Fundstück: Nachtaktiv

Seit August 2013 findet das Online-Event statt, diese Woche gab es die 38. Auflage. Bild: © Schreibnacht.de, http://jennifer-jaeger.com/wp-content/uploads/2015/05/quadratischschreibnachtlogo051.jpg

Die­se Woche fand die 38. Auf­la­ge des Online-Events statt. Bild: © Schreibnacht.de, Jen­ni­fer Jäger

Ein­mal ein Buch schrei­ben” — die­ser Vor­satz steht auf der All-Time-Favourite-Liste der Lebens­zie­le sicher­li­ch ganz weit oben. Doch die Muße, sich wirk­li­ch ein­mal hin­zu­set­zen und zu schrei­ben, haben nur weni­ge. Oft­mals fehlt auch im All­tag zwi­schen Uni, Arbeit und Sozi­al­le­ben schlicht und ein­fach die Zeit. Dem will die Initia­ti­ve Schreib­nacht ent­ge­gen­wir­ken: Alle paar Wochen ruft sie dazu auf, sich end­li­ch ein­mal Zeit zum Schrei­ben zu neh­men. Zwar schreibt jeder für sich in den eige­nen vier Wän­den oder an sei­nem Lieb­lings­platz, doch wie in einer Schreib­werk­statt schrei­ben letzt­li­ch doch alle gemein­sam. Seit August 2013 ent­ste­hen so von 20 Uhr abends bis 3 Uhr nachts Kurz­ge­schich­ten, Bücher oder Haus­ar­bei­ten, die son­st ger­ne vor sich her­ge­scho­ben wer­den.

Der Clue dahin­ter? Jede Stun­de gibt es eine neue Auf­ga­be oder Fra­ge­stel­lung, die den Auto­rin­nen und Auto­ren beim Wei­ter­schrei­ben hel­fen soll und so der Schreib­blo­cka­de kei­ne Chan­ce lässt. Und auch zwi­schen­durch kön­nen die Schrift­stel­le­rin­nen und Schrift­stel­ler sich im Forum und auf Twit­ter aus­tau­schen, um gemein­sam Ide­en zu dis­ku­tie­ren oder um sich gegen­sei­tig zu moti­vie­ren. Für die Zeit zwi­schen den Schreib­näch­ten gibt es das Schreibnacht-Magazin, das mit aller­lei Tipps und Tricks bei der Ent­ste­hung des Wer­kes hilft. Um mit­zu­ma­chen, kann man sich ein­fach kos­ten­los auf der Sei­te anmel­den.

Kroatien als erste Free Reading Zone der Welt und wieso das Vorhaben scheiterte

Für die Welt der digitalen Bücher: das Logo der App Croatia reads

Die Men­schen mehr zum Lesen bewe­gen: Das will die App „Croa­tia Reads” in den Free Rea­ding Zones errei­chen. Foto: facebook.com/croatiareads (off­line)

Mati­ja stu­diert Ger­ma­nis­tik im sechs­ten Semes­ter an der Uni­ver­si­tät Zagreb. Wie alle Stu­den­ten sei­nes Fachs muss er nicht nur zahl­rei­che Fach­bü­cher lesen, son­dern auch vie­le Roma­ne, Dra­men und Gedich­te. In Kroa­ti­en kann das zu einem Pro­blem wer­den, denn die Uni­bi­blio­the­ken sind nicht so gut aus­ge­stat­tet, die Löh­ne für Stu­den­ten­jobs nied­rig und die Bücher im Buch­han­del somit teu­er. Vor allem ist auch das Ange­bot an fremd­spra­chi­ger Lite­ra­tur auf dem Markt eher klein. Ein Licht­bli­ck am Hori­zont war für Mati­ja der 6. Dezem­ber 2016: Kroa­ti­en wur­de zur ers­ten Free Rea­ding Zone (FREZ) der Welt! Wei­ter­le­sen

Nicht den Anschluss verlieren. Ein Kommentar

Home Office: So stellt sich vor allem die jüngere Generation die zukünftige Arbeitswelt vor. Bild: Pixabay CC0

