Fundstück: Startschuss für die 17. lit.COLOGNE

Die lit.COLOGNE geht in die nächste Runde.


Als wir vor gut einem Monat über den neuen, viel diskutierten Ableger der lit.COLOGNE, die lit.RUHR, berichtet haben, gab es schon regen Austausch zwischen uns und unseren Lesern. Ab dieser Woche widmen wir uns aber erst einmal dem Programm der lit.COLOGNE, dem internationalen Literaturfest, in Köln, das in diesem Jahr zum 17. Mal stattfindet. Neben der Gala zur Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises 2017 als mittlerweile fest etablierter Auftaktveranstaltung gibt es Künstlergespräche, Lesungen, einen Schreibwettbewerb und wie immer vieles mehr.
Wir tummeln uns irgendwo dazwischen und sind natürlich auch gespannt auf eure Kommentare. Habt ihr noch eine Empfehlung oder Erfahrungen, die ihr mit uns teilen wollt? Schreibt uns gerne via Twitter und Facebook – und vielleicht sieht man sich ja in Köln!

Fundstück: „Menschliche Regungen“ – Schweizer Autor veröffentlicht Roman mit Crowdfunding-Geschichten

Die traditionelle Arbeit eines Schriftstellers wird in jüngster Zeit immer häufiger durch neue Aspekte und Arbeitsweisen erweitert, besonders aufgrund technischer Entwicklungen und Möglichkeiten, die durch die Digitalisierung entstehen. Der Schweizer Autor Tim Krohn bediente sich des Crowdfundings, um die Renovierung seines Badezimmers zeitnah zu finanzieren und gründete das Projekt „Menschliche Regungen“. Hierbei gab er interessierten Geldgebern die Möglichkeit, sich aus einer Liste verschiedene Gefühlsregungen auswählen zu können, zu denen er anschließend Geschichten schreibt. Nicht nur die ursprüngliche Kampagne war erfolgreich, auch heute noch läuft das Projekt gut. 200 Geschichten sind bereits entstanden, die Stoff für drei Romane bieten. Der erste davon erschien im Februar 2017 beim Galiani-Verlag. Krohn führt die Arbeit an den „Menschlichen Regungen“ fort – das Projekt wird aber nur so lange bestehen, wie es interessierte Leser gibt.

Gesamtausgabe des Talmud bald auch frei im Internet zugänglich

Eine Gesamtausgabe des Talmud füllt normalerweise auch gerne mal ein ganzes Bücherregal.

Eine Gesamtausgabe des Talmud füllt normalerweise auch gerne mal ein ganzes Bücherregal. Foto: Pixabay.

Der Talmud ist essenziell für jüdische Studien, die Texte bisher aber nur schwer oder hochpreisig zu beschaffen – ein Online-Projekt will dem Abhilfe schaffen. Der Talmud (hebr., „Lehre“/„Studium“) ist eine der bedeutendsten Schriftstücke des Judentums und eine Jahrhunderte alte und ständig erweiterte Sammlung. Sie besteht aus Auslegungen der jüdischen Regeln in Form von Überlieferungsgeschichten und der Einteilung in die praxisnahe Auslegung der gesetzlichen Vorschriften und erzählerischen wie auch erbaulichen Betrachtungen. Diese beziehen sich aufeinander und stehen nicht selten im Gegensatz.  Weiterlesen

Fundstück: Diwan-Hörbuchverlag ergattert Landespreis 2016

- Bild: http://der-diwan.de/

 Bild: http://der-diwan.de/

Zum ersten Mal wurde der baden-württembergische Landespreis für literarisch ambitionierte Kleinverlage an einen Hörbuchverlag verliehen. Der Preis wurde in diesem Jahr zum 13. Mal verliehen. Die Verlegerin Christina Walz gründete den Diwan-Hörbuchverlag 2008 in Uhingen-Nassachmühle. Der Verlag veröffentlicht eine Vielzahl an Hörbüchern, darunter Belletristik, Jugendliteratur oder Sachbücher. Das anspruchsvolle, literarische Programm sowie die Sprecher haben die Jury überzeugt. Reinhören in das Programm des Diwan-Hörbuchverlags lohnt sich allemal.

Fundstück: 4. eBookCamp in München

Bild: http://muenchen.ebookcamp.de/

Bild: http://muenchen.ebookcamp.de/

E-Publishing in all seinen Facetten – das ist, was im eBookCamp München (#ebcmunc) am 18.02.2017 genauestens unter die Lupe genommen wird. Das Camp findet seit mehreren Jahren abwechselnd in Hamburg und München statt und hat es sich zur Aufgabe gemacht, TeilnehmerInnen den Austausch rund um das digitale Publizieren zu ermöglichen. Im Fokus stehen Fragen, die sich in erster Linie mit der Zukunft des Lesens beschäftigen. Dabei geht es nicht nur um potenzielle Schwierigkeiten für Verlage, BuchhändlerInnen und die Kreativindustrie, sondern vor allem auch um die vielen Chancen, die sich der Lese-Welt bieten. Besonders wichtig ist den VeranstalterInnen, der IG Digital und dem Landesverband Bayern des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, jedoch die Vernetzung untereinander.  Einen ganzen Tag lang können die zuvor von einer Jury festgelegten Themen in sogenannten Sessions erlebt, mitgestaltet und diskutiert werden. Hierfür konnten Interessierte aus der Buchbranche bis zum 31.01.2017 ihre Vorschläge einsenden. Wie das Programm jedoch genau aussieht, entscheidet sich erst vor Ort und wird zu Beginn des Camps verkündet.

