Über literarisches Schreiben auf Twitter

Bild: Theresa Müller

Das Schreiben hat sich  ins Digitale verlagert. Oder schreibt heute wer noch auf Papier Texte, die länger als eine Seite sind? Und auch die Publikationsmöglichkeiten für Schreibbegeisterte sind dank des Internets und einem stets wachsendem E-Book-Marktes (zumindest erweckt es den Eindruck) einfacher geworden. Inzwischen können Schreibende in Eigenregie und mit etwas finanziellem Aufwand ihre Werke per Mausklick veröffentlichen. Auch die sozialen Netze sind zu einem neuen Kreativ-Park für Literaten geworden. Okay, Plattformen wie Facebook und Twitter sind längst nicht mehr neu, dennoch gibt es immer wieder interessante literarische Projekte, die sich der kleinen Form oder Flash Fiction verschrieben haben. Weiterlesen „Über literarisches Schreiben auf Twitter“

»Robo-tur«: Kann künstliche Intelligenz Kreativität erreichen?

Schreibroboter bewegen sich zwischen Maschine und Kunst. Bild: pixabay

Kann eine künstliche Intelligenz kreative Texte schreiben? Lässt sich Kreativität überhaupt künstlich erzeugen? Was sich zunächst nach reinen Zukunftsvisionen anhört, sind Fragen mit denen sich die Medienwelt tatsächlich beschäftigt. Einige Kritiker bezweifeln, dass Maschinen kreative Literatur erschaffen können, da sie nur durch Algorithmen dazu programmiert werden, Datenmengen zu verarbeiten und diese nachzuahmen. Doch lassen sich nicht auch menschliche Künstler durch fremde Arbeiten inspirieren? Sogar bestimmte stilistische Techniken wie die Montage, insbesondere der Cut-up, funktionieren nach einem ganz ähnlichen Prinzip, nämlich dem Zusammensetzen von Textbausteinen. Die Grenzen zur künstlerischen Kreativität verschwimmen immer weiter. Bereits jetzt ist es möglich, künstliche Intelligenzen Texte schreiben und Bilder malen zu lassen. Weiterlesen „»Robo-tur«: Kann künstliche Intelligenz Kreativität erreichen?“

Lena Dunham gründet Twitter-Buchclub #keepit100LD

Bild: Auszug aus Dunhams Twitter-Post; Inhalt: https://twitter.com/hashtag/KeepIt100LD?src=hash

Die Liste der Berufe, die Lena Dunham ausmachen, ist lang. Sie ist sowohl als Drehbuchautorin, Filmproduzentin und Regisseurin der HBO-Serien Girls (2012-2017) und Camping (2018) bekannt als auch als Schriftstellerin ihrer autobiografischen Essay-Sammlung Not That Kind of Girl (2014). Außerdem hat sie bei mehreren Filmprojekten als Schauspielerin mitgewirkt und ist politisch engagiert. Sie hat etwa das Vorwort zu der von Nick Haramis herausgegebenen Essay-Sammlung Courage Is Contagious. And Other Reasons to be grateful for Michelle Obama verfasst und ist Mitgründerin des feministischen Newsletters Lenny Letter (Dazu findet ihr hier einen Digitur-Beitrag). Sie setzt sich für die Rechte von Frauen ein, kämpft für mehr Körperfreiheit und Selbstliebe und stellt auf ihrem Instagram-Profil ihre unverblümte Lebensrealität dar. Jetzt hat sie ein neues Projekt ins Leben gerufen – den Twitter-Buchclub #keepit100LD. Weiterlesen „Lena Dunham gründet Twitter-Buchclub #keepit100LD“

Fundstück: Crowdsourcing-Kampagne

Wer möchte, kann die Österreichischen Nationalbibliothek tatkräftig unterstützen. Bild: CCO pixabay

Mit ihrer ersten Crowdsourcing-Kampagne „Österreich aus der Luft“ sucht die Österreichische Nationalbibliothek Hilfe bei der digitalen Verschlagwortung von historischen Luftbildern. Es handelt sich dabei um knapp 5.000 digitalisierte historische Luftbilder aus den 1930er Jahren, welche Österreich in der Zwischenkriegszeit zeigen. Nutzer können der Nationalbibliothek online in fünf Aufgaben-Kategorien helfen. Die Schwerpunkte sind hierbei „Wissen sammeln“ und „Wissen überprüfen“. Die Aufgaben sind die Kategorisierung der Luftaufnahmen, das Tagging, bei dem der*die User*in die Bilder mit freien Stichworten beschreibt und die Verortung der Bilder. Die Kategorien vier und fünf widmen sich der Überprüfung der Verortung und Tags.

Auf dem Crowdsurfing-Portal kann sich jede*r beteiligen, der*die an der Erschließung des historischen Bildbestands mitarbeiten möchte. Ziel ist es, die Bilder für alle nutzbar zu machen, damit sie auch besser gefunden werden können. Die Nationalbibliothek freut sich über jede Hilfe. Durch das Crowdsourcing und Dank der Digitalisierung haben Bibliotheken heutzutage viel mehr Möglichkeiten ihren Bestand zu erschließen.

Blinkist: Fast-Reading gegen den Alltagsstress?

