Digitales Publizieren in der Wissenschaft

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Kathleen Fitzpatrick im Glaspavillion der Universität Duisburg-Essen
CC-BY-SA 4.0 Lisa-Marie Reingruber

Welche Auswirkungen hat der digitale Wandel auf das akademische Publizieren und auf die Verbreitung und Rezeption von Wissen? Welche Potenziale bergen digitale Medien und wie werden sie gegenwärtig im akademischen Betrieb genutzt? Vor welchen Herausforderungen stehen die verschiedenen Stakeholder des Wissenschaftsbetriebs? Diese und weitere Fragen waren Gegenstand der Konferenz Open Knowledge? Potentials of Digital Publishing in the Academic World, die am 27. April am Essener Campus der Universität Duisburg-Essen stattgefunden hat. Wir sind der Einladung der Global Young Faculty gefolgt und haben uns den Tag über unter die TeilnehmerInnen gemischt. Weiterlesen

Fundstück: Goethe wird digital

Goethe-Statue in Leipzg. CC-BY-2.0 motograf - https://www.flickr.com/photos/motograf/

Goethe-Statue in Leipzig. CC-BY-2.0 motograf

Eine umfangreiche Online-Plattform zu Goethes Leben, Wirken und Werk entsteht künftig im Rahmen des großen Forschungsprojekts „Propyläen. Forschungsplattform zu Goethes Biographica“. In den kommenden 25 Jahren arbeiten die Klassik Stiftung Weimar, die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz gemeinsam an der Mammut-Aufgabe.  Die Plattform soll Wissenschaftlern und allen Interessierten komfortablen Zugang zu den unzähligen Briefen, Tagebucheinträgen und Gesprächsaufzeichnungen Goethes verschaffen – unter anderem auch mit digitalen Faksimiles handschriftlicher Texte.

Fundstück: Blogger schenken Lesefreude

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„Blogger schenken Lesefreude“ – eine Aktion zum Welttag des Buches

Wir feiern heute den Welttag des Buches! Der 23. April wurde 1995 von der UNESCO-Generalkonferenz zum „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ erklärt und jährt sich damit in diesem Jahr zum zwanzigsten Mal. Das Verschenken von Büchern ist von Anfang an feste Tradition an diesem Tag. Daran knüpft auch „eine Gemeinschaftsaktion lesebegeisterter Blogger“ an, deren Aktion Blogger schenken Lesefreude dieses Jahr bereits zum dritten Mal stattfindet und von über Tausend Bloggern begeistert aufgenommen wurde.

„Am Welttag des Buches möchten wir unsere Lese-Begeisterung in die Welt hinaustragen und andere damit anstecken. Für uns ist dieser Tag wirklich ein Feiertag! Deswegen verlosen wir am 23. April auf unseren Blogs Bücher, die uns begeistert haben.“

Bloggorado – ein Nachtrag zur Leipziger Buchmesse

Bloggerlounge

Die Bloggerlounge auf der LBM. CC-BY-NC-SA 4.0 Kristina Petzold

In diesem Jahr wurden die Blogger auf der Leipziger Buchmesse besonders herzlich empfangen – in einer eigenen Bloggerlounge. Dort gab es WLAN, kostenlosen Kaffee und exklusive Veranstaltungen für die akkreditierten Blogger. Der Direktor der Leipziger Buchmesse, Oliver Zille, begrüßte die Blogger persönlich. Auch einige der Nominierten des Preises der Leipziger Buchmesse fanden sich in der Bloggerlounge ein, um mit den Bloggern über die Bedeutung von Buch-Blogs für die Branche und für die Autoren zu diskutieren. Schon im Vorfeld der Buchmesse hatte es mit der Initiative „Bloggerpaten“ ein spezielles Projekt für die Online-Bücherfreunde gegeben. Hinter all diesen Ideen steckt Sebastian Matkey, der für die Online-Kommunikation der Leipziger Buchmesse verantwortlich ist. Digitur hat mit ihm gesprochen.

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Fundstück: Büchermachen in digitalen Zeiten

Digitale Literatur gestalten

Digitalisierung und Gestaltung

Das Buch verschwindet nicht. Vielleicht wird es durch den Druck der digitalen Konkurrenz sogar schöner. Dieser These geht Joachim Büthe im Deutschlandfunk nach. In seinem Feature „Textverarbeitung – Über das Büchermachen in digitalen Zeiten“ spricht er mit VerlegerInnen, GestalterInnen und AutorInnen, die die Digitalisierung als Anlass nehmen, die Qualitäten des Buches neu zu bestimmen.

