Digital Humanities, kurz DH – für viele ein fremder Begriff oder vielleicht einer aus der Kategorie: „Hab‘ ich schon mal irgendwo gehört.“ Es würde sich also anbieten, hier mit einer knackigen Definition aufzuwarten. Doch da wird es bereits knifflig. Die Frage, was die Digital Humanities denn nun sind, füllt einige Bücher; nicht zuletzt wird das Thema bei Twitter und bei Fachkonferenzen heiß diskutiert. Weiterlesen
Fundstück: E-Poetry und das Times Haiku
Ein Dreizeiler mit fünf, sieben und wiederum fünf Silben – mehr braucht es nicht für ein traditionelles japanisches Haiku. Seit seinen Anfängen im 16. Jahrhundert erfreut sich das Haiku auch heute noch solcher Beliebtheit, dass mittlerweile auch das Flaggschiff des amerikanischen Journalismus, die New York Times, täglich ihr eigenes Haiku auf tumblr und twitter veröffentlicht. Das interessante daran: Der Text der kürzesten Gedichtform der Welt wird nicht von Journalisten, sondern von einem komplexen mathematischen Algorithmus generiert. Geschrieben hat diesen der amerikanische Entwickler Jacob Harris. Sein Haiku-Generator durchkämmt täglich die Titelseite der aktuellen Ausgabe und findet Sätze, die – mit Hilfe eines Open Source Wörterbuches und Silbenzählers – zu einem Haiku geformt werden können. Für die Veröffentlichung ausgewählt, optisch ansprechend verpackt und über eine Vielzahl von sozialen Netzwerken verteilt werden die Gedichte dann aber trotzdem noch von menschlichen Times-Journalisten.
Aus 19 mach 7 – Die Mehrwertsteuer für E-Books
Das „Kulturgut Buch“ wird in Deutschland besonders geschützt. Auch der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7%, der beim Kauf erhoben wird, trägt dazu bei. Doch schützenswert erschien bisher nur das gedruckte Buch. Der selbe Text geht als Hörbuch oder E-Book mit 19% über die Ladentheke. Das soll sich bald ändern. Weiterlesen
Fundstück: Social Reading
Social Books machen das Lesen immer geselliger. Wie genau sich das gemeinschaftliche Lesen im Internet gestaltet und welche Chancen oder Probleme dabei entstehen – darüber vermittelt der kurze Film „Social Reading – Bücher diskutieren im Web 2.0“ ein anschauliches Bild. Der Film des Forschungsschwerpunkts Medienkonvergenz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) wurde (in einer leicht gekürzten Form) unter anderem für den Fast Forward Science-Preis nominiert.
Sobooks – Bücher teilen, liken und kommentieren
Was sind eigentlich Social Books? Dahinter verbirgt sich keine neue Form des persönlichen Ratgebers, sondern eine Idee der Kommunikation über Bücher. Sobooks sind eigentlich nichts anderes als E-Books, nur interaktiver. Das sagt jedenfalls Mitbegründer Sascha Lobo.Sascha Lobo
Fundstück: Bücherkinder

Bücherkinder.de – Website von Stefanie Leo mit Wertungen zu Werken der Kinder- und Jugendliteratur von Kindern und Jugendlichen
CC-BY-SA 4.0 Sabrina Jaehn
Wer weiß am besten, was Kinder und Jugendliche lesen wollen? Klar, die Kids selbst. Auf Buecherkinder.de geben die 5 – 20-Jährigen der „Bücherkinder“ ihre Meinung über von ihnen gelesene Bücher ab und entscheiden über Tops und Flops der Kinder- und Jugendliteratur. Sie unterstützen damit die Gründerin Stefanie Leo. Gemeinsam geben sie einen Einblick in die jährlich rund 8000 Neuerscheinungen im Bereich Kinder- und Jugendbuch.
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Die neuen E-Bibliotheken: Trend mit Zukunft?

Who Needs Books? CC BY-NC 2.0 Nate Bolt
Wir sind jung, haben kein Geld und wollen nichts besitzen. Das sind wir, die Generation Y. Wir stehen auf digital, wir sharen statt zu kaufen und setzen damit auch im Buchmarkt den Trend. Eine 2013 von PriceWaterhouseCoopers durchgeführte Studie zur Nutzung von elektronischen Büchern bestätigt: 40 % der 18- bis 30-Jährigen würden auch E-Books gerne ausleihen. Als Antwort darauf entstehen immer mehr Plattformen, die diese neue Art des Lesens und Ausleihens innovativ und attraktiv aufbereiten wollen, darunter die „Kindle-Leihbücherei“, die mobile Bibliothek „Skoobe“ und bald auch „readfy“. Weiterlesen
Fundstück: „Digitaler Humanismus“ wird geehrt
Er gilt als Pionier der digitalen Welt und als Vater des Begriffs „virtual reality“. Gemeint ist Informatiker, Schriftsteller und Musiker Jaron Lanier, der sich seit Donnerstag auch als diesjähriger Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels bezeichnen kann. In seinen Büchern („We Are Not a Gadget“ und „Who Owns the Future“) fordert Lanier einen „digitalen Humanismus“, der sowohl den Schutz des geistigen Eigentums als auch die Rechte jedes Individuums auf seine Daten im Internet umfasst. Die Verleihung des Preises findet am 12. Oktober 2014 im Rahmen der Frankfurter Buchmesse statt.
Der ALK 2014 als Crowdfunding-Projekt
Schon mal darüber nachgedacht Preisstifter(in) zu werden? Interesse an einer Tretbootkreuzfahrt über den Wörthersee? Ja? Beides geht, wenn man zum Crowdfunder des jährlich vergebenen Automatische Literaturkritik Preises wird, dem – laut Crowdfundingseite – „transparentesten, sinnvollsten Literaturpreis der Welt“. (Warum „transparent“? Das kann man in unserem digitalen Nachbericht zum letzten Bachmannpreis nachlesen.) Nominiert sind automatisch alle Autoren, die bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur an den Start gehen. Nachdem die Initiatoren des Preises bisher alleine das Preisgeld von 500 Euro gespendet haben, soll es nun mittels Crowdfunding auf 5000 Euro wachsen. Und das Funden scheint sich zumindest für Literatur- und/oder Klagenfurtliebhaber zu lohnen, denn eine umfangreiche Sammlung an Perks steht zur Auswahl: von der bereits erwähnten Tretbootfahrt (25 Euro), über einen persönlichen Postkartengruß aus Klagenfurt (15 Euro) bis hin zur Preisbenennung (1000 Euro – mehr geht nicht) und vielen signierten Büchern, ist fast alles dabei.
„Eines Tages, Baby“: PoetrySlam-Shootingstar Julia Engelmann erobert den Buchmarkt
Dass die PoetrySlam-Szene in Deutschland seit Jahren pulsiert und sich immer größerer Beliebtheit erfreut, ist nicht neu. Längst werden die selbstgeschriebenen Texte der jungen Slamerinnen und Slamer nicht mehr nur beim literarischen Dichterwettstreit vorgetragen, sondern können auch in traditioneller Buchform erstanden werden. Mit „Eines Tages, Baby“ hat PoetrySlam-Shootingstar Julia Engelmann, die einst durch ein YouTube-Video bekannt wurde, nun auch ihr erstes Werk veröffentlicht – und schaffte damit den Sprung vom Internetphänomen zur gedruckten Autorin.






