Nie mehr mit dem Aktenordner ins Seminar!

Das Wachstum von Online-Semesterapparaten an der Universität Duisburg-Essen (Auszug aus einer Präsentation von Frank Lützenkirchen, siehe auch: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42222/Workshop52a2016-10-12LuetzenkirchenSemesterapparate.pdf).
Das Wachstum von Online-Semesterapparaten an der Universität Duisburg-Essen (Auszug aus einer Präsentation von Frank Lützenkirchen, siehe: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42222/Workshop52a 2016-10-12LuetzenkirchenSemesterapparate.pdf).

Dass die Digitalisierung bessere Arbeits- und Erkenntnisprozesse in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre ermöglicht, dürfte Konsens unter den „Digitur“-LeserInnen sein – und dazu gehören auch dynamische Online-Semester- apparate. Zugleich prognostiziert der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Horst Hippler, dass bald „die für ein modernes Studium unverzichtbare digitale Bereitstellung von Texten schmerzhaft eingeschränkt wird.“ Wie kann das sein? Und was kann man gegen diese Entwicklung unternehmen? Weiterlesen „Nie mehr mit dem Aktenordner ins Seminar!“

Wenn die Generation Online ins Off gezwungen wird – Ein Kommentar

Bild: CC0 pixabay.com
Sind die Online-Semesterapparate nächstes Jahr schon Geschichte, werden zahlreiche Studenten wieder haufenweise Bücher schleppen müssen. Bild: CC0 pixabay.com

Es ist höchstens ein leises Klappern, was man in Deutschlands Hörsälen neben den Stimmen der Lehrenden überwiegend wahrnimmt. Das Kratzen von Stiften über Papier oder das Umblättern von Buchseiten? Fehlanzeige. Statt Notizblöcken und Kugelschreibern nutzen wir mit immer größerer Vorliebe Laptops oder Tablets für unsere Aufzeichnungen – weil es in den meisten Fällen einfach so viel praktischer ist. Die Notizen sind schnell gemacht, trotz aller Eile leserlich, übersichtlich, und sollte man nachträglich etwas hinzufügen müssen, ist auch das stets ohne Platzmangel möglich. Doch das Beste daran? Direktes Einbinden von eigenen Notizen in Skripte oder Unterrichtsmaterialien, sodass alle Lerninhalte an einem Ort gesammelt sind, inklusive der integrierten Stichwortsuche. Und all das ist möglich durch die Bereitstellung von wissenschaftlichen Artikeln, Literaturauszügen und Skripten in den Online-Semesterapparaten unserer Universitäten – deren Existenz jedoch jetzt in Gefahr ist. Weiterlesen „Wenn die Generation Online ins Off gezwungen wird – Ein Kommentar“

Für offene Kultur: das Orbanism-Festival #fil15

Das #fil15-Logo ist ein Zeichen für offene Kultur.
#fil15 steht für offene Kultur. Auch Digitur unterstützt die #fil15-Idee!

Am 28. und 29. November findet in Berlin und im Netz das Orbanism-Festival „Falling in Love“ (#fil15) für offene Kultur statt. Die Idee des Remix-Festivals, das vom Hauptstadtkulturfonds gefördert wird, beschreiben die Orbanism-OrganisatorInnen auf der Website des Festivals wie folgt: „#fil15 ist ein Experiment, ein Spiel mit Kreativität und Gemeinschaftsgefühl. #fil15 schafft einen Erfahrungsraum, der eine offene und freundliche Kultur plausibler macht als Hatespeech und Fremdenfeindlichkeit.“ Orbanism ist das von Christiane Frohmann und Leander Wattig 2014 als Dachmarke gegründete „Netzwerk der digitalen Communitys“. Weiterlesen „Für offene Kultur: das Orbanism-Festival #fil15“

Fundstück: Juristische Hilfe für das Forschen in der digitalen Welt

Laptop und Buch.
Bild: SCY/pixabay CC0

Mit den Digital Humanities gewinnt die quantitative Auswertung von Daten zunehmend an Bedeutung für die Geistes- und Kulturwissenschaften. Die Verwaltung von Zugriffs- und Nutzungsrechten muss neu und anders gedacht werden. Eine aktuell veröffentlichte juristische Handreichung für das Forschen in der digitalen Welt, verfasst von John Weitzmann und Paul Klimpel (iRights.Law), gibt Geistes- und KulturwissenschaftlerInnen einen Überblick über die rechtlichen Bestimmungen und Risiken im Zusammenhang mit der Veröffentlichung und Nachnutzung von Erkenntnissen und Forschungsdaten.

