Studieren in Polen – (fast) analog. Ein Selbstversuch

Mit Block und Kugelschreiber ist man an der Danziger Uni schon gut ausgestattet. Foto: Vanessa Hellwig CC0

Paulina schreibt und schreibt. Seite für Seite füllt sie ihren Collegeblock mit der heutigen Präsentation, wie immer mit dem blauen Kugelschreiber. Sie ist schnell geworden mit dem Schreiben, denn sie befindet sich mittlerweile im letzten Bachelor-Semester ihres Germanistikstudiums. Ihre Handschrift ist schön, so ordentlich und ein bisschen verschnörkelt, und manchmal frage ich mich, ob ich auch so schön schreiben könnte, wenn ich so viel Übung darin hätte. Denn was die angehenden Germanistikabsolventen an der Danziger Uni jeden Tag unfreiwillig üben ist, unter anderem, die Handschrift. Möglich macht es die wenig vorhandene Digitalisierung, die aus einem Studium in der polnischen Ostseestadt wieder richtige Handarbeit macht. An das (fast) analoge Studieren musste ich mich während meines Auslandssemesters in der Ostseestadt erst wieder gewöhnen. Weiterlesen „Studieren in Polen – (fast) analog. Ein Selbstversuch“

Ein Sommer ohne Smartphone, Tablet und PC

Bild: CC BY-SA 4.0 Chantal Otterbein
Bild: CC BY-SA 4.0 Chantal Otterbein

Der deutsche Sommer ist da. Lange hat es gedauert, doch endlich konnten sich ein laues Lüftchen und ein paar Sonnenstrahlen durchsetzen. Die Sommerferien sind für die Schulkinder bereits zu Ende und auch die vorlesungsfreie Zeit des Sommersemesters ist bereits in vollem Gange. Zeit für eine Pause und ein bisschen Urlaub. Weiterlesen „Ein Sommer ohne Smartphone, Tablet und PC“

Sind Metadaten poetisch? – Marion Schwehr im Interview

Marion Schwehr
Marion Schwehr, Foto: Viola Schütz

Neue Dinge ausprobieren, Experimente machen, Innovation fördern – hier ist Marion Schwehr ganz in ihrem Element. Dabei ist es ihr besonders wichtig, verschiedene Disziplinen zu bedienen und auf diese Weise über den eigenen Horizont hinaus zu blicken:

Die Fähigkeit Verbindungen herzustellen, anzuknüpfen und assoziativ zu denken, wird für die Zukunft von Unternehmen wie für uns als Gesellschaft die entscheidende Fähigkeit sein.” (Marion Schwehr)

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Mit digitaler Kraft für Solidarität und Nächstenliebe

Foto von Leander Wattig
Die digitale Zusammenarbeit mündete erst nach der Veröffentlichung von „Willkommen! Blogger schreiben für Flüchtlinge” in ein persönliches Aufeinandertreffen (von links nach rechts frontal sichtbar: Frank O. Rudkoffsky, Katharina Gerhardt und Nikola Richter). Foto: Leander Wattig

Hunderte Texte sammeln sich unter dem Hashtag #BloggerFuerFluechtlinge und erzählen Geschichten über Flucht und Angst, berichten aber auch von überwältigender Hilfsbereitschaft. Ein sechsköpfiges Herausgeberteam hat diese gesichtet, die besten ausgewählt und zusammen mit passenden Zeitungs- und Onlineartikeln in digitaler Kollaboration zu einem E-Book zusammengestellt. Mit der Anthologie Willkommen! Blogger schreiben für Flüchtlinge halten sie gelebte Willkommenskultur fest und machen sie für alle Leser auch außerhalb der Bloggerwelt sichtbar.
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„Wir fahren stundenlang Zug, um 5 Minuten auf der Bühne zu stehen“

Digitur_Rainer Holl_Poetry Slam_Digitalisierung (c) Spoken Word Poetry Club
Rainer Holl – Automatopoet, Poetry Slammer und Autor. Bild: © Spoken Word Poetry

Das ist es, was das Format Poetry Slam ausmacht: Die direkte Interaktion mit dem Publikum, von Angesicht zu Angesicht, unmittelbar festzustellen, wie die eigenen Texte ankommen. Dazu gehört eine Menge Mut; Mut, der uns in der heutigen Zeit oft fehlt, weil die immer anonymer werdende Kommunikation eine direkte Konfrontation vermeidet. Das Format Poetry Slam fungiert als eine Art Gegenentwurf dazu und vielleicht ist gerade das der Grund für seinen Erfolg.

Trotz allem können sich auch Poetry Slammer der Digitalisierung nicht gänzlich entziehen – und wollen das auch gar nicht. Ein Interview mit dem Poetry Slammer Rainer Holl über digitale und soziale Medien, die damit verbundenen Veränderungen und wie Poetry Slam und die Digitalisierung zusammenpassen und einander sogar nutzen können.

