Fundstück: Literaturlandkarte

Sven Regner auf der Literaturlandkarte - Mozilla Firefox 09.05.2016 155223

Wer passt zu Sven Regener? Screenshot der Suchergebnisse der Literaturlandkarte am 09.05.2016

 Man steht in der gut sortierten Buchhandlung oder klickt sich durch die Rubriken des Online Buchhandels auf der Suche nach dem nächsten Lesestoff und ist eigentlich nur mal wieder auf der Suche nach einem Äquivalent zu den  LieblingsautorInnen, aber wird nicht fündig. Ging es euch auch schon einmal so? Dank der Literaturlandkarte wird dieses Problem wahrscheinlich bald der Vergangenheit angehören. Gibt man auf literaturlandkarte.de den Namen von Autor X ein, so öffnet sich eine Karte, die anzeigt, welche anderen Autoren Fans von X bevorzugen. Der Karten-Generator gehört zur Suchmaschine Gnod (The Global Network of Discovery), die sich als „Experiment der künstlichen Intelligenz“ versteht, und bietet die gleiche Problemlösung für die Bereiche Musik und Film an.

#rpTEN – Twitter-Eindrücke von der re:publica

Das Logo der re:publica

Das Logo der re:publica. Foto: re:publica/Jan Zappner CC BY 2.0

Diese Woche war re:publica-Woche. Vom 2. bis 4. Mai 2016 fand zum zehnten Mal die größte Konferenz zu den Themen Internet und digitale Gesellschaft in Europa unter dem Motto „TEN is NET“ in der STATION Berlin statt. Die Veranstalter resümieren auf der Konferenz-Seite: „Es war mal wieder grandios“ und liefern dazu die Erfolgs-Fakten: Es kamen mehr als 8.000 TeilnehmerInnen aus 60 Ländern. Über 770 SprecherInnen traten auf 17 Bühnen auf. Insgesamt wurden rund 500 Sessions angeboten. Die re:publica fand wie in den zwei Vorjahren in Kooperation mit der Media Convention Berlin, #MCB16, statt. Weiterlesen

Fundstück: Kostenlose Leseexemplare auf NetGalley

NetGalley

NetGalley Deutschland — Foto: CC BY-SA 4.0 Aileen Singhof

Digitale Leseexemplare noch vor Erscheinung direkt beim Verlag anfragen und die neusten Titel kostenlos lesen — das ist auf NetGalley möglich! Die Online-Plattform stellt professionellen Lesern; egal ob Bloggern, Journalisten oder Lehrenden; aktuelle Titel kleiner und großer Verlage zur Verfügung. Ziel ist es, Verlage und Rezipienten der Buchbranche zusammenzubringen. Bei NetGalley profitieren also beide Seiten: Leser erhalten kostenlose Novitäten, die wiederum mit den daraufhin entstehenden Rezensionen an Aufmerksamkeit gewinnen. Weltweit wurden bereits über 250.000 Mitglieder verzeichnet — damit ist NetGalley die größte Plattform dieser Art. Mit der Partnerschaft der US-Firma NetGalley und der Leserplattform Vorablesen ist nun auch die deutsche Version NetGalley Deutschland entstanden.

Fundstück: Hörspielfiguren „Tonies“

Tonies bei Instagram

Die Tonies sind bereits in den sozialen Medien zu finden. – Foto:  CC BY-SA 4.0 Jana Leonhardt

