Fundstück: Mit Amazon Storywriter zur eigenen TV Serie?

Screen­s­hot der Fea­tures auf storywriter.amazon.com

Ama­zon ist schon lan­ge nicht mehr bloß ein Online­markt­platz. Das ame­ri­ka­ni­sche Unter­neh­men hat mitt­ler­wei­le auch in der Medi­en­bran­che fest Fuß gefasst. Sub­un­ter­neh­men ver­öf­fent­li­chen unter ande­rem eige­ne Bücher und machen mit ihren Seri­en­pro­duk­tio­nen Net­flix und Max­do­me Kon­kur­renz. Fast monat­li­ch kom­men neue Ori­gi­nal Seri­en dazu. Wer schon immer von der eige­nen TV Serie geträumt hat, kann seit 2015 das Sto­ry­wri­ter Tool des Kon­zerns nut­zen. In die­ser Soft­ware kön­nen auf­stre­ben­de Auto­ren ihre Skrip­te schrei­ben. Die For­ma­tie­rung ist dabei ein­fa­cher als mit gewöhn­li­chen Text­ver­ar­bei­tungs­pro­gram­men wie Word. Und da Ama­zon selbst auf der Suche nach Ide­en für sei­ne neu­en Pro­duk­tio­nen ist, kann das fer­ti­ge Dreh­buch über die Platt­form direkt bei der Pro­duk­ti­ons­fir­ma ein­ge­reicht wer­den. Wie erfolgs­ver­spre­chend die­ser Pro­zess jedoch ist, steht in den Ster­nen.

Technologie oder Analogie?

Sel­ber Post­kar­ten schrei­ben, Taschen­ka­len­der und aus­ge­druck­te Tex­te für Semi­na­re: Ana­lo­gie im All­tag kann auch schön sein.
Foto: CC-BY-NC-SA 4.0 Isa­bel Gra­bow

Medi­en wie Fotos, Videos und eBooks, per­sön­li­che Doku­men­te wie Brie­fe und Lis­ten, Ver­trä­ge und Rech­nun­gen. All die­se Daten sind mit­ein­an­der ver­bun­den und ver­netzt: Durch unse­re elek­tro­ni­schen Gerä­te wie Han­dy, Lap­top und Tablet und noch mehr durch unser Heim­netz oder Cloud-Dienste. Wir haben uns pri­vat und beruf­li­ch oft ein gro­ßes und kom­ple­xes Net­werk all unse­rer Daten auf­ge­baut. Die­ses Phä­no­men beschrie­ben Mar­tin Schall­bruch, stell­ver­tre­ten­der Direk­tor am Digi­tal Socie­ty Insti­tu­te der ESMT Ber­lin, und der Jurist Jan Möl­ler auf der re:publica 2017 in Ber­lin. Bei ihrer Ver­an­stal­tung „Make life easy (again)!? Was wol­len wir uns von Tech­no­lo­gi­en abneh­men las­sen und zu wel­chem Preis?“ gin­gen sie der Fra­ge nach inwie­fern wir uns von der Kom­ple­xi­tät der Tech­no­lo­gie lei­ten las­sen wol­len und was wir dabei alles beach­ten müs­sen. Mar­tin Schall­bruch stell­te dabei die Vor­tei­le die­ser Ver­net­zung her­aus: „Alles ist ein­fa­cher, denn alle Gerä­te reden mit mir und sind auch mobil immer für mich erreich­bar.“  Dem gegen­über bemerk­te Jan Möl­ler, dass obwohl alles ein­fa­cher gewor­den ist, auf der ande­ren Sei­te auch alles kom­pli­zier­ter ist. Wei­ter­le­sen „Tech­no­lo­gie oder Ana­lo­gie?”

Ich verliere die Lust am Lesen

Nehmt Euch wie­der mehr Zeit zum Lesen! Bild: Pixabay CC0

Neu­li­ch wur­de ich wie­der ein­mal zu einem Speed-Reading-Workshop an der Uni ein­ge­la­den, um zu ler­nen, noch mehr Text in noch kür­ze­rer Zeit zu lesen. Als Stu­den­tin der Geis­tes­wis­sen­schaf­ten muss ich jede Men­ge Tex­te lesen, auf der Arbeit funk­tio­niert auch nichts ohne Lesen und auf Face­book, Twit­ter und Co wäre es lang­wei­lig sich nur die Bil­der anzu­schau­en. Wenn ich Arti­kel im Inter­net lese, die mich eigent­li­ch inter­es­sie­ren, erwi­sche ich mich immer häu­fi­ger dabei, wie ich nach ein paar Absät­zen nach unten scrol­le, um zu schau­en, wie lang der Arti­kel noch ist. So vie­le Infor­ma­tio­nen über so vie­le unter­schied­li­che The­men­ge­bie­te und ich mer­ke: Ich ver­lie­re die Lust am Lesen.  Wei­ter­le­sen „Ich ver­lie­re die Lust am Lesen”

