Online-Journalismus – von Bezahlschranken und AdBlockern

Bahnübergangsschild als Sinnbild für Bezahlschranken im Online-Journalismus.

Bezahlschranken oder Paywalls sollen Online-Journalismus finanzieren. Bild: CC0 pixabay.com

Immer häufiger treffen Internet-NutzerInnen bei journalistischen Online-Angeboten auf sogenannte Bezahlschranken oder Paywalls. Dass für qualitativ hochwertigen Journalismus langfristig funktionierende Bezahlmodelle gefunden werden müssen, liegt auf der Hand. Aus Sicht der Medienunternehmen verstärken zudem abnehmende Abo-Zahlen im Printbereich die Notwendigkeit, mit den Online-Angeboten Geld zu verdienen („Paid Content“). Wir haben uns einmal angeschaut, welche Finanzierungsmodelle es bei deutschen Online-Zeitungen bereits gibt und wie sie angenommen werden. Weiterlesen

Fundstück: #tddl17

In Klagenfurt am Woerthersee finden ab heute die 41. Tage der deutschsprachigen Literatur statt.
Foto: CC0 pixabay.com

Zum 41. Mal finden ab heute die Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt statt. Neben einem bunten Rahmenprogramm wird heute Abend um 20.30 Uhr die noch bis zum 9. Juli andauernde Veranstaltung durch die 18. „Rede zur Literatur“ des österreichischen Schriftstellers Franzobel eröffnet. Außerdem wird die Lesereihenfolge der teilnehmenden AutorInnen ermittelt.

Im Rahmen der Literaturtage wird – ebenfalls zum 41. Mal – der Bachmannpreis zu Ehren der österreichischen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann verliehen. Die Lesungen und Diskussionen um diesen und weitere Preise beginnen am Donnerstag um 10 Uhr und enden am Samstag um 14 Uhr. Die siebenköpfige Jury ermittelt Sonntag ab 11 Uhr die PreisträgerInnen. Der gesamte Wettbewerb wird live von 3sat übertragen, außerdem gibt es einen Livestream sowie On-Demand-Videos.

mBook – digitale Revolution für den Geschichtsunterricht

Mit dem Tablet zur Schule statt einem Rucksack voller Bücher: Mit dem mBook könnte so der Schulalltag der Zukunft aussehen. Foto: CC0 pixabay.com

In vielen Bundesländern haben die Sommerferien bereits begonnen, in anderen befindet sich das Schuljahr in den letzten Zügen. Für Schüler bedeutet das vor allem eines: Ruhe und Erholung vom anstrengenden Lernalltag. Eine Pause von der Auseinandersetzung mit komplexen theoretischen Themen oder Sachverhalten, zu denen oftmals ein interessanter, praktischer Bezug fehlt, der „Lernen“ mit „Spaß vereinbaren könnte.
Dieser Thematik hat sich das Institut für digitales Lernen angenommen: Mit dem mBook brachte es ein Schulbuch auf den Markt, das multimedial angelegt ist und aus trockener Theorie ein interaktives Lernerlebnis macht. Weiterlesen

Fundstück: Amazon bietet neue Option für Prime-Mitglieder: Prime Reading

Amazon bietet neue Funktion für Prime-Mitglieder: Prime Reading. Screenshot vom 23.06.2017

Amazon erweitert sein Sortiment für Prime-Kunden in Deutschland und Österreich und stockt um die Leseflatrate auf. Prime Reading bietet ab sofort unbegrenztes Lesen von eBooks, eMagazinen, Comics und Kindle Singles (Kurzgeschichten, Memoiren, Aufsätze). User können dabei Titel wie Generation Beziehungsunfähig von Michael Nast und GU Kochbücher aus unterschiedlichen Genres auswählen: Kinderbücher, Romane, Krimis, Sachbücher,… Im Programm sind außerdem vollständige Digitalausgaben von Magazinen wie Stern,  Spiegel, Vogue uvm enthalten. Autoren erhalten eine Pauschalsumme zwischen 200 und 1000 Euro.
Es gibt eine kostenlose Kindle Lese-App für iOS und Android, die ein Lesen auf Kindle-Geräten sowie auf Smartphone, Tablet, Laptop und PC ermöglicht.