Kinder mit Literatur vertraut machen. Wie ginge das besser als mit dem Vorlesen von Geschichten? Doch manchmal fehlt Eltern die Zeit, um mit dem Nachwuchs und mit Hilfe von Büchern in eine Phantasiewelt einzutauchen, spannende Abenteuer zu erleben oder auf Entdeckungsreise im Märchenwald zu gehen. Eine Alternative zu Hörspielen auf CD oder gar per App bietet bereits LivingKidsBooks. Nun gibt es – bzw. ab September im Handel – eine weitere Möglichkeit für Kinder, Hörspiele zu nutzen.   Tonies! Das ist eine Kombination aus Spielzeug und Hörspiel. Auf die Idee kamen Patric Faßbender und Marcus Stahl. Aber was genau sind Tonies? Es handelt sich um eine Box, auf die verschiedene Spielfiguren (Olchis oder beispielsweise das Sams) gestellt werden können. Je nach Figur beginnt dann das entsprechende Hörspiel. Das funktioniert durch near field communication, kurz NFC. Wenn die Kleinen keine Lust mehr auf Geschichten-Vorlesen haben, dann können sie kurzerhand die Figur als Spielzeug nutzen. Die Erfinder bezeichnen die Tonies auch als Hörspielfiguren – was die Idee dahinter gut auf den Punkt bringt.

Podiumsdiskussion: „Die Buchbeschleuniger — Literatur zwischen Feuilleton und Blogosphäre“

Buchbeschleuniger

Podiumsdiskussion „Die Buchbeschleuniger“ auf der Leipziger Buchmesse, Foto: CC BY-SA 4.0 Vanessa Hellwig und Aileen Singhof

Befindet sich das klassische Feuilleton mit zunehmender Digitalisierung in der Krise? Über die Veränderungen und Tendenzen der Literaturkritik und das aktuelle Verhältnis zwischen dem Feuilleton in Printmedien und der Blogosphäre diskutierten zum Start der Leipziger Buchmesse am 17. März 2016 fünf Vertreter der Branche unter der Leitung von Andreas Platthaus, Feuilleton-Chef bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Unter den Gästen waren Thierry Chervel, Mitbegründer des Perlentauchers; Sieglinde Geisel, Gründerin von „tell — Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft“; Literaturchef der Zeit Ijoma Mangold, Doris Plöschberger, Programmleiterin für deutschsprachige Literatur beim Suhrkamp Verlag sowie Vendela Vida, amerikanische Schriftstellerin und Herausgeberin der Kulturzeitschrift  „The Believer“. Weiterlesen

Fundstück: Direttissima

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Direttissima: Die neue Konferenz der Medien- und Verlagsbranche Bild: Direttissima ©

Heute findet in München eine neue Medien- und Publishingkonferenz für die Verlags- und Medienbranche statt. Ihr Name Direttissima ist im Alpinismus ein Begriff für einen direkten, umweglosen Aufstieg zum Gipfel. Im Gegensatz zum Normalweg, der den Weg des geringsten Widerstandes sucht, stellt sich der Begehrer einer Direttissima den direkten Schwierigkeiten eines Berges. Mit diesem Gedanken als Leitmotiv, sind in München Redner aus verschiedenen Branchen zu Gast, um die Digitalisierung der Medienbranche zu diskutieren. Mit dabei sind Journalisten, Firmengründer und Social Media Profis. Die bunte Mischung der ausgewählten Speaker und das vielseitige Programm lassen auf eine spannende Konferenz hoffen. Für alle Neugierigen aus der Nähe von München: Bis 18 Uhr laufen die Vorträge, danach wird die Konferenz mit einer rauschenden Party ausgeläutet. Für alle, die es zeitlich nicht schaffen, gibt es einen Live Blog, das über alle Fortschritte berichtet. Zumindest ein Blick dort hinein lohnt sich!

