Kleiner Sticker sorgt für großen Wirbel

Nicht nur ein Werbegag: Die Aufkleber der Essener Buchhandlung Proust. CC-BY-NC-SA 4.0 Olga Fink
Nicht nur ein Werbegag:
Die Aufkleber der Essener Buchhandlung Proust.
CC-BY-NC-SA 4.0 Olga Fink

Eines der beliebtesten Geschenke ist das Buch. Über Onlineriesen wie Amazon ist das neuste Buch vom Lieblingsautor der besten Freundin schnell bestellt. Ein Mausklick genügt und schon klingelt der Postbote an der eigenen Tür. Sich beim Buchgeschenk mal mehr Zeit lassen als beim Aufgießen einer 5-Minuten-Terrine — das würde sich wohl so mancher Buchhändler wünschen. Die Buchhandlung „proust“ geht deshalb in Essen mit Aufklebern in die Offensive. Weiterlesen „Kleiner Sticker sorgt für großen Wirbel“

Fundstück: Visuelles Crossover

Bible Cross-References. Bild: Chris Harrison
Bible Cross-References. Bild: Chris Harrison

Die Bibel ist die christliche Geschichte der Welt. Für Chris Harrison ist sie eine bunte Halbkugel. Als Informatiker für Mensch-Computer-Interaktion hat er die Zahl der Kapitel, Verse und die textinhärenten Querverweise der Bibel  in einer cumputer-generierten Abbildung zusammen-gefasst. Das Ergebnis wirkt wie eine zarte Schneekugel aus spinnwebartigen Fäden.
Auf seiner Homepage bietet Chris Harrison noch andere Visualisierungen. Tipp: Die Amazon Book Map — ein bunter Flickenteppich aus tausenden Buchcovern des Online-Versandhändlers.

Ein Macher über seine Arbeit – Buchtrailerproduzent Milan Grünewald

Milan Grünewald, Bild: Mona Delic
Milan Grünewald, Bild: Mona Delic

Warum mit der Fantasie bis zum Lesen warten? Milan Grünewald fantasiert sich schon vorher in Bücher hinein. Er produziert Buchtrailer. Über zwanzig davon hat der Kölner Medienkünstler schon gemacht, seine Kreativität geht ihm aber noch lange nicht aus. Egal, ob Sachbuch oder spannender Thriller Roman, Milan Grünewald glaubt, für jedes Buch ließe sich ein guter Trailer produzieren. Was macht aber einen guten Trailer aus, ist die Story oder die Atmosphäre wichtiger und muss man die Bücher vorher immer komplett gelesen habe? All das und mehr hat er Olga Fink im Interview erzählt. Weiterlesen „Ein Macher über seine Arbeit – Buchtrailerproduzent Milan Grünewald“

Fundstück: Webprojekt „Verbrannte und Verbannte“

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Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung, Bebelplatz (Berlin). Bild: Daniel Neugebauer, CC-BY-SA-2.5

Beim ersten deutschen Kultur-Hackathon „Coding Da Vinci“ in Berlin Anfang Juli kürte eine fünfköpfige Jury Projekte, die sich der Aufgabe stellten, Kulturwissen digital aufzuarbeiten. 16 Kulturinstitutionen öffneten ihre Datenbanken, 17 Teams machten sich an die Arbeit. In der Kategorie „most useful“ gewann das Projekt „Verbrannte und Verbannte“.  Auf visuell anspruchsvolle und aufwendige Weise werden hier tausende Titel der „Schwarzen Liste“ der Nationalsozialisten in kleinen digitalen Kunstwerken abgebildet.

Fundstück: „With algorithms subtle and discrete // I seek iambic writings to retweet.“

Um ein Gedicht verfassen zu können, braucht man viel Gefühl? Das Twitter-Lyrik-Projekt „Pentametron“ kommt auch ohne aus. Ranjit Bhatnagar hat einen Algorithmus geschrieben, der elektronische Gedichte produziert. Sein Programm sucht nach englischsprachigen Tweets mit einem jambischen Versmaß, bei dem fünf betonte Silben abwechselnd auf fünf unbetonte folgen. Hat Pentametron so einen Tweet gefunden, wird dieser so lange archiviert bis das Programm einen zweiten erfasst hat, der sich auf den ersten reimt. Erst dann werden beide Tweets retweetet. @pentametron hat so schon über 42.000 Tweets abgegeben. Auf der Internetseite werden sie dann zu 14-zeiligen Gedichten zusammengefügt und veröffentlicht.

Hier ein kleiner Appetithappen daraus:
     Forever underneath The Dreaming Tree.
    Still crying at the cemetery scene:(
    So many random numbers calling me .__.
    Can someone please create a time machine
            („I got an alligator for a pet!“ Ein Gedicht von @pentametron)

Fundstück: Wenn „Das Internet“ mal kaputt gehen sollte…

Wie es dazu kommen kann, zeigt die britische Sitcom „The IT-Crowd“. Die Technikfreaks Moss und Roy sollen ihrer Abteilungsleiterin Jen bei einer Rede vor den Anteilseignern der Firma helfen. Sie selbst hat nämlich keinen blassen Schimmer von Computern und Technik. Die ausgebufften Schlitzohren nutzen die Gelegenheit für einen Streich der Extraklasse und jubeln der ahnungslosen Jen „Das Internet“ unter…

Wer sich auch für den höchst amüsanten Einstieg in diesen Schlamassel interessiert, kann hier sehen, wie Jen schon vorab von dem Wunderkasten durch Moss und Roy erfährt.

Die verborgenen Bilder zwischen den Buchdeckeln

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Bild: CC-BY-NC-SA 4.0 Olga Fink

Das Bild flackert. Ein blutiges Messer, eine einsame Zelle, Weißblende – dann ein Mann in Handschellen.

Was wie ein Kinotrailer für einen spannenden Thriller daherkommt, ist in Wahrheit etwas ganz anderes. Ein 40 Sekunden Spot soll Lust machen – aber nicht auf einen Film, sondern auf ein Buch. Weiterlesen „Die verborgenen Bilder zwischen den Buchdeckeln“