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Fundstück: Ingeborg Bachmann digital

Bachmann Porträt am Musil-Literaturhaus in Klagenfurt. Künstler: Jef Aerosol. CC BY-NCSA 4.0 Katharina Graef
Bachmann Porträt am Musil-Literaturhaus in Klagenfurt. Künstler: Jef Aerosol. CC BY-NC SA 4.0 Katharina Graef

Heute geht das Klagenfurter Wettlesen um den Bachmannpreis in seinem 40. Jubiläumsjahr in die nächste Runde. Und auch die namensgebende Autorin und Gruppe 47-Ikone Ingeborg Bachmann hätte dieser Tage einen großen Geburtstag gefeiert – am 25. Juni wäre sie 90 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass veröffentlicht der Piper Verlag die Werkausgabe Bachmanns (immerhin 30 Bände!), zu der auch bisher unveröffentlichte Texte gehören, nach und nach in digitaler Form. Die Website des Verlags bietet außerdem mit einem Themenspecial einen umfangreichen Überblick über Leben, Werk und Wirken der Klagenfurter Autorin.

Schreiben und Lesen auf Wattpad: 7 Fragen an den Autor Xinon Sero

Die Wattpad-Benutzeroberfläche, Bild: CC BY-SA 4.0 Johanna Böhnke
Die Wattpad-Benutzeroberfläche, Bild: CC BY-SA 4.0 Johanna Böhnke

Das digitale Zeitalter gibt Lesebegeisterten kostenlos Zugang zu einer Vielzahl an Geschichten. Gleichzeitig haben auch Autoren immer mehr Möglichkeiten, ihre Werke an ein Publikum zu bringen. Die Plattform Wattpad verbindet genau diese Aspekte. Autoren können hier Kurzgeschichten, Fan Fictions und sogar ganze Bücher in Kapitelabschnitten online stellen und sie damit Millionen von Lesern weltweit kostenlos anbieten. Mit mehr als 40 Millionen Nutzern ist Wattpad das größte Netzwerk dieser Art. Längst sind auch Verlage auf die Plattform aufmerksam geworden und suchen hier nach Talenten. Denn was auf Wattpad gut ankommt, kann auch in Buchform zum Erfolg werden. Das beste Beispiel dafür ist die amerikanische Autorin Anna Todd, die mit ihrer Fan-Fiction-Reihe „After“ zur Band One Direction seit Monaten nicht mehr von den Bestseller-Tischen der Buchhandlungen wegzudenken ist.

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future!publish 2016 – Im Interview mit Falko Löffler

Digitalisierung – ein Thema, das von der Buchbranche lange mit Schrecken beobachtet und weitestgehend ignoriert wurde. Andere Wirtschaftszweige fanden einen besseren Weg, moderne Techniken von Beginn an für ihre Zwecke fruchtbar zu machen – allen voran die Computerspielbranche. Auf der future!publish Ende Januar sprachen wir mit Falko Löffler, welcher als Autor und Computerspiel-Übersetzer in beiden Branchen zuhause ist. Der studierte Germanist und Medienwissenschaftler erklärte uns, wie der Buchhandel den digitalen Wandel meistern und was er dabei von der Computerspielbranche lernen kann.

Tilman Rammstedt im Interview auf der future!publish 2016

Mit seinem Projekt Morgen mehr bringt Tilman Rammstedt den klassischen Fortsetzungsroman ins Online-Zeitalter. Jeden Tag schreibt und veröffentlicht er ein Kapitel seines aktuellen Werkes, Abonnenten können so den Entstehungsprozess des Romans vor dem offiziellen Erscheinungstermin am 9. Mai live mitverfolgen. Über seine Erfahrungen mit dieser Form des Schreibens und die Resonanz seiner Leserschaft hat er mit uns auf dem future!publish-Kongress in Berlin Ende Januar gesprochen.

Nebenjob: Verlagsleitung

Lesung von "Struktur, Tapete" am 21.11.2015 v.l. HerrTapete, Nicholas Wieling, Lars Hannig, Jennifer Günther, Caroline Königs, Stephanie Keunecke, Natascha Herkt
Lesung von „Struktur, Tapete“ am 21.11.2015
(v.l. HerrTapete, Nicholas Wieling, Lars Hannig, Jennifer Günther, Caroline Königs, Stephanie Keunecke, Natascha Herkt) Bild: Ruhrliteratur

Im Juni 2015 gründete Stephanie Keunecke den unabhängigen E-Book-Verlag Ruhrliteratur. Im Interview mit Digitur erzählt die junge Unternehmerin von der Gründung des Verlags, den Hürden auf dem Weg zur Selbstständigkeit und dem Spagat zwischen Studium und Arbeitsalltag.

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