Fundstück: Amazon bietet neue Option für Prime-Mitglieder: Prime Reading

Amazon bietet neue Funktion für Prime-Mitglieder: Prime Reading. Screenshot vom 23.06.2017

Amazon erweitert sein Sortiment für Prime-Kunden in Deutschland und Österreich und stockt um die Leseflatrate auf. Prime Reading bietet ab sofort unbegrenztes Lesen von eBooks, eMagazinen, Comics und Kindle Singles (Kurzgeschichten, Memoiren, Aufsätze). User können dabei Titel wie Generation Beziehungsunfähig von Michael Nast und GU Kochbücher aus unterschiedlichen Genres auswählen: Kinderbücher, Romane, Krimis, Sachbücher,… Im Programm sind außerdem vollständige Digitalausgaben von Magazinen wie Stern,  Spiegel, Vogue uvm enthalten. Autoren erhalten eine Pauschalsumme zwischen 200 und 1000 Euro.
Es gibt eine kostenlose Kindle Lese-App für iOS und Android, die ein Lesen auf Kindle-Geräten sowie auf Smartphone, Tablet, Laptop und PC ermöglicht.

Fundstück: Woche der unabhängigen Buchhandlungen

Die Woche der unabhängigen Buchhandlungen lädt zum gemeinsamen Feiern ein. Bild: www.wub-event.de

In den vergangenen Jahren hat Digitur immer wieder von der Woche unabhängiger Buchhandlungen berichtet – vom 4. bis 11. November geht die Veranstaltung in die nächste Runde. Seit 2014 feiern in Deutschland unabhängige, inhabergeführte Buchhandlungen gemeinsam mit Kolleg/innen und Kund/innen ihr Bestehen, die Werte, die sie vermitteln, die Liebe zu Büchern, aber auch die kulturelle Vielfalt und hochgradige Kreativität, die ihr Arbeitsumfeld mit sich trägt. Initiator der Aktion ist David Mesche, Mitinhaber der BUCHBOX!-Buchhandlungen in Berlin. Gemeinsam mit seinem ambitionierten Organisationsteam sowie den teilnehmenden Buchhandlungen lädt er zu vielseitigen Veranstaltungen rund um das „unabhängige“ Buch ein – neben Lesungen, Schreibwettbewerben, Workshops und einer Party, können sich Teilnehmer/innen auf die Wahl des Lieblingsbuchs der Unabhängigen freuen. Die Shortlist wird am 26. September veröffentlicht.

Fundstück: Für ein gutes digitales Leben ab und zu auch mal abschalten.

Zehn Minuten, zwei Stunden oder sogar einen kompletten Tag – wie lange haltet ihr es aus, nicht auf euer Smartphone zu schauen, Mails zu checken, Postings zu liken oder nur eben kurz auf eine Nachricht zu antworten? Keine Frage, ein Leben ohne das Internet ist vollkommen ausgeschlossen! Es wäre auch viel zu schade, die tollen digitalen Innovationen der letzten Jahrzehnte nicht zu nutzen. Für den literarischen Kosmos hieße das z.B. keine E-Books mehr, auf die gewonnene Möglichkeit des Self-Publishings verzichten und kaum vorstellbar – ein Leben ohne Digitur. So etwas wollen wir natürlich keinesfalls. Dennoch lohnt es sich, in der schnelllebigen digitalen Welt einmal innezuhalten und zu reflektieren: Wie viel Zeit verbringe ich womit und warum im Internet? Mache ich das, weil ich es gut und sinnvoll finde oder nur weil ich das Gefühl habe, sonst etwas zu verpassen?

Solchen Fragen geht der Animationsfilm Das gute digitale Leben aus der Videoreihe Little Green Bags nach. In diesem Teil erklärt Prof. Dr. Miriam Meckel von der Universität St. Gallen (HSG) in Kooperation mit dem Animationsstudio Zense fantasievoll und praxisnah Phänomene des digitalen Alltags und gibt Tipps, wie wir ohne Techno-Stress digitale und anologe Welt miteinander verbinden können. Dazu gehört auch, nach diesem Video das World Wide Web zu verlassen und einfach mal abzuschalten!

