Fundstück: Kleist-Preis 2018 geht an Christoph Ransmayr

Der Kleist-Preis wird jedes Jahr verliehen. Bild: CCO pixabay.com

Der Kleist-Preis geht in diesem Jahr an den Wiener Schriftsteller Christoph Ransmayr. Seine drei großen Romane Die Schrecken des Eises und der Finsternis (1984), Die letzte Welt (1988) und Morbus Kitahara (1995) bekamen auch international Anerkennung und „entwerfen eine hintergründige Topographie, in der sich historische Orte mit mythischen Landschaften überlagern“, so die Kleist-Gesellschaft.

Am 18. November wird der Kleist-Preis an Christoph Ransmayr in Berlin während einer Matinée im Deutschen Theater übergeben, die von Ulrich Khuon und Ulrich Beck arrangiert wird. Die Laudatio für Ransmayr hält der ungarische Kunsttheoretiker, Literaturkritiker, Essayist und Übersetzer László Földényi. Dieser war in diesem Jahr die von der Jury der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft gewählte Vertrauensperson und bestimmte Ransmayr zum Preisträger für 2018. Der Kleist-Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird jährlich verliehen.

Fundstück: SAM Voice Diary – das Multimediatagebuch

Vereint hören, lesen und schreiben: das SAM Voice Diary. Bild: CCO pixabay.com

Kein mühsames Aufschreiben mehr, das auch noch viel Zeit kostet: Mithilfe der Anwendung „Speak a message“ ist es möglich, ein Sprachtagebuch zu erstellen. Denn neben der klassischen Texteinträge kann der Nutzer zusätzlich Sprachaufnahmen einfügen und so sein Tagebuch authentischer und lebendiger gestalten. Aufgenommene Bilder unterstützen dabei das Festhalten von Erinnerungen. Das Tagebuch wird so zu einem multimedialen Erlebnis für jedermann.

Ein weiterer Vorteil ist die Langlebigkeit des Voice Diarys, denn es lässt sich als E-Book in digitaler Form auf allen elektronischen Geräten speichern. Auf diese Weise kann zu verschiedensten Zeiten und ortsunabhängig per Tablet, Notebook, PC oder mit einem Lesegerät für E-Books auf das Tagebuch zugegriffen werden. Die Voraussetzung ist nur, dass die Geräte EPUB3 unterstützen.

Fundstück: Braille-Festival kommt 2019 nach Leipzig

Das Louis Braille-Festival feiert die Blindenschrift. Bild: DBSV/Friese

Das Louis Braille Festival kommt im nächsten Jahr nach Leipzig. Das Begegnungsfest für blinde, sehbehinderte und sehende Menschen ist nach dem Erfinder der weltweiten Blindenschrift Louis Braille benannt und findet bereits zum vierten Mal statt. Die Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB) in Leipzig feiert 2019 ihren 125. Geburtstag und lädt aus diesem Grund gemeinsam mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) zu einem einzigartigem Fest ein. Vom 5. Bis 7. Juni 2019 gibt es ein vielfältiges Programm mit Konzerten, Punktschrift-Lesungen, Hörfilm-Kino und mehr. Menschen mit und ohne Behinderungen sowie Leipziger Institutionen gestalten das Festival und feiern damit die Inklusion.

Louis Braille erfand 1825 die weltweit verbreitete Braille-Schrift für Blinde und ermöglichte so sehbehinderten Menschen das Lesen. 1894 wurde die Deutsche Zentralbücherei für Blinde gegründet. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht blinden und sehbehinderten Menschen das Lesen von Büchern und Zeitschriften zu ermöglichen und bietet knapp 18.000 Werke in der Braille-Schrift sowie mehr als 40.000 Hörbücher an. Die Angebote liegen in der Bildungs-, Informations- und Unterhaltungsliteratur.
Mit dem Braille-Festival bekommt Leipzig neben der Buchmesse im nächsten Jahr ein weiteres tolles Festival.

