Fundstück: Not Okay

Bild: CC0 Unsplash (Prateek Katyal).

Instagram, Twitter, TikTok und Co. bieten genug Inhalte, um sich täglich stundenlang in den sozialen Medien aufzuhalten. Doch zwischen lustigen Tanzvideos, Memes und Urlaubsfotos finden sich immer häufiger Postings, die mit der Realität wenig zu tun haben. Inzwischen haben viele Nutzer*innen gelernt, wie man sich selbst inszeniert und medienwirksame Narrativen konstruiert – so auch die Hauptfigur des satirischen Filmes Not Okay: Danni Sanders ist unzufrieden in ihrem Job und ist zugleich durch ihre exzentrische Art nicht sehr beliebt. Um Anerkennung kämpfend behauptet sie, an einem Schreibworkshop in Paris teilzunehmen und begleitet diese fiktive Reise durch Fake-Bilder auf Instagram, wodurch sie eine kleine Followerschaft aufbaut. Als dann jedoch eine Reihe von terroristischen Anschlägen die französische Hauptstadt heimsucht und Danni bezeugt, diese Tragödie vor Ort miterlebt zu haben, um ihre Lüge aufrecht zu erhalten, wird sie zu einer medialen Berühmtheit. Weiter und weiter verstrickt sie sich in ihre Inszenierung, bis das Lügenkonstrukt über ihr zusammenfällt.

Eine Einblendung am Anfang des Filmes warnt zurecht vor der unsympathischen Protagonistin: Danni ist egozentrisch und merkt erst sehr spät, wie ihr Verhalten Einfluss auf ihre Mitmenschen nimmt. Doch Not Okay verteufelt keineswegs die sozialen Medien: Es wird herausgestellt, dass soziale Medien für das Gute eingesetzt werden, aber eben auch missbraucht werden können. Der Film ist seltsam, stellenweise absurd und unangenehm, aber dennoch witzig und unterhaltsam. Not Okay steht als Stream auf Disney+ zur Verfügung.

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