Mit Liebe gegen Hass im Netz auf der re:publica 2017

Die re:publica 2017 findet unter dem Motto "Love Out Loud" vom 8.-10 Mai in Berlin statt
Vom 8.-10. Mai fin­det in der STATION-Berlin in Koope­ra­ti­on mit der MEDIA CONVENTION Ber­lin die re:publica 2017 statt.
Foto: re:publica/Gregor Fischer (CC BY-SA 2.0)

Die 11. re:publica steht im Zei­chen der Lie­be. Unter dem Mot­to „Love Out Loud!” rich­tet sich die Ber­li­ner Digi­tal­kon­fe­renz gegen Hate Spee­ch im Inter­net. So reflek­tiert Caro­lin Emcke, Trä­ge­rin des Frie­dens­prei­ses des Deut­schen Buch­han­dels, zur Eröff­nung über Lie­be und Empa­thie. Und Blog­ger Felix Schwen­zel begibt sich mit Tex­ten des Phi­lo­so­phen Erich Fromm auf die Suche nach mehr Men­schen­freund­lich­keit und Huma­nis­mus. Aber auch die Ver­än­de­run­gen der Lie­bes­be­zie­hun­gen unter dem Ein­fluss von Tin­der und Co blei­ben nicht unbe­ach­tet: Auf einer Tour d’Amour unter­sucht Frie­de­mann Karig, wie wir lie­ben und for­dert eine sexu­el­le Revo­lu­ti­on 2.0. Zu den gro­ßen The­men der re:publica 2017 zählt auch das all­seits bekann­te Pro­blem der kur­sie­ren­den Fake-News. Dar­über kön­nen die Gäs­te u.a. mit ZDF-Anchorman Claus Kle­ber auf der MEDIA CONVENTION dis­ku­tie­ren. Ken­ner der re:publica wis­sen aber, dass dies nur ein Bruch­teil des rie­si­gen Ver­an­stal­tungs­an­ge­bots ist. Die Digi­ta­li­sie­rung durch­zieht alle gesell­schaft­li­chen Berei­che und dies bil­det das umfang­rei­che drei­tä­gi­ge Pro­gramm mit über 900 Spea­kern auf 20 Büh­nen ab. So prä­sen­tiert z.B. der Auto­mo­bil­her­stel­ler Daim­ler digi­ta­le Inno­va­tio­nen für die Mobi­li­tät von mor­gen und Innen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re stellt sich in einem netz­po­li­ti­schen Dia­log Fra­gen zu The­men wie IT-Sicherheit und die Zukunft des Daten­schut­zes. Auch an die Blog­ger ist gedacht: Im Pro­gramm­teil re:blog gibt Chris­ti­an Bol­lert vom Online­ra­dio detektor.fm bspw. Tipps für die erfolg­rei­che Ver­brei­tung von Pod­casts und Tho­mas Wei­bel stellt sein Pro­jekt 100 Sekun­den — das Hör­erle­xi­kon vor. Eines zeigt schon die­ser klei­ne Ein­bli­ck: Es ist unmög­li­ch über­all dabei zu sein und man­ch einer schafft es viel­leicht gar nicht in die STATION-Berlin. Doch auch für sol­che Fäl­le haben die Ver­an­stal­ter vor­ge­sorgt: Über Live-Streams lässt sich das Gesche­hen der Büh­nen 1, 2, 6 und 7 mit­ver­fol­gen. Ver­an­stal­tun­gen auf ande­ren Büh­nen wer­den auf­ge­nom­men und sind bald auf YouTube abruf­bar. Dar­über hin­aus wird es Audio­pod­casts geben, die zeit­nah auf der re:publica-Website und iTu­nes ver­öf­fent­licht wer­den.

