Fundstück: Die Revolution des E-Books

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„Beim Lesen lässt sich vor­treff­lich den­ken“; das hat nicht nur Leo Tolstoi erkannt. Eine Möglichkeit zum Austausch der Lesegedanken bietet Sascha Lobos Projekt Sobooks. Seit dem 10. Oktober 2014 ist die Internetseite online. Sobooks steht für Social Books. Auf der Plattform können Leser direkt miteinander diskutieren. DRadio Wissen hat sich das Netzwerk bereits angesehen.

Readfy: „Start the Readvolution!“

Fürs Tablet und das Smartphone zu haben: Die neue readfy-App CC-BY-NC-SA 4.0 Anne Lenhardt

Für Musik, Filme und Computerspiele gibt es sie schon: die zum Teil sogar kostenlosen Abo-Angebote und Flatrates für Smartphone, Tablet und PC. Da war es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis diese „all you can read“-Mentalität auch den Buchmarkt erreichte. Ende September startete mit „readfy“ nach einer langen Testphase die erste eBook-App für mobile Endgeräte in Deutschland – und stellt Leseratten Bücher auch zu kostenlosen und günstigen Flatrate-Tarifen zur Verfügung. Weiterlesen

Fundstück Nr. 44: „Mit einem Navi wäre das nicht passiert“

Der Screenshot zeigt: Auch die Berliner Zeitung twitterte fleißig mit.

Der Screenshot zeigt:
Auch die Berliner Zeitung twitterte fleißig mit.

Abseits von schnödem Wortgeröll und entbehrenswerten Nichtigkeiten im twitterischen Datenüberfluss und mit dem Hashtag #1Buch1Satz versehen, gibt es sie noch: lesenswerte, lustige und literarische Tweets. Zeit Online löste mit ihrer gleichnamigen Aktion anlässlich der Frankfurter Buchmesse nämlich einen wahren Trend aus, als sie dazu aufrief, den Inhalt eines Buches auf 140 Zeichen zusammenzufassen. Als „Swingerparty gone bad“ beschreibt jemand Goethes Wahlverwandtschaften. „Geiz ist nicht geil“ heißt es dagegen bei Dickens Weihnachtsgeschichte. Lesenswert sind die kreativen Ideen der Twitter-Community allemal.

Die Literaturwissenschaftlerinnen Elisabeth Michelbach und Johanna Karch im Interview auf der Frankfurter Buchmesse

Über den eigenen Tellerrand schauen und gewohntes Territorium verlassen, das kann zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen führen. In neue Gefilde wagt sich auch Elisabeth Michelbach, die im DFG Graduiertenkolleg Literatur und Literaturvermittlung im Zeitalter der Digitalisierung ihre Promotionsarbeit über das Blog als neue „autobiographische Gattung der digitalisierten Gegenwart“ schreibt.
Ebenfalls an der Universität Göttingen enstanden, ist das eMagazin Litlog. Von den Themenschwerpunkten des Blogs und der Verbindung zum Graduiertenkolleg erzählt Redakteurin Johanna Karch.
Auf der Frankfurter Buchmesse haben beide Literaturwissenschaftlerinnen ihre Projekte im Forum Zukunft vorgestellt. Digitur hat sie vor die Kamera gebeten.

Digitur feiert Jubiläum auf der Frankfurter Buchmesse 2014

Am 13. Oktober 2013 hießen wir unsere ersten Leser auf Digitur herzlich willkommen. Fast auf den Tag genau berichteten wir nun ein Jahr später auf der Frankfurter Buchmesse über die Gründung unserer studentischen Online-Redaktion und vor allem darüber, wie sich unser Blog seitdem entwickelt hat. Denn wir durften Digitur im Forum Zukunft neben dem DFG Graduiertenkolleg Literatur und Literaturvermittlung im Zeitalter der Digitalisierung, dem Blog Litlog und dem Fortbildungsprogramm Buch- und Medienpraxis vor Privatbesuchern sowie Vertretern der Buch- und Verlagsbranche und der Presse vorstellen. Der Initiator von Digitur Dr. Thomas Ernst nahm hierbei zunächst den Einfluss des digitalen Wandels auf die literaturwissenschaftliche Forschung und Lehre in den Blick. Anschließend erläuterte Digitur-Gründungsmitglied Esther Kalb das Konzept, die Themen und die Strukturen von Digitur.

