future!publish: Die LogBook App – Literatur im Raum erleben

Das Team der Universität St. Gallen präsentiert die LogBook App. CC-BY-NC-SA 4.0 Sina Adam

Das Team der Universität St. Gallen präsentiert die LogBook App. CC-BY-NC-SA 4.0 Sina Adam

Mordechai Wolkenbruch auf seiner wunderlichen Reise durch Zürich begleiten, mit Max Frisch auf eine Zigarette am See verweilen, an Originalschauplätzen den Dadaismus wieder zum Leben erwecken – all dies soll schon bald möglich sein. Mit der LogBook App will das Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement St. Gallen Literatur erlebbar machen und den Kulturtourismus revolutionieren.  Weiterlesen

Gesetzliche E-Book-Preisbindung – Hintergründe und Meinungen

Ebook zwischen Büchern

Foto: Maximilian Schönherr – eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Dem Status des Buches als hohes, schützenswertes kulturelles Gut trägt in Deutschland und in anderen Ländern auch der Gesetzgeber durch die Buchpreisbindung Rechnung. Bislang galt das Gesetz in Deutschland nicht für E-Books – jedenfalls nicht explizit. Brancheninsider und -interessierte verwiesen im Zuge der Berichterstattung zur kürzlich beschlossenen gesetzlichen Verankerung der E-Book-Preisbindung immer wieder darauf, dass diese auch bisher außer Frage stand und zweifelten mitunter am Mehrwert der Gesetzesänderung. Digitur hat ein paar Fakten aufbereitet und (Netz-)Reaktionen gesammelt.
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Fundstück: Google-Store für multimediale Bücher

Editions at Play

Editions at Play: https://editionsatplay.withgoogle.com/#/

Multimediale Bücher – sogenannte „enhanced books“ – erweitern einen linearen Text beispielsweise um Bilder, Videos oder Audiomaterial. Google hat nun in Kooperation mit dem Londoner Verlag Visual Editions den Online-Shop „Editions at Play“  eröffnet, in dem diese Form des nicht druckbaren Buches künftig erhältlich ist. Bislang umfasst das Angebot lediglich zwei E-Books, die jeweils für 3,24 € erworben werden können, weitere Geschichten sollen jedoch in Kürze folgen. Auch der Umfang der E-Books ist mit einer Lesedauer von jeweils 30-60 Minuten ausbaufähig. Interessierte können in einer Vorschauversion einen ersten Eindruck der „enhanced books“ erlangen und sich entweder in  Entrances & Exits  selbstständig durch eine digitale Erzählwelt bewegen oder in The Truth About Cats & Dogs zwischen den Tagebucheinträgen zweier Protagonisten beliebig hin- und herwechseln.

future!publish: Papego und die Kluft zwischen Print und Digital

Dr. Karl-Ludwig von Wendt stellt Papego vor. CC-BY-NC-SA 4.0 Daniela Kratz

Dr. Karl-Ludwig von Wendt stellt Papego vor. CC-BY-NC-SA 4.0 Daniela Kratz

Gedruckt versus digital, das gute alte Buch gegen das moderne E-Book: Neu ist diese Debatte keineswegs. Jede Seite hat ihre Verfechter mit einleuchtenden Argumenten, doch schließen sich beide Formate wirklich grundsätzlich aus? Oder gibt es eventuell doch eine Möglichkeit, die Gegensätze zu überwinden und beide Seiten zu verbinden?
Dr. Karl-Ludwig von Wendt, Autor und Mitbegründer der Hamburger Briends GmbH, hat es sich zum Ziel gesetzt eine Brücke zwischen gedrucktem und digitalem Lesen zu schlagen und somit all diejenigen Leser zu bedienen, die sich eben nicht von vornherein ausschließlich auf ein Format festlegen wollen, sondern stattdessen Wert auf größtmögliche Flexibilität legen. Auf dem Berliner future!publish-Kongress stellte er Ende Januar 2016 dazu seine konkrete Vision vor: Papego.

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Fundstück: Hören, was andere sehen

Screenshot: http://www.gretaundstarks.de/greta/greta (17.02.2016)

Screenshot: http://www.gretaundstarks.de/greta/greta (17.02.2016)

Lange Zeit war es für Sehbehinderte schwierig im Kino oder Zuhause bei einem DVD-Abend einen Film in Gänze wahrnehmen zu können, weil die Sehkomponente bisher unerfüllt blieb. Doch dafür gibt es nun Abhilfe: Die App Greta macht Audiodeskriptionen zugänglich und ermöglicht in den Dialogpausen die Beschreibung von Mimik, Gestik, Handlung und der dramaturgisch relevanten Umgebung. Die App erkennt den Filmstart automatisch und spielt die Bildbeschreibungen synchron zum Film ab. Einziger Haken: Wer sich für einen Film interessiert, sollte vorher checken, ob es dazu auch eine Audiodeskription gibt, da die Filmverleiher und Produzenten selbst entscheiden, welche Filme sie für Greta zugänglich machen.
Greta funktioniert auf jedem Smart Device (Smartphone, iPod Touch oder Tablet) und ist via Kopfhörer nutzbar.