Home Office: So stellt sich vor allem die jün­ge­re Gene­ra­ti­on die zukünf­ti­ge Arbeits­welt vor. Bild: Pixabay CC0

Höher – schnel­ler – wei­ter. Die zuneh­men­de Digi­ta­li­sie­rung der Gesell­schaft und der Arbeits­welt scheint kei­ne Gren­zen zu ken­nen. Vor allem „schnel­ler“ scheint das Mot­to zu sein, wer mit der digi­ta­len Ent­wick­lung Schritt hal­ten will, muss sich ste­tig auf dem Lau­fen­den hal­ten.

Auch für Unter­neh­men bringt die Digi­ta­li­sie­rung jede Men­ge Vor­tei­le: Fle­xi­ble­re Arbeits­mo­del­le, wie Home Office, sind nur durch digi­ta­le Ver­net­zung mög­li­ch – und gen­au das, was sich vor allem die jün­ge­re Gene­ra­ti­on auf dem Arbeits­markt wünscht. Auch das Soci­al Intra­net zum kol­la­bo­ra­ti­ven und ver­netz­ten Arbei­ten ist immer mehr auf dem Vor­mar­sch und ent­spricht in einer Gene­ra­ti­on, die mit Face­book groß gewor­den ist, der Lebens­wirk­lich­keit. Dem gegen­über steht der alt­her­ge­brach­te 8-Stunden-Job: pünkt­li­ch Kom­men, pünkt­li­ch Gehen, Akten­ord­ner, in denen wich­ti­ge Doku­men­te abge­legt wer­den, jeder arbei­tet für sich. Zwar nimmt die­se Form des Arbei­tens, das noch vor ein paar Jah­ren Gang und Gäbe war, immer mehr ab, doch es muss berück­sich­tigt wer­den, dass es auch Men­schen gibt, die gen­au das wol­len und vor (digi­ta­len) Ver­än­de­run­gen eher zurück­schre­cken als sich dafür zu begeis­tern. Beson­ders gro­ße Unter­neh­men leis­ten hier einen enor­men Spa­gat zwi­schen den Gene­ra­tio­nen und müs­sen auf­pas­sen, dass sie die eine Sei­te nicht über- und die ande­re nicht unter­for­dern. Wei­ter­le­sen

Fundstück: How to — Self-Publishing

Self-Publishing wird für vie­le Auto­ren immer inter­es­san­ter, denn ein Buch an den Ver­lag zu brin­gen ist oft nicht ein­fach. Selbst inter­na­tio­na­le Best­sel­ler wie die Har­ry Pot­ter Rei­he wur­den von mehr als nur einem Ver­lag abge­lehnt. Wer also ein Manu­skript in der Schub­la­de hat und nicht län­ger war­ten möch­te, bis der pas­sen­de Ver­lag anbeißt, der wird sich sicher schon mit dem Gedan­ken des Selbst­ver­lags beschäf­tigt haben. Ziem­li­ch schnell erkennt man dabei jedoch, dass das nicht so ein­fach ist, wie zunächst gedacht. Tipps vom Pro­fi kön­nen da hilf­reich sein. Lau­ra New­man ist selbst Self-Publisherin und zählt laut eige­nen Anga­ben zu den weni­gen Auto­ren, die davon leben kön­nen. In ihrer Video-Reihe gibt sie ihr Wis­sen an Ein­stei­ger und Inter­es­sier­te wei­ter. Aktu­ell gibt es elf Fol­gen, in denen sie alles von ver­schie­de­nen Anbie­tern bis zum Cover­de­si­gn erklärt.

