Fundstück: Archiv digital nutzbar

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Archiv: Ab August 2016 ist der Nachlass Günter Grass‘ digital nutzbar. (Foto: pixabay, CC0)

Im Krebsgang, Mein Jahrhundert – Werke, die Literaturinteressierte wohl sofort mit dem 2015 verstorbenen Literaturnobelpreisträger Günter Grass in Verbindung bringen. Manuskripte, unter anderem dieser Werker, befinden sich neben einigen seiner Zeichnungen, Lithographien, Radierungen und Aquarelle im Günter-Grass-Haus in Lübeck.
Dieser Nachlass wurde nun eingescannt. Damit kann der Prozess des Schreibens nachvollzogen werden. Ab August 2016 kann dieses Archiv dann digital genutzt werden.
Günter Grass wurde 87 Jahre alt. Bekannt wurde er unter anderem durch seinen Debütroman Die Blechtrommel. Ab 1957 gehörte er der Gruppe 47 an.

Fundstück: Bibel 2.0

Bibelverse mit Hilfe von Emoji erstellen.
Bibelverse mit Hilfe von Emojis erstellen? Das geht! Der Erfinder brauchte etwa ein halbes Jahr.

„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ So steht es im 1. Buch Mose geschrieben und so ist es auch den meisten geläufig. Doch kennen Sie auch die neueste Version dieses Bibeltextes?
Anstatt auf Worte, setzte der Erfinder hauptsächlich auf Emojis. Apropos Erfinder. Wer hinter der Idee der „Bilderbibel“ steckt, ist nicht bekannt. Weder der Name, noch das Geschlecht konnten herausgefunden werden. Die Bibelverse wurden sozusagen generalüberholt und auf den neuesten Stand des 21. Jahrhunderts gebracht, um Texte für Millennials bzw. die Generation Y zu schaffen. Etwa ein halbes Jahr habe dieser Übersetzungsprozess gedauert. Regelmäßig postet der „Martin Luther der digitalen Zeit“ (um dem anonymen Erfinder einen Namen zu geben) auf Twitter Bibelverse in Emoji-Sprache.

Ob diese Version für Digital Natives angemessen ist, bleibt wohl jedem selbst überlassen. Es ist jedoch ein gutes Beispiel dafür, dass der Text-Begriff weit gefasst ist und sich nicht nur auf die semantisch-logische Aneinanderreihung von Worten bezieht.

Fundstück: Hörspielfiguren „Tonies“

Tonies bei Instagram
Die Tonies sind bereits in den sozialen Medien zu finden. – Foto:  CC BY-SA 4.0 Jana Leonhardt

Kinder mit Literatur vertraut machen. Wie ginge das besser als mit dem Vorlesen von Geschichten? Doch manchmal fehlt Eltern die Zeit, um mit dem Nachwuchs und mit Hilfe von Büchern in eine Phantasiewelt einzutauchen, spannende Abenteuer zu erleben oder auf Entdeckungsreise im Märchenwald zu gehen. Eine Alternative zu Hörspielen auf CD oder gar per App bietet bereits LivingKidsBooks. Nun gibt es – bzw. ab September im Handel – eine weitere Möglichkeit für Kinder, Hörspiele zu nutzen.   Tonies! Das ist eine Kombination aus Spielzeug und Hörspiel. Auf die Idee kamen Patric Faßbender und Marcus Stahl. Aber was genau sind Tonies? Es handelt sich um eine Box, auf die verschiedene Spielfiguren (Olchis oder beispielsweise das Sams) gestellt werden können. Je nach Figur beginnt dann das entsprechende Hörspiel. Das funktioniert durch near field communication, kurz NFC. Wenn die Kleinen keine Lust mehr auf Geschichten-Vorlesen haben, dann können sie kurzerhand die Figur als Spielzeug nutzen. Die Erfinder bezeichnen die Tonies auch als Hörspielfiguren – was die Idee dahinter gut auf den Punkt bringt.

Fundstück: Programmieren lernen für die ganz Kleinen

Programmieren ist in der heutigen digitalen Zeit kein Fremdwort mehr.
Programmieren ist in der heutigen digitalen Zeit kein Fremdwort mehr. Bild: CC0

Die Kinder der heutigen Zeit sind zweifelsohne Digital Natives. Smartphones, Tablets und auch Laptops sind ständige Begleiter, für wohl kaum ein Kind etwas Unbekanntes.
Damit all die neuen Techniken und Anwendungen funktionieren, die zu den täglichen Begleitern geworden sind, gehört eines unabdingbar dazu: das Programmieren. Dass das nun auch schon die Kleinsten lernen können, beweist Lego Education WeDo 2. Spielerisch sollen Grundschüler an das Programmieren herangeführt werden. Das Konzept sei an das des Lehrplanes angepasst. So besteht die Aufgabe zum Beispiel darin, Robotik-Modelle mit Lego-Steinen zu bauen und Programmiersteine, Motoren und Sensoren zu integrieren.
Programmieren können schon mit 7 Jahren – Für den späteren Lebenslauf sicher nicht schlecht 😉

Fundstück: Geschichten Vorlesen 2.0

Screenshot: https://www.livingkidsbooks.com/ (08.12.2015)
Screenshot: https://www.livingkidsbooks.com/ (08.12.2015)

Die Gute Nacht-Geschichte ist für viele Kinder ein festes, tägliches Ritual. Während der kalten Jahreszeit, vor allem auch jetzt in der (Vor-)Weihnachtszeit, werden Bücher bei den Kleinsten immer beliebter. Doch was, wenn die Eltern keine Zeit haben? LivingKidsBooks bietet eine Lösung, genau für das Problem.
Kinder können sich die Geschichten als Film ansehen. Der wird aber nicht als „typischer“ Animations-Film gezeigt. Die Ideengeber haben auf Effekte bewusst verzichtet, verfilmen die jeweiligen Geschichten auch nicht. Stattdessen sehen die kleinen Zuschauer ein Buch und eine Person liest es vor, erklärt, was zu sehen ist. Quasi so wie Mama, Papa, Oma oder Opa es auch machen würden! Den Kinder soll so eine möglichst authentische Vorlese-Atmosphäre geboten werden.
Ziel ist es, ein möglichst breites Themenfeld für Kinder von zwei bis sieben Jahren bereit zu stellen.

