HOTLIST 2015 – Eine Auszeichnung der unabhängigen Verlage

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Auf die Liste schaffen es allein Bücher aus unabhängigen Verlagen.

Die HOTLIST 2015 steht seit gestern fest. Sie wurde 2009 von zwanzig deutschsprachigen Verlagen ins Leben gerufen und versammelt die zehn besten Bücher aus unabhängigen Verlagen. Sie gilt als Reaktion auf den Deutschen Buchpreis, dem häufig der Vorwurf gemacht wurde, hauptsächlich Bücher aus großen, renommierten Verlagen auszuzeichnen. Umso größer dürfte die Freude über die diesjährige Longlist des Deutschen Buchpreises ausfallen, auf der sich gleich mehrere Titel aus unabhängigen Verlagen finden. Grund zur Freude haben auch Anke Stelling und Kai Weyand, deren Romane „Bodentiefe Fenster“ (Verbrecher Verlag) und „Applaus für Bronikowski“ (Wallstein Verlag) für die Longlist sowie für die HOTLIST nominiert wurden. Weiterlesen „HOTLIST 2015 – Eine Auszeichnung der unabhängigen Verlage“

Fundstück: #tddl

Zum 39. Mal wird am Wörthersee um die Wette gelesen #tddl CC BY-NC-SA 4.0 Katharina Graef
Zum 39. Mal wird am Wörthersee um die Wette gelesen #tddl CC BY-NC-SA 4.0 Katharina Graef

Und schon ist ein Jahr vergangen, seitdem Tex Rubinowitz zum Bachmannpreisträger ausgerufen wurde. Heute haben die Tage der deutschsprachigen Literatur 2015 begonnen. Nachdem Digitur 2013 und 2014 bei der bunten Literatur(betriebs)sause in Klagenfurt vor Ort war, beobachten wir in diesem Jahr Lesungen, Jurydiskussionen und Kommentare im Netz vom heimischen Sofa aus. Unter dem Hashtag #tddl werden Autoren und Juroren bereits heiß diskutiert und analysiert. Wer abseits davon noch ein wenig Bachmannpreis-Atmosphäre miterleben möchte, sollte den Videopodcast von literaturcafe.de und die Berichterstattung der Jungen Verlagsmenschen verfolgen.

Fundstück: Die Buchpreisblogger 2015

Wer sind die diesjährigen Buchpreisblogger? (Bild: pixabay CC0)
Wer sind die diesjährigen Buchpreisblogger? (Bild: pixabay CC0)

Am 19. August ist es endlich soweit, die Longlist des Deutschen Buchpreises 2015 wird bekannt gegeben. Doch die Leser werden damit nicht allein gelassen. Sieben Literaturblogger lesen alle 20 Bücher der Longlist, stellen sie zur Diskussion und liefern wichtige Hintergrundinformationen. Auf der Facebook-Seite des Deutschen Buchpreises werden ihre Artikel zusammen veröffentlicht. Vorab stellen sich hier die diesjährigen Buchpreisblogger Birgit BöllingerSimone FinkenwirthMara GieseUwe KalkowskiJochen KienbaumJacqueline Masuck und Tobias Nazemi in den kommenden Wochen aber auch selbst vor.

Peace, Books and Internet

Buchcover: Jaron Lanier - Wem gehört die Zukunft?
Buchcover: Jaron Lanier – Wem gehört die Zukunft?

Am 12. Oktober erhielt der Informatiker Jaron Lanier in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Für preiswürdig befand die Jury sein kritisches Sachbuch zur digitalen Ökonomie „Wem gehört die Zukunft?“. Hier ein paar Gedanken zur bemerkenswerten Schnittstelle zwischen Weltpolitik, Internet und Buchhandel. Weiterlesen „Peace, Books and Internet“

Mitklicken: Hotlist 2014

www.hotlist-online.com
www.hotlist-online.com

Kaum ist die eine Preisverleihung vorbei, kommt auch schon die nächste um die Ecke. Die Hotlist 2014 kürt aus 30 Nominierten die zehn besten Bücher des letzten Jahres von unabhängigen Verlagen. Davon werden drei per online Voting bestimmt, die übrigen sieben wählt eine Jury. Es gibt zwei dotierte Hauptpreise. „Die Hotlist ist zu einem der wichtigsten Instrumente geworden, um das zu zeigen, was die unabhängigen Verlage für den Reichtum, die Qualität und den Erfolg der Buchkultur im deutschsprachigen Raum leisten“, steht auf der Website des Preises. Das dies nicht heißt, ein paar Preise zu vergeben und dann den Rest des Jahres in der Versenkung zu verschwinden, sondern nachhaltig unabhängigen Verlagen eine Plattform zu bieten, wird besonders deutlich, wenn man sich das breite online Angebot, das rund um die Hotlist entstanden ist, ansieht: Das Hotlistblog informiert über neue und alte literarische Schätze von Indieverlagen und das Jurytagebuch von Jan Kuhlbrodt, Autor und Jurymitglied, gibt fast täglich Einblick in seine Beschäftigung mit den Nominierten (16.07.: „Seit vorgestern klingeln mehrfach am Tag die Paketzusteller und auch die Briefpost, die sich sonst nur durch das Klappern der Kästen bemerkbar macht, kann ihre Sendungen nicht mehr in den Briefschlitz stecken und muss läuten.“).

