Fundstück: Eine virtuelle Reise in die dunkle Vergangenheit

Diese Schienen führten Millionen von Menschen ins Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Bild: CCO Pixabay

Museen haben die Aufgabe, die Vergangenheit, sei es eine nahe oder eine ferne, zu präservieren und der breiten Masse zugänglich zu machen. Sie sind wichtige Einrichtungen unserer Gesellschaft. Aufgrund des Coronavirus mussten nun jedoch Museen und Gedenkstätten ihre Tore schließen. Obwohl diese in Deutschland allmählich wieder unter bestimmten hygienischen Auflagen öffnen dürfen, bleiben sie in anderen Ländern weiterhin geschlossen. So auch das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau im polnischen Oświęcim, das voraussichtlich bis Ende Juni geschlossen bleibt.

Da wir aber auch inmitten der jetzigen Krise einen wichtigen Teil deutscher Geschichte nicht vergessen sollten, kann man sich auf der Internetseite des Museums auf einen virtuellen Rundgang über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers begeben. Kurze Informationstexte, teilweise ergänzt durch Bilder und Zeitzeugenberichte, erzählen die Geschichte eines jeden Ortes auf dem Gelände. Natürlich kann solch ein virtueller Aufenthalt niemals einen Besuch vor Ort ersetzen. Die Atmosphäre und die Gefühle, die solch ein Ort des Schreckens erweckt, können einfach nicht vollends durch den Computer-Bildschirm vermittelt werden. Dennoch kann man sich auf diese Weise informativ mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte beschäftigen.

Das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau bietet außerdem kostenlos Online-Ausstellungen und aufwendig vorbereite Online-Kurse an. Es werden anschaulich Auschwitz-Birkenau selbst, aber auch allgemeine Themen zum Holocaust thematisiert. Eine weitere Empfehlung ist der Twitter-Account der Gedenkstätte. Dort werden täglich Bilder und Namen der ehemaligen Inhaftierten gepostet und somit an diejenigen erinnert, die unendliches Leid durch die Nationalsozialisten erfahren mussten.

Auch 75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz und vieler weiterer Konzentrationslager ruft uns das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau dazu auf, uns weiterhin aktiv an den Holocaust zu erinnern. Wenn ihr also inmitten von Homeoffice und Zoom-Meetings mehr über das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau erfahren möchtet, begebt euch doch mithilfe eines Klicks in die Vergangenheit.

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Evelyn Messel

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