Fundstück: Schneller Lesen mit Speedreading-App

Zum Üben braucht der User nichts als sein Smartphone. CC BY Vanessa Hellwig

Nicht nur wir von digitur.de müs­sen regel­mä­ßig viele Texte in kür­zes­ter Zeit für die Uni lesen. Mit der Speedreading-App Schnel­ler Lesen kann hier Abhilfe geschaf­fen wer­den, denn Spee­drea­ding steht für über­durch­schnitt­lich schnel­les Lesen bei bes­se­rem Text­ver­ständ­nis. Nor­male Leser schaf­fen zwi­schen 200 und 240 Wör­tern in der Minute, den Welt­re­kord im Schnell­le­sen hält der Ame­ri­ka­ner Sean Adam mit 3.850 Wör­tern. Die App ermit­telt zunächst für jeden User die WpM- Geschwin­dig­keit, also der Anzahl der gele­se­nen Worte pro Minute, und anschlie­ßend kann direkt mit dem Üben begon­nen wer­den. Mit wit­zi­gen klei­nen Spiel­chen soll nach und nach die Lese­ge­schwin­dig­keit gestei­gert wer­den. Erhält­lich ist die App für iPhone, Android und Win­dows Mobile.

Für ein herzliches Willkommen!

Cover - Willkomen! Blogger schreiben für Flüchtlinge

Der Erlös  des E-Books wird an „Blog­ger für Flücht­linge” gespen­det.

Bren­nende Asyl­be­wer­ber­heime, Atta­cken von rech­ten Mobs auf ver­ängs­tigte Flücht­linge und die AfD, die als angeb­li­che „Alter­na­tive” für „besorgte Bür­ger” Hass und Ängste gegen die „Frem­den schürt, zeich­nen ein düs­te­res Bild deut­scher ‚Will­kom­mens­kul­tur‛. Dass es aber auch Men­schen gibt, die mit Herz­lich­keit und gro­ßem Enga­ge­ment auf die Hil­fe­su­chen­den zuge­hen, zei­gen die bewe­gen­den und auf­rüt­teln­den Texte des E-Books Will­kom­men! Blog­ger schrei­ben für Flücht­linge. Darin räu­men die Auto­ren mit Vor­ur­tei­len auf, bezie­hen Stel­lung gegen Ras­sis­mus und Frem­den­hass und erzäh­len vor allem ganz per­sön­li­che, reale Geschich­ten von Flucht und Nächs­ten­liebe. Einen Ein­blick gibt diese Rezen­sion ergän­zend zur Erläu­te­rung des Pro­jekts in unse­rem Bei­trag Mit digi­ta­ler Kraft für Soli­da­ri­tät und Nächs­ten­liebe. Wei­ter­le­sen

Mit digitaler Kraft für Solidarität und Nächstenliebe

Foto von Leander Wattig

Die digi­tale Zusam­men­ar­beit mün­dete erst nach der Ver­öf­fent­li­chung von „Will­kom­men! Blog­ger schrei­ben für Flücht­linge” in ein per­sön­li­ches Auf­ein­an­der­tref­fen (von links nach rechts fron­tal sicht­bar: Frank O. Rud­koffsky, Katha­rina Ger­hardt und Nikola Rich­ter). Foto: Lean­der Wat­tig

Hun­derte Texte sam­meln sich unter dem Hash­tag #Blog­ger­Fu­er­Flu­echt­linge und erzäh­len Geschich­ten über Flucht und Angst, berich­ten aber auch von über­wäl­ti­gen­der Hilfs­be­reit­schaft. Ein sechs­köp­fi­ges Her­aus­ge­ber­team hat diese gesich­tet, die bes­ten aus­ge­wählt und zusam­men mit pas­sen­den Zeitungs- und Online­ar­ti­keln in digi­ta­ler Kol­la­bo­ra­tion zu einem E-Book zusam­men­ge­stellt. Mit der Antho­lo­gie Will­kom­men! Blog­ger schrei­ben für Flücht­linge hal­ten sie gelebte Will­kom­mens­kul­tur fest und machen sie für alle Leser auch außer­halb der Blog­ger­welt sicht­bar. Wei­ter­le­sen

Fundstück: Archiv digital nutzbar

Archiv

Archiv: Ab August 2016 ist der Nach­lass Gün­ter Grass’ digi­tal nutz­bar. (Foto: pixabay, CC0)