Subway Library gegen Langeweile in der U-Bahn

In der Subway Library gibt es für alle U-Bahn Nutzer kostenlose E-Books.

In der Subway Library gibt es für alle U-Bahn Nutzer kostenlose E-Books. Bild: Pixabay CC0

Als Pendler, der jeden Tag mit der Bahn zur Uni und wieder zurückfährt, weiß ich eines ganz genau: Bahn fahren nervt! Es ist langweilig, die Bahn sowieso nie pünktlich und die Zeit, die ich vergeude, könnte ich definitiv sinnvoller nutzen. Klar, ein Blick auf’s Handy geht immer, aber wirklich interessante Sachen gibt’s bei Facebook und Co. auch nicht. Wie also die Bahnfahrt gestalten? Seit Anfang Juni läuft in New York das Projekt Subway Library, das genau auf diese Frage eine Antwort weiß. Weiterlesen

Fundstück: Woche der unabhängigen Buchhandlungen

Die Woche der unabhängigen Buchhandlungen lädt zum gemeinsamen Feiern ein. Bild: www.wub-event.de

In den vergangenen Jahren hat Digitur immer wieder von der Woche unabhängiger Buchhandlungen berichtet – vom 4. bis 11. November geht die Veranstaltung in die nächste Runde. Seit 2014 feiern in Deutschland unabhängige, inhabergeführte Buchhandlungen gemeinsam mit Kolleg/innen und Kund/innen ihr Bestehen, die Werte, die sie vermitteln, die Liebe zu Büchern, aber auch die kulturelle Vielfalt und hochgradige Kreativität, die ihr Arbeitsumfeld mit sich trägt. Initiator der Aktion ist David Mesche, Mitinhaber der BUCHBOX!-Buchhandlungen in Berlin. Gemeinsam mit seinem ambitionierten Organisationsteam sowie den teilnehmenden Buchhandlungen lädt er zu vielseitigen Veranstaltungen rund um das „unabhängige“ Buch ein – neben Lesungen, Schreibwettbewerben, Workshops und einer Party, können sich Teilnehmer/innen auf die Wahl des Lieblingsbuchs der Unabhängigen freuen. Die Shortlist wird am 26. September veröffentlicht.

Fundstück: Für ein gutes digitales Leben ab und zu auch mal abschalten.

Zehn Minuten, zwei Stunden oder sogar einen kompletten Tag – wie lange haltet ihr es aus, nicht auf euer Smartphone zu schauen, Mails zu checken, Postings zu liken oder nur eben kurz auf eine Nachricht zu antworten? Keine Frage, ein Leben ohne das Internet ist vollkommen ausgeschlossen! Es wäre auch viel zu schade, die tollen digitalen Innovationen der letzten Jahrzehnte nicht zu nutzen. Für den literarischen Kosmos hieße das z.B. keine E-Books mehr, auf die gewonnene Möglichkeit des Self-Publishings verzichten und kaum vorstellbar – ein Leben ohne Digitur. So etwas wollen wir natürlich keinesfalls. Dennoch lohnt es sich, in der schnelllebigen digitalen Welt einmal innezuhalten und zu reflektieren: Wie viel Zeit verbringe ich womit und warum im Internet? Mache ich das, weil ich es gut und sinnvoll finde oder nur weil ich das Gefühl habe, sonst etwas zu verpassen?

Solchen Fragen geht der Animationsfilm Das gute digitale Leben aus der Videoreihe Little Green Bags nach. In diesem Teil erklärt Prof. Dr. Miriam Meckel von der Universität St. Gallen (HSG) in Kooperation mit dem Animationsstudio Zense fantasievoll und praxisnah Phänomene des digitalen Alltags und gibt Tipps, wie wir ohne Techno-Stress digitale und anologe Welt miteinander verbinden können. Dazu gehört auch, nach diesem Video das World Wide Web zu verlassen und einfach mal abzuschalten!

