Die Gute Nacht-Geschichte ist für viele Kinder ein festes, tägliches Ritual. Während der kalten Jahreszeit, vor allem auch jetzt in der (Vor-)Weihnachtszeit, werden Bücher bei den Kleinsten immer beliebter. Doch was, wenn die Eltern keine Zeit haben? LivingKidsBooks bietet eine Lösung, genau für das Problem.
Kinder können sich die Geschichten als Film ansehen. Der wird aber nicht als „typischer“ Animations-Film gezeigt. Die Ideengeber haben auf Effekte bewusst verzichtet, verfilmen die jeweiligen Geschichten auch nicht. Stattdessen sehen die kleinen Zuschauer ein Buch und eine Person liest es vor, erklärt, was zu sehen ist. Quasi so wie Mama, Papa, Oma oder Opa es auch machen würden! Den Kinder soll so eine möglichst authentische Vorlese-Atmosphäre geboten werden.
Ziel ist es, ein möglichst breites Themenfeld für Kinder von zwei bis sieben Jahren bereit zu stellen.
Happy Birthday Virtuelles Literaturhaus Bremen! Zehn Jahre Literaturarbeit im Spannungsfeld zwischen Print und Online
Am 17. November 2015 lud das Bremer Literaturhaus zu einer Festveranstaltung in den Lesegarten der Stadtbibliothek. Vier AutorInnen sprachen und lasen zum Thema „Literatur und Digitalität – eine Zukunft zwischen Buch und Netz?“ und zeigten so die Bandbreite literarischer Ausdrucksformen 2.0. Weiterlesen
Fundstück: Netzliteratur im Archiv
Wie lässt sich Netzliteratur authentisch archivieren und verfügbar machen? Dieser Frage geht ein Forschungsteam im Rahmen des DFG-Projekts Aufbau eines Quellencorpus für die seit den 1990er Jahren entstehende Literaturgattung „Netzliteratur“ seit Januar 2013 nach. „Ziel ist der Ausbau der bestehenden Sammlung Literatur im Netz durch Aufbau eines in technischer und ästhetischer Hinsicht typologisch beispielhaften Grundstocks an Quellen.“ Im Deutschen Literaturarchiv Marbach findet am 01./02. Dezember nun der Workshop Netzliteratur im Archiv: Erfahrungen und Ergebnisse statt. Diese Veranstaltung markiert den Abschluss des auf drei Jahre konzipierten Projekts: „Im Verein von Experten und Akteuren der Netzliteratur sowie dem Projektteam werden Erfahrungen und Methodisches, Geschichte und Zukunft des digitalen Genres und seine Relevanz für die Forschung beleuchtet.“
Fundstück: „Die Zukunft der deutschen Literatur“
Was beschäftigt die Autoren von morgen? Welche Art von Literatur wünscht sich der Nachwuchs für die Zukunft und welche Funktionen sollte sie für die jungen Schriftsteller erfüllen? Die Online-Plattform ze.tt hat beim diesjährigen Treffen junger Autoren im Rahmen der Berliner Festspiele einmal nachgefragt. Darüber hinaus geben Felice Christina Lohmann (14), Rahmatullah Hayat (18), Lukas Rietzschel (21) und Nefeli Kavouras (19) auf ze.tt in vier kurzen Clips Kostproben aus ihren eigenen Texten.