Fundstück: Die Arno Schmidt Anziehpuppe

Die literarische Welt feiert in diesem Jahr den 100. Geburtstag von Arno Schmidt. Die Feuilletons huldigen mit Rückblicken und Reisetipps zu Werk und Biographie des Autors, der Suhrkamp Verlag hat viele seiner Titel neu aufgelegt. Der Grafiker, Cartoonist und Buchdesigner Ralf Zeigermann hatte schon 2011 eine andere Idee: Auf seinem Blog The Cartoonist kann man die wohl erste und einzige Arno Schmidt Anziehpuppe als pdf herunterladen. Viel Spaß beim analogen Basteln!

Den Weg in die digitale Verlagswelt finden

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Foto: Carsten Meltendorf

Nikola Richter ist Verlagsleiterin und Programm- verantwortliche in dem von ihr gegründeten Berliner E-Book-Verlag mikrotext. Zuvor hat sie verschiedene Stationen durchlaufen und auch heute sind ihre beruflichen Tätigkeiten vielseitig. Digitur traf die junge Verlegerin bei einem Workshop zur digitalen Verlagswelt als Berufsfeld. Weiterlesen

Kleiner Sticker sorgt für großen Wirbel

Nicht nur ein Werbegag: Die Aufkleber der Essener Buchhandlung Proust. CC-BY-NC-SA 4.0 Olga Fink

Nicht nur ein Werbegag:
Die Aufkleber der Essener Buchhandlung Proust.
CC-BY-NC-SA 4.0 Olga Fink

Eines der beliebtesten Geschenke ist das Buch. Über Onlineriesen wie Amazon ist das neuste Buch vom Lieblingsautor der besten Freundin schnell bestellt. Ein Mausklick genügt und schon klingelt der Postbote an der eigenen Tür. Sich beim Buchgeschenk mal mehr Zeit lassen als beim Aufgießen einer 5-Minuten-Terrine — das würde sich wohl so mancher Buchhändler wünschen. Die Buchhandlung „proust“ geht deshalb in Essen mit Aufklebern in die Offensive. Weiterlesen

Fundstück: Digitur ist Blogger des Monats

Blogger des Monats Oktober 2014. Screenshot: www.uniglobale.com

Blogger des Monats Oktober 2014.
Screenshot: www.uniglobale.com

UNIGLOBALE, das Hochschulmagazin für die Studierenden von heute beschäftigt sich mit dem digitalen Lifestyle der „Generation Internet“ und gibt Tipps für Studium, Lebensplanung und Berufseinstieg. Außerdem wird jeden Monat auf der Website ein studentisches Blog vorgestellt. Blogger des Monats Oktober 2014 ist Digitur! Im Beitrag erzählt unsere Redakteurin Katharina wie Digitur entstanden und was in einem Jahr Bloggen passiert ist.

Fundstück: Internet Archive Book Images

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Bild: Internet Archive Book Images (flickr)

In der Literatur gehen Text und Bild manchmal eine Einheit ein. Bei der Digitalisierung historischer Literatur stürzten sich Bibliotheken und Archive bisher allerdings in vielen Fällen nur auf die Texte und vernachlässigten die Abbildungen. Dieses Problem erkennend hat ein amerikanischer Wissenschaftler begonnen, ein Internet Archive Book Images zu erstellen. In dem von Yahoo finanzierten Projekt wurden bereits ca. 2,6 Millionen gemeinfreie Bilder bei Flickr hochgeladen und verschlagwortet. Die Abbildungen stammen aus Büchern, Zeitungen und Zeitschriften, die zwischen 1500 und 1922 erschienen sind. Laut lesen.net soll das Archiv noch auf 12 Millionen Dokumente wachsen.