Vom wehrhaften Elfenbeinturm zum Wimmelbild

Die Aussicht der KonferenzteilnehmerInnen auf den Starnberger See,

Die Aussicht der KonferenzteilnehmerInnen auf den Starnberger See, CC-BY-NC Kristina Petzold

Vom 10. bis 12. Februar 2017 fand in der Evangelischen Akademie Tutzing die Konferenz Resonanzräume der Literatur im 21. Jahrhundert statt. GermanistInnen und LiteraturkritikerInnen diskutierten mit DeutschlehrerInnen und VerlagsverteterInnen über alte und neue literarische Öffentlichkeiten, über den gesellschaftlichen Einfluss von Büchern und nicht zuletzt darüber, was es heute noch bedeutet, von ‚guter‘ Literatur zu sprechen. Wir haben die wichtigsten Erkenntnisse des Wochenendes zusammengefasst. Weiterlesen

Fundstück: Erstes Indie Lese-Festival bei Amazon

Bei dem Indie Lese-Festival feiert Amazon das verlagsfreie Publizieren

Bei dem Indie Lese-Festival feiert Amazon das verlagsfreie Publizieren. Bild: Amazon.de

Bei Amazon findet man Bücher aller Art. In diesem Monat feiert der Versandhändler mit dem ersten Indie Lese-Festival Deutschlands etwas ganz Besonderes: das verlagsunabhängige Publizieren. Jede Woche stellen Indie-Autoren ihre Favoriten bei eBooks, Taschenbüchern und Hörbüchern vor. So haben die Autoren die Möglichkeit mehr Leser für ihre Bücher zu begeistern. Das schöne für die Leser: die Bücher gibt es bis zu 70 % günstiger. Bis zum 28. Februar werden jeden Mittwoch ab 12 Uhr neue Angebote und Bücher vorgestellt. In den sozialen Netzwerken können Autoren unter dem Hashtag #indielesefestival die Aktion unterstützen.

Kritik an der lit.RUHR

lit.RUHR

Das Ruhrgebiet ist nicht nur für Hochöfen und Stahl bekannt. Auch die Literaturszene kann sich sehen lassen. Foto: Pixabay.

Letzte Woche kündigte Digitur die lit.RUHR, einen Ableger der lit.Cologne im Ruhrgebiet, mit Vorfreude an. Doch schnell erreichten die Redaktion erste kritische Kommentare zu dem fünftägigen Literaturfestival. Dabei geht es nicht um die lit.RUHR als Event an sich – dass hier vermutlich interessante Autoren auftreten werden, das will niemand bestreiten. Doch die Art und Weise, wie die lit.RUHR auf den Weg gebracht wurde und wie sie der Öffentlichkeit präsentiert wird, stört viele Mitglieder der Literaturszene im Pott – denn fast erscheint es so, als würde es hier bisher gar keine Literaturszene geben. Dass es im Ruhrgebiet auch vor dem Festival schon viele Literaturveranstaltungen mit namenhaften Autoren gegeben hat, scheint vernachlässigt zu werden. Besonders aktive Organisatoren solcher Veranstaltungen sind in Essen Beate Scherzer von der Buchhandlung Proust und Norbert Wehr von der Literaturzeitschrift Schreibheft. Wir haben die beiden zu ihren Bedenken gegenüber der lit.RUHR befragt. Weiterlesen

Und was kommt nach postfaktisch und Fake-News?

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Es wird immer schwerer im Netz Fake-News zu identifizieren. CC By-SA 4.0 Chantal Otterbein

Fake-News, das sind bewusst verbreitete Falschmeldungen, die nicht zuletzt auch in Deutschland für Diskussionen gesorgt haben und die Politik ins Strudeln um mögliche Lösungswege bringt.
Die Falschmeldungen sind emotional aufgeladen und schaffen es in kürzester Zeit im Internet hitzige Diskussionen entstehen zu lassen. Denn anstatt die Fakten zu hinterfragen und die Glaubwürdigkeit erst einmal zu prüfen, wird geglaubt, was in unser aller Weltbild passt. Weiterlesen

Fundstück: Die interaktive Leseprobe

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Ein Beispiel aus „Ich gebe dir die Sonne“ Bild: http://read-n-go.de/ich-gebe-dir-die-sonne/vorhang-auf/

90 % der Jugendlichen benutzen täglich ihr Smartphone. Das Leben findet online statt. Gedruckte Leseproben lesen, die man als Beilage in irgendeiner Zeitung findet? Lieber nicht! Die Random House Verlage cbj und cbt versprechen Abwechslung. Mit Read ’n’ Go, der interaktiven Leseprobe.
Die jugendliche Zielgruppe soll durch animierte Textpassagen, Cliffhanger und starke Bilder emotional angesprochen werden und vor allem den Spaß am Lesen neu entdecken. Dabei sind die Leseproben nicht nur interaktiv, sondern auch jederzeit über’s Smartphone abrufbar. Sie können direkt mit Freunden über Facebook, Instagram und Snapchat geteilt werden. Der Inhalt der Leseproben wurde von cbj und cbt gemeinsam erarbeitet und kann sich sehen lassen! Neugierig geworden? Jay Ashers „Dein Leuchten“ und Jandy Nelsons „Ich gebe dir die Sonne“ sind nur zwei Leseproben, die zurzeit zur Verfügung stehen.