Für offene Kultur: das Orbanism-Festival #fil15
Am 28. und 29. November findet in Berlin und im Netz das Orbanism-Festival „Falling in Love“ (#fil15) für offene Kultur statt. Die Idee des Remix-Festivals, das vom Hauptstadtkulturfonds gefördert wird, beschreiben die Orbanism-OrganisatorInnen auf der Website des Festivals wie folgt: „#fil15 ist ein Experiment, ein Spiel mit Kreativität und Gemeinschaftsgefühl. #fil15 schafft einen Erfahrungsraum, der eine offene und freundliche Kultur plausibler macht als Hatespeech und Fremdenfeindlichkeit.“ Orbanism ist das von Christiane Frohmann und Leander Wattig 2014 als Dachmarke gegründete „Netzwerk der digitalen Communitys“. Weiterlesen
Digital und wild! Zu Besuch bei edel & electric
edel & electric ist das neue Digitalprojekt der Edel Germany GmbH. Als erster Teil davon ging im Oktober der gleichnamige Verlag mit vier digitalen Titeln an den Start, am 02. Dezember beginnt mit den „Electric Nights“ eine literarische Veranstaltungsreihe der besonderen Art. Digitur hat Mara Giese, Volontärin im Bereich Marketing, und Laura Sonnefeld, verantwortlich für die Kommunikation bei edel & electric und edel eBooks, in Hamburg zum Interview getroffen. Weiterlesen
Fundstück: Dichterlesen.net
Am 20.11. fand bereits zum zwölften mal der bundesweite Vorlesetag statt. Ziel der Initiative ist es, Kindern Begeisterung für Literatur zu vermitteln. Mit dem digitalen Portal Dichterlesen.net, einem Projekt des Literarischen Colloquiums Berlin und des Deutschen Literaturarchivs Marbachs, ist seit dem 3. Oktober jeden Tag Vorlestag für Erwachsene, denn die Website bietet schon jetzt ein umfangreiches Archiv an Audiomitschnitten von Lesungen, Diskussionen und Buchvorstellungen. Darüber hinaus gibt es Themenräume, in denen das Material wissenschaftlich aufgearbeitet und audiovisuell neu erfahrbar gemacht wird – momentan zum Thema „Mauerrisse“. Nach und nach soll „ein halbe[s] Jahrhundert deutscher und internationaler Literaturgeschichte der Öffentlichkeit zugänglich“ gemacht werden. Eine spannende Fundgrube für literatur(geschichts)begeisterte Hörer, Leser und nicht zuletzt auch Wissenschaftler!
„Früher dachte ich, Bücher besprechen heißt ein alter Mann zu sein“ – Workshop mit Stefan Mesch
Wie spricht man über Literatur? Das war eine der zentralen Leitfragen des Workshops Feuilletonistisches Schreiben, der am 12. November 2015 an der Universität Essen stattfand. Organisiert wurde er vom Forum Kalliope im Rahmen der Beitragsreihe Fünf Gesichter zum Buch. Gegenstand der Diskussion war auch die Frage nach der Funktion des Schreibens für das Feuilleton und dem Status eines Literaturkritikers beziehungsweise Bloggers. Dazu war Stefan Mesch als besonderer Gast vor Ort, der während des Abends Einblicke in seine Arbeitsprozesse gab und den Teilnehmern das Berufsbild eines freien Journalisten und Literaturkritikers näher brachte. Weiterlesen
Fundstück: Hamlet zwischen Big Data und Totalüberwachung
Shakespeares tragische Figur Hamlet (Eva Maria Müller) wird im Schauspiel Dortmund zum kindlichen Rächer im Batman-Kostüm und sinniert zwischen Wahrheit und Wahnsinn, nachdem sein Vater und König (Sebastian Kuschmann) durch Bruderhand ermordet wird. Soweit, ähnlich der Vorlage. Doch Dortmunds Hamlet befindet sich im Spannungsfeld zwischen digitaler Informationsüberflutung und Voyeurismus durch den Einsatz von Kameras. Helsingör, Ort des Sehen und Gesehen-Werdens, wird zum Überwachungsstaat erklärt. Hamlets Mit- und Gegenspieler als abgeleitete Gegenwartstypen und zweiter Identität Whistleblower oder Computerspielfiguren bewegen sich zwischen dem Verstoß gesellschaftlicher Regeln und Handeln nach Moralvorstellungen. Durch den Einsatz von Kameras und Projektionsflächen eröffnet Regisseur Kay Voges dem Publikum einen Blick auf fragmentierte Körper und fragliche menschliche Beziehungen im Zeitalter der Digitalität. Es beginnt ein Verwirrspiel der Wahrnehmungen, bei dem Kino und Theater, Realität und Fiktion nicht mehr auseinanderzuhalten sind.
Wer Teil des Forschungslabors sein will, sollte sich unbedingt die letzte Vorstellung von Hamlet am 20.11.2015 im Schauspiel Dortmund ansehen!
#fbm15: Ein Rückblick in Bildern
Zum Abschluss unserer Beitragsreihe zur Frankfurter Buchmesse 2015 schließen wir mit einer Auswahl an Bildern rund um das Geschehen und die Menschen im Orbanism Space. Vielen Dank an das Orbanism-Team Christiane Frohmann und Leander Wattig, dass wir dabei sein konnten!

Fotos: CC BY-SA 4.0 Lisa-Marie Reingruber, Simone Theilmann.






