Fundstück: 13. Book’n’Ball-Cup in Köln

Passend zur Fußball-EM findet am 11. Juni der Book'n'Ball-Cup statt, Bild: CC BY-SA 4.0 Carolin Terhorst

Passend zur Fußball-EM findet am 11. Juni der Book’n’Ball-Cup statt, Bild: CC BY-SA 4.0 Carolin Terhorst

„Fußball und Bücher? Wie passt das denn zusammen?“, werden sich einige sicherlich fragen. Zugegeben: Die Kombination ist eher ungewöhnlich, doch der Book’n’Ball-Cup findet in diesem Jahr schon zum 13. Mal statt.

Passend zum Start der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich veranstalten die beiden Kölner Verlage Kiepenheuer & Witsch und Bastei Lübbe am 11. Juni 2016 auf den Jahn-Wiesen hinter dem Stadion des 1. FC Köln das Kleinfeldturnier. Bis zum 30. April können sich Mitglieder aus der Buchbranche anmelden, ob Verleger oder Buchhändler, Hauptsache fußballbegeistert, denn bei der „Inoffiziellen Deutschen Fußball-Meisterschaft der Buchhandlungen und Verlage“ geht es hauptsächlich um Spaß.

Alle weiteren Informationen gibt es bei Esther Madaler (esther.madaler@luebbe.de) oder Reinhold Joppich (reinhold.joppich@t-online.de).

Mit Thadeus Roth selbst Teil einer Geschichte werden #lbm16

wiethoff-levin-01

Gründer Nicolas Wiethoff und Dennis Levin, Bild: Thadeus Roth©

Sich in die Lieblingsromanfigur hineinversetzen: mitfühlen, -lachen oder –rätseln; beim Lesen seine Außenwelt komplett vergessen… Diese Situation kennt wohl jeder Bücherfan. Doch ein solches Eintauchen in eine Geschichte macht Thadeus Roth nun auf eine ganz neue Art und Weise möglich, denn in diesem einzigartigen Projekt werden transmediale Geschichten in den jeweiligen Alltag integriert. Das heißt also, der Spieler wird Teil der Geschichte und erlebt diese als aktiver Teilnehmer selbst mit. Diese moderne Art des Erzählens, bei der sich Fiktion und Wirklichkeit vermischen, nennt man auch „Suddenlife Gaming“. Hinweise, die den Teilnehmer im Verlauf der Geschichte weiter bringen oder plötzliche Ereignisse, die ihn vor ein Rätsel stellen, treten völlig unvermittelt in sein Leben und bringen so Spannung in den Alltag. Die Geschichte wird dabei transmedial, also über die verschiedenen Medien (Telefon, Internet oder per Post) in das Leben der Spieler eingebracht. Jeder kann bei Thadeus Roth zum Helden werden und die Geschichte zu seiner eigenen machen! Weiterlesen

Fundstück: Unser Leben. digital

photo-1455811378943-2f2f583f7f4c

CC BY-SA 4.0 Ludda Lorentz

Im Jahr 2016 spielt sich unser Leben immer häufiger nicht nur in der „realen“ Welt, sondern vielfach auch digital ab. Dabei entstehen spannende Geschichten und genau davon berichten Thomas und Annette vom Blog „Unser Leben. digital„. Dabei erzählen sie allerdings nicht nur aus ihrem eigenen Leben, sondern sind immer wieder auch auf der Suche nach interessanten Interviewpartnern, die von ihren Erfahrungen mit der Digitalisierung berichten. Ziel des Projektes ist es, die positiven Seiten der Digitalisierung hervorzuheben, da die hier in Deutschland oft unter den Teppich gekehrt und stattdessen vielmehr die negativen Aspekte betont werden.

Erlebte Schriftkultur in der Deutschen Nationalbibliothek #lbm16

Mit dem Tablet konnte der Besucher auch an die Details der Geschichte der Schriftkultur heranzoomen. CC0 Vanessa Hellwig

Heranzoomen an die Details war mittels Tablet möglich.  CC BY-SA 4.0 Aileen Singhof

Schon vor der offiziellen Eröffnung der Buchmesse in Leipzig startete ein umfangreiches Programm für die Besucher. Wieso also nicht, bevor man sich in dem Gedränge in der Messehalle über die Zukunft des Buchmarkts informiert, entspannt einen Gang in die Vergangenheit wagen? Denn die Geschichte der schriftlichen Kommunikation dauert bereits seit über 5000 Jahren an. Für all diese Jahre zeigt das Deutsche Buch- und Schriftmuseum in seinen Ausstellungsräumen zum Thema Zeichen – Bücher – Netze. Von der Keilschrift zum Binärcode Artfekate aus der Vergangenheit. Im Rahmen der Führung „Mit dem Tablet durch die Mediengeschichte“ wurden Interessierte durch die Ausstellung zum Thema Schriftkultur geführt.

Weiterlesen

Tilman Rammstedt im Interview auf der future!publish 2016

Mit seinem Projekt Morgen mehr bringt Tilman Rammstedt den klassischen Fortsetzungsroman ins Online-Zeitalter. Jeden Tag schreibt und veröffentlicht er ein Kapitel seines aktuellen Werkes, Abonnenten können so den Entstehungsprozess des Romans vor dem offiziellen Erscheinungstermin am 9. Mai live mitverfolgen. Über seine Erfahrungen mit dieser Form des Schreibens und die Resonanz seiner Leserschaft hat er mit uns auf dem future!publish-Kongress in Berlin Ende Januar gesprochen.