Adieu 2016 – wir sind bereit für 2017

Adieu 2016 – Jahresrückblick Digitur

Adieu 2016 – Wir sind bereit für 2017! Digi­tur wünscht allen Lese­rIn­nen einen guten Rut­sch ins Neue Jahr (Bild: Pixabay CC0)

Ein #post­fak­ti­sches Jahr geht zu Ende – ein trau­ri­ges für den Jour­na­lis­mus auf der gan­zen Welt. Noch so eins brau­chen wir nicht. Wäh­rend Worte wie „Lügen­pres­se“ und „Fake­News“ die deut­sche Medi­en­land­schaft bestimm­ten, zahl­rei­che Jour­na­lis­ten in der Tür­kei ver­haf­tet wur­den und das pol­ni­sche Par­la­ment die Pres­se­frei­heit mas­siv ein­schränk­te, erhielt Bob Dylan den Lite­ra­tur­no­bel­preis. Macht die­se Wahl 2016 auch zu einem trau­ri­gen Jahr für die Lite­ra­tur? Wei­ter­le­sen

Digitur wünscht frohe Weihnachten!

Es ist schon wieder so weit... Bild: CC BY-SA 4.0 Caro­lin Ter­hor­st

Es ist schon wie­der so weit… Bild: CC BY-SA 4.0 Caro­lin Ter­hor­st

Es ist schon wie­der so weit: Viel zu schnell sind alle 24 Tür­chen des Advents­ka­len­ders geöff­net und der Inhalt ver­tilgt, die Weih­nachts­ge­schen­ke ste­hen fer­tig ver­packt auf dem Tisch und die letz­ten Ein­käu­fe sind auch erle­digt. So stres­sig die Vor­weih­nachts­zeit auch oft ist, so schön sind die Weih­nachts­ta­ge, die wir mit unse­rer Fami­lie und unse­ren Liebs­ten ver­brin­gen und so mit den Din­gen, für die oft­mals viel zu wenig Zeit bleibt.

Gen­au das wer­den wir, die Digitur-Redaktion, jetzt auch tun und des­halb wün­schen wir euch von Her­zen ein paar stress­freie, völ­lig ent­schleu­nig­te und schö­ne Tage. Genießt die Zeit mit euren Lie­ben — viel­leicht mit lus­ti­gen Spie­len unterm Weih­nachts­baum — , frischt beim gemein­sa­men Sin­gen die Text­si­cher­heit auf oder über­lasst das Musik­ma­chen lie­ber ande­ren, um euch in Stim­mung zu brin­gen. Fro­he Weih­nach­ten!

Das Debüt 2016 – Bloggerpreis für Literatur

Logo Das Debüt 2016 – Bloggerpreis für Literatur

2016 erst­mals aus­ge­lobt: Das Debüt 2016 – Blog­ger­preis für Lite­ra­tur

Die Blog­ge­rin­nen von „Das Debüt”, einem Lite­ra­tur­blog, das sich mit Roman­de­büts beschäf­tigt, haben in die­sem Jahr erst­mals einen Blog­ger­preis für Lite­ra­tur aus­ge­lobt. Am 16. Dezem­ber wur­de mit Shi­da Bazyars Debüt „Nachts ist es lei­se in Tehe­r­an“ (2016) der ers­te Gewin­ner­ro­man des neu­en Lite­ra­tur­prei­ses bekannt­ge­ge­ben. Wir haben zwei der Debüt-Bloggerinnen, Bozena Anna Badu­ra und Sarah Jäger, im Esse­ner „Café Liv­res“ getrof­fen und mit ihnen über den Preis und ihre Erfah­run­gen gespro­chen. Wei­ter­le­sen

