Nach dem eBook kommt das aBook: Digitur im Interview mit Isle Audio

Die Digi­tur Redak­ti­on tes­tet Isle Audio auf der LBM17. Foto: Laris­sa Cremer

Das Start-Up Isle Audio ver­spricht mit dem soge­nann­ten aBook ein völ­lig neu­es Lese­er­leb­nis. Per Eye­tracking wird erfasst, an wel­cher Stel­le des Buches sich der Leser befin­det, um dazu die pas­sen­den Geräu­sche abzu­spie­len. Das kön­nen Hin­ter­grund­ge­räu­sche wie das Rau­schen der Wel­len oder Musik sein, die die emo­tio­na­le Stim­mung der Geschich­te unter­legt. Auf der Leip­zi­ger Buch­mes­se konn­ten wir nicht nur die App  live tes­ten, son­dern auch zwei der Grün­der, David Hill und Bene­dikt Sai­ler, inter­view­en. Was die bei­den Stu­den­ten uns über das aBook erzäh­len, lest ihr im heu­ti­gen Bei­trag. Wei­ter­le­sen

Social Media-Plattformen für Self-Publisher

Wie fin­den Self­pu­blis­her die rich­ti­ge Soci­al Media-Plattform?, Bild: Pixabay CCo

Bei den gan­zen sozia­len Netz­wer­ken und Platt­for­men, die es heut­zu­ta­ge gibt, sieht man im Soci­al Media-Dschungel manch­mal den Wald vor lau­ter Bäu­men nicht mehr. An den „Big Three” Face­book, Twit­ter und YouTube führt sicher kein Weg vor­bei. Doch wel­che Platt­form eig­net sich wirk­li­ch für die eige­nen Zwecke und muss man als Self-Publisher tat­säch­li­ch auf allen bekann­ten Platt­for­men aktiv sein? Wei­ter­le­sen

Fundstück: Literatur aus dem Automaten

Die War­te­zeit an den bre­to­ni­schen Bahn­hö­fen ver­geht bald wie im Flug. Foto: Ron­dell­Mel­ling  pixabay CC0

In der Bre­ta­gne muss sich bald nie­mand mehr über einen ver­spä­te­ten Zug ärgern, denn in vie­len Bahn­hö­fen der Regi­on soll der Lite­ra­tur­au­to­mat „Dis­tri­bu­teur d’histoires cour­tes” auf­ge­stellt wer­den. Die­se Maschine druckt kos­ten­los und in sekun­den­schnel­le auf dem For­mat eines Kas­sen­bons ent­we­der eine Kurz­ge­schich­te oder ein Gedicht für den geneig­ten Leser aus. Der oder die War­ten­de hat dabei aller­dings nur die Kon­trol­le über die Län­ge der Sto­ry, die je nach Wahl ent­we­der eine, drei oder fünf Minu­ten Lese­zeit bean­sprucht — die jewei­li­ge Kurz­ge­schich­te wird durch das Gerät zufäl­lig aus­ge­wählt. Bis­lang wol­len 600 ver­schie­de­ne lite­ra­ri­sche Tex­te von den Lite­ra­tur­in­ter­es­sier­ten gele­sen wer­den. Sie stam­men von Hob­by­schrei­bern aus der fran­zö­sisch­spra­chi­gen Auto­ren­com­mu­ni­ty Short Édi­ti­on.

Gera­de in den Zei­ten der zuneh­men­den Digi­ta­li­sie­rung mit E-books und Smart­pho­nes scheint die­se Maschine, die den Lese­rIn­nen einen phy­si­schen Papier­zet­tel in die Hand gibt, erfolg­ver­spre­chend zu sein. Denn der „Leso­mat”, wie die SZ die Maschine beti­tel­te, wird in Gre­no­ble bereits jetzt über­all dort getes­tet, wo sich die Men­schen auf eine län­ge­re War­te­zeit ein­stel­len müs­sen — etwa im Bür­ger­amt, in der Tou­ris­ten­in­for­ma­ti­on oder in der Biblio­thek. Und dort lässt sich der Erfolg mit über 10.000 aus­ge­druck­ten Literatur-Bons pro Monat sogar in Zah­len mes­sen.

Snapchat meets Literatur

Smartphone mit Apps - Snapchat und andere.