Fundstück: Die volle Freiheit

So schön kann kein Copyright sein: gemeinfreie Bilder auf unsplash.com. Foto: CC0 1.0
So schön kann kein Copyright sein. Foto: CC0 1.0

Auf unsplash.com werden alle zehn Tage zehn hochauflösende Fotos unter der Creative Commons Zero Lizenz zum Download bereitgestellt. Das heißt, man darf die auf der Seite angebotenen Werke kostenlos nutzen – kopieren, bearbeiten, verbreiten – und das ohne die Erlaubnis von den Urhebern oder den Betreibern der Seite einzuholen. Einfach gesagt: „Mach damit was du willst!“ Die Fotos werden in sechs Kategorien unterteilt und sind dementsprechend verschlagwortet, um die Suche nach bestimmten Motiven zu vereinfachen: Gebäude, Essen&Trinken, Natur, Objekte, Menschen und Technologie.  Die Seite ist ein schönes Beispiel für die Open Culture Bewegung und den Mehrwert von Creative Commons Lizenzen im Bereich des digitalen, kulturellen Schaffens. Crew, das Unternehmen, das dahinter steckt, vertritt genau diese Philosophie und will durch Projekte wie Unsplash der Internetcommunity Tools zur kreativen Arbeit zur Verfügung stellen. Wer diesen Gedanken unterstützen und eigene Bilder gemeinfrei zur Verfügung stellen will, kann sich direkt auf der Seite registrieren.

„Die Natur des Textes selbst wandelt sich.“ Wissenschaftliches Publizieren in einer digitalen Welt

digital humanities im deutschsprachigen raum
Der Verband DHd – „Digital Humanities im deutschsprachigen Raum“

Wie kann man die Potenziale digitaler Medien für das wissenschaftliche Arbeiten optimal nutzen? Oder konkreter gefragt: Wie könnte das digitale Publizieren eine bessere wissenschaftliche Praxis fördern? Diese wichtigen Fragen, an denen weltweit viele Forscherinnen und Forscher theoretisch und praktisch arbeiten, werden auch im deutschsprachigen Raum intensiv bearbeitet. Einer der wichtigsten Akteure ist der noch junge Verband Digital Humanities im deutschsprachigen Raum, der 2012 gegründet wurde und in wenigen Wochen in Graz seine zweite Jahrestagung begehen wird.

Auf der ersten Jahrestagung, die im März 2014 in Passau stattfand, wurden verschiedene AGs eingerichtet, die sich intensiver mit wichtigen Fragen der Digital Humanities beschäftigen sollten, eine davon hat sich im letzten Jahr unter der Leitung von Dr. Thomas Stäcker (stv. Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel) zum Thema „Digitale Publikationen“ formiert. Vor wenigen Tagen hat die AG nun ihr vorläufiges Arbeitspapier zur Zukunft des digitalen Publizierens in der Wissenschaft, insbesondere in den Digital Humanities, vorgelegt, das Weiterlesen „„Die Natur des Textes selbst wandelt sich.“ Wissenschaftliches Publizieren in einer digitalen Welt“

Fundstück: Die E-Book-Branche in der FAZ

„Wir sind die Fährtenleser der neuen Literatur“ Artikel von Elke Heinemann in der FAZ vom 22. November 2014
CC-BY-SA 4.0 Sabrina Jaehn

Im Feuilleton der aktuellen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung skizziert Elke Heinemann die E-Book-Szene abseits des Mainstreams. Dabei kommen mit Christiane Frohmann und Nikola Richter Größen der Branche zu Wort. Außerdem werden einige E-Book-Verlage, deren Autoren sowie E-Book-Events kurz vorgestellt. Aber auch das Urheberrecht und ästhetische Formen des digitalen Schreibens, wie die „Twitteratur“, sind Thema. Jetzt auch online.

Peace, Books and Internet

Buchcover: Jaron Lanier - Wem gehört die Zukunft?
Buchcover: Jaron Lanier – Wem gehört die Zukunft?

Am 12. Oktober erhielt der Informatiker Jaron Lanier in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Für preiswürdig befand die Jury sein kritisches Sachbuch zur digitalen Ökonomie „Wem gehört die Zukunft?“. Hier ein paar Gedanken zur bemerkenswerten Schnittstelle zwischen Weltpolitik, Internet und Buchhandel. Weiterlesen „Peace, Books and Internet“

Plagiatsplattformen als Avantgarde? Zur Zukunft des digitalen Publizierens in den Geisteswissenschaften

Screenshot Videos DHd2014
Kontroverse Diskussionen bei der ersten
Konferenz des DHd in Passau

„Historic man may turn out to have been literate man. An episode.“  Marshall McLuhan, 1953

Die Potenziale der digitalen Medien für das geisteswissenschaftliche Arbeiten werden immer stärker genutzt und reflektiert. Ein guter Beleg für diese Veränderungen ist der Verband Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd), Weiterlesen „Plagiatsplattformen als Avantgarde? Zur Zukunft des digitalen Publizierens in den Geisteswissenschaften“

The End – und dann?

Ein trauriger Moment Bild: CC BY-SA 4.0 Esther Kalb
Ein trauriger Moment Bild: CC BY-SA 4.0 Esther Kalb

Wer kennt es nicht: das schreckliche Gefühl, wenn ein Buch zu Ende geht und man sich von den liebgewonnenen Charakteren verabschieden muss? Um dem entgegenzuwirken beschlossen in den 1930er-Jahren einige Fans der von Arthur Conan Doyle verfassten Serie „Sherlock Holmes“, weitere Fälle des Detektivs aufzuschreiben. Da hier zum ersten Mal Fans Geschichten weiterschrieben, deren Protagonist von einem anderen Autor erdacht worden war, spricht man in diesem Kontext häufig von der Geburtsstunde der Fanfiction. Weiterlesen „The End – und dann?“