© Universität St.Gallen (HSG), Text von Prof. Dr. Miriam Meckel, Kreation: http://www.zense.ch, Wissenschaftlicher Leiter: Prof. Dr. Thomas Beschorner

Fundstück: Verbotene Bücher bei der documenta

„The Parthenon of Books“ in Kassel während den Bauarbeiten. Bild: Pixabay CCO

Die Verwandlung von Franz Kafka, 1984 von George Orwell und Harry Potter von Joanne K. Rowling haben eines gemeinsam, sie stehen auf der Liste einst oder aktuell verbotener Bücher. Es ist erschreckend, wie viele Bücher weltweit einer Zensur unterliegen. Die argentinische Künstlerin Marta Minujin rief vor Monaten zu einer Spende dieser Werke für ihr Kunstwerk The Parthenon of Books auf, das derzeit mit rund 100.000 Büchern in Kassel am Friedrichsplatz nach dem Vorbild des Tempels auf der Athener Akropolis erbaut wird. Ein Denkmal, das nicht nur an die Bücherverbrennung im Nationalsozialismus erinnern soll, sondern vor allem ein Zeichen gegen Zensur und die Verfolgung von Schriftstellern setzen soll. Dieses Kunstwerk ist Teil der 14. documenta, der weltweit bedeutendsten Ausstellung für zeitgenössische Kunst. Mehr als 160 Künstler zeigen ihre Arbeiten bei der diesjährigen documenta, die erstmals an zwei Orten stattfindet: in Kassel vom 10. Juni bis zum 17. September, sowie in Athen vom 8. April bis zum 16. Juli 2017. Unter dem Arbeitstitel „Von Athen lernen“ stehend, leitet Adam Szymczyk die Ausstellung, bei der Themen wie Flucht, Finanzkrise und Widerstand verhandelt werden.

Fundstück: Amazon Charts präsentiert Bestsellerlisten in den USA

Amazon Charts präsentiert seit dem 18. Mai eigene Bestsellerliste. Screenshot vom 29.05.2017

Der Online-Versandhändler präsentiert ab sofort eine formatübergreifende Bestsellerliste. Unterschieden wird dabei zwischen nichtfiktionaler Literatur und Belletristik. Erstmals wurde die Liste, die nun wöchentlich online gehen soll, am 18. Mai in den USA veröffentlicht. Neben der Auswertung über die tatsächlich digital konsumierten Inhalte – ob gelesen oder gehört – der Amazon-Kunden auf Audible und Kindle („most read“-Listen), erfolgt die Auflistung der meistverkauften Titel in Form von „most sold“-Listen. Das Top-20-Ranking bietet zusätzliche Informationen über mögliche Ausleihen und Vorbestellungen, direkte Verknüpfungen zu Verkaufsrang und Kundenbewertung sowie Angaben zu Verlag und Agenten.

Fundstück: Die Freude am Buch

Der Schweizer Autor Lukas Bärfuss, hier als Poet in Residence an der Universität Duisburg-Essen im vergangenen Jahr, wird beim Tübinger Bücherfest aus seinem Roman „Hogard“ lesen.
Bild: CC BY-SA 4.0 Caro­lin Ter­horst

An diesem Wochenende findet in Tübingen zum zehnten Mal das Tübinger Bücherfest statt und beglückt seine Besucherinnen und Besucher bis Sonntag, 28. Mai 2017, mit zahlreichen Lesungen an ungewöhnlichen Orten. Ob im Garten des Evangelischen Stifts, im historischen Sitzungssaal des Rathauses oder im Gerichtssaal des Tübinger Landgerichts – Abwechslung ist bei den Lesungsorten genauso geboten wie auch bei den Autoren und Autorinnen. Neben bekannten Größen wie Lukas Bärfuss oder Feridun Zaimoglu liest unter anderem auch Philipp Winkler, der mit seinem Debütroman Hool für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2016 nominiert wurde. Persönlich wird es bei Hannelore Hoger, die vielen wohl besser als Kommissarin Bella Block aus dem ZDF bekannt sein dürfte: Zum ersten Mal erzählt sie in Ohne Liebe trauern die Sterne von ihrer Kindheit und Jugend und wie sie zur Schauspielerei kam. Gastland in Tübingen ist in diesem Jahr Frankreich, das dem diesjährigen Bücherfest auch sein Motto beschert: La Joie du livre – die Freude am Buch.

Fundstück: Mit Amazon Storywriter zur eigenen TV Serie?