Fundstück: „Drei ???“-Sprecher erhält Deutschen Hörbuchpreis

Andreas Fröhlich in seiner Paradedisziplin, der Sprechkunst. Bild: https://www.tolkiengesellschaft.de/19975/der-schwaebische-lindwurm-geht-aaan-alan-lee/

Viele kennen ihn als die Stimme von Robert „Bob“ Andrews, einem der drei Detektive aus der Krimi(hörspiel)reihe „Die drei ???“ von Robert Arthur. Für seine Sprechleistung in „Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr“ von Walter Moers gewinnt Andreas Fröhlich nun den Deutschen Hörbuchpreis in der Kategorie „Bester Interpret“. In dem Stück geht es um eine Königstochter, die an Schlaflosigkeit leidet und sich mit Wörterbüchern und Sprachspielen die Zeit vertreibt. Als ein alptraumfarbener Nachtmahr, der ihr Angst einjagen möchte, sie besucht, nimmt er sie mit auf eine Reise des Denkens und Träumens. 

Fröhlichs Interpretation sei „überaus virtuos, ernsthaft leicht und süchtig machend komisch“, so die Begründung der Jury. Dieses Epos sei ihm „auf die Zunge und ins Herz geschrieben“. Die Preisverleihung findet am 06. März im WDR Funkhaus in Köln statt                                                            und dient als Eröffnung der lit.Cologne.

Fundstück: Schweizer Grand Prix Literatur

Anna Felder erhält in diesem Jahr den Schweizer Grand Prix Literatur.
Bild: http://www.literaturpreise.ch/de/medien/medienfotos/

Der Schweizer Grand Prix Literatur 2018 geht an die Tessiner Autorin Anna Felder. Der Preis ist mit 40.000 Franken dotiert und wird am 15. Februar 2018 in der Nationalbibliothek in Bern verliehen. Felder erhält den Preis „für die Originalität ihres Gesamtwerks mit seinem subtilen Stil, geprägt von Menschlichkeit und Humor“, so die Preisstifter in einer Mitteilung. Zuletzt veröffentlichte sie 2017 in dem Band Liquida Kurzgeschichten.

Neben dem Schweizer Grand Prix Literatur werden außerdem die Schweizer Literaturpreise an insgesamt sieben Autorinnen und Autoren für ihre Werke aus dem vergangenen Jahr verliehen. Zusätzlich gibt es den Spezialpreis Übersetzung. Dieser wird nur alle zwei Jahre verliehen und geht in diesem Jahr an die Literaturübersetzerin und Autorin Yla Margrit von Dach. Glückwunsch an alle Preisträger!

Fundstück: „Fire and Fury“ führt eBookcharts an

Präsident Trump sorgt mit seinen Äußerungen oft für Unmut. „Fire and Fury“ beleuchtet die Vorgänge im Weißen Haus genauer. Bild: http://www.faz.net/aktuell/politik/thema/donald-trump

Dies ist wahrscheinlich das erste Mal, dass ein englischsprachiges eBook die Kindle-Bestseller-Liste anführt. Mit seinem fünften Buch, in dem er die Präsidentschaft Trumps thematisiert, stellt der Journalist Michael Wolff Rekorde im E-Reading Bereich auf. In den Amazon-Buchcharts steht „Fire and Fury“ momentan auf Platz 1 (Taschenbücher) und Platz 2 (Hardcover), aber auch die Kindlecharts führt es              souverän an.

 Wolff führte insgesamt mehr als 200 Interviews für sein Buch, unter anderem mit Trumps ehemaligen Chefberater Steve Bannon, sodass schon von einem „politischen Alptraum für das Weiße Haus“ geredet wird. Das Interesse durch die Leserschaft und die Medien war so groß, dass der Verlag Macmillan entschied, das Veröffentlichungsdatum von dem 09.01. auf den 05.01. vorzulegen. An einer deutschsprachigen Ausgabe wird momentan noch unter Hochdruck gearbeitet. Diese soll nun diesen Freitag, dem 19.01. zum Verkauf freigegeben werden.

 

Future!publish – Ein Blick in die Zukunft

Ob sich der Blick in die Zukunft lohnt? Bild: CCO Pixabay.