Digitale Trauer – Wie das Web 2.0 mit dem Tod umgeht

Trauernde verarbeiten den Verlust oft auch mit Hilfe von Gedenkseiten. Bild: CC0
Trauernde verarbeiten den Verlust oft auch mit Hilfe von Gedenkseiten. Bild: CC0

Schöne Momente niemals vergessen, Freunde und Familienmitglieder nicht verschwinden lassen – Erinnerungen an Verstorbene helfen bei der Trauerbewältigung. Doch oftmals verblassen die Erinnerungen an die geliebten Menschen mit den Jahren, ungewollt. An jede Einzelheit (das Lächeln, Gesten und Mimiken) kann sich vermutlich nicht mehr genau erinnert werden. Das Web 2.0 bietet Trauernden eine Form, mit dem Tod umzugehen und hält  dabei Momente fest, die eine authentische Vorstellung des Verstorbenen bewahren.
Weiterlesen „Digitale Trauer – Wie das Web 2.0 mit dem Tod umgeht“

Fundstück: Kunstwerke aus Pixeln

Einige Kunstwerke des ITAF 2015. Quelle: Screenshot http://www.teletextart.com/de/artists/karin-ferrari/
Einige Kunstwerke des ITAF 2015. [Screenshot: teletextart.com]

Welche Sendung kommt denn im Anschluss, wie sind die aktuellen Fußball-Ergebnisse und was ergab eigentlich die Ziehung der Lottozahlen?
Mal ehrlich, wer hat sich solche Fragen beim Fernsehen nicht schon einmal gestellt? Zumeist wird das Internet bzw. Smartphone oder Tablet genutzt, um Antworten zu finden. Aber auch der Teletext kann in eben solchen Situationen als Informationsquelle dienen. Dass dieser aber viel mehr kann, zeigt die gerade stattfindende ITAF. Hinter diesem Kürzel verbirgt sich das Internationale Teletext Art Festival. Noch bis zum 13. September dieses Jahres sind die Kunstwerke in Pixeln zu sehen.
Kann (Tele-)Text auch Kunst sein? Das kann ein jeder für sich selbst herausfinden und für seinen Favoriten abstimmen. Einer der Künstler wird von einer Experten-Jury ausgezeichnet.

Fundstück: Webcomics – Strichmännchen in der Wissenschaft

Screenshot: xkcd.com am 18.06.2015
Screenshot: xkcd.com am 18.06.2015

Bei komplexen mathematischen Gleichungen, physikalischen Vorgängen und auch beim Verstehen der Liebe oder von Sarkasmus rümpfen einige verdutzt die Nase. Das kennt wohl jeder, oder zumindest von anderen Gebieten. Ein Genie in allen genannten Bereichen scheint Randall Munroe zu sein. Er veröffentlicht auf xkcd.com Webcomics, die sich genau mit diesen Themen beschäftigen. Als Lern- bzw. Nachhilfe verstehen sich diese Webcomics allerdings nicht. Denn für die angesprochenen Themen müssen die Besucher der Seite in den meisten Fällen schon Fachwissen mitbringen. Erst dann kann man auch über den Witz, der hinter den Zeichnungen steckt, schmunzeln. Die Strichmännchen-Comics erscheinen unter dem Seiten-Titel „A Webcomic of romance, sarcasm, math and language“ („Ein Webcomic über Liebe, Sarkasmus, Mathe und Sprache“). Wem die bildlichen Darstellungen auf englischer Sprache nicht liegen, der kann zum deutschen Pendant wechseln. Dort gibt es die Übersetzung einiger originaler Webcomics. Wer Mathe, Sprache, Liebe oder Sarkasmus mal auf eine andere Weise erleben möchte, sollte auch einen Blick in die Rubrik „What if?“ (Mischung aus Artikel und Zeichnung) werfen.  Über die Bedeutung des Namens – xkcd – brauch indes niemand spekulieren, das sei nämlich nur eine wahllose Aneinanderreihung von Buchstaben.

Digitale Wiedergeburt der einstigen Poeten: Liebesbriefe auf Bestellung

Alltägliche, kurze Nachrichten können schnell zu Liebesbeweisen werden.
Alltägliche, kurze Nachrichten können schnell zu Liebesbeweisen werden. (Bild: pixabay CC0)

„Komme 5 min. später, stehe im Stau! 🙂“ Eine solche Nachricht, oder zumindest so ähnlich, flatterte doch bei fast jedem schon einmal ins Postfach. Beim Blick aufs Smartphone oder auch in den PC fällt auf: unsere heutige schriftliche Kommunikation ist schnell, kurz und vor allem digital. Das ist vornehmlich den neuen Medien à la Whatsapp, Facebook oder der schon beinahe veralteten SMS geschuldet. Auswirkungen hat das aber nicht nur auf die alltägliche Kommunikation zwischen Freunden, sondern auch auf die Liebe, genauer: die schriftlichen Liebesbeweise. Kann heutzutage überhaupt noch von Liebesbriefen die Rede sein? Weiterlesen „Digitale Wiedergeburt der einstigen Poeten: Liebesbriefe auf Bestellung“