Fundstück: SchriftStellen

Screenshot von www.schriftstellen.com

Screen­shot von www.schriftstellen.com

End­lich stei­gen die Tem­pe­ra­tu­ren, der Som­mer naht – die Zeit, um mit einem guten Buch vor dem Kamin zu sit­zen, ist vor­bei. Wer gerne Lite­ra­tur erle­ben und trotz­dem drau­ßen die Region erkun­den möchte, der könnte sich am aktu­el­len Pro­jekt des Lite­ra­tur­bü­ros NRW erfreuen: Schrift­Stel­len lädt ein auf eine Ent­de­ckungs­tour durch Düs­sel­dorf, um wich­tige lite­ra­ri­sche Schau­plätze der Stadt ken­nen­zu­ler­nen. Fällt einem auf sei­nem Spa­zier­gang das gelbe Icon ins Auge, befin­det man sich an einem wich­ti­gen Ort lite­ra­ri­schem Schaf­fens. Durch das Ein­scan­nen des zuge­hö­ri­gen QR-Codes mit dem Smart­phone erfährt man, wel­che Schrift­stel­le­rIn an die­ser Stelle gewirkt hat. Zusätz­lich bekommt man einen akus­ti­schen Ein­druck des Wer­kes – die Düs­sel­dor­fer Schau­spie­ler Clau­dia Hüb­be­cker und Moritz Führ­mann haben wich­tige Texte der Auto­rIn­nen ein­ge­spro­chen.

Wenn der Algorithmus zum Lektor wird

Screen­shot von inkitt.com

Woran erkennt man einen Best­sel­ler? Eine Frage, die sich jeder Lek­tor stel­len muss, wenn er die unzäh­li­gen ein­ge­sand­ten Manu­skripte durch­blät­tert. Dabei wer­den oft Werke mit Poten­tial über­se­hen. Selbst welt­weite Erfolge wie die „Harry Potter“-Reihe oder Ste­phen King’s Debüt­ro­man „Car­rie“ wur­den von mehr als nur einem Ver­lag abge­lehnt.

Letzt­end­lich wol­len Ver­lage die Bücher ver­öf­fent­li­chen, die bei den Lesern gut ankom­men. Doch das Urteils­ver­mö­gen ein­zel­ner Per­so­nen kann hier zuwei­len dane­ben­lie­gen. Soll­ten es dann nicht eigent­lich die Leser selbst sein, die ent­schei­den, ob ein Buch ver­öf­fent­licht wird oder nicht? Diese Frage hat sich das Ber­li­ner Start Up Inkitt gestellt und dar­auf­hin ein Modell ent­wi­ckelt, bei dem Bücher per Daten­ana­lyse ver­öf­fent­licht wer­den. Wei­ter­le­sen

Immersive Kunst auf der re:publica TEN – Nachlese

republicaTEN Publikum

Die re:publica TEN fand vom 2. bis zum 4. Mai 2016 in Ber­lin statt. CC BY 2.0 re:publica

An alle Daheim­ge­blie­be­nen: Wir waren auch nicht auf der re:publica TEN. Trotz­dem hat es uns bren­nend inter­es­siert, wel­che The­men (vor allem literarisch-kultureller Natur) auf der mut­maß­lich größ­ten Netz­messe Deutsch­lands dis­ku­tiert wur­den. Zum Glück ging es näm­lich doch nicht nur – wie Spie­gel Online es bis­sig for­mu­lierte – um „Snap­chat und Snow­den“. Neben einem neuen Zuschau­er­re­kord, dem TTIP-Leak als Pau­ken­schlag und meh­re­ren ein­drück­li­chen Plä­doy­ers gegen Hate-Speeches gab es natür­lich jede Menge Netz­po­li­tik (von Sascha Lobo bis Gün­ther Oet­tin­ger), aber auch zum ers­ten Mal einen eige­nen Pro­gramm­teil für Kunst. Wei­ter­le­sen

Fundstück: Literaturlandkarte

Sven Regner auf der Literaturlandkarte - Mozilla Firefox 09.05.2016 155223

Wer passt zu Sven Rege­ner? Screen­shot der Such­ergeb­nisse der Lite­ra­tur­land­karte am 09.05.2016

 Man steht in der gut sor­tier­ten Buch­hand­lung oder klickt sich durch die Rubri­ken des Online Buch­han­dels auf der Suche nach dem nächs­ten Lese­stoff und ist eigent­lich nur mal wie­der auf der Suche nach einem Äqui­va­lent zu den  Lieb­lings­au­to­rIn­nen, aber wird nicht fün­dig. Ging es euch auch schon ein­mal so? Dank der Lite­ra­tur­land­karte wird die­ses Pro­blem wahr­schein­lich bald der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren. Gibt man auf literaturlandkarte.de den Namen von Autor X ein, so öff­net sich eine Karte, die anzeigt, wel­che ande­ren Auto­ren Fans von X bevor­zu­gen. Der Karten-Generator gehört zur Such­ma­schine Gnod (The Glo­bal Net­work of Dis­co­very), die sich als “Expe­ri­ment der künst­li­chen Intel­li­genz” ver­steht, und bie­tet die glei­che Pro­blem­lö­sung für die Berei­che Musik und Film an.

