Erlebte Schriftkultur in der Deutschen Nationalbibliothek #lbm16

Mit dem Tablet konnte der Besucher auch an die Details der Geschichte der Schriftkultur heranzoomen. CC0 Vanessa Hellwig
Heranzoomen an die Details war mittels Tablet möglich.  CC BY-SA 4.0 Aileen Singhof

Schon vor der offiziellen Eröffnung der Buchmesse in Leipzig startete ein umfangreiches Programm für die Besucher. Wieso also nicht, bevor man sich in dem Gedränge in der Messehalle über die Zukunft des Buchmarkts informiert, entspannt einen Gang in die Vergangenheit wagen? Denn die Geschichte der schriftlichen Kommunikation dauert bereits seit über 5000 Jahren an. Für all diese Jahre zeigt das Deutsche Buch- und Schriftmuseum in seinen Ausstellungsräumen zum Thema Zeichen – Bücher – Netze. Von der Keilschrift zum Binärcode Artfekate aus der Vergangenheit. Im Rahmen der Führung „Mit dem Tablet durch die Mediengeschichte“ wurden Interessierte durch die Ausstellung zum Thema Schriftkultur geführt.

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Fundstück: Lyrik ohne Buchimitation in der Edition Binaer

Der Lyrik-Code verbessert das Leseerlebnis. ©Verlagshaus Berlin
Der Lyrik-Code verbessert das Leseerlebnis. ©Verlagshaus Berlin

Innovation im Lyrikbereich: Mit der Edition Binaer ist endlich Schluss mit der Buchimitation auf den elektronischen Geräten! Das Verlagshaus Berlin hat einen eigenen Lyrik-Code entwickelt, mit dem die Form eines Gedichts auf dem E-Reader besser dargestellt werden kann. Es besteht aus einer Anzahl von Zeichen, die nur dann in Erscheinung treten, wenn sie vom Leser benötigt werden. So kann jeder selbst entscheiden, wann der E-Reader ihm Zeilenumbrüche, Einschübe oder andere Raffinessen anzeigen soll.

Die herkömmliche Gestaltung, wie etwa die wie in Romanen umbrochene Schrift, sorgte bislang dafür, dass Struktur und Rhythmik eines Textes unter Umständen zerstört wurden. Dank des Lyrik-Codes gehört dieses Problem der Vergangenheit an.

Erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert wird das Projekt auf der Leipziger Buchmesse am 19.03. Die ersten vier E-Books mit Texten von Crauss., Lea Schneider, Sebastian und Tillmann Severin, Max Czollek, Martin Piekar und Jan Kuhlbrodt erscheinen am 15. März 2016.

Vom Blog zum Buch

Das eigene gedruckte Buch oder das eigene digitale Ebook? CC0
Das eigene gedruckte Buch oder das eigene digitale E-Book? CC0

Das eigene Buch in den Händen halten – das ist der Traum vieler Nachwuchsautoren. Zu Zeiten, in denen jeder recht einfach sein eigenes Werk im Internet publizieren kann, scheinen jedoch viele aufgrund der geringeren Hürden die Veröffentlichung eines Ebooks vorzuziehen. Die beiden Blogger Patrick und Jasmin von Healthy Habits sind den Schritt gegangen und berichten im Interview von ihren Erfahrungen als Blogger und dem Weg zur Herausgabe eigener als Print erschienener Ratgeber, oder in anderen Worten: vom Blog zum Buch.

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Fundstück Nr. 95: Graphic Novel in digital und als Bewegtbild

Düstere Stimmung verspricht das Cover der Graphic Novel "Turmspringer".
Düstere Stimmung verspricht das Cover der Graphic Novel „Turmspringer“.

Ein unbekannter Held in einer Graphic Novel über Macht und Verantwortung, Liebe, Hoffnung und Tod – das ist die Comic-Serie „Turmspringer“ vom Autorenduo Blechstern. Illustratorin Zlata Pasalic und Autor Seb Kühne schreiben „eine Story über drei Generationen, über das, was man ist, von den Karten, die man am Start in die Hand gedrückt bekommt und wie man sie deswegen ausspielt – oder destotrotz“.

Um die Geschichte um den „Turmspringer“ Konrat Morgen weiterführen zu können, benötigen Blechstern einen englischen Übersetzer, der mit Hilfe der Crowdfunding-Plattform Startnext finanziert werden soll. Der englischsprachige Markt für Graphic Novels ist noch immer finanzstärker als der deutsche und die Akzeptanz gegenüber digitalen Produkten ist dort deutlich höher, denn der „Turmspringer“ erscheint nur als digitales eBook. Eine Printausgabe gibt es nur für diejenigen, die sich am Crowdfunding beteiligen. Einen ersten Einblick in das Projekt bietet der Vorläufer der Serie, hier als Motion Comic zu sehen.