Die App Snap­chat ist vor allem bei jun­gen Nut­ze­rIn­nen sehr beliebt. Bild: Pixabay CC0

Die erfolg­rei­che Instant-Messaging-App Snap­chat ist in aller Mun­de. Zuletzt mach­te sie durch ihren Bör­sen­gang von sich reden. Die App gibt es bereits seit Sep­tem­ber 2011, welt­weit nut­zen sie über 150 Mil­lio­nen  Men­schen täg­li­ch aktiv. Snap­chat ist beson­ders bei jun­gen Nut­ze­rIn­nen sehr beliebt. Wir haben uns gefragt, ob und wie Snap­chat und Lite­ra­tur zusam­men­pas­sen und stel­len euch hier drei inter­es­san­te Bei­spie­le für die­se Ver­bin­dung vor. Wei­ter­le­sen

Fundstück: Erstes Indie Lese-Festival bei Amazon

Bei dem Indie Lese-Festival feiert Amazon das verlagsfreie Publizieren

Bei dem Indie Lese-Festival fei­ert Ama­zon das ver­lags­freie Publi­zie­ren.

Bei Ama­zon fin­det man Bücher aller Art. In die­sem Monat fei­ert der Ver­sand­händ­ler mit dem ers­ten Indie Lese-Festival Deutsch­lands etwas ganz Beson­de­res: das ver­lags­un­ab­hän­gi­ge Publi­zie­ren. Jede Woche stel­len Indie-Autoren ihre Favo­ri­ten bei eBooks, Taschen­bü­chern und Hör­bü­chern vor. So haben die Auto­ren die Mög­lich­keit mehr Leser für ihre Bücher zu begeis­tern. Das schö­ne für die Leser: die Bücher gibt es bis zu 70 % güns­ti­ger. Bis zum 28. Febru­ar wer­den jeden Mitt­wo­ch ab 12 Uhr neue Ange­bo­te und Bücher vor­ge­stellt. In den sozia­len Netz­wer­ken kön­nen Auto­ren unter dem Hash­tag #indie­le­se­fes­ti­val die Akti­on unter­stüt­zen.

Fundstück: Kostenlos lesen mit mediaspot

Kostenlos lesen im Café

Beim gemüt­li­chen Früh­stück im Café auf dem Han­dy das Lieb­lings­ma­ga­zin „durch­blät­tern”. Foto: Pexels

Vor Kur­zem berich­te­te Digi­tur bereits über das Free Rea­ding Zone Modell in Kroa­ti­en. Eine ganz ähn­li­che Idee wird nun auch in Ber­lin umge­setzt. Aller­dings wer­den den Lesern hier nicht in ers­ter Linie Bücher, son­dern vor allem Maga­zi­ne kos­ten­los ange­bo­ten. Dabei sind unter ande­rem der Stern und die Neon. Die digi­ta­len Inhal­te kön­nen über die mediaspot-App an teil­neh­men­den Orten völ­lig kos­ten­frei gele­sen wer­den. Aktu­ell zäh­len dazu vor allem Rei­se­bus­se und Cafés, aber auch Frei­bä­der und Auto­häu­ser bie­ten sich als Free Rea­ding Zone an. Wir hof­fen, dass sich die­ses Modell noch wei­ter ver­brei­tet und bald deutsch­land­weit ver­füg­bar ist!

Augen auf beim E-Book-Kauf

bild mogelpackug

Nicht bei allen E-Books erhält der Leser, was er erwar­tet. CC0 Jou­jou / pixelio.de

Das ste­tig wach­sen­de Ange­bot an E-Books von Self­pu­blis­hern hat auf der einen Sei­te den Vor­teil, dass auch Fans von Nischen­the­men ihr Lieb­lings­buch fin­den kön­nen. Auf der ande­ren Sei­te aber haben vie­le selbst­ver­le­gen­de Auto­ren nicht das nöti­ge Know-How, ein pro­fes­sio­nel­les E-Book zu schrei­ben und zu gestal­ten. Klei­ne Recht­schreib­feh­ler kön­nen zwar jedem noch so guten Autor mal pas­sie­ren, dass einer davon auch dem Kor­rek­tor oder Lek­tor ent­geht ist aller­dings sel­ten. Vie­le Self­pu­blis­her ver­öf­fent­li­chen ihre Wer­ke ohne Kor­rek­to­rat und Lek­to­rat. Das Ergeb­nis ist nicht sel­ten ein unle­ser­li­ches Buch, dem es an Struk­tur, Kor­rekt­heit und For­ma­tie­rung man­gelt.