#rpTEN – Twitter-Eindrücke von der re:publica

Das Logo der re:publica

Das Logo der re:publica. Foto: re:publica/Jan Zapp­ner CC BY 2.0

Diese Woche war re:publica-Woche. Vom 2. bis 4. Mai 2016 fand zum zehn­ten Mal die größte Kon­fe­renz zu den The­men Inter­net und digi­tale Gesell­schaft in Europa unter dem Motto “TEN is NET” in der STATION Ber­lin statt. Die Ver­an­stal­ter resü­mie­ren auf der Konferenz-Seite: “Es war mal wie­der gran­dios” und lie­fern dazu die Erfolgs-Fakten: Es kamen mehr als 8.000 Teil­neh­me­rIn­nen aus 60 Län­dern. Über 770 Spre­che­rIn­nen tra­ten auf 17 Büh­nen auf. Ins­ge­samt wur­den rund 500 Ses­si­ons ange­bo­ten. Die re:publica fand wie in den zwei Vor­jah­ren in Koope­ra­tion mit der Media Con­ven­tion Ber­lin, #MCB16, statt. Wei­ter­le­sen

Fundstück: Kostenlose Leseexemplare auf NetGalley

NetGalley

Net­Gal­ley Deutsch­land — Foto: CC BY-SA 4.0 Aileen Sing­hof

Digi­tale Lese­ex­em­plare noch vor Erschei­nung direkt beim Ver­lag anfra­gen und die neus­ten Titel kos­ten­los lesen — das ist auf Net­Gal­ley mög­lich! Die Online-Plattform stellt pro­fes­sio­nel­len Lesern; egal ob Blog­gern, Jour­na­lis­ten oder Leh­ren­den; aktu­elle Titel klei­ner und gro­ßer Ver­lage zur Ver­fü­gung. Ziel ist es, Ver­lage und Rezi­pi­en­ten der Buch­bran­che zusam­men­zu­brin­gen. Bei Net­Gal­ley pro­fi­tie­ren also beide Sei­ten: Leser erhal­ten kos­ten­lose Novi­tä­ten, die wie­derum mit den dar­auf­hin ent­ste­hen­den Rezen­sio­nen an Auf­merk­sam­keit gewin­nen. Welt­weit wur­den bereits über 250.000 Mit­glie­der ver­zeich­net — damit ist Net­Gal­ley die größte Platt­form die­ser Art. Mit der Part­ner­schaft der US-Firma Net­Gal­ley und der Leser­platt­form Vor­ab­le­sen ist nun auch die deut­sche Ver­sion Net­Gal­ley Deutsch­land ent­stan­den.

Fundstück: Hörspielfiguren “Tonies”

Tonies bei Instagram

Die Tonies sind bereits in den sozia­len Medien zu fin­den. — Foto:  CC BY-SA 4.0 Jana Leon­hardt

Kin­der mit Lite­ra­tur ver­traut machen. Wie ginge das bes­ser als mit dem Vor­le­sen von Geschich­ten? Doch manch­mal fehlt Eltern die Zeit, um mit dem Nach­wuchs und mit Hilfe von Büchern in eine Phan­ta­sie­welt ein­zu­tau­chen, span­nende Aben­teuer zu erle­ben oder auf Ent­de­ckungs­reise im Mär­chen­wald zu gehen. Eine Alter­na­tive zu Hör­spie­len auf CD oder gar per App bie­tet bereits Living­Kids­Books. Nun gibt es — bzw. ab Sep­tem­ber im Han­del — eine wei­tere Mög­lich­keit für Kin­der, Hör­spiele zu nut­zen.   Tonies! Das ist eine Kom­bi­na­tion aus Spiel­zeug und Hör­spiel. Auf die Idee kamen Patric Faß­ben­der und Mar­cus Stahl. Aber was genau sind Tonies? Es han­delt sich um eine Box, auf die ver­schie­dene Spiel­fi­gu­ren (Olchis oder bei­spiels­weise das Sams) gestellt wer­den kön­nen. Je nach Figur beginnt dann das ent­spre­chende Hör­spiel. Das funk­tio­niert durch near field com­mu­ni­ca­tion, kurz NFC. Wenn die Klei­nen keine Lust mehr auf Geschichten-Vorlesen haben, dann kön­nen sie kur­zer­hand die Figur als Spiel­zeug nut­zen. Die Erfin­der bezeich­nen die Tonies auch als Hör­spiel­fi­gu­ren — was die Idee dahin­ter gut auf den Punkt bringt.