Das Wahllokal der Hotlist ist bis zum 18. August geöffnet.

Fundstück: ILP on blog

Einladung zum internationalen Literaturpreis Bild: CC BY-SA 4.0 Katrin Ziegast
Einladung zum internationalen Literaturpreis Bild: CC BY-SA 4.0 Katrin Ziegast

Am 03.07. wird der Internationale Literaturpreis  im Rahmen der langen Nacht der Shortlist vom Haus der Kulturen der Welt in Berlin verliehen. Preisträger sind der haitianisch-kanadische Autor Dany Laferrière und seine Übersetzerin Beate Thill mit der Langgedicht-Prosa „Das Rätsel der Rückkehr“. Alle Infos zum Preis und der  Shortlist gibt es auf ILP on blog, einem Blog, der von LuM-Studenten der Uni Duisburg-Essen mitgestaltet wird.

Fundstück: „Digitaler Humanismus“ wird geehrt

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© Insightfoto.com 2013

Er gilt als Pionier der digitalen Welt und als Vater des Begriffs „virtual reality“. Gemeint ist Informatiker, Schriftsteller und Musiker Jaron Lanier, der sich seit Donnerstag auch als diesjähriger Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels bezeichnen kann. In seinen Büchern („We Are Not a Gadget“ und „Who Owns the Future“) fordert Lanier einen „digitalen Humanismus“, der sowohl den Schutz des geistigen Eigentums als auch die Rechte jedes Individuums auf seine Daten im Internet umfasst. Die Verleihung des Preises findet am 12. Oktober 2014 im Rahmen der Frankfurter Buchmesse statt.

Der ALK 2014 als Crowdfunding-Projekt

Schon mal darüber nachgedacht Preisstifter(in) zu werden? Interesse an einer Tretbootkreuzfahrt über den Wörthersee? Ja? Beides geht, wenn man zum Crowdfunder des jährlich vergebenen Automatische Literaturkritik Preises wird, dem – laut Crowdfundingseite – „transparentesten, sinnvollsten Literaturpreis der Welt“. (Warum „transparent“? Das kann man in unserem digitalen Nachbericht zum letzten Bachmannpreis nachlesen.) Nominiert sind automatisch alle Autoren, die bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur an den Start gehen. Nachdem die Initiatoren des Preises bisher alleine das Preisgeld von 500 Euro gespendet haben, soll es nun mittels Crowdfunding auf 5000 Euro wachsen. Und das Funden scheint sich zumindest für Literatur- und/oder Klagenfurtliebhaber zu lohnen, denn eine umfangreiche Sammlung an Perks steht zur Auswahl: von der bereits erwähnten Tretbootfahrt (25 Euro), über einen persönlichen Postkartengruß aus Klagenfurt (15 Euro) bis hin zur Preisbenennung (1000 Euro – mehr geht nicht) und vielen signierten Büchern, ist fast alles dabei.

Fundstück(e): Die Bachmannpreiskandidaten 2014

CC BY-SA 3.0 Katharina Graef
CC BY-SA 3.0 Katharina Graef

Dass b jetzt auch wirklich bleibt, hat sich spätestens heute Morgen bestätigt. Seitdem ist die Website der Tage der deutschsprachigen Literatur – im allgemeinen Sprachgebrauch auch bekannt als ‚Ingeborg-Bachmann-Preis‘ – aktualisiert. 14 Kandidaten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz treten vom 3. bis. 6. Juli in Klagenfurt an. Digitur wird berichten.

Digitur on Tour auf der Leipziger Buchmesse 2014

Leipziger Buchmesse 2014
CC-BY-SA 4.0 Sabrina Jaehn

„Germany looks still like a booklovers‘, bookbuyers‘, bookreaders‘ paradise“, urteilte der aus England angereiste Verleger John Mitchinson bereits am ersten Messetag angesichts der zahlreichen Besucher, die sich an den Ständen auf dem riesigen Messegelände tummelten und der Flut von Veranstaltungen rund um das Buch. Mittendrin, Digitur auf der Suche nach Spuren der digitalen Revolution.
Weiterlesen „Digitur on Tour auf der Leipziger Buchmesse 2014“