Im Krebs­gang, Mein Jahr­hun­dert — Werke, die Lite­ra­tur­in­ter­es­sierte wohl sofort mit dem 2015 ver­stor­be­nen Lite­ra­tur­no­bel­preis­trä­ger Gün­ter Grass in Ver­bin­dung brin­gen. Manu­skripte, unter ande­rem die­ser Wer­ker, befin­den sich neben eini­gen sei­ner Zeich­nun­gen, Litho­gra­phien, Radie­run­gen und Aqua­relle im Günter-Grass-Haus in Lübeck.
Die­ser Nach­lass wurde nun ein­ge­scannt. Damit kann der Pro­zess des Schrei­bens nach­voll­zo­gen wer­den. Ab August 2016 kann die­ses Archiv dann digi­tal genutzt wer­den.
Gün­ter Grass wurde 87 Jahre alt. Bekannt wurde er unter ande­rem durch sei­nen Debüt­ro­man Die Blech­trom­mel. Ab 1957 gehörte er der Gruppe 47 an.

Wir fahren stundenlang Zug, um 5 Minuten auf der Bühne zu stehen”

Digitur_Rainer Holl_Poetry Slam_Digitalisierung (c) Spoken Word Poetry Club

Rai­ner Holl — Auto­ma­to­poet, Poe­try Slam­mer und Autor. Bild: © Spo­ken Word Poe­try

Das ist es, was das For­mat Poe­try Slam aus­macht: Die direkte Inter­ak­tion mit dem Publi­kum, von Ange­sicht zu Ange­sicht, unmit­tel­bar fest­zu­stel­len, wie die eige­nen Texte ankom­men. Dazu gehört eine Menge Mut; Mut, der uns in der heu­ti­gen Zeit oft fehlt, weil die immer anony­mer wer­dende Kom­mu­ni­ka­tion eine direkte Kon­fron­ta­tion ver­mei­det. Das For­mat Poe­try Slam fun­giert als eine Art Gegen­ent­wurf dazu und viel­leicht ist gerade das der Grund für sei­nen Erfolg.

Trotz allem kön­nen sich auch Poe­try Slam­mer der Digi­ta­li­sie­rung nicht gänz­lich ent­zie­hen — und wol­len das auch gar nicht. Ein Inter­view mit dem Poe­try Slam­mer Rai­ner Holl über digi­tale und soziale Medien, die damit ver­bun­de­nen Ver­än­de­run­gen und wie Poe­try Slam und die Digi­ta­li­sie­rung zusam­men­pas­sen und ein­an­der sogar nut­zen kön­nen.

Wei­ter­le­sen

Fundstück: Emojis für Blogleser

So können wir mit Emotify auf Blogposts reagieren. Screenshot: https://www.goemotify.com/

So kön­nen wir mit Emo­tify auf Blog­posts reagie­ren. Screen­shot: https://www.goemotify.com/

Emo­jis statt Kom­men­tare: das ken­nen wir mitt­ler­weile von sozia­len Netz­wer­ken wie Face­book. Nun soll es diese Funk­tion auch für Web­logs geben. Mit Emo­tify haben User die Mög­lich­keit, ihre Reak­tion auf Blog­bei­träge über Emo­jis aus­zu­drü­cken. Die Idee dahin­ter ist, dass dies unmit­tel­ba­rer ist als das Ver­fas­sen eines Kom­men­tars. Den Nut­ze­rIn­nen sol­len wei­tere Bei­träge, die zu der Stim­mung pas­sen, emp­foh­len wer­den. Für Blog­ger ver­spricht der Anbie­ter den Vor­teil, dass die Reak­tio­nen der Lese­rIn­nen bes­ser ana­ly­siert wer­den kön­nen und so neue Ein­sich­ten in das Lese­ver­hal­ten der User offen­ba­ren. Bis­her ist Emo­tify als kos­ten­lose Beta-Version erhält­lich, nach der Test­phase soll das Tool jedoch kos­ten­pflich­tig wer­den.

Eindrücke der Electric Book Fair 2016

Mit ihrem Fes­ti­val­cha­rak­ter ist die Electric Book Fair 2016 eine Beson­der­heit unter den zahl­rei­chen Ver­an­stal­tun­gen rund um die Bran­che der digi­ta­len Bücher. „Wir woll­ten das E-Book fei­ern”, erklärt Nikola Rich­ter, eine der Kura­to­rin­nen des zwei­tä­gi­gen Events. Wie das gelun­gen ist und wel­che The­men rund um das elek­tro­ni­sche Buch momen­tan beson­ders heiß dis­ku­tiert wer­den, ver­ra­ten uns Nikola Rich­ter und ihre Kol­le­gin Andrea Nien­haus im Inter­view. Wir waren am 25. und 26. Juni auf der Electric Book Fair in Ber­lin und  haben unsere Ein­drü­cke mit der Kamera fest­ge­hal­ten:

