Kein Sommer ohne Bücher! Teil 1

Was wäre der Sommer ohne ein gutes Buch? Wir helfen Euch die passende Sommer-Lektüre zu finden. Bild: Pixabay

Der Sommer steht vor der Tür. Für diejenigen, die noch nach der passenden Lektüre suchen, um im Garten, im Planschbecken oder auf der Hängematte ein wenig entspannen zu können, präsentiert Euch die Digitur-Redaktion auch in diesem Sommer wieder ihre Lieblingstexte. Vielleicht ist darunter auch der ein oder andere heiße Tipp dabei, der Euch in diesem Sommer begleiten kann. Wie schon in den letzten Jahren hoffen wir, dass wir Euch mit unseren Vorschlägen ein wenig inspirieren und damit auch euren Sommer 2020 bereichern können.

 

Lektüreempfehlung von Karoline Klotsch: „Der große Trip – Wild“. Bild: Karoline Klotsch

Cheryls Leben liegt wie ein Scherbenhaufen vor ihr. Schmerzhafte Kindheitserinnerungen, Trennungen, Drogen und nun ist auch noch ihre Mutter gestorben. Sie hat nichts mehr zu verlieren und begibt sich deshalb auf eine waghalsige Wanderung entlang der amerikanischen Westküste. Als absolute Anfängerin läuft Cheryl auf dem Pacific Crest Trail um ihr Seelenheil. Die Leser*innen werden nicht nur mitgenommen auf eine Wanderung durch die Wildnis Amerikas, sondern auch auf eine Reise durch Cheryls verkorkste Vergangenheit. Es ist die Achterbahn des Lebens, die in keinem anderen Buch besser beschrieben wird als in „Wild“. Und am Ende findet nicht nur Cheryl ein kleines Stück Erleuchtung. (Goldmann, 448 Seiten, 9,99 Euro)

 

 

 

 

 

Lektüreempfehlung von Julia Fichtner: „Tulpengold“. Bild: Julia Fichte

Holland, Tulpenfieber, Kunst und der Tod – in Eva Völlers historischem Roman „Tulpengold“ sind kriminelle Machenschaften am Werk. Es ist ein spannender historischer Kriminalroman im Amsterdam des 17. Jahrhunderts über einen mathematisch begabten Jungen namens Pieter, der eine Lehre zum Maler beim berühmten Künstler Rembrandt beginnt. Doch nicht nur seine Lehre hält ihn auf Trab, sondern auch die seltsamen Morde, die in seinem neuen Umfeld geschehen. Diese scheinen ebenfalls mit dem Boom der Tulpenindustrie zusammenzuhängen, der zu dieser Zeit in Amsterdam herrschte. Also macht Pieter sich auf die Suche nach dem Mörder … und kommt diesem dabei gefährlich nahe. Dieses Buch lädt dazu ein, es an einem warmen Sommertag auf der Liege in einem Rutsch weg zu lesen, denn die vielen Plot Twists sorgen dafür, es nicht mehr aus der Hand legen zu wollen. „Tulpengold“ ist eine klare Empfehlung für alle Kunstliebhaber*innen, die einen historischen Roman mit Spannung bis zum Schluss lesen wollen – und sich zwischendurch im Flair des Goldenen Zeitalters Amsterdams verlieren wollen. (Bastei Lübbe Verlag, 476 Seiten, 11,00 Euro)

 

 

Lektüreempfehlung von Eva Beckmann: „Ihre Nacht“. Bild: Eva Beckmann

Mein erstes Buch von Banana Yoshimoto habe ich gekauft, weil ich einfach wissen musste, wie eine Frau schreibt, die sich selbst nach der Frucht der roten Bananenblüte benannt hat. Sie hat mich nicht enttäuscht. Banana Yoshimotos Erzählstil ist klar und verträumt zugleich, sodass selbst fantastische Wendungen völlig authentisch erscheinen. Deshalb möchte ich Euch für den Sommer Yoshimotos Roman „Ihre Nacht“ empfehlen. Er erzählt die Geschichte von Yumiko und ihrem Cousin Shōichi, die sich Jahre nach einem entzweienden Streit zwischen ihren Müttern wieder begegnen und sich gemeinsam auf die Suche nach einer Vergangenheit begeben, an die Yumiko sich nicht erinnern kann. Der unbestimmten Ahnung von etwas Dunklem folgend, besuchen sie Orte, die mit ihren Müttern verbunden sind. Behutsam lernen sich die beiden als Erwachsene erneut kennen und arbeiten eine traumatische Erfahrung aus Yumikos Kindheit auf. „Ihre Nacht“ ist schockierend und geheimnisvoll, aber vor allem ist es die perfekte Lektüre für einen abkühlenden Sommerabend. (Diogenes, 208 Seiten, 9,90 Euro)

 

 

Lektüreempfehlung von Evelyn Messel: „Children of Blood and Bone“. Bild: Evelyn Messel

Nachdem die magielosen Kosidán die Maji, ein Volk mächtiger Magier, ihrer Kräfte beraubt und sie zum größten Teil ausgelöscht haben, leben die übergebliebenen Maji in ständiger Angst vor weiteren Angriffen. Zélie hat die Auswirkungen dieses Konfliktes selbst zu spüren bekommen, als ihre Mutter aufgrund ihrer magischen Fähigkeiten von den Kosidán ermordet wurde. Doch nun werden sie und ihr Bruder direkt mit ihren Feinden konfrontiert, als sie auf Prinzessin Amari treffen, die nach einer schockierenden Entdeckung aus dem Palast und vor ihrem Vater geflohen ist. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft begeben sie sich gemeinsam auf eine Reise, um die Magie zu reaktivieren und das Volk der Maji von der Unterdrückung zu befreien. Doch wie es eben so ist, ist diese Reise alles andere als einfach. Vor allem steht ihnen Amaris Bruder Inan im Weg, der mit allen Mitteln versucht, sie an ihrer Mission zu hindern. Die amerikanische Autorin mit nigerianischen Wurzeln kreiert eine interessante Welt mit komplexen Charakteren und einem eindrucksvollen Magiesystem, das von westafrikanischer Mythologie inspiriert ist. Zugleich greift sie das Problem von Rassismus, Ausgrenzung und Unterdrückung auf. „Children of Blood and Bone“ ist ein lesenswerter Roman für alle, die gerne in magische Welten eintauchen. (Fischer FJB, 624 Seiten, 18,99 Euro)

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Vanessa Angenendt

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