Fundstück: Leipziger Buchmesse 2016

Vom 17. - 20. März findet die Leipziger Buchmesse 2016 statt

Vom 17. – 20. März können Literaturfans auf der Leipziger Buchmesse wieder ihren Idolen lauschen CC-BY-NC-SA 4.0 Sab­rina Jaehn

Ab morgen ist es wieder so weit – die Leipziger Buchmesse öffnet ihre Pforten. Vier Tage lang können Besucher hier in die bunte Welt der Literatur eintauchen. Im Rahmen der bereits 25. Ausgabe des Lesefestes „Leipzig liest“ geben Autoren auf dem Messegelände sowie an über 350 Orten in der ganzen Stadt Kostproben ihrer Werke. Verleger präsentieren auf der Messe ihre Neuerscheinungen und auf der „Manga-Comic-Con“ erwachen Figuren aus Fantasywelten sogar zum Leben. Darüber hinaus wird der Preis der Leipziger Buchmesse 2016 verliehen. Am 17. März verkündet die Fachjury ihr Urteil und zeichnet jeweils einen der insgesamt 15 Nominierten in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung aus.

Mit „Neuland 2.0“ wird in diesem Jahr auch erstmals Startups der Buch- und Medienbranche eine Plattform geboten. Junge Unternehmen stellen am 18. und 19. März ihre Ideen und Entwicklungen vor und stellen sich dem Urteil der Besucher. Mit dabei sind u.a. der digitale Service „Blinkist“, die Online-Plattform „lituro“ sowie die bereits von Digitur vorgestellte App „Papego“. Aber auch an die Blogger haben die Veranstalter der Leipziger Buchmesse gedacht: So findet mit „buchmesse:blogger sessions 16“ die erste Bloggerkonfernz statt und eine Lounge steht den Bloggern zur Verfügung. Da darf Digitur natürlich nicht fehlen: Unsere Redakteurinnen Aileen Singhof, Kristina Petzold und Vanessa Hellwig sind vor Ort und werden von der Leipziger Buchmesse 2016 berichten.

Nebenjob: Verlagsleitung

Lesung von "Struktur, Tapete" am 21.11.2015 v.l. HerrTapete, Nicholas Wieling, Lars Hannig, Jennifer Günther, Caroline Königs, Stephanie Keunecke, Natascha Herkt

Lesung von „Struktur, Tapete“ am 21.11.2015
(v.l. HerrTapete, Nicholas Wieling, Lars Hannig, Jennifer Günther, Caroline Königs, Stephanie Keunecke, Natascha Herkt) Bild: Ruhrliteratur

Im Juni 2015 gründete Stephanie Keunecke den unabhängigen E-Book-Verlag Ruhrliteratur. Im Interview mit Digitur erzählt die junge Unternehmerin von der Gründung des Verlags, den Hürden auf dem Weg zur Selbstständigkeit und dem Spagat zwischen Studium und Arbeitsalltag.

Weiterlesen

Fundstück: Deutsches Museum der digitalen Kultur

Bild:

Das Binarium zeigt unter anderem alte Spielkonsolen und Heimcomputer. Bild: William Warby, Lizenz: CC BY 2.0

Die Beschäftigung mit Computern, Spielekonsolen und dem digitalen Wandel nimmt in den letzten Jahren immer mehr zu. Für Fans von C64 und Atari eröffnet im Frühjahr 2016 das Deutsche Museum der digitalen Kultur in Dortmund. Das Projekt, existiert bereits seit 2011, doch erst 2014 konnte nach dem Erwerb eines ehemaligen Zechengebäudes mit der Realisierung begonnen werden. Seit Mai 2015 laufen die Renovierungsarbeiten, um aus dem 2000 qm umfassenden Gebäude einen Raum zu gestalten, in dem eine Vielzahl von Exponaten und Medienstationen auf zwei Etagen zum Experimentieren einladen soll. Der Gründer Christian Ullenboom will dabei die Entwicklung zeigen, die vom ersten Heimcomputer zur heutigen „digitalen Gesellschaft“ führte. Dazu wurden 700 Exponate gesammelt, zu denen 250 Telespiele und Spielkonsolen sowie 200 Heimcomputer gehören, die insgesamt 41 Jahre Computergeschichte überblicken. Neben diesen Ausstellungsstücken gibt es im sogenannten Binarium auch verschiedene Bücher und Zeitschriften zu sehen. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei, der geplanten Eröffnung im Frühjahr 2016 kann nur entgegengefiebert werden!

Fundstück: Lyrik ohne Buchimitation in der Edition Binaer

Der Lyrik-Code verbessert das Leseerlebnis. ©Verlagshaus Berlin

Der Lyrik-Code verbessert das Leseerlebnis. ©Verlagshaus Berlin

Innovation im Lyrikbereich: Mit der Edition Binaer ist endlich Schluss mit der Buchimitation auf den elektronischen Geräten! Das Verlagshaus Berlin hat einen eigenen Lyrik-Code entwickelt, mit dem die Form eines Gedichts auf dem E-Reader besser dargestellt werden kann. Es besteht aus einer Anzahl von Zeichen, die nur dann in Erscheinung treten, wenn sie vom Leser benötigt werden. So kann jeder selbst entscheiden, wann der E-Reader ihm Zeilenumbrüche, Einschübe oder andere Raffinessen anzeigen soll.

Die herkömmliche Gestaltung, wie etwa die wie in Romanen umbrochene Schrift, sorgte bislang dafür, dass Struktur und Rhythmik eines Textes unter Umständen zerstört wurden. Dank des Lyrik-Codes gehört dieses Problem der Vergangenheit an.

Erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert wird das Projekt auf der Leipziger Buchmesse am 19.03. Die ersten vier E-Books mit Texten von Crauss., Lea Schneider, Sebastian und Tillmann Severin, Max Czollek, Martin Piekar und Jan Kuhlbrodt erscheinen am 15. März 2016.