Die dritte future!publish findet am 25. und 26. Januar in Berlin statt. Dabei stehen neue Ideen, Konzepte und Impulse für den Verlag und Verkauf im Mittelpunkt. Innovative Marketing- und Verkaufsstrategien bilden die thematischen Schwerpunkte. Die Veranstalter, die Agentur Literaturtest, konnten Ashleigh Gardner, Head of Partnerships bei Wattpad, für die diesjährige Keynote gewinnen. Die Wattpad-App verbindet 60 Millionen Menschen miteinander. Ausgehend von dieser Community wird Ashleigh Gardner in ihrer Keynote einen Blick in die Zukunft des Lesens und Veröffentlichen wagen. Wie zeichnet sich der Leser von morgen aus? Wie können sie begeistert werden? Fragen, die hoffentlich in der Zukunft beantwortet werden können.

Ist denn schon wieder Weihnachten?

Frohe Weihnachten! Bild: CC BY-SA 4.0 Caro­lin Ter­hor­st

Es passiert nicht häufig, dass Heiligabend auf einen Sonntag und somit auf den 4. Advent fällt. Genau 14 Mal in einem Jahrhundert. Eigentlich schade, weil dadurch die Weihnachtszeit kürzer wird. Andererseits wird der Heilige Abend dadurch besinnlicher und ruhiger, niemand kann noch kurz vor knapp in die Geschäfte stürmen, um das letzte Geschenk oder in aller Eile noch das Eis für den Nachtisch zum Festtagsschmaus zu kaufen. Man kommt zur Ruhe und verbringt Zeit mit seinen Lieben.

Und vielleicht ist es genau das, was Weihnachten so besonders macht, wenn man mal von der religiösen Bedeutung absieht: Zeit haben und sich Zeit lassen. Kein Stress, keine Hektik, einfach zur Ruhe kommen und sich Zeit für das nehmen, wofür sonst keine Zeit bleibt. In diesem Sinne wünschen wir euch ein schönes, ruhiges Weihnachtsfest und ein paar entspannte Tage.

Fundstück: Bookchoice – Der digitale Buch-Club

Buch-Clubs sind in der digitalisierten Welt von heute längst nicht mehr angesagt. In der Zeit von E-Books und Flatrates wie Prime Reading (Digitur berichtete) hat keiner mehr Bedarf an einem Club-Angebot mit nur wenigen Büchern. Das will das niederländische Start-Up Bookchoice ändern: mit kuratierten Inhalten.

Viele Menschen lesen zwar gern, haben aber im Alltag oft nicht die Zeit und Muße, sich etwas Passendes zu suchen.

Deshalb trifft ein Team aus Kuratoren eine Vorauswahl an Titeln, die dann dem Nutzer vorgeschlagen werden. Nach eigenen Angaben ist da „alles von Bestsellern bis zu Geheimtipps“ dabei. Für knapp 4 Euro im Monat werden dem Kunden acht monatlich wechselnde E-Books und Hörbücher zur Verfügung gestellt. Die Titel können über die Bookchoice-App einfach aufs Handy oder Tablet heruntergeladen werden und stehen dann für zwölf Monate zur Verfügung.

Bereits 2014 gründete sich der digitale Buch-Club in den Niederlanden. Seit Oktober ist er jetzt auch für deutsche Leser erreichbar. Alle wichtigen Informationen hat Bookchoice in einem Info-Video zusammengefasst.

Fundstück: Re:Scam gegen Spam-Mails

Das neuseeländische Sicherheitsunternehmen Netsafe hat die wohl unterhaltsamste Waffe gegen Spammer entwickelt: einen Chatbot namens Re:Scam. Der Chatbot reagiert mit automatisch generierten Nachrichten auf Spam-Mails und soll die Betrüger in eine Konversation verwickeln, die möglichst lange anhält. So sollen die Urheber der Spam-Mails weniger Zeit dafür haben echte Menschen um ihre Daten und ihr Erspartes zu bringen.
Was also tun, wenn eine Spam-Mail es doch wieder einmal geschafft hat die ‚normalen’ Spamfilter zu passieren? Die Mail an den Bot unter me@rescam.org weiterleiten und hoffen, dass die Spammer in endlose Gespräche verwickelt werden. Wir finden die Idee sehr kreativ!