 Ein Bei­trag von Aileen Sing­hof und Johanna Böhnke

Fundstück: Ingeborg Bachmann digital

Bachmann Porträt am Musil-Literaturhaus in Klagenfurt. Künstler: Jef Aerosol. CC BY-NCSA 4.0 Katharina Graef

Bach­mann Por­trät am Musil-Literaturhaus in Kla­gen­furt. Künst­ler: Jef Aero­sol. CC BY-NC SA 4.0 Katha­rina Graef

Heute geht das Kla­gen­fur­ter Wett­le­sen um den Bach­mann­preis in sei­nem 40. Jubi­lä­ums­jahr in die nächste Runde. Und auch die namens­ge­bende Auto­rin und Gruppe 47-Ikone Inge­borg Bach­mann hätte die­ser Tage einen gro­ßen Geburts­tag gefei­ert — am 25. Juni wäre sie 90 Jahre alt gewor­den. Zu die­sem Anlass ver­öf­fent­licht der Piper Ver­lag die Werk­aus­gabe Bach­manns (immer­hin 30 Bände!), zu der auch bis­her unver­öf­fent­lichte Texte gehö­ren, nach und nach in digi­ta­ler Form. Die Web­site des Ver­lags bie­tet außer­dem mit einem The­men­spe­cial einen umfang­rei­chen Über­blick über Leben, Werk und Wir­ken der Kla­gen­fur­ter Auto­rin.

Das Blogprojekt Techniktagebuch

1280px-Kathrin_Passig

Kath­rin Pas­sig — die Initia­to­rin des Tech­nik­ta­ge­buchs. Das Thema ist für sie klar: „Es soll um All­tags­tech­nik gehen.” Bild: CC BY SA 2.0 Mat­thias Bauer

Wer kann sich in unse­rer Gene­ra­tion noch an die Ent­ste­hung des Inter­nets erin­nern? Oder an die ers­ten Com­pu­ter? Oder an die Schreib­ma­schine? Ver­mut­lich nie­mand mehr so rich­tig. Was wird in 20 Jah­ren sein, wenn unsere heu­tige Tech­nik längst über­holt ist? Wird man sich da noch an Face­book, Twit­ter und Smart­pho­nes erin­nern? Um die­sem Ver­ges­sen ent­ge­gen­zu­tre­ten, hat die Auto­rin Kath­rin Pas­sig ein Blog­pro­jekt initi­iert. Dort schrei­ben meh­rere Auto­rIn­nen über ihren All­tag und ihre Pro­bleme mit Tech­nik, sei es Com­pu­ter, Handy, Schreib­ma­schine oder Inter­net. Der Name ist dazu pas­send gewählt: Tech­nik­ta­ge­buch. Was genau steht drin und wer kann über­haupt mit­ma­chen? Digi­tur hat das Blog unter die Lupe genom­men. Wei­ter­le­sen

Wenn die Generation Online ins Off gezwungen wird — Ein Kommentar

Bild: CC0 pixabay.com

Sind die Online-Semesterapparate nächs­tes Jahr schon Geschichte, wer­den zahl­rei­che Stu­den­ten wie­der hau­fen­weise Bücher schlep­pen müs­sen. Bild: CC0 pixabay.com

Es ist höchs­tens ein lei­ses Klap­pern, was man in Deutsch­lands Hör­sä­len neben den Stim­men der Leh­ren­den über­wie­gend wahr­nimmt. Das Krat­zen von Stif­ten über Papier oder das Umblät­tern von Buch­sei­ten? Fehl­an­zeige. Statt Notiz­blö­cken und Kugel­schrei­bern nut­zen wir mit immer grö­ße­rer Vor­liebe Lap­tops oder Tablets für unsere Auf­zeich­nun­gen – weil es in den meis­ten Fäl­len ein­fach so viel prak­ti­scher ist. Die Noti­zen sind schnell gemacht, trotz aller Eile leser­lich, über­sicht­lich, und sollte man nach­träg­lich etwas hin­zu­fü­gen müs­sen, ist auch das stets ohne Platz­man­gel mög­lich. Doch das Beste daran? Direk­tes Ein­bin­den von eige­nen Noti­zen in Skripte oder Unter­richts­ma­te­ria­lien, sodass alle Lern­in­halte an einem Ort gesam­melt sind, inklu­sive der inte­grier­ten Stich­wort­su­che. Und all das ist mög­lich durch die Bereit­stel­lung von wis­sen­schaft­li­chen Arti­keln, Lite­ra­tur­aus­zü­gen und Skrip­ten in den Online-Semesterapparaten unse­rer Uni­ver­si­tä­ten – deren Exis­tenz jedoch jetzt in Gefahr ist. Wei­ter­le­sen