Mithilfe der App Blinkist können wir in nur 15 Minuten ein seitenlanges Sachbuch lesen. Bild: Annika Vahle

„Mal sehen, ob wir das auch noch etwas komprimieren können.“ – Alles wird heutzutage bis zum Umfallen reduziert, um nicht nur Platz, sondern auch Zeit zu sparen. Möglichst viel Inhalt soll in möglichst kurzer Form wiedergegeben werden, damit noch mehr Raum für Neues geschaffen wird. Selbst das Heiligtum der Christen, die Bibel, ist bereits auf die wichtigsten Grundsätze zusammengefasst worden, um der Menschheit den Umgang damit zu erleichtern. Denn der Mensch im 21. Jahrhundert will viel und kriegt nicht genug. Ihm entgegen wirkt die Zeit, die ihn in seinem Drang nach Taten und Wissen einschränkt. Die App Blinkist schafft Abhilfe.

Weiterlesen „Blinkist: Fast-Reading gegen den Alltagsstress?“

Literarisches Online-Projekt: Migration Trail

Die Route der Protagonisten des Online-Projektes Migration Trail kann detailliert mitverfolgt werden.

What would it be like to have to leave your country?

What would it be like to risk everything to get there?

What would it be like to have to pay a smuggler to get where you need to go?

And what would it be like once you finally arrived?

Weiterlesen „Literarisches Online-Projekt: Migration Trail“

Fundstück: WSBR0.1 – Ein Theaterstück für Bühne und Netz

Bild: CCO pixabay
Bild: CCO pixabay

Im April berichteten wir vom onlinetheater.live, nun können wir euch endlich ein neues Projekt des Digital-Theaters vorstellen: WILLIAM SHAKESPEARES BLADERUNNER 0.1 / die Verwandlung der O – ein Labor. Vom 20.06.-23.06.2018 kann das Stück, eine Koproduktion des Online-Theaters und des Kollektivs minuseins, jeweils von 20-21:30 Uhr im Theaterdiscounter in Berlin oder zeitgleich via Livestream vor dem eigenen Bildschirm miterlebt werden. Die beiden Inszenierungen ergänzen sich hierbei.

Da der Theaterbesuch im eigenen digitalen Raum möglich ist und zudem Themen wie Algorithmen, eigene Daten und hybride Wirklichkeiten verhandelt werden, wird die Digitalisierung auf eine Metaebene gehoben, die das Ganze umso spannender macht. Als Textmaterial dienen unter anderem Shakespeare und die Biografien der Daten der Mitwirkenden.

Die Zeitschrift Zitty führt das von Roman Senkl entwickelte Schauspiel schon jetzt als einen ihrer Tipps an und auch wir finden, dass die gegenwartsnahe Konzeption einen Besuch und/oder Klick wert ist. Tickets für die Vorstellungen im Theaterdiscounter können online gebucht oder 60 Minuten vor Beginn für 15 Euro (ermäßigt 9 Euro) an der Abendkasse erworben werden.

The Princess and the Fox: Künstliche Intelligenz kreiert Märchen

KI erschafft Prinzessin und Fuchs – was mag noch kommen?, Bild: CCO pixabay

Once upon a time, there was a golden horse with a golden saddle and a beautiful purple flower in its hair. The horse would carry the flower to the village where the princess danced for joy at the thought of looking so beautiful and good […],

spricht die beruhigende, sehr markante und tiefe Stimme des Schauspielers und Synchronsprechers Erik Braa und eine insgesamt 15 Minuten lang andauernde Online-Märchen-Lesung beginnt.  Das ist nichts Neues, da viele ihre CD-Spieler und Radios längst durch Onlineversionen der Audio-Wiedergabe ersetzt haben. Neu ist allerdings, dass das Märchen The Princess and the Fox im Gegensatz zu anderen Erzählungen aus dem Jahre 2018 stammt und weder mündlich überliefert noch allein von Menschenhand niedergeschrieben wurde. Weiterlesen „The Princess and the Fox: Künstliche Intelligenz kreiert Märchen“

Literatur in Social Media – Der rote Fuchs Verlag

Social Media auch in der Verlagsbranche umfassend vertreten. Bild: CCO pixabay

Hier ein schnelles Selfie für Snapchat – dort eine knackige Verlinkung unter dem Video eines putzigen Igel-Video, der fröhlich in einer Tupperdose badet. Social Media eröffnet uns im Alltag seit Jahren neue Perspektiven, die wir sowohl exzessiv ausleben können, als auch bestimmt ablehnen. Social Media Plattformen wie Instagram, Facebook, Snapchat, usw. spielen jedoch – entgegen der öffentlichen Meinung – nicht nur im Privatleben dutzender Teenies, Twenties und Oldies (ganz besonders bei den Oldies) eine große Rolle, auch eine gewisse Verknüpfung mit der beruflichen Welt lässt sich nicht mehr leugnen.

Weiterlesen „Literatur in Social Media – Der rote Fuchs Verlag“

Cyberpoesie: Die Verbindung von Lyrik und Digitalisierung

Um digitale Poesie betreiben zu können, muss man auch Informatikkenntnisse haben. Bild: CCO pixabay

Wer schreibt, geht unweigerlich auch mit der Zeit. So verwundert es nicht, dass sich Dichter im Zeitalter der Digitalisierung die neuen technischen Möglichkeiten zunutze machen, um im lyrischen Bereich mit Sprache zu experimentieren. Das Ergebnis ist visuelle Poesie. Ein Genre, welches den Titel Cyberpoesie, digitale Poesie oder e-poetry trägt und noch relativ unerforscht ist.  Weiterlesen „Cyberpoesie: Die Verbindung von Lyrik und Digitalisierung“