Fundstück: „With algorithms subtle and discrete // I seek iambic writings to retweet.“

Um ein Gedicht verfassen zu können, braucht man viel Gefühl? Das Twitter-Lyrik-Projekt „Pentametron“ kommt auch ohne aus. Ranjit Bhatnagar hat einen Algorithmus geschrieben, der elektronische Gedichte produziert. Sein Programm sucht nach englischsprachigen Tweets mit einem jambischen Versmaß, bei dem fünf betonte Silben abwechselnd auf fünf unbetonte folgen. Hat Pentametron so einen Tweet gefunden, wird dieser so lange archiviert bis das Programm einen zweiten erfasst hat, der sich auf den ersten reimt. Erst dann werden beide Tweets retweetet. @pentametron hat so schon über 42.000 Tweets abgegeben. Auf der Internetseite werden sie dann zu 14-zeiligen Gedichten zusammengefügt und veröffentlicht.

Hier ein kleiner Appetithappen daraus:
     Forever underneath The Dreaming Tree.
    Still crying at the cemetery scene:(
    So many random numbers calling me .__.
    Can someone please create a time machine
            („I got an alligator for a pet!“ Ein Gedicht von @pentametron)

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