Podiumsdiskussion: „Die Buchbeschleuniger — Literatur zwischen Feuilleton und Blogosphäre“

Buchbeschleuniger

Podi­ums­dis­kus­sion “Die Buch­be­schleu­ni­ger” auf der Leip­zi­ger Buch­messe, Foto: CC BY-SA 4.0 Vanessa Hell­wig und Aileen Sing­hof

Befin­det sich das klas­si­sche Feuil­le­ton mit zuneh­men­der Digi­ta­li­sie­rung in der Krise? Über die Ver­än­de­run­gen und Ten­den­zen der Lite­ra­tur­kri­tik und das aktu­elle Ver­hält­nis zwi­schen dem Feuil­le­ton in Print­me­dien und der Blo­gosphäre dis­ku­tier­ten zum Start der Leip­zi­ger Buch­messe am 17. März 2016 fünf Ver­tre­ter der Bran­che unter der Lei­tung von Andreas Platt­haus, Feuilleton-Chef bei der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung. Unter den Gäs­ten waren Thi­erry Cher­vel, Mit­be­grün­der des Per­len­tau­chers; Sieg­linde Gei­sel, Grün­de­rin von „tell — Maga­zin für Lite­ra­tur und Zeit­ge­nos­sen­schaft“; Lite­ra­tur­chef der Zeit Ijoma Man­gold, Doris Plösch­ber­ger, Pro­gramm­lei­te­rin für deutsch­spra­chige Lite­ra­tur beim Suhr­kamp Ver­lag sowie Ven­dela Vida, ame­ri­ka­ni­sche Schrift­stel­le­rin und Her­aus­ge­be­rin der Kul­tur­zeit­schrift  „The Belie­ver“. Wei­ter­le­sen

Fundstück: Direttissima

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Diret­tis­sima: Die neue Kon­fe­renz der Medien- und Ver­lags­bran­che Bild: Diret­tis­sima ©

Heute fin­det in Mün­chen eine neue Medien- und Publis­hing­kon­fe­renz für die Verlags- und Medi­en­bran­che statt. Ihr Name Diret­tis­sima ist im Alpi­nis­mus ein Begriff für einen direk­ten, umweg­lo­sen Auf­stieg zum Gip­fel. Im Gegen­satz zum Nor­mal­weg, der den Weg des gerings­ten Wider­stan­des sucht, stellt sich der Begeh­rer einer Diret­tis­sima den direk­ten Schwie­rig­kei­ten eines Ber­ges. Mit die­sem Gedan­ken als Leit­mo­tiv, sind in Mün­chen Red­ner aus ver­schie­de­nen Bran­chen zu Gast, um die Digi­ta­li­sie­rung der Medi­en­bran­che zu dis­ku­tie­ren. Mit dabei sind Jour­na­lis­ten, Fir­men­grün­der und Social Media Pro­fis. Die bunte Mischung der aus­ge­wähl­ten Spea­ker und das viel­sei­tige Pro­gramm las­sen auf eine span­nende Kon­fe­renz hof­fen. Für alle Neu­gie­ri­gen aus der Nähe von Mün­chen: Bis 18 Uhr lau­fen die Vor­träge, danach wird die Kon­fe­renz mit einer rau­schen­den Party aus­ge­läu­tet. Für alle, die es zeit­lich nicht schaf­fen, gibt es einen Live Blog, das über alle Fort­schritte berich­tet. Zumin­dest ein Blick dort hin­ein lohnt sich!

Schreiben und Lesen auf Wattpad: 7 Fragen an den Autor Xinon Sero

Die Wattpad-Benutzeroberfläche, Bild: CC BY-SA 4.0 Johanna Böhnke

Die Wattpad-Benutzeroberfläche, Bild: CC BY-SA 4.0 Johanna Böhnke

Das digi­tale Zeit­al­ter gibt Lese­be­geis­ter­ten kos­ten­los Zugang zu einer Viel­zahl an Geschich­ten. Gleich­zei­tig haben auch Auto­ren immer mehr Mög­lich­kei­ten, ihre Werke an ein Publi­kum zu brin­gen. Die Platt­form Watt­pad ver­bin­det genau diese Aspekte. Auto­ren kön­nen hier Kurz­ge­schich­ten, Fan Fic­tions und sogar ganze Bücher in Kapi­tel­ab­schnit­ten online stel­len und sie damit Mil­lio­nen von Lesern welt­weit kos­ten­los anbie­ten. Mit mehr als 40 Mil­lio­nen Nut­zern ist Watt­pad das größte Netz­werk die­ser Art. Längst sind auch Ver­lage auf die Platt­form auf­merk­sam gewor­den und suchen hier nach Talen­ten. Denn was auf Watt­pad gut ankommt, kann auch in Buch­form zum Erfolg wer­den. Das beste Bei­spiel dafür ist die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Anna Todd, die mit ihrer Fan-Fiction-Reihe „After“ zur Band One Direc­tion seit Mona­ten nicht mehr von den Bestseller-Tischen der Buch­hand­lun­gen weg­zu­den­ken ist.

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