© Universität St.Gallen (HSG), Text von Prof. Dr. Miriam Meckel, Kreation: http://www.zense.ch, Wissenschaftlicher Leiter: Prof. Dr. Thomas Beschorner

Zwischen Gucci und Prada – das Buch

Unzählige Bücher auf der Kö. Foto: Joanna Meißner CCO

Auf der Kö in Düsseldorf reihte sich eine Bücherkiste an die andere. Darunter nicht nur Goethe und Schiller, sondern auch die aktuellsten Bestseller. Ein recht ungewöhnlicher Anblick für diese Straße, auf der sich normalerweise Shopping-Wütige von einem Laden in den nächsten schieben. Allerdings sind Bücherstände für die Besucher der Königsallee nicht gänzlich ungewohnt, denn auch in diesem Jahr fand der 31. Bücherbummel statt. Vom 8. bis zum 11. Juni dreht sich auf der Kö nicht alles nur um Gucci und Prada. Die Literatur bekommt für kurze Zeit eine Aufenthaltsgenehmigung. Weiterlesen

Fundstück: Verbotene Bücher bei der documenta

„The Parthenon of Books“ in Kassel während den Bauarbeiten. Bild: Pixabay CCO

Die Verwandlung von Franz Kafka, 1984 von George Orwell und Harry Potter von Joanne K. Rowling haben eines gemeinsam, sie stehen auf der Liste einst oder aktuell verbotener Bücher. Es ist erschreckend, wie viele Bücher weltweit einer Zensur unterliegen. Die argentinische Künstlerin Marta Minujin rief vor Monaten zu einer Spende dieser Werke für ihr Kunstwerk The Parthenon of Books auf, das derzeit mit rund 100.000 Büchern in Kassel am Friedrichsplatz nach dem Vorbild des Tempels auf der Athener Akropolis erbaut wird. Ein Denkmal, das nicht nur an die Bücherverbrennung im Nationalsozialismus erinnern soll, sondern vor allem ein Zeichen gegen Zensur und die Verfolgung von Schriftstellern setzen soll. Dieses Kunstwerk ist Teil der 14. documenta, der weltweit bedeutendsten Ausstellung für zeitgenössische Kunst. Mehr als 160 Künstler zeigen ihre Arbeiten bei der diesjährigen documenta, die erstmals an zwei Orten stattfindet: in Kassel vom 10. Juni bis zum 17. September, sowie in Athen vom 8. April bis zum 16. Juli 2017. Unter dem Arbeitstitel „Von Athen lernen“ stehend, leitet Adam Szymczyk die Ausstellung, bei der Themen wie Flucht, Finanzkrise und Widerstand verhandelt werden.

Studieren in Polen – (fast) analog. Ein Selbstversuch

Mit Block und Kugelschreiber ist man an der Danziger Uni schon gut ausgestattet. Foto: Vanessa Hellwig CC0

Paulina schreibt und schreibt. Seite für Seite füllt sie ihren Collegeblock mit der heutigen Präsentation, wie immer mit dem blauen Kugelschreiber. Sie ist schnell geworden mit dem Schreiben, denn sie befindet sich mittlerweile im letzten Bachelor-Semester ihres Germanistikstudiums. Ihre Handschrift ist schön, so ordentlich und ein bisschen verschnörkelt, und manchmal frage ich mich, ob ich auch so schön schreiben könnte, wenn ich so viel Übung darin hätte. Denn was die angehenden Germanistikabsolventen an der Danziger Uni jeden Tag unfreiwillig üben ist, unter anderem, die Handschrift. Möglich macht es die wenig vorhandene Digitalisierung, die aus einem Studium in der polnischen Ostseestadt wieder richtige Handarbeit macht. An das (fast) analoge Studieren musste ich mich während meines Auslandssemesters in der Ostseestadt erst wieder gewöhnen. Weiterlesen