Screenshot der Features auf storywriter.amazon.com

Amazon ist schon lange nicht mehr bloß ein Onlinemarktplatz. Das amerikanische Unternehmen hat mittlerweile auch in der Medienbranche fest Fuß gefasst. Subunternehmen veröffentlichen unter anderem eigene Bücher und machen mit ihren Serienproduktionen Netflix und Maxdome Konkurrenz. Fast monatlich kommen neue Original Serien dazu. Wer schon immer von der eigenen TV Serie geträumt hat, kann seit 2015 das Storywriter Tool des Konzerns nutzen. In dieser Software können aufstrebende Autoren ihre Skripte schreiben. Die Formatierung ist dabei einfacher als mit gewöhnlichen Textverarbeitungsprogrammen wie Word. Und da Amazon selbst auf der Suche nach Ideen für seine neuen Produktionen ist, kann das fertige Drehbuch über die Plattform direkt bei der Produktionsfirma eingereicht werden. Wie erfolgsversprechend dieser Prozess jedoch ist, steht in den Sternen.

Fundstück: „Das Debüt“ – Preisverleihung mit Shida Bazyar und Philip Krömer

Logo Das Debüt 2016 – Bloggerpreis für Literatur
Das Debüt – Preisverleihung am 24.04.17

Den neuen Bloggerpreis des Literaturblogs „Das Debüt“ für das beste deutschsprachige Romandebüt des Jahres haben wir euch auf Digitur bereits vorgestellt. Am Montag, 24. April 2017, findet um 19.30 Uhr im Café Central International (Grillo-Theater) die feierliche Preisverleihung statt. Unter dem Motto „Momentum“ werden Shida Bazyar, die für ihren Debütroman „Nachts ist es leise in Teheran“ den Debüt-Bloggerpreis 2016 erhielt sowie der Autor Philip Krömer, der mit „Ymir oder: Aus der Hirnschale der Himmel“ den zweiten Platz belegte, aus ihren Texten lesen. Zudem erwartet die Gäste ein Gespräch mit den AutorInnen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ihres Schreibens. Weitere Informationen: Eintritt 6,60 Euro, Tickets: TicketCenter II. Hagen 2, 45127 Essen, 0201 8122-200 oder tickets@theater-essen.de.

Fundstück: #LitcampBN17

Premiere am 8. April: Das Literaturcamp in Bonn. Bild: http://literaturcampnrw.de/literaturcamp-nrwbonn/

„Wie kommt mein Roman etc. zum Verlag oder den Leserinnen und Lesern? Wie publiziere ich – als Selfpublisher in einem Literaturblog? Wird Print eher gelesen als das E-Book? Ist die Zukunft des Buches eher digital oder traditionell?“ Fragen über Fragen, die am heutigen Samstag, 8. April 2017, beantwortet werden: Zum ersten Mal findet in Bonn das Literaturcamp statt, wo ganz allgemein über Literatur diskutiert wird. BuchliebhaberInnen, AutorInnen, BloggerInnen und alle, die mit der Branche zu tun haben, können hier ihre eigenen Texte vorstellen, Ideen austauschen oder in Diskussionen Antworten auf schon lange gestellte Fragen finden. In Kooperation mit der Volkshochschule Bonn haben die ehrenamtlichen Organisatorinnen Christine Krauß (Autorin), Ute Lange (Journalistin) und Ursula Fuchs (Leiterin des Referats Information der Bevölkerung, Selbstschutz und Selbsthilfe) das BarCamp in den Räumen der VHS Bonn ins Leben gerufen. Tickets konnten im Vorfeld erworben werden, ein spontanes Vorbeischauen ist leider nicht möglich.
Die Digitur-Redaktion wünscht gutes Gelingen für die Premiere!

Fundstück: TINCON – ein Festival für digitale Jugendkultur

Das Festival für digitale Jugendkultur. Bild: http://tincon.org

2016 fand in Berlin die erste TINCON statt. Die Gesellschaftskonferenz von, für und vor allem mit Jugendlichen zwischen 13 und 21 Jahren versteht sich als Festival für digitale Jugendkultur. Egal, ob Games, Politik, Code, Hacking oder DIY, zahlreiche Speaker beleuchten spannende Themen und stellen sich den Fragen des Publikums. Nach dem Erfolg 2016 mit rund 1.000 BesucherInnen geht die TINCON in die zweite Runde. Nicht nur vom 23. bis 25. Juni in Berlin, sondern auch am 19. Mai in Hamburg. Neben zwei Bühnen werden auf beiden Veranstaltungen auch Workshops zu den verschiedenen Themen angeboten. Es gibt auch die Möglichkeit, die TINCON aktiv mitzugestalten: im Rahmen des TINCALL kann sich jeder um einen Platz auf den Bühnen bewerben und Teil des Programms werden – ohne Altersbeschränkung.