Fundstück: Altes Format in neuem Glanz – Lena Dunhams Lenny Letter

Bildschirmfoto 2016-12-18, Feministischer Newsletter: http://www.lennyletter.com

Dear Len­nys… Aus­zug aus dem 64. Len­ny Let­ter. Inhalt: www.lennyletter.com

Lena Dun­ham – bekannt als Dreh­buch­au­to­rin, Pro­du­zen­tin, Regis­seu­rin und Haupt­dar­stel­le­rin der HBO-Serie Girls – ver­hilft mit ihrem Len­ny Let­ter dem ver­staub­ten Newsletter-Format zu neu­em Glanz. Vor über einem Jahr fei­er­te das femi­nis­ti­sche Maga­zin unter ande­rem mit einem Inter­view mit Hil­la­ry Clin­ton sein Debüt und flat­tert seit­dem zwei­mal wöchent­li­ch kos­ten­los ins Email-Postfach der Abon­nen­tIn­nen. Gebo­ten wird eine bun­te Mischung aus Poli­tik, Mode, Lite­ra­tur und gesell­schafts­kri­ti­schen The­men, in deren Zen­trum Frau­en aus unter­schied­li­chen Berei­chen und mit ver­schie­de­nen Hin­ter­grün­den zu Wort kom­men. Unkon­ven­tio­nell und erfri­schend machen das digi­ta­le Newsletter-Magazin neben den Bei­trä­gen unter­schied­lichs­ter For­ma­te (vom Inter­view über das Essay bis zur Kurz­ge­schich­te oder dem Gedicht) und inter­es­san­ten Gast­au­to­rin­nen wie Michel­le Oba­ma oder Juli­an­ne Moo­re auch die indi­vi­du­el­len Illus­tra­tio­nen ver­schie­de­ner Künst­le­rin­nen zu jedem Arti­kel. Mit über 500.000 Abon­nen­tIn­nen ist der Len­ny Let­ter zwar kein Geheim­tipp mehr, aber vor allem in Deutsch­land noch nicht der brei­ten Mas­se bekannt. Rein­schau­en lohnt sich, denn neben Themen-Tagen wie dem Music Mon­day oder dem Lit Thurs­day gehört zum Port­fo­lio des Pro­jekts mitt­ler­wei­le auch ein Pod­cast; Gerüch­te über eine Kurzfilm-Serie machen die Run­de. Und wer Lena Dun­hams und Jen­ni Kon­ners Arbeit kennt, den wird nicht wun­dern, dass im Len­ny Let­ter kein Blatt vor den Mund genom­men und auch unbe­que­me The­men in den Fokus gerückt wer­den. Abon­nie­ren könnt ihr hier.

Christmas is loading…

Advent Digitur

Weih­nach­ten ist die ana­logs­te Zeit im Jahr. Foto: Pixabay.

Das Mas­sen­fest Weih­nach­ten steht vor der Tür und wird immer digi­ta­ler. Dass sich auch das zweit­höchs­te christ­li­che Fest nicht dem Rhyth­mus elek­tro­ni­scher Wel­len ent­zie­hen kann, ist wohl kei­ne Über­ra­schung. 2011 hat Papst Bene­dikt XVI. dank einer Draht­los­ver­bin­dung zum ört­li­chen Strom­netz den ‚Weih­nachts­baum‘, eine rie­si­ge Instal­la­ti­on mit Weih­nachts­lich­tern im über 200 Kilo­me­ter ent­fern­ten Umbri­en (Regi­on Ita­li­ens), per Tablet ‚ent­zün­det‘. Ein Jahr spä­ter begann er das Twit­tern. Wei­ter­le­sen

E-Books verschenken?

paper-933661

Ein E-Book lässt sich schwer ver­pa­cken, Foto: Pixabay

Bücher gehö­ren nach wie vor zu den belieb­tes­ten Geschen­ken unter dem Weih­nachts­baum. Laut einer Umfra­ge bele­gen sie den ers­ten Platz, wenn es um die Weih­nachts­ein­käu­fe 2016 geht. Dem­nach über­le­gen 38 % der Deut­schen in die­sem Jahr ein Buch zu ver­schen­ken. Damit sind sie sogar belieb­ter als Spiel­wa­ren. Eine Anga­be dazu, wel­chen Anteil E-Books in die­ser Unter­su­chung ein­neh­men, gibt es nicht. Es lässt sich jedoch ver­mu­ten, dass die­ser nicht son­der­li­ch groß ist, denn so prak­ti­sch E-Books auch sein mögen, sie zu ver­schen­ken gestal­tet sich bis­her eher schwie­rig. Doch wor­an liegt das eigent­li­ch? Wei­ter­le­sen