Schreiben und Lesen auf Wattpad: 7 Fragen an den Autor Xinon Sero

Die Wattpad-Benutzeroberfläche, Bild: CC BY-SA 4.0 Johanna Böhnke

Die Wattpad-Benutzeroberfläche, Bild: CC BY-SA 4.0 Johanna Böhnke

Das digitale Zeitalter gibt Lesebegeisterten kostenlos Zugang zu einer Vielzahl an Geschichten. Gleichzeitig haben auch Autoren immer mehr Möglichkeiten, ihre Werke an ein Publikum zu bringen. Die Plattform Wattpad verbindet genau diese Aspekte. Autoren können hier Kurzgeschichten, Fan Fictions und sogar ganze Bücher in Kapitelabschnitten online stellen und sie damit Millionen von Lesern weltweit kostenlos anbieten. Mit mehr als 40 Millionen Nutzern ist Wattpad das größte Netzwerk dieser Art. Längst sind auch Verlage auf die Plattform aufmerksam geworden und suchen hier nach Talenten. Denn was auf Wattpad gut ankommt, kann auch in Buchform zum Erfolg werden. Das beste Beispiel dafür ist die amerikanische Autorin Anna Todd, die mit ihrer Fan-Fiction-Reihe „After“ zur Band One Direction seit Monaten nicht mehr von den Bestseller-Tischen der Buchhandlungen wegzudenken ist.

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Fundstück: Lust auf Proust

1.267.069 Wörter und sieben Bände umfasst das Hauptwerk des französischen Schriftstellers Marcel Proust (1871-1922). À la recherche du temps perdu (Auf der Suche nach der verlorenen Zeit) ist zwischen 1913 und 1927 erschienen und gilt als Meisterwerk. Dieser knapp zehnminütige Film der School of Life aus London gibt einen ersten Eindruck des Werks und stellt eine Lektüre vor, die besonders den ‚Alltagsnutzen‘ des Werks herausstellen möchte. Das Video ist unterhaltsam und macht vor allem eines: Lust auf die Proust-Lektüre!

Fundstück: Faust I und II – Digital in all seinen Facetten

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Auf Goethes Druckwerk ist nun die digitale Version erschienen. Bild: CC0

Das hätte sich Goethe zu seiner Zeit wohl nicht erträumt: eine digitale Ausgabe, basierend auf dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt ‚Historisch-kritische Edition von Goethes Faust‘. Die digitale Faust-Edition besteht aus einem Archiv der Handschriften und der zu Lebzeiten erschienenen textkritisch relevanten Drucke zum Faust, einem Lesetext des Faust I und Faust II sowie Visualisierungen zur Genese des Werks. Interessierte finden hier kostenlos Angaben zu den Aufbewahrungsorten und erhalten Einsicht in Notizen und Druckvorlagen. Die im Februar 2016 veröffentlichte Beta-Version ist Teil einer Hybridausgabe, der die Buchpublikation noch folgt. „Die Idee zum konkreten Projekt einer Hybridedition nahm im Gespräch mit Prof. Jannidis und dem Goethe-Schiller-Archiv Weimar etwa seit 2003 Gestalt an“, erklärt Anne Bohnenkamp, eine der ProjektleiterInnen. Die Gesamtkonzeption der digitalen Ausgabe erfolgte in einem Team aus Informatikern und Philologen, die sich der Transkription und Aufzeichnung sowie den langwierigen Korrekturprozessen an den Originalen und der Entwicklung und Realisierung der erforderlichen Software widmeten.

Zurzeit wird noch an der Optimierung gearbeitet, die Freischaltung der ersten vollgültigen 1.0 Version ist in ca. einem Jahr geplant – wir sind gespannt!

future!publish 2016 – Im Interview mit Falko Löffler

Digitalisierung – ein Thema, das von der Buchbranche lange mit Schrecken beobachtet und weitestgehend ignoriert wurde. Andere Wirtschaftszweige fanden einen besseren Weg, moderne Techniken von Beginn an für ihre Zwecke fruchtbar zu machen – allen voran die Computerspielbranche. Auf der future!publish Ende Januar sprachen wir mit Falko Löffler, welcher als Autor und Computerspiel-Übersetzer in beiden Branchen zuhause ist. Der studierte Germanist und Medienwissenschaftler erklärte uns, wie der Buchhandel den digitalen Wandel meistern und was er dabei von der Computerspielbranche lernen kann.