Die verschiedensten Einblicke in die Buchmacherei scheinen vor allem zu zeigen, dass die rivalisierenden Medien keine Gegner sein müssen. Das digitale Publizieren emanzipiert sich zunehmend von der klassischen Buchkultur. Zugleich können E-Books Einfluss darauf nehmen, wie Bücher gedacht und gemacht werden. Im Podcast zum Nachhören.

Fundstück: Radikal digital

Süddeutsche Zeitung: Radikal digital

Süddeutsche Zeitung: Radikal digital

Im Washington D.C. der nahen Zukunft hat es seit sechs Jahren keinen Mord mehr gegeben. Grund dafür ist ein polizeiliches Frühwarnsystem namens PRECRIME, ein quasimenschliches Wesen, das Algorithmen entwirft, die unter Zugriff auf riesige Datenberge Ort, Tatzeit und Täter voraussagen können. All das ist Teil des Theaterstücks „Minority Report oder Mörder der Zukunft“, das das Dortmunder Schauspielhaus momentan zeigt. Und es ist nur ein Grund dafür, dass die Süddeutsche Zeitung dem Theater und seinem Intendanten Kay Voges einen Artikel unter dem Titel „Radikal digital“ widmet. Die Grenzenlosigkeit der digitalen Datenerfassung und die menschliche Selbstdarstellung im Netz sind immer wieder Themen der Dortmunder Inszenierungen. Zumindest für das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung sieht so „Theater der Zukunft“ aus.

Pixelcraftbooks – digitale Literatur zum Verlieben

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Jakob Jochmann auf der E:Publish 2014
Foto: © SWOP. Medien und Konferenzen GmbH/Christoph Schöning

Bei einigen Lesern kommen eBooks längst noch nicht gegen das gute alte Buch an. Das Gefühl, die Seiten eines Buches durch die Finger gleiten zu lassen, der Geruch bedruckten Papiers oder der Anblick eines gefüllten Bücherregals sind Qualitäten, die Freunde des Printprodukts beim eBook vermissen. Wohingegen Verfechter des digitalen Buchs diesen sinnlichen Qualitäten gerne die Praktikabilität des eBooks gegenüberstellen. Diese recht mühselige Debatte – analoges vs. digitales Buch – ist letztlich auch auf die Qualität von eBooks zurück zu führen, die in ihrer Entwicklung immer noch am Anfang stehen. Jakob Jochmanns neues Projekt Pixelcraftbooks verspricht firschen Wind in  diese Entwicklung zu bringen. Weiterlesen

Literaturwissenschaftliche Studiengänge und die Digitalisierung: Starre Strukturen aufbrechen

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CC-BY-NC-SA 4.0 Robin Bals

Im Studiengang Literatur und Medienpraxis der Universität Duisburg-Essen gab es in diesem Wintersemester eine Premiere: Eine der Einführungsveranstaltungen beschäftigte sich ausschließlich mit dem weiten Feld der digitalen Medien und machte deutlich, dass es einen Prozess des Umdenkens in literatur- und medienwissenschaftlichen Studiengängen geben muss.   Weiterlesen

„Wenn man nicht gewinnen kann, hat man auch nicht mehr viel zu verlieren.“

Juliane Brückner

Autor Fridolin Schley
© Juliane Brückner

Vor gut einem Monat haben wir bereits über den Online-Roman „Zwei Mädchen im Krieg“ berichtet. Bei diesem Projekt rief der Fischer Verlag neun Autoren und Autorinnen dazu auf, gemeinsam und doch getrennt voneinander, eine mosaikartige Geschichte zu erzählen, während gleichzeitig die eigene und die Herangehensweise der Kollegen kommentiert werden durfte. Damals war gerade die erste von drei Schreibwochen angebrochen, am letzten Wochenende wurde das Endergebnis auf der Leipziger Buchmesse präsentiert.  Autor Fridolin Schley war einer der ersten Autoren, die sich dem Erzähl-Experiment in der ersten Woche gestellt haben. Weiterlesen