7 Tipps für digitale Leser

Tipp Nr. 6: Literatur streamen und downloaden. Foto: CC-BY-SA 4.0 Lisa-Marie Reingruber

Tipp Nr. 6: Literatur streamen und downloaden. Foto: CC-BY-SA 4.0 Lisa-Marie Reingruber

… oder die, die’s noch werden wollen.
Unter digitaler Literatur stellen sich viele einfach eBooks vor, die man auf einem eReader lesen kann. Dabei beinhaltet diese Kategorie so viel mehr als digitalisierte Bücher auf elektronischen Lesegeräten, wie man an den folgenden sieben Beispielen sehen kann. Die Auflistung erhebt keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit, denn das Schöne an der Digitalisierung ist, dass sie sehr viele Möglichkeiten bietet, Literatur zu konsumieren. Weitere Hinweise zu digitalen Leseerfahrungen können gerne als Kommentar gepostet werden. Weiterlesen

Fundstück: mairisch in Amsterdam

Amsterdam CC0

Amsterdam. Bild: CC0 Nick Scheerbart.

Die Niederlande und Flandern sind in diesem Jahr Gastland auf der Frankfurter Buchmessse und damit Blickfang für den hiesigen Literaturbetrieb. Um sich ein umfassendes Bild der niederländischen Literaturwelt  machen zu können, hieß es für den Hamburger Verlag mairisch Koffer packen. Mairisch hat seinen Verlagssitz für einen Monat nach Amsterdam verlegt, um vor Ort mit Protagonisten der niederländischen Literaturszene zu sprechen, Einblicke in das kulturelle Geschehen zu geben und der Frage nachzugehen, „was es mit Belgien, Flandern und dem Sprachengewirr auf sich hat“. Dokumentiert wird diese spannende „Klassenfahrt“ auf dem Blog des Verlags, auf dem sich bereits ein interessantes Interview mit Michiel Scharpé findet.

Fundstück: quatschen.de

quatschen

Bild: www.quatschen.de

quatschen.de ist ein kreatives Netzwerk vor allem für Manager und Führungskräfte, die sich gemeinsam mit anderen Unternehmern auch schwierigen Themen mit Lockerheit und ganz ohne Druck nähern möchten. Denn „Quatschen ist die Sprache der Menschen im Digitalen Wandel“.

Es geht um Austausch, Kommunikation und Kooperation – und das Ganze unter dem Gesichtspunkt der Kreativität und Kunst. Auf diese Weise soll Wissen geteilt und dabei Inspiration gefördert werden. Das Projekt umfasst den Ratgeber „quatschen.de – Gestalten mit Worten„, der voraussichtlich im Mai 2016 als Printmedium erhältlich sein wird sowie eine Website, auf der Käufer des Buches verlinkt werden können und sich so miteinander vernetzen.

Vom Blog zum Buch

Das eigene gedruckte Buch oder das eigene digitale Ebook? CC0

Das eigene gedruckte Buch oder das eigene digitale E-Book? CC0

Das eigene Buch in den Händen halten – das ist der Traum vieler Nachwuchsautoren. Zu Zeiten, in denen jeder recht einfach sein eigenes Werk im Internet publizieren kann, scheinen jedoch viele aufgrund der geringeren Hürden die Veröffentlichung eines Ebooks vorzuziehen. Die beiden Blogger Patrick und Jasmin von Healthy Habits sind den Schritt gegangen und berichten im Interview von ihren Erfahrungen als Blogger und dem Weg zur Herausgabe eigener als Print erschienener Ratgeber, oder in anderen Worten: vom Blog zum Buch.

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Fundstück: future!publish

Foto: Sina Adam

Foto: Sina Adam

Ein Blick in die Zukunft. Zumindest in die Zukunft des Publizierens. Das ist die Idee von future!publish. Der Kongress findet erstmals am 28. und 29. Januar 2016 in Berlin statt. Es geht ums Verlegen und ums Verkaufen. Und um den Austausch. So sind verschiedene ReferentInnen vor Ort, die Projekte vorstellen oder Prozesse hinterfragen. Caspar Armster spricht über sein E-Book-Projekt für Kinder und Jugendliche, Buchlichter, Tilmann Rammstedt stellt seinen Fortsetzungsroman #morgenmehr vor, Thomas Ernst fragt nach Erlösmodellen digitaler Literatur und Christoph Bläsi wirft einen Blick in die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens. future!publish möchte dem Motto ‚Mindflow – Workflow – Networking‘ folgen und sich als Treffpunkt für die Buchbranche etablieren. Natürlich ist auch Digitur vor Ort und twittert live vom Kongress.