adventszeit sollte man auch mal zur Ruhe kommen. Bild: CCO pixabay.com

Schon seit Wochen türmen sich die Schokonikoläuse neben den Adventskalendern und Weihnachtskugeln in den Geschäften und Supermärkten. Doch nun steht sie wirklich vor der Tür: Die Adventszeit. Die Vorweihnachtszeit, die vierwöchige Vorbereitungszeit auf Weihnachten, soll im ursprünglichen Sinne auf die Geburt Jesu vorbereiten. Denn adventus bedeutet Ankunft. In der heutigen Zeit vergessen leider immer mehr Menschen die eigentliche Bedeutung von Weihnachten. Sie hetzen durch die Geschäfte, um die perfekten Geschenke für ihre Liebsten zu bekommen. Feuchtfröhliche Sausen auf überfüllten Weihnachtsmärkten dürfen dabei natürlich auch nicht fehlen.

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„Das Internet macht die Welt besser“ – Ein Interview mit Kathrin Passig

Bild: Norman Posselt, www.normanposselt.com

Die poet in residence-Woche an der Universität Duisburg-Essen hat sich dem Ende geneigt und wir hatten das Glück, der Schriftstellerin und Trägerin des Ingeborg-Bachmann-Preises (2006) Kathrin Passig einige Fragen stellen zu dürfen. Besonders interessiert hat uns ihr Verhältnis zum Thema Arbeit, da die Vorträge aller vier Gäste unter diesem Themenschwerpunkt standen. So wurden beispielsweise Arbeitsweisen, Prokrastinationsstrategien und Ängste vor dem Schreiben enthüllt. Kathrin Passig selbst hat dies Anfang der Woche unter dem Hashtag #wirnennenesüberarbeitreden auf Twitter zusammengefasst.

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Digitalisierung: Segen oder Fluch für den Umweltschutz?

Naturidylle oder Rohmaterial? CC by SA Vanessa Hellwig

Fast 250 Kilogramm Papier verbrauchten die Deutschen pro Kopf im Jahr 2017. Das ist genau so viel, wie die Kontinente Afrika und Südamerika zusammen verbrauchen, berichtet das Umweltbundesamt. Das überrascht, denn die Erhaltung von Wald und Wiese im Sinne von Umweltschutz liegt vielen Menschen sehr am Herzen. Im Zeitalter von Internet und Digitalisierung sollte sich doch der Papierverbrauch zugunsten der Ressourcenschonung deutlich verringern? Weiterlesen „Digitalisierung: Segen oder Fluch für den Umweltschutz?“