Torsten Seifert gewinnt den ersten Blogbuster-Preis

Tosten Seifert mit seinem Blogger-Paten Tilmann Winterling von 54books, Foto: Blogbuster
Tors­ten Sei­fert mit sei­nem Blogger-Paten Til­man Win­ter­ling von 54books, Foto: Blog­bus­ter

In die­ser Woche war es end­li­ch so weit — im Lite­ra­tur­haus Ham­burg wur­de erst­ma­lig der Blogbuster-Preis ver­lie­hen. Aus 252 ein­ge­sen­de­ten Manu­skrip­ten ging Tors­ten Sei­ferts Roman Der Schat­ten des Unsicht­ba­ren über die Suche nach dem geheim­nis­vol­len Autor B. Tra­ven als Sie­ger des Lite­ra­tur­blog­ger­prei­ses her­vor. Ins Ren­nen geschickt hat­te den Text Blog­ger Til­man Win­ter­ling von 54books und bewies damit sein Gespür für her­aus­ra­gen­de Gegen­warts­li­te­ra­tur. Ins­ge­samt 15 Lite­ra­tur­blog­ger hat­ten aus ihren per­sön­li­chen Favo­ri­ten eine Lon­glist erstellt, aus der eine Fach­ju­ry drei Fina­lis­ten aus­wähl­te und schließ­li­ch den Sie­ger ermit­tel­te. Der Gewin­ner­ti­tel wird nun von Klett-Cotta ver­legt und auf der dies­jäh­ri­gen Frank­fur­ter Buch­mes­se vor­ge­stellt. Wei­ter­le­sen „Tors­ten Sei­fert gewinnt den ers­ten Blogbuster-Preis”

Alles steuert die Musik — Wenn die Kunst aus dem Netzwerkverteiler kommt

Damen und Her­ren des Chor­Werk Ruhr
© Tho­mas Jauk, Sta­ge Pic­tu­re

Schau­spiel­in­ten­dant Kay Voges insze­niert erneut eine Oper. Nach sei­nem viel dis­ku­tier­ten Opern­de­büt Tann­häu­ser und der Sän­ger­krieg auf Wart­burg und Der Frei­schütz an der Staats­oper Han­no­ver geht er in Dort­mund in die nächs­te Run­de. Seit dem 23. April 2017 steht die Mini­mal Oper Ein­stein on the Beach von Robert Wil­son und Phil­ip Glass auf dem Spiel­plan. Musi­ka­li­sche Unter­stüt­zung bekommt der Regis­seur die­ses Mal vom Chor­Werk Ruhr und Flo­ri­an Hel­ga­th, der die musi­ka­li­sche Lei­tung über­nimmt. Wei­ter­le­sen „Alles steu­ert die Musik — Wenn die Kunst aus dem Netz­werk­ver­tei­ler kommt”

Nach dem eBook kommt das aBook: Digitur im Interview mit Isle Audio

Die Digi­tur Redak­ti­on tes­tet Isle Audio auf der LBM17. Foto: Laris­sa Cremer

Das Start-Up Isle Audio ver­spricht mit dem soge­nann­ten aBook ein völ­lig neu­es Lese­er­leb­nis. Per Eye­tracking wird erfasst, an wel­cher Stel­le des Buches sich der Leser befin­det, um dazu die pas­sen­den Geräu­sche abzu­spie­len. Das kön­nen Hin­ter­grund­ge­räu­sche wie das Rau­schen der Wel­len oder Musik sein, die die emo­tio­na­le Stim­mung der Geschich­te unter­legt. Auf der Leip­zi­ger Buch­mes­se konn­ten wir nicht nur die App  live tes­ten, son­dern auch zwei der Grün­der, David Hill und Bene­dikt Sai­ler, inter­view­en. Was die bei­den Stu­den­ten uns über das aBook erzäh­len, lest ihr im heu­ti­gen Bei­trag. Wei­ter­le­sen „Nach dem eBook kommt das aBook: Digi­tur im Inter­view mit Isle Audio”

Fundstück: „Das Debüt” – Preisverleihung mit Shida Bazyar und Philip Krömer

Logo Das Debüt 2016 – Bloggerpreis für Literatur
Das Debüt – Preis­ver­lei­hung am 24.04.17