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Kroatien als erste Free Reading Zone der Welt und wieso das Vorhaben scheiterte

Für die Welt der digitalen Bücher: das Logo der App Croatia reads

Die Men­schen mehr zum Lesen bewe­gen: Das will die App „Croa­tia Reads” in den Free Rea­ding Zones errei­chen. Foto: facebook.com/croatiareads (off­line)

Mati­ja stu­diert Ger­ma­nis­tik im sechs­ten Semes­ter an der Uni­ver­si­tät Zagreb. Wie alle Stu­den­ten sei­nes Fachs muss er nicht nur zahl­rei­che Fach­bü­cher lesen, son­dern auch vie­le Roma­ne, Dra­men und Gedich­te. In Kroa­ti­en kann das zu einem Pro­blem wer­den, denn die Uni­bi­blio­the­ken sind nicht so gut aus­ge­stat­tet, die Löh­ne für Stu­den­ten­jobs nied­rig und die Bücher im Buch­han­del somit teu­er. Vor allem ist auch das Ange­bot an fremd­spra­chi­ger Lite­ra­tur auf dem Markt eher klein. Ein Licht­bli­ck am Hori­zont war für Mati­ja der 6. Dezem­ber 2016: Kroa­ti­en wur­de zur ers­ten Free Rea­ding Zone (FREZ) der Welt! Wei­ter­le­sen

Fundstück: How to — Self-Publishing

Self-Publishing wird für vie­le Auto­ren immer inter­es­san­ter, denn ein Buch an den Ver­lag zu brin­gen ist oft nicht ein­fach. Selbst inter­na­tio­na­le Best­sel­ler wie die Har­ry Pot­ter Rei­he wur­den von mehr als nur einem Ver­lag abge­lehnt. Wer also ein Manu­skript in der Schub­la­de hat und nicht län­ger war­ten möch­te, bis der pas­sen­de Ver­lag anbeißt, der wird sich sicher schon mit dem Gedan­ken des Selbst­ver­lags beschäf­tigt haben. Ziem­li­ch schnell erkennt man dabei jedoch, dass das nicht so ein­fach ist, wie zunächst gedacht. Tipps vom Pro­fi kön­nen da hilf­reich sein. Lau­ra New­man ist selbst Self-Publisherin und zählt laut eige­nen Anga­ben zu den weni­gen Auto­ren, die davon leben kön­nen. In ihrer Video-Reihe gibt sie ihr Wis­sen an Ein­stei­ger und Inter­es­sier­te wei­ter. Aktu­ell gibt es elf Fol­gen, in denen sie alles von ver­schie­de­nen Anbie­tern bis zum Cover­de­si­gn erklärt.

Fundstück: Altes Format in neuem Glanz – Lena Dunhams Lenny Letter

Bildschirmfoto 2016-12-18, Feministischer Newsletter: http://www.lennyletter.com

Dear Len­nys… Aus­zug aus dem 64. Len­ny Let­ter. Inhalt: www.lennyletter.com

Lena Dun­ham – bekannt als Dreh­buch­au­to­rin, Pro­du­zen­tin, Regis­seu­rin und Haupt­dar­stel­le­rin der HBO-Serie Girls – ver­hilft mit ihrem Len­ny Let­ter dem ver­staub­ten Newsletter-Format zu neu­em Glanz. Vor über einem Jahr fei­er­te das femi­nis­ti­sche Maga­zin unter ande­rem mit einem Inter­view mit Hil­la­ry Clin­ton sein Debüt und flat­tert seit­dem zwei­mal wöchent­li­ch kos­ten­los ins Email-Postfach der Abon­nen­tIn­nen. Gebo­ten wird eine bun­te Mischung aus Poli­tik, Mode, Lite­ra­tur und gesell­schafts­kri­ti­schen The­men, in deren Zen­trum Frau­en aus unter­schied­li­chen Berei­chen und mit ver­schie­de­nen Hin­ter­grün­den zu Wort kom­men. Unkon­ven­tio­nell und erfri­schend machen das digi­ta­le Newsletter-Magazin neben den Bei­trä­gen unter­schied­lichs­ter For­ma­te (vom Inter­view über das Essay bis zur Kurz­ge­schich­te oder dem Gedicht) und inter­es­san­ten Gast­au­to­rin­nen wie Michel­le Oba­ma oder Juli­an­ne Moo­re auch die indi­vi­du­el­len Illus­tra­tio­nen ver­schie­de­ner Künst­le­rin­nen zu jedem Arti­kel. Mit über 500.000 Abon­nen­tIn­nen ist der Len­ny Let­ter zwar kein Geheim­tipp mehr, aber vor allem in Deutsch­land noch nicht der brei­ten Mas­se bekannt. Rein­schau­en lohnt sich, denn neben Themen-Tagen wie dem Music Mon­day oder dem Lit Thurs­day gehört zum Port­fo­lio des Pro­jekts mitt­ler­wei­le auch ein Pod­cast; Gerüch­te über eine Kurzfilm-Serie machen die Run­de. Und wer Lena Dun­hams und Jen­ni Kon­ners Arbeit kennt, den wird nicht wun­dern, dass im Len­ny Let­ter kein Blatt vor den Mund genom­men und auch unbe­que­me The­men in den Fokus gerückt wer­den. Abon­nie­ren könnt ihr hier.