Den neu­en Blog­ger­preis des Lite­ra­tur­blogs „Das Debüt” für das bes­te deutsch­spra­chi­ge Roman­de­büt des Jah­res haben wir euch auf Digi­tur bereits vor­ge­stellt. Am Mon­tag, 24. April 2017, fin­det um 19.30 Uhr im Café Cen­tral Inter­na­tio­nal (Grillo-Theater) die fei­er­li­che Preis­ver­lei­hung statt. Unter dem Mot­to „Momen­tum“ wer­den Shi­da Bazyar, die für ihren Debüt­ro­man „Nachts ist es lei­se in Tehe­r­an“ den Debüt-Bloggerpreis 2016 erhielt sowie der Autor Phil­ip Krö­mer, der mit „Ymir oder: Aus der Hirn­scha­le der Him­mel“ den zwei­ten Platz beleg­te, aus ihren Tex­ten lesen. Zudem erwar­tet die Gäs­te ein Gespräch mit den Auto­rIn­nen über Ver­gan­gen­heit, Gegen­wart und Zukunft ihres Schrei­bens. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: Ein­tritt 6,60 Euro, Tickets: Ticket­Cen­ter II. Hagen 2, 45127 Essen, 0201 8122–200 oder tickets@theater-essen.de.

Fundstück: Auf zu den Düsseldorfer Literaturtagen

 

Düs­sel­dor­fer Lite­ra­tur­ta­ge und Bücher­bum­mel auf der Kö. Bild: http://www.buecherbummel-auf-der-koe.de/

An den Oster­ta­gen kann end­li­ch wie­der durch­ge­at­met und ein Bli­ck auf zukünf­ti­ge Literatur-veranstaltungen in der Umge­bung gewor­fen wer­den. Für einen Besu­ch bie­ten sich zum Bei­spiel die Düs­sel­dor­fer Lite­ra­tur­ta­ge an. Die­se fin­den vom 6. bis zum 18. Juni statt und ste­hen unter dem Mot­to: LIBERTÉ. Das wird sowohl in Lesun­gen und Dis­kus­sio­nen als auch in Aus­stel­lun­gen auf­ge­grif­fen. Auto­ren wie Fried­rich Ani oder Caro­lin Emcke beschäf­ti­gen sich mit Fra­gen wie: Was ist Frei­heit? Oder: Wo hört sie auf? Zusätz­li­ch fin­det vom 8. bis zum 11. Juni der Bücher­bum­mel auf der Königs­al­lee statt. Dort prä­sen­tie­ren sich Ver­la­ge, Kul­tur­in­sti­tu­te oder Buch­hand­lun­gen. Die Pro­gram­me der Ver­an­stal­tun­gen könnt ihr euch auf http://www.buecherbummel-auf-der-koe.de/ anschau­en, sowie Kar­ten im Vor­ver­kauf erwer­ben. Düs­sel­dorf ist im Juni auf jeden Fall ein Besu­ch wert.

Fundstück: #LitcampBN17

Pre­mie­re am 8. April: Das Lite­ra­tur­camp in Bonn. Bild: http://literaturcampnrw.de/literaturcamp-nrwbonn/

Wie kommt mein Roman etc. zum Ver­lag oder den Lese­rin­nen und Lesern? Wie publi­zie­re ich – als Self­pu­blis­her in einem Lite­ra­tur­blog? Wird Print eher gele­sen als das E-Book? Ist die Zukunft des Buches eher digi­tal oder tra­di­tio­nell?“ Fra­gen über Fra­gen, die am heu­ti­gen Sams­tag, 8. April 2017, beant­wor­tet wer­den: Zum ers­ten Mal fin­det in Bonn das Lite­ra­tur­camp statt, wo ganz all­ge­mein über Lite­ra­tur dis­ku­tiert wird. Buch­lieb­ha­be­rIn­nen, Auto­rIn­nen, Blog­ge­rIn­nen und alle, die mit der Bran­che zu tun haben, kön­nen hier ihre eige­nen Tex­te vor­stel­len, Ide­en aus­tau­schen oder in Dis­kus­sio­nen Ant­wor­ten auf schon lan­ge gestell­te Fra­gen fin­den. In Koope­ra­ti­on mit der Volks­hoch­schu­le Bonn haben die ehren­amt­li­chen Orga­ni­sa­to­rin­nen Chris­ti­ne Krauß (Auto­rin), Ute Lan­ge (Jour­na­lis­tin) und Ursu­la Fuchs (Lei­te­rin des Refe­rats Infor­ma­ti­on der Bevöl­ke­rung, Selbst­schutz und Selbst­hil­fe) das Bar­Camp in den Räu­men der VHS Bonn ins Leben geru­fen. Tickets konn­ten im Vor­feld erwor­ben wer­den, ein spon­ta­nes Vor­bei­schau­en ist lei­der nicht mög­li­ch.
Die Digitur-Redaktion wünscht gutes Gelin­gen für die Pre­mie­re!